DD257518A1 - Verfahren zur herstellung von lackdraehten - Google Patents

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DD257518A1
DD257518A1 DD29964987A DD29964987A DD257518A1 DD 257518 A1 DD257518 A1 DD 257518A1 DD 29964987 A DD29964987 A DD 29964987A DD 29964987 A DD29964987 A DD 29964987A DD 257518 A1 DD257518 A1 DD 257518A1
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lacquer
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wire
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DD29964987A
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Klaus Warwas
Horst Dudlitz
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Oberspree Kabelwerke Veb K
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Abstract

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Lackdraehten, insbesondere Flachdraehten fuer die Anwendung der Waermeklasse "F", beispielsweise in Elektromaschinen. Erfindungsgemaess wird direkt auf den elektrischen Leiter ein Haftvermittler extrem duenn aufgetragen, unmittelbar auf diesen Haftvermittler erfolgt der eigentliche Isolierlackauftrag, wobei zwischen dem Auftrag des Haftvermittlers und dem ersten Lackauftrag kein thermischer Prozess liegt.

Description

Charakteristik des bekannten Standes der Technik
Lackdrähte werden üblicherweise hergestellt, indem auf Blankdrähte mehrmals Drahtlack aufgetragen, abgestreift und thermisch ausgehärtet wird. Die Anzahl der Lackaufträge beträgt üblicherweise 6-12, bei lackisolierten Flachdrähten in der Regel 6-8. Die Herstellung erfolgt immer in kontinuierlich im Durchzugsverfahren arbeitenden Anlagen.
Ein Problem bei der Lackdrahtherstellung besteht darin, daß der Lackfilm fest auf dem Leiter haften soll. Im allgemeinen gilt, daß thermisch höher belastbare Drahtlacke in ihrer Haftung schlechter als thermisch schwächere Drahtlacke sind. Beispielsweise ist bekannt, daß Drahtlacke auf Polyvinalacetal- oder Polyesterbasis besser auf Kupferleitern haften als Polyesterimide. Es lag also nahe, den besser haftenden Lack mit dem thermisch beständigeren Lack in einem Lackdraht zu kombinieren.
Eine bekannte Möglichkeit besteht darin, zunächst ein- oder auch mehrere Lackschichten des gut haftenden Lackes auf den Leiter aufzutragen und im Ofen auszuhärten, DE 894262 21 c, 7/02 und anschließend mehrere Schichten des thermisch besseren Drahtlackes aufzubringen. Diese Verfahrensweise ist bekannt. Derartige Lackdrähte werden üblicherweise als Zweischichtlackdrähte bezeichnet, obgleich die Anzahl aller Einzellackschichten zumeist zwischen 6 und 12 beträgt und auch im Schliffbild nachgewiesen werden kann. Das Mengenverhältnis beider Lacke in der Isolierung variiert je nach dem Einsatzzweck, für den der betreffende Lackdraht vorgesehen ist. Bei Zweischichtlackdrähten tragen beide Lackkomponenten wesentlich zur Gesamtisolierung bei.
Beträgt die Anzahl der Aufträge des gut haftenden Lackes nur 1 und wird eventuell dabei zudem noch ein sehr dünner Lackauftrag angestrebt, ist der Anteil dieses Lackes an der Gesamtisolierung also unbedeutend, und es wird üblicherweise nicht von Zweischichtlackdrähten gesprochen. In diesem Fall kommt dem ersten Lack vorrangig die Funktion eines Haftvermittlers oder Haftverbesserer für den anschließend aufzubringenden Drahtlack zu.
In allen Fällen erfolgt der Auftrag des ersten Lackes in der Lackieranlage, indem immer nach jedem Lackauftrag eine thermische Aushärtung erfolgt. Diese Verfahrensweise hat folgende Nachteile:
Erfolgt beispielsweise in einer Lackieranlage mit insgesamt 8 möglichen Lackaufträgen zunächst in 2 Schichten der Auftrag des thermisch schwächeren Lackes mit der besseren Haftung und anschließend der Auftrag der 6 Schichten des thermisch besseren, dafür aber schlechter haftenden Lackes, dann beträgt der Anteil des thermisch schwächeren Lackes an der Gesamtfilmdicke ca.
25%. Erfahrungsgemäß wird bei diesem Anteil die thermische Beständigkeit des Lackdrahtes bereits wesentlich verschlechtert.
Diese Aussage gilt bereits, wenn nur 1 Lackauftrag des betreffenden Lackes aufgebracht wurde. In beiden Fällen wird zwar die Haftfestigkeit des Lackdrahtes verbessert, seine thermische Beständigkeit jedoch erheblich unter das Niveau gesenkt, das mit dem thermisch besseren Lack allein erreichbar ist. Bei dieser Verfahrensweise ist bei lackisolierten Kupfer-Flachdrähten unter Verwendung eines Polyesterimid-Drahtlackes als Hauptisolierung bereits seine Einsetzbarkeit in Elektromaschinen der Wärmeklasse „F" nicht mehr gegeben.
Erfolgt beispielsweise in einer mit 8 Lackauftragsvorrichtungen ausgestatteten Lackieranlage nur ein Auftrag mit dem besser haftenden Lack und zudem sehr dünn, treten folgende Nachteile auf:
— Es wird ein Lackauftrag blockiert. Von dem thermisch besseren Lack können nur noch 7 Aufträge aufgebracht werden mit zumeist negativen Auswirkungen auf das Eigenschaftsbild des Lackdrahtes.
— Außerdem wird der als Haftvermittler wirkende erste Lack vor Auftragen des zweiten Lackes thermisch ausgehärtet und beide nebeneinander liegenden Lackschichten sind dadurch nicht fest miteinander verbunden.
— Hinzu kommt, daß bei extrem dünnen Auftrag des ersten Lackes (angestrebt wegen des negativen Einflusses auf die thermischen Eigenschaften des Lackdrahtes) der nahezu ungeschützte Blankdraht im Einbrennofen hohen Temperaturen um 45O0C ausgesetzt ist, wodurch an der Leiteroberfläche chemische Reaktionen auftreten, die negative Auswirkungen auf die Lackdrahteigenschaften haben.
Ziel der Erfindung
ZielderErfindung ist es, ein kostengünstiges Verfahren zu schaffen, mit dem mit einfach en technischen Mitteln, sowie geringem technologischem Aufwand, lackisolierte Drähte hergestellt werden können.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Aufgabe der Erfindung ist es, ein Verfahren zu entwickeln, mit dem lackisolierte Drähte hoher thermischer Belastbarkeit, insbesondere Flachdrähte, mit einer gleichmäßigen, kantenbedeckenden, gut haftenden Isolierschicht hergestellt werden können und mit dem negative Auswirkungen auf die Lackdrahteigenschaften durch chemische Reaktion an der Leiteroberfläche des blanken elektrischen Leiters weitestgehend vermieden werden.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß direkt auf den blanken elektrischen Leiter ein Haftvermittler, vorzugsweise ein Lack niedererthermischer Belastbarkeifund guter Haftbarkeit extrem dünn aufgetragen wird, unmittelbar nachfolgend auf diesen Haftvermittler der eigentliche Isolierlackauftrag unter Beibehaltung der geforderten Anzahl von Lackaufträgen erfolgt, wobei zwischen dem Auftrag des Haftvermittlers und dem ersten Lackauftrag kein thermischer Prozeß liegt.
Da zwischen dem Auftrag des Haftvermittlers und dem ersten eigentlichen Lackauftrag kein thermischer Prozeß liegt, wird der Blankleiter einerseits mit dem Haftvermittler allseitig gut benetzt, andererseits vermischt er sich mit dem darauffolgenden ersten Lackauftrag, damit sich keine eigenständige Schicht bildet und so eine innige Verbindung der ersten Lackschicht mit dem Leiter erreicht wird. Ein weiterer Vorteil des erfindungsgemäßen Verfahrens besteht darin, daß der erste thermische Prozeß nach Auftragen des Haftvermittlers und nach Aufbringen des ersten Lackauftrages erfolgt und somit nicht mehr die ungeschützte blanke Leiteroberfläche diesem thermischen Prozeß mit seinen negativen Auswirkungen der chemischen Reaktion ausgesetzt
Überraschend hat sich herausgestellt, daß mit dem erfindungsgemäßen Verfahren eine thermisch hochbelastbare Isolierung erzielt wird, insbesondere bei Flachdrähten, da eine gleichmäßige gut haftende Beschichtung und Kantenbedeckung gewährleistet ist.
Ausführungsbeispiel
Die Erfindung soll an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert werden.
Hergestellt werden soll ein lackisolierter Flachdraht mit Leitermaterial Kupfer, Abmessung 1Ö x 1,7 mm2, unter Verwendung eines Polyesterimid-Drahtlackes. Vorgesehener Einsatz dieses Lackdrahtes sind Elektromaschinen der Wärmeklasse „F". Die Anzahl der Aufträge mit Polyesterimidlack beträgt 8. Erfindungsgemäß wird bei der Lackdrahtherstellung so verfahren, daß dem ersten Polyesterimid-Lackauftrag der Auftrag eines Haftvermittlers vorgeschaltet ist. Die Anzahl der Polyesterimid-Lackaufträge wird also durch den Haftvermittlerauftrag nicht gemindert.
Als Haftvermittler wird ein Polyesterlack verwendet, der thermisch nicht den vorgesehenen Anforderungen des Einsatzzweckes entspricht, der aber wesentlich bessere Hafteigenschaften aufweist. Der Haftvermittler wird mit Hilfe einer einfachen Auftragsvorrichtung auf den blanken Kupfer-Flachdraht extrem dünn aufgetragen. Ohne daß ein thermischer Prozeß stattfindet, erfolgt unmittelbar darauf der erste Polyesterimid-Lackauftrag. Dann folgen die weiteren Lackaufträge bis zur vorgesehenen Zahl 8. Nach jedem Lackauftrag läuft der Draht durch einen Einbrennofen, wo nach dem Verdampfen der Lösungs- und Verdünnungsmittel die Vernetzung der Harzbestandteile stattfindet. Die Vorrichtung zum Auftrag des Haftvermittlers besteht bekannterweise aus einem Vorratsbehälter, einem Lackauftragssystem, in dem die allseitige Benetzung des Drahtes mit Hilfe von Filz erfolgt und einem Abstreifsystem, in dem der überschüssige Lack ebenfalls mit Hilfe von Filz abgestreift wird. Die Zuführung des Haftvermittlers vom Vorratsbehälter zur Auftragsvorrichtung erfolgt über ein Schlauchsystem. Die Auftragsvorrichtung kann im Prinzip allen üblichen Lackieranlagen vorgeschaltet werden. Sie läßt sich mit minimalem Aufwand an der Lackieranlage an- und auch schnell wieder abbauen, und sie garantiert ein allseitiges Benetzen des Leiters mit dem als Haftvermittler wirkenden Lack, ohne daß ein meßbarer Auftrag erfolgt.

Claims (1)

  1. Verfahren zur Herstellung von Lackdrähten, bei dem die Lackdrähte bekannterweise durch ein Lackauftragssystem, einem Lackabstreifsystem und anschließend durch einen Einbrennofen laufen, gekennzeichnet dadurch, daß direkt auf den blanken elektrischen Leiter ein Haftvermittler, vorzugsweise ein Lack niedererthermischer Belastbarkeit und guter Haftbarkeit, extrem dünn aufgetragen wird, unmittelbar nachfolgend auf diesen Haftvermittler der eigentliche Isolierlackauftrag unter Beibehaltung der geforderten Anzahl von Lackaufträgen erfolgt, wobei zwischen dem Auftrag des Haftvermittlers und dem ersten Lackauftrag kein thermischer Prozeß liegt.
    Anwendungsgebiet der Erfindung
    Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Lackdrähten unter Verwendung von Haftvermittlern, insbesondere Flachdrähten für die Anwendung der Wärmeklasse „F", beispielsweise in Elektromaschinen.
DD29964987A 1987-02-02 1987-02-02 Verfahren zur herstellung von lackdraehten DD257518A1 (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE102021001741A1 (de) 2021-04-06 2022-10-06 Ulrich Clauss Kataphoretisches Tauchbeschichtungsverfahren für Bahnware
DE102021001740A1 (de) 2021-04-06 2022-10-06 Ulrich Clauss Beschichtungsverfahren für Mikroflachdrähte

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DE102021001741A1 (de) 2021-04-06 2022-10-06 Ulrich Clauss Kataphoretisches Tauchbeschichtungsverfahren für Bahnware
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