DD213699A1 - Rechteckduesenplatte fuer schmelzspinnverfahren - Google Patents

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DD213699A1
DD213699A1 DD24804783A DD24804783A DD213699A1 DD 213699 A1 DD213699 A1 DD 213699A1 DD 24804783 A DD24804783 A DD 24804783A DD 24804783 A DD24804783 A DD 24804783A DD 213699 A1 DD213699 A1 DD 213699A1
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DD24804783A
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Wolfgang Kreis
Ingbert Viertel
Wolfgang Mueller
Wilhelm Schmidt
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Engels Chemiefaserwerk Veb
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Abstract

Die Erfindung betrifft eine Rechteckduesenplatte fuer Schmelzspinnverfahren von Synthesefasern bei eiseitiger Queranblasung und hoher Anzahl von Elementarfaeden pro Flaecheneinheit. Ziel und Aufgabe ist es, durch eine definierte Anordnung von Bohrungen auf der Duesenplatte die Abkuehlung von ersponnenen Einzelfaeden zu vergleichmaessigen und die Titergleichmaessigkeit zu erhoehen. Erfindungsgemaess wirddas geloest, INDEM FUER EINEN Bohrungs- und Reihenabstand von 4mm der aus einer Seitenkante der Duesenplatteund der die Mittelpunkte der Bohrungen in Querrichtung zur Duesenplatte verbindenden Geraden gebildete Schnittwinkel a=7, 5 Grad betraegt und sich dieser Winkel pro mm Verkuerzung des Bohrungs- und Reihenabstandes um 0,9-1,6 Grad erhoeht.

Description

Titel der Erfindung
Rechteckdüsenplatte für Schmelzspinnverfahren
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft eine Düsenplatte rechteckiger Ausführung, die bei Schmelzspinnverfahren, vorzugsweise für I-olyester und tolyamid, eingesetzt wird.
Charakteristik der bekannten technischen .Lösungen
Pur die Erspinnung von Synthesefasern nach dem Schmelzspinnverfahren werden sowohl runde als auch überwiegend recht« eckige Düsenplatten eingesetzt und die noch schmelzflüssigen Einzelfäden unmittelbar nach ihrem Austritt aus den Düsen zum Erreichen der späteren Pasereigenschaften bzw» zum Zwecke der Padenbildung meistens durch eine einseitige Queranblasung abgekühlt. Dabei sind verschiedene Bohrungsanordnungen bekannt. Gemäß DE-OS 1 435 742 weist die Spinndüsenplatte eine Anordnung der Bohrungen in mehreren parallelen Reihen auf, wobei jede Reihe 70 bis 100 Bohrungen mit jeweils gleichen Abständen besitzt» Eine Bohrungsanordnung an den Schnittpunkten von aneinandergereihten gleichschenkligen bzw. gleichseitigen Dreiecken beim Spinnen mit einseitiger Queranblasung und mit Bohrungsabständen über 7 mm, vorzugsweise 10 mm, wurde im WP 140 400 vorgeschlagen. Die Düsen unterliegen einer Bohrungsverteilung a> 1,5 · x» wobei a » Bohrungsabstand hintereinander und χ » Bohrungsabstand nebeneinander bedeuten.
Perner wird im WP 143 434 eine Rechteckdüsenplatte beschrieben, bei der die Anzahl der Düsenbohrungen pro Reihe von der Anblasungseite bis zu der der Anblasung gegenüberliegenden Seite stetig abnimmt und damit der Bohrungsabstand in den Reihen stetig zunimmt. Die Anzahl der Reihen wird je
18.FEB1983*G7O22,:
-Z-
nach Gesamtbohrungsanzahl wie bei einer Normalverteilung berechnet. Gemäß JP - PS 903/69 wird wiederum eine parallelogrammartige Bohrungsanordnung vorgeschlagen, -wobei bei be~ nachbarten Reihen in Anblasungsrichtung keine Düsenböhrungen unmittelbar hintereinander angeordnet sind. Von Nachteil iet es bei Einsatz derartiger Düsenplatten, insbesondere bei einer großen Anzahl von Bohrungen pro Platte und einer hohen Bohrungsdichte, daß zwangsläufig die Anwendung der üblichen Queranblasung zu mehr oder minder unterschiedlichen Abkühlverhältnissen an den Einzelfäden und zu ungleichmäßigen Fadenspannungen führt. Heben der dadurch gegebenen erhöhten Neigung zu Fadenunterbrechungen, z. B. bei Auftreten von Schwachstellen aufgrund von Unsauberkeiten in der Schmelze u. ä., die Wiederum ein Verkleben von Einzelfäden oder deren Herauslösen aus dem Fadenverband verursachen, kommt es zu einer veränderten Vororientierung von einzelnen oder von Gruppen von Einzelfäden. Darüber hinaus kann sich die Titergleichmäßigkeit beträchtlich verschlechtern.
Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung ist es, eine Düsenplatte zu schaffen, die eine Vergleichmäßigung der Abkühlung von ersponnenen Einzelfäden und damit eine Verbesserung des Spinn- und späteren Reckprozesses sowie eine Erhöhung der Titergleichmäßigkeit ermöglicht.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, durch, eine definierte Anordnung von Bohrungen auf einer rechteckigen Düsenplatte für eine einseitige Queranblasung die Titergleichmäßigkeit zu erhöhen
Die erfindungsgemäße Lösung ist dadurch gekennzeichnet, daß
bei gleichmä3iger Bohrungsverteilung über die parallel zur Längskante der Düsenplatte angeordnete Bohrungsreihen der Abstand der Bohrungen in der Reihe gleich dem Reihenabstand ist und für einen Bohrungs·» und Reihenabstand von fm der aus einer Seitenkante der Düsenplatte und den die Mittelpunkte der Bohrungen in Querrichtung zur Düsenplatte verbindenden Geraden gebildete Schnittvsinkel cL =7,5° beträgt bzw. der mögliche zweite aus einer Seitenkante der Düsenplatte und den ebenfalls die Mittelpunkte der Bohrungen in Querrichtung zur Düsenplatte verbindenden Geraden gebildete Schnittwinkel β sich aus der Beziehung tan /3 « 1 - tan et ergibt. Ausgehend von dieser Bezugsbasis erhöht sich der Schnittwinkel 0^ bei einer Verkürzung der Bohrungs- und Reihenab3tände auf < 4 mm pro mm Verkürzung um 0,6 1,6 , vorzugsweise um 1,0 .
Somit wird eine genau auf den Bohrungsabstand abgestimmte Anblasung der Einzelfäden erreicht. Auf diese Art wird auch bei Rechteckdüsenplatten mit hoher Spinnlochdichte und einseitiger Queranblasung eine weitestgehend gleichmäßige Umgebungstemperatur bezüglich der Einzelfäden sowie konstante Abkühlbedingungen bei gleichzeitiger verbesserter Laufruhe erreicht.
Ausführungsbeispiele
Beispiel 1 (Vergleichsbeispiel)
Eine Düsenplatte in rechteckiger Ausführung mit in Form von gleichschenkligen Dreiecken angeordneten Bohrungen wurde für die Erspinnung von Polyesterfäden der Endfeinheit von 0,16 tex eingesetzt. Die Bohrungsanzahl betrug dabei 1100 Bohrungen pro Düsenplatte und bei einem Bohrungsabstand von 3j93 mm. Die weiteren Spinnbedingungen, bezogen auf eine Spinnlinie mit 18 Positionen waren:
Wirksame Fläche Düsenplatte: 265 mm χ 65 mm
Bohrungsdurchraesser: 0,3 nm
Fördermenge: 680 g/min und Position
Änblasung: 0,5 m/s
Äbzugsgeschviindigkeit: 1150 m/min
Intrinsic-Viskosität: 0,65
Reckgrad Weiterverarbeitung: 1 : 3>6O
Im Ergebnis der Fadenherstellung wurden folgende Werte erreicht:
Titergleichmäßigkeit: 8,7 %
Fadenlaufruhe: instabil, Verklebungen
Spinnfehler Geaamtkabel pro 2 mins 25 Wickelbildungen in Verstreckungj
bezogen auf Ghargengröße von 16,4 ts 35
Beispiel 2
Unter analogen Bedingungen zu Beispiel 1 wurde eine rechteckige Düsenplatte bei einseitiger Queranblasung verwendet, deren Bohrungsabstand 3 der gleichmäßig über die parallel zur Längskante der Düsenplatte angeordneten Bohrungsreihen und deren Abstand 4 zwischen den Bohrungsreihen selbst 3,93 mm betrug. Der aus einer Seitenkante 2 der Düsenplatte und den die Mittelpunkte der Bohrungen in Quer~ richtung zur Düsenplatte verbindenden Geraden 5 gebildete Schnittwinkel wurde mit oL « 7$(j>0 gewählt. Der mögliche zweite Schnittviinkel ergab sich daraus zwangsläufig mit
/3 '« 40,9°. ί
Es wurden die folgenden Ergebnisse erreicht:
Titergleichmäßigkeit: ; 5,3 % Fadenlaufruhe: stabil
Spinnfehler Gesamtkabel pro 2 min: < 3 Wickelbildung in Verstreckung, : bezogen auf Chargengröße von 16,4 ^1 &
— 5 «.
— 5 — Beispiel 3
Abweichend zu Beispiel 2 wurden Düsenplatten mit 1300 Bohrungen eingesetzt, wobei die Abzugsgeschisindigkeit 960 m/min und der Reckgrad 1 : 3»95 betrugen. Der Bohrungsabstand 3 über die Reihen und der Reihenabstand 4 wurden auf 3,53 ram verändert. Der Schnittwinkel oc betrug 8,1 ° und für den . Schnittviinkel & ergaben sich daraus 40,6 °. Mit dieser Bohrungsanordnung wurden folgende Ergebnisse ,erzielt:
Titergleichmäßigkeit: 5,4 %
Padenlaufruhe: stabil
Spinnfehler Gesamtkabel pro 2 min: 5: 3 V/icke !bildung in Ver Streckung, bezogen auf Chargengröße von 16,4 t: 4

Claims (2)

  1. Srfindungsanspruch :
    1. Rechteckdüsenplatte für Schmelzspinnverfahren von Synthesefasern bei einseitiger Queranblasung und hoher Anzahl von Elementarfäden pro Flächeneinheit mit parallel zur Längskante (1) der Düsenplatte angeordneten Bohrungsreihen, wobei bei gleichmäßiger Bohrungeverteilung über die Reihen der Abstand (3) der Bohrungen in der Reihe gleich dem Reihenabstand (4) ist, dadurch gekennzeichnet, daß für einen Bohrungs- und Reihenabstand von 4 mm der aus einer Seitenkante (2) der Düsenplatte und den die Mittelpunkte der Bohrungen in Querrichtung zur Düsenplatte verbindenden Geraden (5) gebildete Schnittrinke! eL - 7>5° beträgt und sich dieser bei einer Verkürzung des Bohrungsund Reihenabständes auf < 4 mm erhöht.
  2. 2. Düsenplatte nach Punkt 1, dadurch gekennzeichnet, daß pro mm: Verkürzung des Bohrungs» und ReihenabStandes sich der Schnittwinkel oL um 0,6 - 1,6 °, vorzugsweise um 1,0°, erhöht.
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