DE10108889A1 - Verfahren und Einrichtung zur Überprüfung eines Kabelbaums insbesondere für Versuchsfahrzeuge - Google Patents
Verfahren und Einrichtung zur Überprüfung eines Kabelbaums insbesondere für VersuchsfahrzeugeInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Überprüfung eines Kabelbaums (14) insbesondere für Versuchsfahrzeuge, bei dem mittels eines Computers (12) ein Prüfprogramm zur Überprüfung des Kabelbaums (14) ausgeführt wird, wobei die einzelnen Leitungsverbindungen des Kabelbaums (14) zumindest auf Durchgang und Kurzschlüsse hin überprüft werden. Erfindungsgemäß wird das Prüfprogramm automatisch aus den bei der computerunterstützten Entwicklung des Kabelbaums (14) generierten Computerdaten erzeugt. DOLLAR A Eine Einrichtung zur Überprüfung des Kabelbaums (14) weist einen Prüftisch (10) mit einer ersten Auflagefläche (17) auf, auf die der Kabelbaum (14) zur Überprüfung aufgelegt wird und mit einer Prüfeinrichtung (11, 12, 13) elektrisch verbunden wird. Der Prüftisch (10) weist eine zweite Auflagefläche (18) auf, die im wesentlichen parallel zu der ersten Auflagefläche (17) ist und zur Aufnahme eines Kontaktierkabelbaums (15) dient, welcher zur Kontaktierung des zu prüfenden Kabelbaums (14) dient.
Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Einrichtung zur Überprüfung eines
Kabelbaums insbesondere für Versuchsfahrzeuge gemäß den Oberbegriffen der
Patentansprüche 1 und 3.
Im Bereich der Großserienherstellung von Kraftfahrzeugen ist bekannt, die für diese
Fahrzeuge vorgesehenen Kabelbäume vor dem Einbau einer genauen Überprüfung zu
unterziehen. Hierbei wird insbesondere überprüft, ob die erwünschten Verbindungen
zwischen den einzelnen Kontaktstellen und Steckverbindern vollständig vorhanden sind
und ob keine unerwünschten Verbindungen, d. h. Kurzschlüsse, bei der Herstellung
aufgetreten sind. Desweiteren kann die Impedanz der Verbindungen überprüft werden.
Hierfür ist es üblich, den zu prüfenden Kabelbaum auf einen Prüftisch zu legen und mit
den am Kabelbaum vorhandenen Steckverbindern an den Prüftisch anzuschließen. Der
Prüftisch weist hierfür eine matrixähnliche Anordnung von wechselbaren, als
Einschubmodulen ausgebildeten Prüfmodulen auf, die für den jeweiligen Kabelbaum
zusammengestellt und in dem Prüftisch montiert sind. Der Prüftisch ist mit einer
Computereinrichtung verbunden, in der ein Prüfprogramm abläuft und automatisch die
zuvor erwähnten Prüfungen durchführt.
Die Erstellung der Prüfmodule für den Prüftisch sowie des Prüfprogramms für einen
neuen Kabelbaum ist relativ aufwendig. Dieser Aufwand ist bei der Herstellung eines
Fahrzeugs in großen Stückzahlen tragbar. Bei der Entwicklung von neuen Fahrzeugen
ist es in der Regel erforderlich, eine relativ geringe Stückzahl von Versuchsfahrzeugen
aufzubauen, die ebenfalls mit komplizierten und aufwendigen Kabelbäumen ausgestattet
werden. Im Laufe der Entwicklung werden häufig noch Änderungen an den
Kabelbäumen vorgenommen, so daß der zuvor beschriebene, im Großserienbereich
betriebene Aufwand für die Prüfung der Kabelbäume in der Regel unangemessen hoch
ist.
Aus dem Bereich der Überprüfung von Kabelbäumen für Versuchsfahrzeuge ist es
bisher bekannt, diese manuell zu überprüfen, d. h. die einzelnen Verbindungen mittels
eines Durchgangsprüfers zu testen.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren und eine Einrichtung zur
Überprüfung eines Kabelbaums insbesondere für Versuchsfahrzeuge anzugeben, bei
dem der Aufwand für die Prüfung verringert ist und ein hoher manueller Aufwand
vermieden wird.
Diese Aufgabe wird durch die in den Patentansprüchen 1 und 3 angegebenen
Ausführungsformen der Erfindung gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung
sind in den Unteransprüchen angegeben.
Die Erfindung hat den Vorteil, die Prüfung von Kabelbäumen für Versuchsfahrzeuge und
auch für Serienfahrzeuge erheblich zu vereinfachen und damit auch zu beschleunigen.
Desweiteren werden Kosten in nicht unerheblicher Höhe eingespart. Ein weiterer Vorteil
ist, daß die Prüfung zuverlässiger als eine manuelle Prüfung erfolgt und zudem
reproduzierbar ist, da ein definiertes Prüfprogramm in einem Computer verwendet wird.
Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist als Vorrichtung zur Prüfung
des Kabelbaums ein Prüftisch vorgesehen, der eine Auflageebene für den zu prüfenden
Kabelbaum und zusätzlich eine weitere im wesentlichen parallel angeordnete
Auflageebene für einen Kontaktierkabelbaum, der als Gegenstück für eine Vielzahl von
zu prüfenden Kabelbaum-Varianten dient, aufweist. Durch seine viefältige Einsetzbarkeit
ist der Kontaktierkabelbaum relativ umfangreich, so daß zumindest alle zu prüfenden
Kabelbäume einer Fahrzeugklasse daran angeschlossen werden können. Hierdurch ist
eine übersichtliche Handhabbarkeit des zu prüfenden Kabelbaums sowie eine leichte
Kontaktierbarkeit dieses Kabelbaums gewährleistet. Ein Kabelgewirr wird vermieden.
Eine Selektion der zu verwendenden Anschlüsse des Kontaktierkabelbaums erfolgt
vorzugsweise über den die Prüfung durchführenden Computer.
Die Erfindung wird im folgenden anhand von Zeichnungen unter Nennung weiterer
Vorteile näher beschrieben.
Die in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiele zeigen in
Fig. 1 den Ablauf des erfindungsgemäßen Verfahrens als Flußdiagramm,
Fig. 2 einen Prüftisch und
Fig. 3 einen Aufbau eines Fahrzeug-Kabelbaumes.
Die in der Fig. 1 dargestellte bevorzugte Ausgestaltung des erfindungsgemäßen
Verfahrens beginnt mit einem Block 1. In einem darauffolgenden Datentransferblock 2 werden von
einem Computerprogramm zur computerunterstützten Entwicklung von Kabelbäumen, z. B. dem
Vobes-System, Stücklisten und Verbindungslisten der zu prüfenden Kabelbäume eingelesen.
Sodann wird in einem Block 3 eine gemeinsame Liste aus sämtlichen in dem Block 2
eingelesenen Informationen erstellt. Das Ergebnis ist eine Verbindungsmatrix für die gesamte
Verkabelung eines Fahrzeugs oder Fahrzeugserie. In dieser gemeinsamen Liste werden
Teilenummern den Steckernummern der Kabelbäume zugeordnet.
Die Verkabelung eines Fahrzeugs besteht in der Regel aus einzelnen Kabelbäumen für
verschiedene Fahrzeugbereiche, z. B. die Heckklappe, die Tür oder den Motorraum, welche
wiederum in einzelne Module aufgeteilt sind. Die einzelnen Kabelbäume sind dann untereinander
wiederum verbunden und bilden den gesamten Kabelbaum des Fahrzeugs. Jeder
Fahrzeugbereich ist in der Regel wiederum unterteilt in unterschiedliche Module, die darüber
hinaus Varianten und demzufolge auch unterschiedliche Kabelbäume für diese aufweisen. Aus
den unterschiedlichen Varianten jedes Moduls ergibt sich somit eine Vielzahl von Varianten für
den gesamten Kabelbaum des Fahrzeugs. In einem Block 4 wird sodann aus der
Verbindungsmatrix für jede Variante eines jeden Moduls eine Verbindungsliste extrahiert und in
einem Speicher 5 abgespeichert. Diese Verbindungsliste kann in einer bevorzugten
Ausführungsform der Erfindung als zweidimensionale Tabelle, z. B. mit 13 Spalten, organisiert
sein, in der jeweils angegeben ist, von welchem Punkt des Kabelbaums zu welchem anderen
Punkt des Kabelbaums eine elektrische Verbindung bestehen soll.
Sodann wird in einem Block 6 eine fahrzeugspezifische Verbindungsliste erstellt, indem aus der
Vielzahl der gespeicherten Einzeldateien aus dem Speicher 5 diejenigen Dateien entnommen
werden, die für eine bestimmte Fahrzeugvariante benötigt werden. Aus dieser
fahrzeugspezifischen Verbindungsliste wird sodann in einem Block 7 das entsprechende
Prüfprogramm für das jeweilige Fahrzeug bzw. für den für dieses
Fahrzeug erforderlichen Kabelbaum erstellt. Dieses Prüfprogramm kann in einem
darauffolgenden Datentransferblock 8 an eine Prüfeinrichtung, wie sie anhand der
Fig. 2 noch näher beschrieben wird, ausgegeben werden. Hierbei werden
vorzugsweise einzelne Prüfschritte ausgegeben, die beispielsweise die Prüfung einer
Verbindung von Stecker X, Anschluß A nach Stecker Y, Anschluß B umfassen.
Das Verfahren gemäß Fig. 1 endet in einem Block 9.
Eine bevorzugte Ausgestaltung einer Einrichtung zur Prüfung eines Kabelbaums für
Versuchsfahrzeuge ist in der Fig. 2 schematisch dargestellt. Ein Prüftisch 10 ist über
eine Schnittstelleneinrichtung 11 und eine Leitung 13, z. B. eine Leitung zur seriellen
Datenübertragung, mit einem zur Ausführung des Prüfprogramms vorgesehenen
Computer 12 verbunden. Der Computer 12 kann seinerseits über die Leitung 13
Prüfsignale an die Schnittstelleneinrichtung 11 abgeben. Die Schnittstelleneinrichtung 11
weist beispielsweise analoge und digitale Eingänge, Relais oder Halbleiterschalter auf.
Der Prüftisch 10 weist einen vorzugsweise auf Füßen stehenden Korpus 16 auf, der eine
als Auflagefläche 17 dienende Oberseite hat. Auf der Auflagefläche 17 ist ein auf
Füßen 19 stehendes gitterartiges Gestell angeordnet, das eine weitere Auflagefläche 18
bildet, die im wesentlichen parallel zu der Auflagefläche 17 ist. Auf die Auflagefläche 17
wird nun vorzugsweise der zu prüfende Kabelbaum 14 aufgelegt und in geeigneter
Weise ausgerichtet. Sodann wird ein Kontaktierkabelbaum 15 auf das gitterartige
Gestell bzw. die Auflagefläche 18 aufgelegt. Der Kontaktierkabelbaum 15 weist
Anschlußstücke auf, die mit den an dem Kabelbaum 14 angeordneten Steckverbindern
verbindbar sind und diesen als Gegenstück zugeordnet sind. Der Kontaktierkabelbaum
15 wird ebenfalls in geeigneter Weise ausgerichtet. Für die Verbindung des
Kontaktierkabelbaums 15 mit dem zu prüfenden Kabelbaum 14 sind die Öffnungen in
dem gitterartigen Rahmen 18 von Vorteil, da hierdurch mühelos von Hand die
Verbindungen hergestellt werden können.
Der zu prüfende Kabelbaum 14 wird über den Kontaktierkabelbaum 15 sodann an die
Schnittstelleneinrichtung 11 angeschlossen, woraufhin das Prüfprogramm an dem
Computer 12 gestartet werden kann.
Claims (6)
1. Verfahren zur Überprüfung eines Kabelbaums (14) insbesondere für
Versuchsfahrzeuge, bei dem mittels eines Computers (12) ein Prüfprogramm zur
Überprüfung des Kabelbaums (14) ausgeführt wird, wobei die einzelnen
Leitungsverbindungen des Kabelbaums (14) zumindest auf Durchgang und
Kurzschlüsse hin überprüft werden, dadurch gekennzeichnet, daß das
Prüfprogramm automatisch aus den bei der computerunterstützten Entwicklung des
Kabelbaums (14) generierten Computerdaten erzeugt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die automatische
Erstellung des Prüfprogramms in folgenden Schritten abläuft:
- a) aus einer Stückliste und einer Verbindungsliste wird eine gemeinsame Liste nach Art einer Matrix erstellt,
- b) aus der gemeinsamen Liste wird für jede Variante eines jeden Teiles des Kabelbaums (14) eine diesen Teilkabelbaum beschreibende Computerdatei extrahiert,
- c) aus den einzelnen Computerdateien werden die für einen bestimmten Fahrzeugtyp erforderlichen fahrzeugspezifischen Dateien ausgewählt und in eine fahrzeugspezifische Verbindungsliste zusammengefügt, die den gesamten Kabelbaum (14) des Fahrzeugtyps beschreibt,
- d) aus der fahrzeugspezifischen Verbindungsliste wird das fahrzeugspezifische Prüfprogramm erstellt.
3. Einrichtung zur Überprüfung eines Kabelbaums (14) insbesondere für
Versuchsfahrzeuge, mit einem Prüftisch (10) mit einer ersten Auflagefläche (17), auf
die der Kabelbaum (14) zur Überprüfung aufgelegt wird und mit einer
Prüfeinrichtung (11, 12, 13) elektrisch verbunden wird, dadurch gekennzeichnet,
daß der Prüftisch (10) eine zweite Auflagefläche (18) aufweist, die im wesentlichen
parallel zu der ersten Auflagefläche (17) ist, und zur Aufnahme eines
Kontaktierkabelbaums (15) dient, welcher zur Kontaktierung des zu prüfenden
Kabelbaums (14) dient.
4. Einrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der
Kontaktierkabelbaum (15) als Gegenstück zu dem zu prüfenden Kabelbaum (14)
ausgebildet ist.
5. Einrichtung nach einem der Ansprüche 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß die
zweite Auflagefläche (18) als Gitterkonstruktion ausgebildet ist.
6. Einrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der
Kontaktierkabelbaum (15) über eine Schnittstelleneinrichtung (11) mit einer
Computereinrichtung (12) verbunden ist, in der ein Prüfprogramm zur Überprüfung
des zu überprüfenden Kabelbaums (14) ausführbar ist.
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE10108889A DE10108889A1 (de) | 2001-02-23 | 2001-02-23 | Verfahren und Einrichtung zur Überprüfung eines Kabelbaums insbesondere für Versuchsfahrzeuge |
Applications Claiming Priority (1)
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Publications (1)
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| DE10108889A1 true DE10108889A1 (de) | 2002-09-05 |
Family
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| DE10108889A Withdrawn DE10108889A1 (de) | 2001-02-23 | 2001-02-23 | Verfahren und Einrichtung zur Überprüfung eines Kabelbaums insbesondere für Versuchsfahrzeuge |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE10108889A1 (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE10359127A1 (de) * | 2003-12-17 | 2005-07-21 | Volkswagen Ag | Verfahren und Vorrichtung zur logischen Prüfung eines Bordnetzes für ein Kraftfahrzeug |
| FR2872582A1 (fr) * | 2004-07-05 | 2006-01-06 | Johnson Controls Tech Co | Procede de verification du cablage d'au moins un moteur electrique |
-
2001
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Cited By (3)
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| DE10359127A1 (de) * | 2003-12-17 | 2005-07-21 | Volkswagen Ag | Verfahren und Vorrichtung zur logischen Prüfung eines Bordnetzes für ein Kraftfahrzeug |
| FR2872582A1 (fr) * | 2004-07-05 | 2006-01-06 | Johnson Controls Tech Co | Procede de verification du cablage d'au moins un moteur electrique |
| EP1615042A1 (de) * | 2004-07-05 | 2006-01-11 | Johnson Controls Technology Company | Verfahren zur Kabelüberprüfung zumindest eines elektrischen Motors |
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