DD213931A1 - Verfahren zur salzfreien sauren koagulation von elastlatices - Google Patents

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DD213931A1
DD213931A1 DD24829783A DD24829783A DD213931A1 DD 213931 A1 DD213931 A1 DD 213931A1 DD 24829783 A DD24829783 A DD 24829783A DD 24829783 A DD24829783 A DD 24829783A DD 213931 A1 DD213931 A1 DD 213931A1
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DD
German Democratic Republic
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coagulation
elastlatices
salt
emulsifiers
lignin
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Application number
DD24829783A
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English (en)
Inventor
Werner Hufenreuter
Dieter Kormann
Wilfried Zill
Edeltraud Muench
Original Assignee
Buna Chem Werke Veb
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  • Emulsifying, Dispersing, Foam-Producing Or Wetting Agents (AREA)
  • Addition Polymer Or Copolymer, Post-Treatments, Or Chemical Modifications (AREA)

Abstract

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur salzfreien sauren Koagulation von Elastlatices, die neben Carboxylgruppen enthaltenden Emulgatoren zur Erhoehung der Latexstabilitaet Zusaetze von Sulfonat-und/oder Sulfat-Dispergatoren u./oder-Emulatoren enthalten.Ziel d.Erf.ist d.Koagulation dieser Latices ohne zalzartige Elektrolyte zu Polymerisaten,d.zur Herst.lichtechter Produkte geeignet sind.Die Aufg. wird dadurch geloest,dass die Koagulation mit Saeuren in Verbind. mit Kombinationen aus verseiften Polyvinylestern und Sulfatlignin erfolgt.

Description

-ή-
Titel der Erfindung
Verfahren zur salzfreien sauren Koagulation von. Elastlatices
Anwendungsgebiete der Erfindung
Das Verfahren dient zur salzfreien sauren Koagulation von ungestreckten oder ölgestreckten Elastlatices. Ss kann dort angewendet werden, wo die Aufarbeitung dar entsprechenden Elastlatices, vorzugsweise in Schneckenextrudern, erfolgt.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Es ist bekannt,.Blastlatices,· die auf Basis Harz-Iettsäureseif e-Emulgatoren hergestellt wurden mit Säuren, bevorzugt Schwefelsäure, in Schneckenextruder!! zu koagulieren (BU-PS 56 089). Biese Koagulationsmethode versagt, wenn die genannten Latices zur Erhöhung der mechanischen Stabilität geringe Mengen an SuIfonatdispergatoren enthalten. Diese Latices besitzen insofern Vorteile, als sie eine höhere thermomechanische Stabilität aufweisen und in den Anlagen zur Entfernung der nicht umgesetzten Monomeren mittels Vakuum und Dampf nicht zur Soagolatbildung neigen· Die Koagulation dieser Latices kann nach obigem Verfahren nur durch die zusätzliche Anwendung salsartiger Elektrolyte erfolgen· Biese Slektrolyte verursachen durch Reaktion mit <ien Säuren eine starke Korrosion der Aufarbeitungsmaschinen. Weiterhin gelangen sie bei der Aufarbeitung der Latices teils in das Abwasser und tragen so zu TJmweltschä-
den "bei. Andererseits.verbleiben sie zum Seil im Endprodukt und beeinträchtigen dessen Qualität.
Zur Umgehung dieser Zusätze wird vorgeschlagen, aliphatische Polyamine (US-PS 2 607 753, US-PS 3 112 288) sowie aliphatische Polyaminsulfanate (US-PS 3 350 371) als Koagulationszusätze zu verwenden. Biese Verfahren haben den Nachteil, daß die Polyaminverbindungen beim Eintragen in den Latex mit diesem reagieren und eine Koagulatbildung bewirken, weshalb sie nur unter schwierigen Bedingungen direkt vor der Koagulation dem Latex zugesetzt werden können. Sin großer Haehteil be- _ steht auch in der Beeinflussung des Yulkanisationsverhaltens ---' der Polymerisate durch die Polyaminverbindungen. Weiterhin besitzen diese Zusätze, bedingt durch ihre Herstellungsverfahren, einen fur die Wirtschaftlichkeit des Verfahrens ungünstigen hohen Preis. Bei Einsatz von aromatischen Aminen treten die vorgenannten Nachteile nicht auf. Diese haben jedoch den lachteil, daß sie bei der Lagerung am Licht verfärben, wodurch die so hergestellten Endprodukte nicht zu lichtechten Artikeln verarbeitet werden können·
Ziel der Erfindung;
Pas Ziel der Erfindung ist die salzfreie saure Koagulation von Elastlatices, die SuIfonat- und/oder Sulfat-Dispergatoren und/oder -Emulgatoren als Zusätze enthalten, zu Koagulaten, die für die Herstellung lichtechter Produkte geeignet sind.
Darlegung des Wesens, der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zur salzfreien sauren Koagulation zu entwickeln, das den obigen Anforderungen genügt·
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daJ die salzfreie saure Koagulation der Elastlatices in Gegenwart eines G-emisches aus verseiften Polyvinylestern und Sulfat-
lignin durchgeführt wird. Überraschenderweise wurde gefunden, daß bereits ein geringer Anteil des SuIfatlignin« die Koagulationswirkung der Polyvinylalkohole erfindungsgemäß verbessert, zumal bekannt war, daß lignin allein keine Koagulationswirkung zeigt*
Die erfindungsgemäßen Kombinationen haben den Vorteil, daß sie nach der Polymerisation in den fertigen Latex eingerührt werden können, ohne dessen Stabilität zu mindern. Die erfindungsgemäßen Kombinationen von Polyvinylaikoholen und Sulfatlignin können im Verhältnis 1 s 20 bis 20 ϊ 1 angewendet werden. Hierbei betragen die eingesetzten Mengen an Polyvinylaikoholen und an Sulfatlignin in der Kombination jeweils 0,005 bis 2,0 $, vorzugsweise 0,03 bis 0,5 f°, bezogen auf im latex enthaltene Polymere* Als Polyvinylalkohole sind Yerseifungsprodukte von Polyvinylestern, bevorzugt Polyvinylacetaten, mit einem Versei— fungsgrad von 10 bis 100 fo geeignet.
Das Sulfatlignin ist ein Abfallprodukt der SuIfatζeilstoff-Gewinnung. Aus der beim Aufschluß des Holzes anfallenden Schwarzlauge kann das Lignin durch saure Agenzien ausgefällt werden. Ss kommt als alkalische wässrige Lösung zur Anwendung.
Das erfindungsgemäße Verfahren ist für Latices anwendbar, die neben Harzseifen, Fettsäureseifen oder anderen carbonsäurehaltigen Emulgatoren sowie Mischungen von diesen bis zu 20 $ des Gesamtemulgators an Sulfonat— und/oder Sulfat-Bispergatoren und/oder Emulgatoren enthalten. Die erfindungsgemäßen Kombinationen sind geeignet zur Koagulation von Latices von ungestreckten oder olgestreekten Polymeren der Biene, ihren Gopolymerisaten mit Vinylverbindungen, u.a. Styren und seinen Derivaten, Acrylnitril und seinen Derivaten sowie Systemen mit mehreren Vinylkomponenten. Latesmischungen aus diesen Polymerisaten und Gopolymerisaten mit plastartigen Charakter auf Basis von Bienen und einem hohen Anteil an Komponenten der oben genannten Vinylmonomeren können angewendet werden. Ein Vorteil des erfindungs gemäß en Verfahrens liegt weiterhin darin, daß
sich die gewonnenen Polymerisate unter Idchteinfluß nicht verfärben -und bei "Verwendung geeigneter lichtechter Stabi-, lisatoren aus ihnen lichtechte Artikel hergestellt werden können. '
Anwendungsbei spiel
nachfolgend wird ein Beispiel zur Charakterisierung des erfindungsgemäßen- Terfahrens gegeben·
Beispiel 1
Zu einem kalt polymerisieren Butadien-Styren-Copolymerisatlatex mit 25 $ gebundenem Styren im Copolymer, der mit 5 $, bezogen auf zur Polymerisation eingesetzte Kohlenwasserstoffe, eines Smulgatorsystems aus Harzemulgator und Stearin— säureseife im Verhältnis 3 st '£&& 0,2 fo pro Kohlenwasserstoffe eines Uaphth al.lnsulf onsäure—Formal dehyd—üondensationsproduktes als Sispergator polymerisiert wurde, werden. 0,1 io eines Polyrinylalkohols vom K-Wert 55 mit 2 Mol ^ uuTerseiftem Polyrinylacetat und 0,05 $ Sulfatlignin in Form einer alkalischen, wässrigen Lösung, beide bezogen auf im Latex enthaltenem Polymerisat, gegeben, üaeh dem Einruhren dieser Substanzen wird mit 20 kg Schwefelsäure pro Tonne Polymeres in Form einer 5 zeigen wässrigen Lösung bei 343 S koaguliert. Bs entstellt ein. klares Serum und ein klumpiges Soagulat· Bei "Verwendung von Polyvinylalkohol allein sind zur Koagulation 0,3 % erforderlich.

Claims (1)

  1. ISrfindungsansprueh
    Verfahren zur salzfreien sauren Koagulation von ungestreakten und ölgestreckten Elastlatices, hergestellt durch Emulsionspolymerisation mit Harz- oder Fettsäureseife-Emulgatoren sowie deren Mischungen und Zusätzen von SuIf onat- und/ oder Sulfat-Bispergatoren und/oder -Emulgatoren, gekennzeichnet dadurch, daß Kombinat ionen aus verseiften Polyvinylesters., vorzugsweise Polyvinylacetat, mit einem. Yerseifungsgrad von 10 bis 100 $ und alkalischem. Sulfatlignin im Yerhältnis 1 : 20 "bis 20 : 1 mit einem jeweiligen Anteil an Polyvinylalkohol und Sulfatlignin von 0,005 "bis 2,0 fo, vorzugsweise 0,03 "bis 0,5 i&, "bezogen auf im Latex enthaltene Polymere, verwendet werden.
DD24829783A 1983-02-28 1983-02-28 Verfahren zur salzfreien sauren koagulation von elastlatices DD213931A1 (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0152869A3 (en) * 1984-02-18 1986-07-02 Bayer Ag Moulding compositions prepared without the use of salt

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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