DD252123B3 - Vorrichtung zur intraoralen registrierung von unterkieferbewegungen - Google Patents
Vorrichtung zur intraoralen registrierung von unterkieferbewegungen Download PDFInfo
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Description
Berücksichtigung der Platzbereitstellung für die LAFOL-Retentionsleisten eingestellt. Diese werden anschließend aufgesteckt (evtl. dünner schleifen bzw. Erweiterungsleisten als Zwischenträger bei weiten Kieferbögen verwenden) und nach Aufbringen von Autopolymerisat, welches in seiner plastischen Phase auch die untersichgehenden Zahnbogenbereiche zur Retentionssicherung ausfüllt, ist nach dem Aushärtungsprozeß die sichere Fixation erreicht. Analog erfolgt die Fixation des federnden Registrierplattenträgersystems am Unterkiefermodell, wobei mittels eines Zuordnungselementes in Okklusionsstellung Oberkiefer- und Unterkiefermodell die parallele Zuordnung beider Systeme Berücksichtigung findet. Mit Zacken versehene Aufsteckleisten ermöglichen die Fixation der Registriervorrichtungen an Bißschabionen mit Wachswällen. Die Vorteilhaftigkeit der Vorrichtung begründet sich in der federnd gestalteten Funktionsweise, wodurch eine stets gleiche und damit reproduzierbare und sichere Verankerung (Ausnutzung untersichgehender Zahnbogenbereiche) gewährleistet wird und zusätzliche Halteelemente (Zahnklammern) nicht erforderlich sind. Gleichzeitig ist es möglich, die Gesamtvorrichtung den Gebißsituationen vollbezahnt, teilbezahnt, teilbezahnt in Kombiantion mit herausnehmbarem partiellen Zahnersatz und Zahnlosigkeit (Wachswallverankerung bzw. Verankerung an Totalprothesen) zuzuordnen.
Claims (3)
1. Vorrichtung zur intraoralen Registrierung von Unterkieferbewegungen, bestehend aus einem Stützstiftträgersystem mit federnd oder fixiert einsetzbarem Stützstift für Aufzeichnungen verschiedenster Art sowie einem Schreibplattenträgersystem, gekennzeichnet dadurch, daß zumindest eine Flanke (2) des jeweiligen Trägersystems (1) federnd gestaltet ist, wobei an der Flanke (2) befestigte Stifte (5) zur Aufnahme von mitAutopolymerisatversehenen Retentionsleisten dienen.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet dadurch, daß die federbelastete Flanke (2) über Stifte (3) mit dem Trägersystem (1) in Verbindung steht, wobei die Stifte (3) gleitend in dem Trägersystem (1) gelagert sind und in den eine Längsbohrung aufweisenden Stiften
(3) Druckfedern (4) angeordnet sind.
Hierzu 1 Seite Zeichnungen
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur intraoralen Registrierung von Unterkieferbewegungen und kommt einer in der Zahnmedizin mehr funktionell orientierten Betrachtungsweise in Diagnostik und Therapie des orofazialen Organs entgegen, indem den Wechselbeziehungen zwischen Okklusion, Kiefergelenk und Muskulatur besondere Sorgfalt gewidmet wird. Die zunehmende Zahl von Patienten mit funktioneilen Kiefergelenkerkrankungen und eine diesbezüglich große Palette ungeklärter Fragen machen es erforderlich, eine unter Beachtung rationeller Arbeitsweisen in Frage kommende praxisrelevante Methode für die Diagnostik und Therapie von Funktionsstörungen zur Anwendung gelangen zu lassen. Eine konstruktive Alternative für die Bestimmung einer funktionell orientierten Unterkiefersposition in Relation zum Oberkiefer stellt die Aufzeichnung von Unterkiefergrenzbewegungen mittels der intraoralen Pfeilwinkelregistrierung dar. Da Störungen der Symmetrie im Bewegungssystem des orofazialen Organs bei der Entstehung von Dysfunktionen eine wesentliche Rolle spielen, gestattet der Symmetrievergleich der Pfeilwinkel „zahngeführt"-„stützstiftgeführt" die Einschätzung okkluso-artikulärer Verhältnisse und „freier" Unterkieferbewegungen auf ihr regelrechtes Verhalten (Einheit von Struktur und Funktion) oder das Vorliegen funktioneller Störungen. Unter Berücksichtigungen von Wechselbeziehungen der Unterkiefer-Führungsgrößen: Zahnführung, Muskelführung und Gelenkführung kann somit der diagnostische Informationsgehalt der Pfeilwinkelregistrate für therapeutische Belange genutzt werden.
Die intraorale Pfeilwinkelregistrierung wurde schon Anfang des 19. Jahrhunderts zur Lösung von Artikulationsproblemen durch die Aufzeichnung von Unterkiefergrenzbewegungen mittels eines Schreibstiftes (Schraube) und einer im Gegenkiefer befindlichen Schreibplatte beschrieben.
Die bekannten technischen Lösungen von intraoralen Registriersystemen bzw. Modifikationen sind unter folgenden Bezeichnungen eingeführt: MC Grane-Besteck, Registerbesteck nach Gerber, Gnathometer .M" nach Böttger, Occlumeter nach Marxkors/Ferger, Zentrik-Plattensystem, dreidimensional verstellbarer Stützstift nach Niedermeyer, „Functiograph" nach Kleinrok.
Diese Registriersysteme sind mit einer Reihe von Nachteilen verbunden. So ist der universelle Einsatz der Registriersysteme für voll- und teilbezahnte bzw. zahnlose Kiefer mit möglicher Aufzeichnung sowohl „zahngeführter" als auch „stützstiflgeführter" Unterkiefergrenzbewegungen in der Regel nicht möglich. Die Registrierplatte ist zumeist aus Metall, was eine Schädigung der Metalloberfläche (Abrieb, Gravierung) bei Mehrfachregistrierungen zur Folge hat. Intraorale Verankerungssysteme (Trägersysteme für Registrierstift und Schreibplatte) im voll- und teilbezahnten Gebiß bzw. in Kombination mit partiellem Zahnersatz sind nur über den unrationellen technologischen Zwischenschritt der Gestaltung von Kunststoffträgerschablonen (Zuarbeit des Zahntechnikers) möglich. Eine sichere (schaukelfreie) Fixation der Trägersysteme ist zumeist nur durch zusätzliche Halteelemente (Zahnklammern) möglich, woraus letztlich eine unkontrollierbare Störgröße für behinderungsfreie „zahngeführte" Unterkieferbewegungen resultiert. Bei der zunächst erforderlichen Zahnmodellzuordnung (Gipsabguß) der Trägerschablonen können die untersichgehenden Zahnbereiche nicht zusätzlich für eine sichere intraorale Fixation genutzt werden. Unterfütterung mit Autopolymerisat intraoral wird zumeist erforderlich, womit sich die Problematik ergibt, daß für therapeutische Belange die reproduzierbar gleiche Zuordnung der Trägerschablonen auf den Zahnmodellen nicht der intraoralen Positionierung entspricht bzw. erst gar nicht möglich ist. Reproduzierbare horizontale Stützstiftpositionierungen bzw. Positionskorrekturen sind nur in Ausnahmefällen (System Niedermeyer) möglich.
Aufgabe der Erfindung ist die Gestaltung einer Vorrichtung zur intraoralen Registrierung von Unterkieferbewegungen, die sowohl im voll- und teilbezahnten Gebiß als auch bei zahnlosen Patienten einsetzbar ist und hierbei eine reproduzierbare feste und stets gleiche Zuordnung intraoral und am Gipsmodell sicherstellt sowie die graphische Registrierung sowohl „zahngeführter" als auch „muskel-/gelenkgeführter" freier Unterkieferbewegungen bei einfacher Handhabung ermöglicht. Die Aufgabe wird unter Verwendung eines Stützstiftträgersystems mit federnd oder fixiert einsetzbarem Stützstift für Aufzeichnungen verschiedenster Art sowie einem Schreibplattenträgersystem gelöst. Erfindungsgemäß ist zumindest eine Flanke des jeweiligen Trägersystems federnd gestaltet. An der Flanke sind Stifte befestigt, die zur Aufnahme von mit Autopolymerisat versehenen Retentionsleisten dienen. Damit erfolgt die Verankerung an den Zähnen, an dem Teilzahnersatz oder an der Vollprothese. In weiterer Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Vorrichtung steht die federbelastete Flanke über Stifte mit dem Trägersystem in Verbindung, wobei die Stifte gleitend in dem Trägersystem gelagert und in den eine Längsbohrung aufweisenden Stiften Druckfedern angeordnet sind.
Die Erfindung wird im folgenden in einem Ausführungsbeispiel erläutert.
Die Erfindung wird im folgenden in einem Ausführungsbeispiel erläutert.
Die Zeichnung zeigt das Trägersystem 1, die Flanke 2, die nicht dargestellten Retentionsleisten, die Stifte 3 mit den Druckfedern 4 und die Stifte 5.
Die Anwendung der Vorrichtung erfolgt entsprechend der sich anschließenden Beschreibung. Nach erfolgter Abformung der Gebißsituation des Ober- sowie Unterkiefers und Herstellung der Kiefermodelle wird zunächst am Oberkiefermodell die erforderliche Spannweite des federnden Stützstriftträgersystems mittels einer modifizierten Ivorymatrize unter
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DD29365186A DD252123B3 (de) | 1986-08-14 | 1986-08-14 | Vorrichtung zur intraoralen registrierung von unterkieferbewegungen |
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
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Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
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| DD252123A1 DD252123A1 (de) | 1987-12-09 |
| DD252123B3 true DD252123B3 (de) | 1992-11-19 |
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Family Applications (1)
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Country Status (1)
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Families Citing this family (2)
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| DE102006011787A1 (de) * | 2006-03-15 | 2007-09-20 | Rahnenführer, Claus | Vorrichtung und Verfahren zur dreidimensionalen Messung der Kieferstellung |
| DE102012001653B4 (de) | 2011-03-25 | 2021-06-24 | Andreas Vogel | Vorrichtung und Verfahren zur Messung kiefergelenkgeführter Unterkieferbewegungen |
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1986
- 1986-08-14 DD DD29365186A patent/DD252123B3/de not_active IP Right Cessation
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| DD252123A1 (de) | 1987-12-09 |
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