DD273684A1 - Verfahren zur messung der feuchte einer materialprobe durch athylenbildung - Google Patents

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DD273684A1
DD273684A1 DD31753388A DD31753388A DD273684A1 DD 273684 A1 DD273684 A1 DD 273684A1 DD 31753388 A DD31753388 A DD 31753388A DD 31753388 A DD31753388 A DD 31753388A DD 273684 A1 DD273684 A1 DD 273684A1
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DD31753388A
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Detlef Jung
Horst Schneider
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Bauakademie Ddr
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Abstract

Die Erfindung bezieht sich auf die Schnellbestimmung des Feuchtegehaltes koerniger Materialien der Bau-, Baustoff- und Baumaterialienindustrie. Die Erfindung beinhaltet, dass vor dem Zerstoeren der Glasampulle, welche bekannterweise eine dosierte Menge Kalziumkarbid enthaelt, die Luft im Innern des Messgeraetes durch ein inertes Gas ausgetauscht wird. Dadurch wird das Zuendinitial des nach der Azetylenbildung vorhandenen Gasgemisches um ein Vielfaches erhoeht.

Description

Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung dient der Schnellbestimmung des Feuchtegehaltes körniger Materialien, die z. B. in der Bauindustrie verwendet werden.
Die Erfindung kann aber auch in der Baustoff- und Baumaterialienindustrie verwendet werden.
Charakteristik des bekannten Standes der Technik
Verfahren zur Bestimmung der Materiaifeuchte durch chemische Umwandlung des Wasseranteils und Messung des Reaktionsproduktes sind bekannt. Vorzugsweise kommt dabei die Reaktion von Kalziumkarbid mit Wasser zu Azetylen zur Anwendung.
Bei den bisher bekanntgewordenen Geräteausführungen der Riedel-de Haen AG, Selze-Hannover wird eine abgewogene Materialprobe in eine Druckflasche eingefüllt. Anschließend werden 2 bis 4 Stahlkugeln und eine Glasampulle mit Kalziumkarbid eingegeben und die Druckflasche durch einen Deckel mit aufgesetztem Manometer dicht verschlossen.
Durch kräftiges Schütteln wird die Glasampulle durch die Stahlkugeln zerstört und das Kalziumkarbid mit dem im Probenmaterial enthaltenen Wasser zu Azetylen und Kalziumhydroxid umgesetzt. Der durch die Azetylenbildung verursachte Druckanstieg wird am Manometer abgelesen und in Abhängigkeit von der Einwaage in den Wassergehalt der Probe umgerechnet.
Der Prüfdruck ist auf 0,15MPa begrenzt.
Die bekannten Geräteausführungen haben den Nachteil, daß infolge der Begrenzung des Enddruckes auf 0,15MPa die Probenmenge anhand eines geschätzten voraussichtlichen Wassergehaltes vor jeder Prüfung neu festzulegen ist. Bei Fehleinschätzung ist eine Versuchswiederholung erforderlich. Ein weiterer Nachteil ergibt sich aus der mit steigendem Wassergehalt notwendigen Reduzierung der Probenmenge bis auf 3g, wodurch die Untersuchung repräsentativer Probon inhomogener Materialien nicht möglich ist.
Geräteausführungen der Fa. FHF-Straßentest Gerätebau GmbH, die für größere Probenmengen ausgelegt sind, haben infolge des ebenfalls auf 0,15 MPa begrenzten Enddruckes ein erheblich größeres Volumen des Druckgefäßes, welches für ihre Handhabung als Baustellenprüfverfahren von Nachteil ist. In allen bekannten Geräten befindet sich während der Versuchsdurchführung ein explosives Azetylen-Luftgemisch, welches durch ein relativ niedriges Zündinitial zur Explosion gebracht werden kann. Aus der Explosionsgefahr resultiert die Begrenzung des Enddruckes auf 0,15 MPa.
Ein potentielles Zündinitial ist durch das Aufeinanderschlagen der Stahlkugeln untereinander bzw. mit dem Gerätemantel gegeben.
Ziel der Erfindung
Die Erfindung soll ein Verfahren zur Messung der Feuchte einer Materialprobe durch Azetylenbildung verbessern, indem bei gleichbleibender Meßqualität die Abmessungen und das Gewicht des Meßgerätes wesentlich verkleinert werden und somit seine Handhabung und die Verwendung dieses Verfahrens zur Feldprüfung ermöglicht wird.
Wesen der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, bei einem Verfahren zur Messung der Feuchte einer Materialprobe durch Azetylenbildung und Messung des dadurch bewirkten Druckanstieges innerhalb des Druckbehälter das Zündinitial des bei und nach der Azetylenbildung vorhandenen Gasgemisches um ein Vielfaches zu erhöhen und eine Explosion im Innern des Meßgerätes auszuschließen.
Erfindungsgemäß wird vor dem Zerstören der Glasampulle, welcho bekannterweise eine dosierte Menge Kalziumkarbid enthält, die Luft im Innern des Druckbehälters durch ein inertes Gas ausgetauscht, indem im unteren Teil des Druckbehälters ein inertes Gas über ein Einlaßventil einströmt und gleichzeitig die im Druckbehälter ursprünglich vorhandene Luft über ein im oberen Teil des Druckbehälters vorhandenes geöffnetes Auslaßventil verdrängt. Nachfolgend werden die Ventile verschlossen und die Glasampulle wird zerstört
Als inertes Gas wird ein technische-. Gas verwendet, welches vorteilhafterweise aus Kohlendioxid besteht.
Ausführungsbeispiel
Ein abgewogene Erdstoffprobe von 50g wird zusammen mit 3 Glasampullen mit je 7g Kalziumknrbid t.'id 4 Stahlkugeln vorsichtig in einen zylindrischen Druckbehälter von 0,71 Rauminhalt gegeben und druckdicht verschlossen. Anschließend wird durch ein am unteren Ende des Behälters befindliches Ventil Kohlendioxid in den Behälter gedruckt, das die ursprünglich im Behälter befindliche Luft über din im Behälterdeckel angebrachtes gleichzeitig geöffnetes Auslaßventil verdrängt. Um einen vollständigen Gasaustausch zu erreichen, wird die dreifache Menge Kohlendioxid des Rauminhaltes des Behälters eingegeben. Der Gasaustausch erfolgt vorsichtig, um eine Veränderung des Feuchtegehaltes der Erdstoffprobe auszuschließen. Eine Erhöhung des Ausgangsdruckes wird vermieden, indem das Auslaßventil erst nach dem Einlaßventil geschlossen wird. Nach dem Gasaustausch wird dem Ve· Schluß des Ein- und Auslaßventils werden durch kräftiges Schütteln des Behälters die Glasampullen zerstört und das Kalziumkarbid mit der Erdstoffprobe vermischt. Das Kalziumkarbid wird mit dem in der Probe enthaltenen Wasser zu Azetylen und Kalziumhydroxid umgesetzt. Der durch die Azetylenbildung verursachte Enddruck wird an einem am Behälterdeckel angebrachten Manometer abgelesen und in Abhängigkeit von der Einwaage in den Feuchtegehalt der Probe umgerechnet. Bei konstanter Einwaage kann bei entsprechender Skaleneinteilung der Feuchtegehalt direkt am Manometer abgelesen werden.
Durch den Austausch der Luft durch Kohlendioxid wird das Zündinitial des im Behälter entstehenden Gasgemisches vervielfacht und kann mit den bei der Versuchsdurchführung verwendeten Mitteln nicht mehr erzeugt worden. Durch die Vermeidung der Explosionsgefahr kann das Prüfgerät in handlicher Form hergestellt werden und als Feldprüfgerät zur Schnellbestimmung des Feuchtegehaltes von repräsentativen Erdstoffproben verwendet werden. Durch die schnelle Kenntnis des Wassergehaltes auf der Baustelle ist im Gegensatz zu den bisher angewandten Verfahren eine direkte quantitative und qualitative Einflußnahme auf den Bauablauf möglich.

Claims (4)

1. Verfahren zur Messung der Feuchte einer Materialprobe durch Azetylenbildung, wobei in einem Druckbehälter die Materialprobe, Stahlkugeln und in einer Glasampulle eingeschmolzenes Kalziumkarbid gegeben wird, nach dem Schließen des Druckbehälters die Glasampulle zerstört und das Kalziumkarbid mit der Materialprobe durchmischt wird und der durch die Azetylenbildung bewirkte Druckanstieg im Druckbehälter als Maß der Feuchte gemessen wird, gekennzeichnet dadurch, daß vordem Zerstören der die in dosierter Menge Kalziumkarbid enthaltende Glasampulle die Luft im Innern des Druckbehälters durch ein inertes Gas ausgetauscht wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das inerte Gas im unteren Teil des Druckbehälters einströmt und gleichzeitig die im Druckbehälter ursprünglich vorhandene Luft über ein im oberen Teil des Druckbehälters vorhandenes Auslaßventil verdrängt.
3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, gekennzeichnet dadurch, daß als inertes Gas ein technisches Gas verwendet wird.
4. Verfahren nach Anspruch 1 bis 3, gekennzeichnet dadurch, daß als inertes Gas Kohlendioxid verwendet wird.
DD31753388A 1988-07-04 1988-07-04 Verfahren zur messung der feuchte einer materialprobe durch athylenbildung DD273684A1 (de)

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