DE10061368A1 - Multifunktionelles Stützkissen - Google Patents
Multifunktionelles StützkissenInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft ein multifunktionelles Stützkissen mit einem von einer Umhüllung umgebenen Polsterkörper. Um den Liegebedürfnissen verschiedener Personen gerecht zu werden, wird erfindungsgemäß vorgeschlagen, das Stützkissen in Bezug auf seine Härte und/oder Höhe und/oder Neigung und/oder Elastizität und variabel auszubilden, so dass die genannten Eigenschaften des Kissens jederzeit durch den Benutzer selbst verändert werden können. Auch können zusätzlich dazu oder ausschließlich bevorzugt ergonomisch geformte Aussparungen im Polsterkörper vorgesehen sein.
Description
Die Erfindung betrifft ein multifunktionelles Stützkissen mit einem von einer
Umhüllung umgebenen Polsterkörper, nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs
1.
Derartige Stützkissen, insbesondere orthopädische Stützkissen, sind bekannt und
werden zur Förderung eines gesunden, reizfreien und orthopädisch richtigen
Schlafs verwendet. Der Polsterkörper kann dabei aus Schaumstoff, Wolle oder
Latex bestehen, der von einem Bezugsstoff aus z. B. Baumwolle umhüllt wird.
Der Polsterkörper ist vorzugsweise derart ausgeformt, dass er sich dem Kopf-,
Nacken- und Schulterbereich der das Kissen verwendenden Person anpasst.
Ein Nachteil der bekannten Kissen besteht darin, dass sie meist nur in einer
Standardgröße und -ausführung für alle Benutzergruppen, d. h. für Jung, Alt, Groß
und Klein erhältlich sind. Es ist keine individuelle Anpassung an die jeweilige
Person möglich.
Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, ein multifunktionelles Stützkissen
vorzuschlagen, das eine verbesserte individuelle Anpassung an die Bedürfnisse
der benutzenden Person erlaubt.
Diese Aufgabe wird durch die im Patentanspruch 1 oder 15 angegebenen
Merkmale gelöst.
Erfindungsgemäß ist das Stützkissen in Bezug auf seine Härte und/oder Höhe
und/oder Neigung und/oder Elastizität variabel ausgebildet, d. h. die benutzende
Person kann wahlweise die Härte, Höhe, Neigung und/oder die Elastizität des
Kissens verändern, so wie es ihrem Wohlbefinden entspricht.
Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung sind in den
abhängigen Patentansprüchen angegeben.
In einer Weiterbildung der vorliegenden Erfindung werden mehrere
Erfindungsgegenstände darüber hinaus noch beansprucht.
Der zweite Erfindungskomplex soll allein für sich genommen selbständigen Schutz
genießen; er soll aber auch in Verbindung mit dem vorher genannten ersten
Erfindungskomplex Schutz in Kombination erhalten.
Der zweite Erfindungskomplex unterscheidet sich von dem ersten dadurch, daß
vorgesehen ist, daß bevorzugt in mindestens einem Polsterkörper sich bevorzugt
über die gesamte Breite des Polsterkörpers erstreckende Aussparungen
vorhanden sind, die bereits auch schon im ersten Erfindungskomplex beschrieben
und beansprucht waren.
Erfindungsgemäß soll aber jetzt im zweiten Komplex beansprucht werden, daß
sich diese Aussparungen bevorzugt über die gesamte Breite erstrecken und die
Aussparungen nicht rund profiliert sind sondern im Profil etwa sphärisch
ausgebildet sind.
Diese sphärischen Aussparungen haben etwa im Querschnitt ein Tragflügelprofil,
welches - übertragen auf die Aerodynamik - einen steileren Anstellwinkel hat, der
in einen flacheren und abfallenden Winkel übergeht.
Sinn dieser sphärischen Aussparungen ist, sich an die Kontur im
Übergangsbereich zwischen dem Kopfbereich und dem sich daran
anschließenden Hals eines auf der Seite liegenden Menschen anzupassen. Diese
Kontur entspricht etwa dem vorher beschriebenen "Tragflügelprofil".
Im folgenden wird allgemein von einem sphärischen Profil gesprochen, wobei
derartige Tragflügelprofile gemeint sind.
Hierauf ist die Erfindung jedoch nicht beschränkt, es können auch andere
sphärische Profile verwendet werden, insbesondere solche, bei denen relativ
steile Winkel in die Waagerechte gegeben sind. Bei diesen Ausführungsfällen
mündet also das Tragflügelprofil im Winkel von etwa 90° in die Horizontale ein.
Es gibt auch darüber hinaus noch "Überwinkel", bei denen das Tragflügelprofil
beispielsweise im Winkel von 110° in die Horizontale einmündet, um also einen
"rollenden" Übergang in die Horizontale zu erreichen.
Kern dieses zweiten Erfindungskomplexes ist also, daß bevorzugt sich über die
gesamte Breite der Polsterkörper erstreckende sphärische Ausnehmungen
vorhanden sind, wobei die Erfindung jedoch auch rund profilierte Ausnehmungen
beansprucht.
Es sind bevorzugt zwei nebeneinander angeordnete Ausnehmungen vorhanden,
die jeweils mit einem eigenen Füllkörper gefüllt sind.
Im Normalzustand ist der Füllkörper unmittelbar aus der Ausnehmung
(Aussparung) ausgeschnitten, so daß im Normalzustand der Füllkörper die
Aussparung formschlüssig ausfüllt und aus dem gleichen Material besteht, wie der
umgebende Polsterkörper, in dem sich die Aussparung befindet.
Hier setzen Variationen der Erfindung ein, die vorsehen, daß durchaus in die
vorher genannten Aussparungen (die rund oder sphärisch ausgebildet sind)
Füllkörper anderer Härte eingesetzt werden, die ebenfalls formschlüssig und
passend in die Aussparung eingesetzt sind.
Es wird aus Vereinfachungsgründen in der folgenden Beschreibung nur noch von
einer sphärischen Aussparung und einem dementsprechend angepaßten
Füllkörper ausgegangen, weil sphärische Aussparungen und dementsprechend
angepaßte Füllkörper besonders bevorzugt sind und besondere Vorteile im
Rahmen der vorliegenden Erfindung bieten, die nicht zum Stand der Technik
gehören und die als erfindungswesentlich beansprucht werden.
Wenn insbesondere zwei nebeneinander liegende sphärische Aussparungen
gewählt werden, die unterschiedliche Höhen aufweisen, dann können auch diese
Aussparungen durch entprechend unterschiedlich hohe Füllkörper gefüllt werden.
Hier gibt es nun die Möglichkeit der Härtenvariation des Kopfkissens, denn
erfindungsgemäß ist nun vorgesehen, daß der in der einen Aussparung liegende,
relativ hohe Füllkörper in die andere, niedrigere Aussparung eingesetzt wird,
wodurch das Kopfkissen an dieser Stelle angehoben und entsprechend in einer
höheren Lage gegenüber dem Untergrund abgestützt wird. Es wird dadurch der
Neigungswinkel des gesamten Kopfkissens in Richtung auf den Kopf- und
Schulterbereich des Benutzers stärker angehoben und es erfolgt eine andere
Anpassung des Kopfkissens an einen derartigen Neigungswinkel des Benutzers.
Es gibt nun die Möglichkeit, den höheren Füllkörper in die niedrigere Aussparung
des Polsterkörpers einzulegen, um so den Polsterkörper insgesamt anzuheben.
Als weitere Möglichkeit kann man nun die größere Aussparung im Polsterkörper
frei lassen und erreicht dadurch eine geringere Härte in diesem Bereich, weil die
Aussparung nicht mehr durch einen Füllkörper ausgefüllt ist.
Man kann aber auch in einer Variation diese Aussparung größerer Höhe durch
den Füllkörper niedrigerer Höhe, der vorher aus der Aussparung niedrigerer Höhe
entfernt wurde, in die Aussparung größerer Höhe einlegen, um so eine
Anschlagbegrenzung beim Durchfedern des Polsterkörpers bei entsprechender
Belastung zu erreichen.
Es wurde bereits schon eingangs darauf hingewiesen, daß es zwar bevorzugt
wird, wenn die Füllkörper aus dem gleichen Schaumstoffmaterial und der gleichen
Härte bestehen, wie der Polsterkörper, aus dem sie herausgeschnitten wurden.
Hierauf ist die Erfindung jedoch nicht begrenzt; es können selbstverständlich auch
Füllkörper anderer Härte verwendet werden, solange diese nur in die
dazugehörende "passende" Aussparung im Polsterkörper formschlüssig
eingesetzt werden können.
Man kann also die Härte des Polsterkörpers insgesamt durch Austausch der
Füllkörper gegen Füllkörper anderer Härte variieren.
Eine weitere Möglichkeit der Härtenvariation ist, wenn der Ort des Füllkörpers in
Bezug zu der dazugehörenden Aussparung vertauscht wird, so daß der
Füllkörper, der zur einen Aussparung gehört, in die Aussparung für den anderen
Füllkörper eingesetzt wird und umgekehrt.
Eine dritte Variation der Härte ist dadurch gegeben, daß man nicht die Füllkörper
und die Aussparungen für die Füllkörper über die gesamte Breite des
Polsterkörpers erstrecken läßt, sondern daß man diese Füllkörper nur stückweise
über die Breite des Polsterkörpers gesehen vorsieht und dazwischen
unterbrochene Bereiche des Polsterkörpers vorsieht, die dann eine
entsprechende Härte aufweisen, weil in diesen Bereichen keine Aussparungen
angeordnet sind.
In diesen Bereichen ergibt sich also eine Härte des Polsterkörpers, die weder
durch einen darunter liegenden Füllkörper noch durch eine darunter liegende
Aussparung verändert werden kann.
In einer bevorzugten Ausgestaltung hat die benutzende Person die Wahl
zwischen mindestens zwei Härtezonen des Polsterkörpers, die sich über die
Längsseite des Polsterkörpers erstrecken. Je nach dem, wie das Stützkissen
angeordnet wird, kommt der Kopf oder der Nackenbereich der Person auf der
weicheren (oder härteren) Härtezone zu liegen.
Vorzugsweise ist vorgesehen, dass die Härtezonen des Polsterkörpers fließend
ineinander übergehen.
Zur Einstellung der Höhe und/oder der Neigung des Stützkissens sind in einer
bevorzugten Ausbildung der Erfindung mindestens zwei vom Polsterkörper
unabhängige Polsterkeile vorhanden, die in ihrer Ausrichtung und Orientierung
beliebig mit dem Polsterkörper kombinierbar sind. Die Polsterkeile werden
zusammen mit dem Polsterkörper von der Umhüllung umgeben und
zusammengehalten.
Je nachdem, ob man keinen, einen oder zwei Polsterkeile verwendet und je nach
dem wie man diese zueinander ausrichtet, lässt sich die Höhe und die Neigung
des Kissens verändern. Je nach Ausformung/Ausrichtung der Polsterkeile ist
eine Neigungsverstellung in jeder beliebigen Richtung möglich.
Zur weiteren Variation der Härte und/oder Elastizität sowie letztendlich der
Liegehöhe weist der Polsterkörper vorzugsweise mindestens eine Aussparung
auf. Die Aussparung ist vorteilhaft etwa halbmondförmig ausgebildet und im
Bereich der Nackenauflagefläche angeordnet. Hierdurch verringert sich die
Stützwirkung in diesem Bereich und der Nacken liegt weicher bzw. sinkt stärker in
das Kissen ein als der Kopfbereich. Durch eine oder mehrere weitere
Aussparungen, z. B. im Kopfbereich, kann auch hier eine Beeinflussung der Härte
und Liegehöhe vorgenommen werden.
Soll die Stützwirkung nicht verändert werden, so kann in die Aussparung ein
entsprechend ausgeformtes Polsterstück eingebracht werden, welches die
Aussparung schließt und die ursprüngliche Elastizität wieder herstellt.
Eine Weiterbildung der Erfindung sieht vor, dass im Polsterkörper mindestens
eine Aussparung vorhanden ist, in die Duft- oder Arzneistoffe in flüchtiger Form,
z. B. in Form eines Kräuterkissens, einbringbar sind. Beim Liegen auf den
Stützkissen, wird dieses wechselweise komprimiert und entspannt, so dass die
Duftstoffe durch das Kissen hindurch in die Atemwege der benutzenden Person
dringen. Die Duftstoffkissen können natürlich auch in den vorhandenen
Aussparungen angeordnet werden.
Der Erfindungsgegenstand der vorliegenden Erfindung ergibt sich nicht nur aus
dem Gegenstand der einzelnen Patentansprüche, sondern auch aus der
Kombination der einzelnen Patentansprüche untereinander. Alle in den
Unterlagen, einschließlich der Zusammenfassung, offenbarten Angaben und
Merkmale, insbesondere die in den Zeichnungen dargestellte räumliche
Ausbildung werden als erfindungswesentlich beansprucht, soweit sie einzeln oder
in Kombination gegenüber dem Stand der Technik neu sind.
Im folgenden wird die Erfindung anhand von lediglich einen Ausführungsweg
darstellenden Zeichnungen näher erläutert. Hierbei gehen aus den Zeichnungen
und ihrer Beschreibung weitere erfindungswesentliche Merkmale und Vorteile der
Erfindung hervor. Es zeigt:
Fig. 1 einen schematischen Querschnitt durch das multifunktionelle Stützkissen;
Fig. 2 einen schematischen Querschnitt durch das multifunktionelle Stützkissen
mit veränderter Neigung;
Fig. 3 einen schematischen Querschnitt durch das multifunktionelle Stützkissen
mit veränderter Höhe;
Fig. 4 einen schematischen Längsschnitt durch das multifunktionelle Stützkissen
mit Ausnehmungen;
Fig. 5 eine Ansicht von unten auf das Stützkissen gemäss Fig. 4;
Fig. 6 einen Querschnitt durch das Stützkissen gemäss Fig. 4;
Fig. 7 einen Querschnitt durch einen Polsterkörper nach der Erfindung mit einer
ersten Ausführungsform von Füllkörpern;
Fig. 8 eine gegenüber Fig. 7 abgewandelte Ausführungsform mit sphärischen
Füllkörpern in einer ersten Gebrauchslage;
Fig. 9 der Polsterkörper nach Fig. 8 in einer zweiten Gebrauchslage;
Fig. 10 weitere Erläuterungen des Polsterkörpers nach den Fig. 8 und 9;
Fig. 11 die beiden Füllkörper in Seitenansicht und Schnitt.
Fig. 1 zeigt einen schematischen Querschnitt durch das erfindungsgemäße
Stützkissen. Das Kissen umfasst einen Polsterkörper 1, der von einer nur
teilweise und schematisch dargestellten Umhüllung 8 vollständig umgeben ist. Die
Umhüllung 8 lässt sich in bekannter Weise öffnen und der Polsterkörper
entnehmen. Der Polsterkörper 1 ist an der Unterseite vorzugsweise eben
ausgebildet und an der Oberseite anatomisch entsprechend dem Kopf-, Nacken-
und Schulterbereich eines Menschen geformt.
Erfindungsgemäß weist der Polsterkörper 1 beispielsweise zwei Härtezonen 2
(hart) und 3 (weich) auf, die sich über die Breite des Polsterkörpers erstrecken. Je
nachdem, wie das Kissen gedreht ist, liegt die Person 10 entweder mit dem Kopf
oder mit dem Nacken auf der härteren Zone 2 bzw. der weicheren Zone 3. In
Fig. 1 befindet sich die härtere Zone 2 im Kopfbereich der Person 10. Durch
Umdrehen des Kissens kommt der Kopf jedoch auf der weicheren Zone 3 zu
liegen. Um ein angenehmes Liegegefühl zu gewährleisten ist vorgesehen, dass
die Härtezonen 2, 3 fließend ineinander übergehen. Dies kann z. B. dadurch
erreicht werden, dass im Übergangsbereich die Dicke der härteren Zone 2
abnimmt, während die Dicke der weicheren Zone 3 zunimmt, und umgekehrt, je
nachdem aus welcher Richtung man es betrachtet.
Unterhalb des Polsterkörpers 1 sind vorzugsweise zwei Polsterkeile 4, 5
angeordnet, die ebenfalls von der Umhüllung 8 umgeben sind und somit an den
Polsterkörper 1 gedrückt werden. Die Polsterkeile 4, 5 entsprechen in ihrer Breite
den Maßen des Polsterkörpers 1 und können von der benutzenden Person
beliebig aus der Umhüllung 8 entfernt und wieder eingesetzt werden. Werden
beide Polsterkeile 4, 5 entfernt, so lässt sich die Gesamthöhe des Stützkissens
wesentlich verringern.
Richtet man die Polsterkeile 4, 5, wie in Fig. 2 gezeigt, beide gleich aus, so lässt
sich eine Seitenkante des Stützkissens gegenüber der anderen erhöhen, so dass
eine entsprechende Neigung des Stützkissens erreicht werden kann.
Durch Entfernen eines der beiden Polsterkeile 4, 5, z. B. des Polsterkeiles 5, kann
die Höhe und der Neigungswinkel des Stützkissens verändert werden. Dies ist in
Fig. 3 dargestellt.
Natürlich kann der Einsatz und die Ausrichtung der Polsterkeile 4, 5 beliebig mit
den vorhandenen Härtezonen 2 und 3 des Polsterkörpers 1 kombiniert werden, so
dass die Liegehärte, Höhe und Neigung des Stützkissens in vielfältiger Art
individuell variiert und kombiniert werden kann.
In den Fig. 4 bis 6 ist eine weitere oder zusätzliche Möglichkeit der Variation
der Liegehärte bzw. Elastizität des Stützkissens dargestellt.
Der Polsterkörper 1 umfasst außermittig im Bodenbereich mindestens eine,
vorzugsweise halbmondförmige Aussparung 6, die etwa die halbe Dicke des
Polsterkörpers 1 einnimmt. Die Aussparung 6 kann natürlich jede anderer Form,
Größe und Position haben. Es kann etwa spiegelbildlich angeordnet eine weitere
Aussparung 7 vorgesehen sein.
Im Bereich der Aussparung(en) 6 (und 7) wird der Querschnitt des Polsterkörpers
1 geschwächt, so dass dessen Liegehärte in diesem Bereich abnimmt bzw. die
Gesamtelastizität in diesem Bereich zunimmt. Dies kann im Hals- und
Nackenbereich durchaus erwünscht sein, so dass man die Aussparung 6, 7
vorzugsweise unterhalb des Hals- und Nackenbereichs positioniert.
Wird die durch die Aussparung 6 (oder 7) erzielte Querschnittsschwächung nicht
gewünscht, so kann die Aussparung 6 (oder 7) durch ein entsprechend
ausgeformtes Polsterstück wieder aufgefüllt werden.
Das Vorhandensein der Aussparungen 6 und 7 beeinflusst nicht nur die Härte des
Polsterkörpers 1, sondern letztendlich auch die Liegehöhe im Bereich der
Aussparungen 6, 7. So ist die Liegehöhe im Bereich der Aussparungen 6, 7
geringer als in den übrigen Bereichen und individuell variierbar.
Im Polsterkörper 1 können weitere Aussparungen 9 oder Hohlräume zur
Aufnahme von Kräuterkissen, ätherischen Ölen o. ä. vorhanden sein, wobei durch
die Bewegungen beim Liegen auf den Stützkissen die Hohlräume im
Polsterkörper 1 wechselweise komprimiert und entspannt werden, so dass die
Heil- und Duftstoffe durch den Polsterkörper 1 hindurch zu den Atemwegen der
liegenden Person 10 vordringen können. Die Duftstoffe können natürlich auch in
den vorhandenen Aussparungen 6, 7 angeordnet werden.
In Fig. 7 ist eine weitere Ausgestaltung eines Polsterkörpers dargestellt, der
nach der vorstehenden Beschreibung aus einer harten Zone 2 und einer
weicheren Zone 3 besteht.
In der härteren Zone 2 sind im Bodenbereich (Auflagebereich) mindestens zwei
voneinander beabstandete Aussparungen 11, 12 angeordnet, die sich bevorzugt -
aber nicht notwendigerweise - über die gesamte Breite des Polsterkörpers
erstrecken.
Jede der Aussparungen 11, 12 ist formschlüssig mit jeweils einem Füllkörper 13, 14
gefüllt, wobei der jeweilige Füllkörper 13, 14 bevorzugt aus dem Material der
härteren Zone 2 ausgebildet ist.
Diese Füllkörper 13, 14 sind also formschlüssig in die Aussparungen 11, 12
eingepaßt und sind aber aus diesen Aussparungen 11, 12 herausnehmbar und
untereinander austauschbar.
Die Erfindung ist selbstverständlich nicht auf die Anbringung von Aussparungen
11, 12 in der härteren Zone 2 beschränkt. Es kann genauso in einer anderen
Ausgestaltung vorgesehen sein, daß die Begriffe hart und weich 2, 3 zueinander
vertauscht sind, so daß also die Aussparungen 11, 12 in der weicheren Zone 3
vorgesehen sind und dementsprechend auch die Füllkörper 13, 14 aus dem
Material der weicheren Zone 3 ausgebildet sind.
In diesem Ausführungsbeispiel der Fig. 7 sind die Füllkörper 13, 14 etwa
halbrund profiliert ausgebildet, worauf die Erfindung jedoch nicht beschränkt ist.
Es wird demzufolge nach den Fig. 8 bis 12 insbesondere bevorzugt, wenn die
Füllkörper sphärisch ausgebildet sind und in der Art eines "Tragflächenprofils"
ausgebildet sind, um sich der anatomischen Übergangslinie im Übergangsbereich
zwischen dem Kopf und dem Halsbereich bei einem seitlich liegenden Menschen
entsprechend formschlüssig anzupassen. Dies wird später noch anhand der Fig.
10 erläutert.
Die Fig. 8 zeigt jedenfalls, daß nun in sphärisch geformten Aussparungen 15, 16
entsprechend formschlüssig eingepaßte Füllkörper 17, 18 angeordnet sind, die
bevorzugt aus dem Material der Zone 2 bestehen.
Diese Füllkörper 17, 18 sind nun untereinander austauschbar, wie dies in Fig. 9
als Ausführungsbeispiel dargestellt ist.
Es wird hierbei bevorzugt, wenn die Höhen 20, 21 der Aussparungen 15, 16
unterschiedlich ausgebildet sind, so daß sich eine größere Höhe 21 einer
geringeren Höhe 20 gegenüber steht.
Dies ergibt nun vielfältige Variationen beim Austausch der Füllkörper 17, 18
untereinander, wie dies als Beispiel die Fig. 9 zeigt.
Wird also der Füllkörper 18 größerer Höhe 21 aus seiner Aussparung 16
entnommen und statt dessen in die Aussparung 15 eingelegt, dann wird der
gesamte Polsterkörper 1 um die Höhe 19 von der Vorderseite her angehoben,
wodurch ein gewünschter Ausgleich zu einem entsprechenden darauf liegenden
Körper erreicht wird.
Die Fig. 9 deutet an, daß der Füllkörper 17 geringerer Höhe 20 in die
Aussparung 16 größerer Höhe eingelegt werden kann.
Es kann aber auch der Füllkörper 17 vollkommen entnommen werden, so daß die
Aussparung 6 leer bleibt und dementsprechend die Zone 2 eine hohle
Aussparung 16 aufweist und dadurch besonders weich wird.
Dies ergibt also einen besonders günstigen Variationseffekt, weil damit - durch
Vorsehen einer hohlen Aussparung 16 - die von Haus aus harte Zone 2 sehr
weich ausgebildet sein kann.
Es gibt selbstverständlich noch andere Variationen, daß beispielsweise nach Fig.
8 lediglich in der Aussparung 15 der niedrigere Füllkörper 17 verbleibt, während in
der Aussparung 16 der Füllkörper 18 entnommen wird.
Ebenso ist es möglich, daß aus der Aussparung 15 der niedrigere Füllkörper 17
entnommen wird und statt dessen in die Aussparung 16 größerer Höhe eingesetzt
wird, wobei dann der Füllkörper 18 beiseite gelegt wird und die Aussparung 15 frei
bleibt.
Durch diese Maßnahme kann ebenfalls die Härte der weicheren Zone 3
entsprechend variiert werden.
Die Füllkörper 17, 18 unterschiedlicher Höhe können also frei gegeneinander
ausgetauscht oder auch entfernt werden, so wie dies anhand der Fig. 10 und
11 schematisiert mit den Pfeilrichtungen 29 dargestellt ist.
Aus Fig. 10 ergeben sich weitere Einzelheiten der Ausbildung der sphärischen
Krümmung der verschiedenen Aussparungen 15, 16.
Es ist die Unterseite eines Kopfes 22 angedeutet, der entweder in Seiten- oder in
Rückenlage auf dem Polsterkörper 1 liegt, wobei ab Position 23 der Übergang in
den Halsbereich 24 stattfindet.
Nun ist die Oberfläche des Polsterkörpers 1 mit den oberen, körpernahen
Oberflächen im Bereich der Zonen 2, 3 mit einem bestimmten Kurvenradius 25
ausgebildet, der etwa dem Kurvenradius im Übergangsbereich zwischen dem
Kopf 22 und dem Halsbereich 24 entsprechen soll.
Dieser gleiche oder ein annähernd ähnlicher Kurvenradius 26 soll auch für das
Profil der Aussparungen 15, 16 verwendet werden. Aus diesem Grunde soll also
der Kurvenradius 25 etwa dem Kurvenradius 26 im Bereich der Aussparung 15,
16 entsprechen.
Dies ist der Grund, warum das Tragflächenprofil für die Aussparung verwendet
wird, um einen dementsprechenden Kurvenradius 26 im Bereich der
Aussparungen zu erreichen, der dem Übergangsbereich zwischen Kopf und
Halsbereich 22, 24 entspricht.
Es gibt im übrigen eine Vielzahl von Möglichkeiten, in welchem Winkel der steilere
Bereich des Kurvenradius 26 in die Horizontale mündet.
Es ist in Fig. 10 ein Winkel 28 dargestellt, der etwa bei 80° liegt.
Dieser Winkel 28 ist in vielfältigen Möglichkeiten veränderbar. Er kann von einem
Winkel von 30° bis zu einem Winkel von 120° variiert werden.
Ebenso kann der flachere auslaufende Winkel des Tragflächenprofil (Winkel 27) in
großen Grenzen verändert werden.
Auch hier ist es möglich, den Winkel 27 vor dem Einlaufen in die Horizontale
gemäß Fig. 10 zu unterbrechen und statt dessen einen steilen Winkel von z. B.
90° oder 120° zu verwenden, um ihn in diesem relativ abrupten Winkel in die
Horizontale nach Fig. 10 einlaufen zu lassen.
Die Fig. 12 zeigt im übrigen noch eine Abwandlung zu allen vorher
beschriebenen Ausführungsbeispielen der Fig. 1 bis 11 in der Weise, daß
dargestellt ist, daß der Übergangsbereich zwischen der weichen und der harten
Zone 2, 3 nicht unbedingt in einem flachen Winkel geschehen muß, so wie dies
die vorstehenden Figuren lehren, sondern die Teilungslinie 31 kann auch relativ
steil und abrupt verlaufen, so daß also die beiden unterschiedlichen Zonen 2, 3
stumpf aneinander stossen und nur eine geringfügige Überlappung vorhanden ist.
Diese Überlappung kann auch vollständig entfallen, so wie dies die Teilungslinie
32 andeutet, die anstatt der Teilungslinie 31 vorgesehen werden kann, so daß die
beiden Zonen unmittelbar stumpf aneinander stoßen, ohne sich zu überlappen.
Die Fig. 10 lehrt im übrigen, daß die sphärisch ausgebildeten Aussparungen 15,
16 (in Verbindung mit den vorher beschriebenen Füllkörpern 17, 18) gegen
einander gerichtet sind, so daß das Kissen in gleicher Weise von vorn oder von
hinten her zu benutzen ist.
Der Benutzer kann also auswählen - je nach Orientierung des Kissens auf der
Liegefläche - ob er primär auf der weichen oder auf der harten Zone liegen will.
Durch die Art der Anordnung der verschiedenartig ausgebildeten Füllkörper
erschließt sich die multifunktionelle Verwendung des Kissens nach der Erfindung,
weil die Härte in vielfältigen Variationen durch Austausch und Veränderung der
Füllkörper einerseits und durch die Wahl der verschiedenen Materialien der Zonen
2, 3 andererseits verändert werden kann.
1
Polsterkörper
2
Zone (hart)
3
Zone (weich)
4
Polsterkeil
5
Polsterkeil
6
Aussparung
7
Aussparung
8
Umhüllung
9
Aussparung/Hohlraum
10
Person
11
Aussparung (rund)
12
Aussparung (rund)
13
Füllkörper
14
Füllkörper
15
Aussparung (sphärisch)
16
Aussparung
17
Füllkörper
18
Füllkörper
19
Höhe
20
Höhe (Aussparung
15
)
21
Höhe (Aussparung
16
)
22
Kopf
23
Position
24
Halsbereich
25
Kurvenradius
26
Kurvenradius
27
Winkel
28
Winkel
29
Pfeilrichtung
30
Pfeilrichtung
31
Teilungslinie
32
Teilungslinie
Claims (23)
1. Multifunktionelles Stützkissen mit einem von einer Umhüllung (8) umgebenen
Polsterkörper (1),
dadurch gekennzeichnet,
dass es durch den Benutzer in Bezug auf seine Härte und/oder Höhe und/oder
Neigung und/oder Elastizität variierbar ausgebildet ist.
2. Stützkissen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der
Polsterkörper (1) mindestens zwei sich über seine Tiefe erstreckende
Härtezonen (2, 3) aufweist.
3. Stützkissen nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Härtezonen
(2, 3) fließend ineinander übergehen.
4. Stützkissen nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass
mindestens zwei vom Polsterkörper (1) unabhängige Polsterkeile (4, 5)
vorhanden sind, die in ihrer Ausrichtung und Orientierung beliebig mit dem
Polsterkörper (1) kombinierbar sind.
5. Stützkissen nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Polsterkeile
(4, 5) ebenfalls von der Umhüllung (8) umgeben sind.
6. Stützkissen nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass
der Polsterkörper (1) mindestens eine Aussparung (6, 7; 11, 12; 15, 16)
aufweist.
7. Stützkissen nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Aussparung
(6, 7; 11, 12; 15, 16) mindestens eine Wandung des Polsterkörpers (1)
mindestens teilweise durchbricht.
8. Stützkissen nach einem der Ansprüche 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet,
dass die Aussparung (6, 7) nur über einen Teil der Breite des Polsterkörpers
(1) und somit unterbrochen vorgesehen ist.
9. Stützkissen nach einem der Ansprüche 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet,
dass die Aussparung (11, 12; 15, 16) sich über die gesamte Breite des
Polsterkörpers (1) erstreckt.
10. Stützkissen nach einem der Ansprüche 6 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass
die Aussparung (6, 7) zylinderförmig oder teil-zylinderförmig ausgebildet ist.
11. Stützkissen nach einem der Ansprüche 6 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass
die Aussparung (11, 12) sphärisch bzw. kugelförmig ausgebildet ist.
12. Stützkissen nach einem der Ansprüche 6 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass
die Aussparung (15, 16) im Querschnitt etwa wie eine Flugzeug-Tragfläche
ausgebildet ist.
13. Stützkissen nach einem der Ansprüche 6 bis 12, dadurch gekennzeichnet,
dass in die Aussparung (6, 7; 11, 12; 15, 16) ein entsprechend ausgeformtes
Polsterstück (13, 14; 17, 18) einbringbar ist.
14. Stützkissen nach einem der Ansprüche 6 bis 13, dadurch gekennzeichnet,
dass in mindestens einem zusätzlichen Hohlraum (9) im Polsterkörper (1)
und/oder in dessen Aussparungen (6, 7; 11, 12; 15, 16) Duft- oder Arzneistoffe
einbringbar sind.
15. Multifunktionelles Stützkissen mit einem von einer Umhüllung umgebenen
Polsterkörper, dadurch gekennzeichnet,
dass der Polsterkörper (1) mindestens eine Aussparung (6, 7; 11, 12; 15, 16)
aufweist.
16. Stützkissen nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Aussparung
(6, 7; 11, 12; 15, 16) mindestens eine Wandung des Polsterkörpers (1)
mindestens teilweise durchbricht.
17. Stützkissen nach einem der Ansprüche 15 oder 16, dadurch gekennzeichnet,
dass die Aussparung (6, 7) nur über einen Teil der Breite des Polsterkörpers
(1) und somit unterbrochen vorgesehen ist.
18. Stützkissen nach einem der Ansprüche 15 oder 16, dadurch gekennzeichnet,
dass die Aussparung (11, 12; 15, 16) sich über die gesamte Breite des
Polsterkörpers (1) erstreckt.
19. Stützkissen nach einem der Ansprüche 15 bis 18, dadurch gekennzeichnet,
dass die Aussparung (6, 7) zylinderförmig oder teil-zylinderförmig ausgebildet
ist.
20. Stützkissen nach einem der Ansprüche 15 bis 18, dadurch gekennzeichnet,
dass die Aussparung (11, 12) sphärisch bzw. kugelförmig ausgebildet ist.
21. Stützkissen nach einem der Ansprüche 15 bis 18, dadurch gekennzeichnet,
dass die Aussparung (15, 16) im Querschnitt etwa wie eine Flugzeug-
Tragfläche ausgebildet ist, welche ergonomisch unterstützend wirkt.
22. Stützkissen nach einem der Ansprüche 15 bis 21, dadurch gekennzeichnet,
dass in die Aussparung (6, 7; 11, 12; 15, 16) ein entsprechend ausgeformtes
Polsterstück (13, 14; 17, 18) einbringbar ist.
23. Stützkissen nach einem der Ansprüche 15 bis 22, dadurch gekennzeichnet,
dass in mindestens einem zusätzlichen Hohlraum (9) im Polsterkörper (1)
und/oder in dessen Aussparungen (6, 7; 11, 12; 15, 16) Duft- oder Arzneistoffe
einbringbar sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE10061368A DE10061368A1 (de) | 2000-07-18 | 2000-12-09 | Multifunktionelles Stützkissen |
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE10035294 | 2000-07-18 | ||
| DE10061368A DE10061368A1 (de) | 2000-07-18 | 2000-12-09 | Multifunktionelles Stützkissen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE10061368A1 true DE10061368A1 (de) | 2002-01-31 |
Family
ID=7649584
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE10061368A Withdrawn DE10061368A1 (de) | 2000-07-18 | 2000-12-09 | Multifunktionelles Stützkissen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE10061368A1 (de) |
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| WO2011107863A1 (fr) * | 2010-03-04 | 2011-09-09 | Fabrice Requet | Nouvel oreiller ergonomique et ses utilisations en literie |
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-
2000
- 2000-12-09 DE DE10061368A patent/DE10061368A1/de not_active Withdrawn
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