DE10065989C2 - Rampe für einen Türeinstieg - Google Patents

Rampe für einen Türeinstieg

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Description

Die Erfindung betrifft eine Rampe für einen Türeinstieg, insbe­ sondere von Straßenfahrzeugen, mit einem im Türbereich anordnen­ baren Gehäuse und einer seitlich aus dem Gehäuse aus einer Ruhe­ stellung in eine Gebrauchsstellung ausfahrbaren Rampenplattform, in der die Rampenplattform mit einem dem Gehäuse zugewandten hinteren Ende etwa auf die Höhe eines Bodens des Türeinstiegs anhebbar ist.
Aus der DE 41 34 559 A1 ist eine Rampe für einen Türeinsstieg bekannt. Bei dieser bekannten Rampe müssen die gesamten auf die Rampenplattform einwirkenden Kräfte von zwei Führungshebeln auf­ genommen werden. Dies führt zu einer unerwünscht hohen Belastung der Führungshebel und insbesondere der Anlenkachsen.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, die bekannte anhebbare Rampe so zu verbessern, dass eine unerwünscht hohe Be­ lastung der Führungshebel und deren Anlenkachsen weitgehend ver­ mieden wird bzw. dass die Krafteinwirkung zum Anheben der Rampe verbessert wird. Zudem soll die Rampe einfach und kostengünstig aufgebaut sein.
Diese Aufgabe wird durch eine Rampe mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.
Durch die Verwendung mindestens eines Doppelscharniers können die Tragkräfte der Rampenplattform von dem mindestens einen Dop­ pelscharnier aufgenommen werden, während die seitlich angeordne­ ten Hubhebel lediglich für den Hubvorgang bzw. die Anhebung des hinteren Endes der Rampenplattform in die Höhe des Bodens des Türeinstiegs benötigt werden und deshalb relativ gering belastet werden. Die Verwendung eines zweiten bzw. des vorderen Wagens führt zudem dazu, dass für die Anhebung der Rampenplattform eine günstige Krafteinleitung entsteht. Durch die relativ einfache und robuste Ausführung kann die Rampenplattform relativ hohen Belastungen standhalten. Durch das Vermeiden einer Stufe zwi­ schen dem hinteren Ende der Rampenplattform und den Boden des Türeinstiegs wird die Sicherheit weiter erhöht.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist der hintere Wagen über zwei außenliegende parallele Hubspindeln antreibbar, wobei in der Gebrauchsstellung der vordere Wagen gegen einen Gehäuseanschlag schlägt und der hintere Wagen mit sei­ nem Anlenkstück soweit unter den vorderen Wagen greift, dass die Hubhebel das Doppelscharnier in seine angehobene Hubstellung bringen bzw. es in dieser halten. Durch die Verwendung eines An­ lenkstückes erfolgt eine günstige Krafteinwirkung des hinteren Wagens auf die Hubhebel.
Im folgenden wird die Erfindung anhand eines Beispiels in Verbindung mit den beiliegenden Zeichnungen näher erläutert.
In den Zeichnungen zeigen:
Fig. 1 Eine Draufsicht auf eine Rampe mit aufgeschnittenen Gehäuse und Rampenplattform in Ruhestellung,
Fig. 2 eine Seitenansicht der Rampe von Fig. 1 entlang der Linie II-II geschnitten,
Fig. 3 eine Seitenansicht der Rampe von Fig. 1 mit ausge­ fahrener und angehobener Rampenplattform,
Fig. 4 eine Seitenansicht der Rampe von Fig. 1 entlang der Linie IV-IV geschnitten und
Fig. 5 eine Seitenansicht eines vorderen Endes einer Rampen­ plattform im Schnitt und vergrößerter Darstellung.
Eine Rampe 1 besteht im Wesentlichen aus einem Gehäuse 2, einer Rampenplattform 3, einem Trittsensor 4 und einem Stoßsensor 5.
Die Rampenplattform 3 ist seitlich aus dem Gehäuse 2 aus einer Ruhestellung 6 in eine Gebrauchsstellung 7 ausfahrbar.
Der Trittsensor 4 ist als ein sich über die Oberfläche der Ram­ penplattform 3 erstreckender, auf Druck reagierender Flächensen­ sor ausgebildet. Der Trittsensor 4 besteht aus einer elektrisch leitenden unteren Folie 9 und einer elektrisch leitenden oberen Folie 10, die durch in Abständen zueinander angeordnete elasti­ sche Druckstücke 11 auf Abstand gehalten werden.
Bei Belastung der oberen Folie 10 werden belastete Druckstücke 11 komprimiert, so dass eine elektrische Verbindung zwischen den Beiden Folien 9, 10 hergestellt wird, die eine Einfahrbewegung der Rampenplattform 3 verhindert. Auf der oberen Folie 10 ist durch Handbeschichtung ein Kunststoffbett 12 aufgebracht, das aus einem Zweikomponentenepoxydharzkleber ausgebildet ist. In das Kunststoffbett 12 ist Siliziumkarbidgranulat bzw. Silizium­ karbidkörnchen als Antirutschbeschichtung eingebettet. Das Sili­ ziumkarbidgranulat wird nach Aufbringen des Kunststoffbettes im noch nicht ausgehärteten Zustand auf das Kunststoffbett aufge­ bracht und anschließend wird das Kunststoffbett ausgehärtet, so dass eine feste Antirutschbeschichtung entsteht, die fest mit der oberen Folie 10 des Trittsensors 4 verbunden ist. Das Kunst­ stoffbett besteht aus einem Zweikomponentenepoxydharzkleber. Die fertige Antirutschbeschichtung weist dabei eine Schichtdicke von etwa 2 mm auf.
Der Stoßsensor 5 ist als ein auf Druck reagierender Flächensen­ sor ausgebildet, der an einer inneren Basisfläche 13 eines U- Profils 14 angeordnet ist. An seiner der inneren Basisfläche 13 abgewandten äußeren Sensorfläche 15 weist der Stoßsensor einen vorgelagerten Stoßfänger 16 auf, der von den Seitenwänden 17 des U-Profils 14 verschieblich geführt wird und die Seitenwände 17 mit seiner der Sensorfläche 15 abgewandten Vorderseite 18 über­ ragt. Die Vorderseite 18 ist konvex ausgewölbt. Der Stoßfänger 16 ist aus einem elastischen Kunststoffmaterial, vorzugsweise einem Polyurethan-Elastomer (Eladur) ausgebildet. Das U-Profil 14 ist an seiner der inneren Basisfläche 13 abgewandten äußeren Basisfläche 19 mit einer äußeren Basisfläche 20 eines zweiten U- Profils 21 verbunden. Das zweite U-Profil 21 greift mit seinen Seitenwänden 22 über ein freies Ende 23 der Rampenplattform 3 und ist mit dieser verbunden.
In der Gebrauchstellung 7 ist das dem Gehäuse 2 zugewandte hin­ tere Ende 24 der Rampenplattform 3 etwa auf die Höhe eines Bo­ dens 25 eines nicht weiter dargestellten Türeinstieges anhebbar.
Das hintere Ende 24 der Rampenplattform 3 ist über zwei außen­ liegende Doppelscharniere 26 und ein zwischen den außenliegenden Doppelscharnieren 26 angeordnetes innenliegendes Doppelscharnier 27 schwenkbar mit einem quer zur Bewegungsrichtung 28 der Ram­ penplattform 3 angeordneten hinteren Wagen 29 über ein Anlenk­ stück 30 verbunden. Das Anlenkstück 30 ist mit einem Ende fest am hinteren Wagen 29 angeordnet. Die Doppelscharniere 26, 27 sind mit einem ersten Ende 31 schwenkbar mit dem Anlenkstück 30 verbunden. Mit ihrem dem ersten Ende 31 abgewandten zweiten Ende 32 sind die Doppelscharniere 26, 27 schwenkbar mit dem hinteren Ende 24 der Rampenplattform 3 verbunden. Die außenliegenden Dop­ pelscharniere 26 sind an ihren gegenüberliegenden Außenseiten 33 schwenkbar mit jeweils einem vorderen Ende 34 eines Hubhebels 35 verbunden. Der Hubhebel 35 ist mit seinem dem vorderen Ende 34 abgewandten hintern Ende 36 schwenkbar mit einem zwischen hinte­ ren Wagen 29 und Rampenplattform 3 angeordneten vorderen Wagen 37 verbunden. Die Wagen 29, 37 werden über Rollen 38 in einander gegenüberliegenden U-Profilen 39 des Gehäuses 2 geführt. Der hintere Wagen 29 wird über zwei außenliegende parallele Hubspin­ deln 40 angetrieben. Die Hubspindeln 40 werden ihrerseits von einem nichtdargestellten Elektromotor und einem Riementrieb 42 angetrieben. In der Gebrauchsstellung 7 schlägt der vordere Wa­ gen 37 gegen einen Gehäuseanschlag 41. Der hintere Wagen 29 greift dabei mit seinem Anlenkstück 30 soweit gegen den vorderen Wagen 37, dass die Hubhebel 35 das außenliegende Doppelscharnier 26 in seiner angehobenen Hubstellung halten.
Die Rampenplattform 3 wird nach dem Halten des nicht weiter dar­ gestellten Straßenfahrzeuges, beispielsweise einem Bus, aus ih­ rer Ruhestellung 6 in ihre Gebrauchsstellung 7 ausgefahren. Der hintere Wagen 29 wird zu diesem Zweck in seine Gebrauchsstellung gefahren, so dass der vordere Wagen 37 gegen den Gehäuseanschlag 41 anschlägt und der hintere Wagen 29 über die Hubhebel 35 das hintere Ende 24 der Rampenplattform 3 anhebt. Soweit auf den Trittsensor 4 Druck ausgeübt wird, schaltet dieser den nichtdar­ gestellten Antrieb ab, so dass die Rampenplattform 3 nicht ein­ gefahren werden kann. Soweit beim Ausfahren der Rampenplattform 3 der Stoßfänger 16 gegen ein Hindernis stößt, wird ebenfalls der Antrieb abgeschaltet, so dass der Ausfahrvorgang unterbro­ chen wird.

Claims (3)

1. Rampe für einen Türeinstieg, insbesondere von Straßenfahrzeu­ gen mit einem im Türbereich angeordneten Gehäuse und einer seitlich aus dem Gehäuse aus einer Ruhestellung in eine Gebrauchstellung ausfahrbaren Rampenplattform, in der die Rampenplattform mit einem dem Gehäuse zugewandten hinteren Ende etwa auf die Höhe eines Bodens des Türeinstiegs anhebbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass das hintere Ende (24) der Rampenplattform (3) über mindestens ein Doppelscharnier (26, 27) schwenkbar mit einem quer zur Bewegungsrichtung (28) der Rampenplattform (3) angeordneten hinteren Wagen (29) verbun­ den ist, dass das erste Ende (31) des Doppelscharniers (26, 27) über ein am hinteren Wagen (29) fest angeordnetes Anlenk­ stück (30) mit dem hinteren Wagen (29) und das zweite Ende (32) des Doppelscharniers (26, 27) schwenkbar mit dem hinte­ ren Ende (24) der Rampenplattform (3) verbunden ist, und dass das Doppelscharnier (26) an mindestens einer seiner gegenü­ berliegenden Außenseiten (33) schwenkbar mit einem vorderen Ende (34) eines Hubhebels (35) verbunden ist, der mit seinem dem vorderen Ende(34) abgewandten hinteren Ende (36) schwenk­ bar mit einem zwischen hinterem Wagen (29) und Rampenplatt­ form (3) angeordneten vorderen Wagen (37) verbunden ist, und dass in der Gebrauchsstellung (7) der vordere Wagen (37) ge­ gen einen Gehäuseanschlag (41) anschlägt und der hintere Wa­ gen (29) mit seinem Anlenkstück (30) soweit unter den vorde­ ren Wagen (37) greift, dass die Hubhebel (35) das Doppel­ scharnier (26) in seiner angehobenen Hubstellung halten.
2. Rampe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der hintere Wagen (29) über zwei außenliegende parallele Hubspin­ deln (40) antreibbar ist.
3. Rampe nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Rampenplattform (3) über drei Doppelscharniere (26, 27) mit dem hinteren Wagen (29) verbunden ist und die beiden außenliegenden Doppelscharniere (26) an ihren gegenüberlie­ genden Außenseiten (33) über die Hubhebel (35) mit dem vorde­ ren Wagen (37) verbunden sind.
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