DD237207A1 - Anordnung zur sicherung, ueberwachung und temperaturbegrenzung von gasgeraeten - Google Patents

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DD237207A1
DD237207A1 DD25864983A DD25864983A DD237207A1 DD 237207 A1 DD237207 A1 DD 237207A1 DD 25864983 A DD25864983 A DD 25864983A DD 25864983 A DD25864983 A DD 25864983A DD 237207 A1 DD237207 A1 DD 237207A1
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DD25864983A
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Inventor
Heinz-Georg Grummt
Hans-Joachim Winkelmann
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Dessau Gas & Elektrogeraete
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Abstract

Die Erfindung zeigt eine Anordnung zur Sicherung, Ueberwachung bzw. Temperaturbegrenzung von Gasgeraeten. Ziel und Aufgabe der Erfindung ist es, eine Anordnung zu schaffen, die auf kostenguenstige und vorteilhafte Weise bei verschiedenartigen Defekten die Absperrung des Gasweges in Gasgeraeten hervorruft und leistungsarm, klein und damit billig bei hoher Eigensicherheit realisiert werden kann. Das Wesen der Erfindung besteht darin, dass die Anordnung als indirekte Absicherung des Hauptgasweges konzipiert ist, und zwar in der Weise, dass in einem Gasmembranschalter ein Ventil, insbesondere Magnetventil, parallel zur Eingangsduese zwischen Membranvorder- und Membranhinterkammer angeordnet ist und bei Uebertemperatur mittels eines oder mehrerer Signalgeber beispielsweise Bimetallschalter betaetigt wird, und der Stromkreis bei Ansprechen eines Signalgebers mit einer Selbsthaltung versehen ist. Das Anwendungsgebiet der Erfindung ist der gesamte Bereich Niederdruckgasanlagen mit Membranarmaturen, insbesondere leistungsgeregelte Gasdurchlaufwassererhitzer. Figur

Description

Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung zeigt eine Anordnung zur Sicherung, Überwachung bzw. Temperaturbegrenzung von Gasgeräten.
Die Anwendung der Erfindung wird als zweckmäßig für alle Arten von Gasgeräten, die mit Membranarmaturen ausgerüstet sind, angesehen.
Ein vorteilhafter Einsatz besteht beispielsweise bei Gasdurchlaufwassererhitzern, da hier mehrere Baugruppen zu überwachen und abzusichern sind.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Es sind vielfältige vorgesteuerte Membranventile bzw. Membranschalter bekannt. Diese bieten grundsätzlich vorteilhafte Anwendungsmöglichkeiten in Haushaltgasgeräten, da nur geringe elektrische Hilfsenergie zur Betätigung erforderlich ist und somit der Einführung leistungsarmer Elektronik in Haushaltgasgeräten eine sinnvolle Grundlage gegeben wird. In der DE-OS 3108693 ist ein Elektromagnetventil, insbesondere für Haushaltgasgeräte dargelegt. Auch bei dieser Lösung wird ^eine vorteilhafte, geringe elektrische Hilfsenergie benötigende Lösung dargelegt.
Als nachteilig muß nun bei dieser Lösung, wie auch bei anderen Lösungen beispielsweise gemäß DE-OS 2723181 diefehlende Absicherung gesehen werden.
Wenn beispielsweise durch einen Defekt in der elektronischen Schaltung oder durch ein verklemmtes Magnetventil die Steuerstrecke geöffnet bleibt, kann Gas ungehindert durch den Hauptgasweg (Membranventil) entweichen. Weiterhin wird als besonders problematisch die Tatsache angesehen, daß die Sicherheit und Funktionsfähigkeit bei diesen Prinzipien voll und ganz von der Eingangsdüse zwischen beiden Membrankammern abhängt. Ist diese Düse verschmutzt bzw. verstopft, kann der Gasdruck selbst das Membranventil öffnen. Hier nützt auch kein eigensicheres Magnetventil oder eine eigensichere elektronische Schaltung mehr.
Hilfsmittel, wie vor den Gasarmaturen angeordnete Siebe oder Filter, mindern das Problem nur und beseitigen nicht die gefährliche Grundproblematik.
Ziel dn<* Erfindung
Ziel der Erfindung ist es, eine Anordnung zur Sicherung, Überwachung bzw. Temperaturbegrenzung von Gasgeräten, die mit vorgesteuerten Membranventilarmaturen ausgerüstet sind, zu schaffen. Diese Anordnung soll auf kostengünstige und vorteilhafte Weise bei verschiedenartigen Defekten die Absperrung des Gasweges hervorrufen. Besonders erstrebenswert ist dabei, eine derartige Anordnung leistungsarm, klein und damit billig zu machen.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Die Aufgabe der Erfindung besteht somit darin, daß die gewünschte Anordnung mit minimaler Stellenergie, hoher Eigensicherheit bei beliebigen Defekten eine Absperrung des Gasweges ermöglicht. Diese Forderungen erscheinen zunächst unvereinbar. Denn je geringer die Stellenergie, desto geringer ist die Eigensicherheit, d. h., daß die Ausfallwahrscheinlichkeit erheblich zunimmt.
Außerdem erscheint die Frage der Ventiidichtheit bei kleinen Schließkräften, aufgrund kleiner Stellenergien, als nicht realisierbar.
Weiterhin erscheint die Forderung, daß die Anordnung auf mehrere, beliebige Defekte reagiert und den Gasweg unterbricht, als ökonomisch vorteilhaft nicht realisierbar.
Das Wesen der Erfindung besteht nun darin, daß eine Anordnung zur Sicherung, Überwachung bzw. Temperaturbegrenzung von Gasgeräten geschaffen wird, die dadurch gekennzeichnet ist, daß diese als indirekte Absicherung des Hauptgasweges konzipiert ist, und zwar in der Weise, daß in einem Gasmembranschalter ein Ventil, insbesondere Magnetventil, parallel zur Eingangsdüse zwischen Membranvorderkammer und Membranhinterkammer angeordnet ist und bei Übertemperatur mittels eines oder mehrerer Signalgeber betätigt wird.
Erfindungsgemäß ist dabei die Ventilöffnung des Magnetventils nahezu gleich oder größer als die Ventilöffnung des Membranschalterauslösers beispielsweise des Steuermagnetventils.
Das Wesen der Erfindung besteht weiterhin darin, daß das Magnetventil parallel zur Eingangsdüse mit einem oder mehreren Signalgebern beispielsweise Bimetallschaltern elektrisch leitend verbunden ist und bei Auslösen von einem oder mehreren Signalgebern eine selbsttätige Geschlossenhaltung des Stromkreises vorgesehen ist.
Erfindungsgemäß ist dabei die Anwendung beispielsweise im Gasdurchlaufwassererhitzer vorgesehen, wobei ein Signalgeber beispielsweise Bimetallschalter als Temperaturbegrenzer am Wärmeaustauscher und ein weiterer Signalgeber beispielsweise Bimetallschalter als Abgasströmungswächter in der Abgasströmungssicherung vorgesehen ist.
Erfindungsgemäß kann die selbsttätige Geschlossenhaltung des elektrischen Stromkreises bei Signalisation eines Defektes auch entfallen, wenn das Magnetventil parallel zur Eingangsdüse ein bistabiles Magnetventil mit definiertem stromlosen Zustand ist.
In diesem Fall sind die Signalgeber direkt mit dem bistabilen Magnetventil verbunden.
Das Wesen der Erfindung besteht weiterhin darin, daß das Magnetventil parallel zur Eingangsdüse und die Membranschalterauslösevorrichtung beispielsweise das Steuermagnet als eigensichere im Membranschalter integrierte Magnetventile konzipiert sind, die beispielsweise als Ventilsitze kegelförmige Aussparungen im elastischen Membranmaterial aufweisen, wobei auf diesen magnetisierbare Kugeln durch Eigengewicht aufliegend angeordnet sind.
Ausführungsbeispiel
Die Erfindung soll nun nachfolgend an einem Ausführungsbeispiel anhand der zugehörigen Zeichnung näher erläutert werden.
In der zugehörigen Zeichnung ist ein Gasmembranschalter 4, der Bestandteil einer Gasventilkombination mit Elektronikbaugruppen sein kann, angeordnet. Dieser Gasmembranschalter 4 besitzt ein Ventil 2, vorzugsweise Magnetventil, welches parallel zur Eingangsdüse 1 zwischen Membranvorderkammer 5 und Membranhinterkammer 6 angeordnet ist.
Die Ventilöffnung 3 des Magnetventils 2 ist nahezu gleich oder größer als die Ventilöffnung 7 des Steuermagnetventils 8.
Weiterhin ist das Magnetventil 2 elektrisch leitend mit Signalgebern beispielsweise Bimetallschaltern 9 verbunden, wobei diese auf eine Selbsthaltung bei Auslösen eines Signalgebers konzipiert sind.
Die Wirkungsweise soll nun nachfolgend bei Verwendung der Erfindung im Gasdurchlaufwassererhitzer erläutert werden.
Dabei wird ein Bimetallschalter 9 als Temperaturbegrenzer am Wärmetauscher, insbesondere bei leistungsgeregelten Thermen angebracht.
Ein weiterer Bimetallschalter 9 ist als Abgasströmungswächter in der Abgasströmungssicherung vorgesehen. Um die selbsttätige Geschlossenhaltung bei mehreren Bimetallschaltern möglichst leistungsarm zu bewerkstelligen, wird ein Relais vorgesehen.
Bei Überschreiten der höchstzulässigen Temperatur am Wärmetauscher beispielsweise durch eine defekte Leistungsregelung wird der Bimetallschalter 9 betätigt. Der geschlossene Stromkreis bewirkt nun das Ansprechen des Relais, wobei dieses selbsthaltend geschaltet ist.
Das Magnetventil 2 wird betätigt, d. h. daß die magnetisierbare Kugel emporgehoben wird und damit das Ventil 2 geöffnet.
Der Differenzdruck zwischen beiden Membrankammern verschwindet (Druckausgleich), so daß das Membranventil schließt. Der Gasweg wird unterbrochen.
Ebenso wird die Anordnung bei Rückstau des Abgases, Verstopfung der Eingangsdüse, Verstopfung der Steuergasstrecke, defektem Membranschalterauslöser, fehlerhafter Elektronik betätigt.
Zu bemerken ist weiterhin, daß nur durch Unterbrechung der Stromzufuhr die Anordnung außer Betrieb gesetzt wird.
In diesem Fall (Stromausfall) wird bei Verwendung eines eigensicheren elektrischen Membranschalterauslösers beispielsweise eines eigensicheren Steuermagnetventils die Steuerstrecke ebenfalls geschlossen, d.h. das Membranventil schließt dann immer noch durch Eigengewicht.

Claims (6)

  1. Erfindungsanspruch:
    1. Anordnung zur Sicherung, Überwachung bzw. Temperaturbegrenzung von Gasgeräten, gekennzeichnet dadurch, daß in einem Gasmembranschalter (4) ein Ventil (2), insbesondere Magnetventil, parallel zur Eingangsdüse (1) zwischen Membranvorderkammer (5) und Membranhinterkammer (6) angeordnet ist und bei Übertemperatur mittels eines oder mehrerer Signalgeber (9) betätigt wird.
  2. 2. Anordnung nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß die Ventilöffnung (3) des Magnetventils (2) nahezu gleich oder größer als die Ventilöffnung (7) des Membranschalterauslösers beispielsweise des Steuermagnetventils (8) ist.
  3. 3. Anordnung nach Punkt 1 und 2, gekennzeichnet dadurch, daß das Magnetventil (2) eigensicher beispielsweise mit Ventilverschluß durch Eigengewicht konzipiert ist und elektrisch leitend mit einem oder mehreren Signalgebern (9) beispielsweise Bimetallschaltern verbunden und bei Auslösen von einem oder mehreren Signalgebern (9) eine selbsttätige Geschlossenhaltung des Stromkreises vorgesehen ist.
  4. 4. Anordnung nach Punkt 1 bis 3, gekennzeichnet dadurch, daß bei Anwendung in Gasdurchlaufwassererhitzern ein Signalgeber (9) beispielsweise Bimetallschalter als Temperaturbegrenzer am Wärmetauscher und/oder ein weiterer Signalgeber (9) beispielsweise Bimetallschalter als Abgasströmungswächter in der Abgasströmungssicherung angeordnet sind.
  5. 5. Anordnung nach Punkt 1 bis 4, gekennzeichnet dadurch, daß das Magnetventil (2) als bistabiles Magnetventil ausgeführt sein kann.
  6. 6. Anordnung nach Punkt 1 bis 5, gekennzeichnet dadurch, daß das Magnetventil (2) und Steuermagnetventil (8) als eigensichere im Membranschalter (4) integrierte Magnetventile konzipiert sind und als Ventilsitze kegelförmige Aussparungen, insbesondere im elastischen Membranmaterial, angeordnet und auf diesen magnetisierbare Kugeln durch Eigengewicht aufliegend angeordnet sind.
    Hierzu 1 Seite Zeichnung
DD25864983A 1983-12-27 1983-12-27 Anordnung zur sicherung, ueberwachung und temperaturbegrenzung von gasgeraeten DD237207A1 (de)

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE10127435B4 (de) * 2001-06-06 2013-03-14 Mertik Maxitrol Gmbh & Co. Kg Gasströmungswächter
CN113862014A (zh) * 2021-11-03 2021-12-31 武汉蓝颖新能源有限公司 一种生物质热解供热装置及其使用方法

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