DD210938A1 - Bandfoermiges textiles draenageelement - Google Patents

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DD210938A1
DD210938A1 DD24406782A DD24406782A DD210938A1 DD 210938 A1 DD210938 A1 DD 210938A1 DD 24406782 A DD24406782 A DD 24406782A DD 24406782 A DD24406782 A DD 24406782A DD 210938 A1 DD210938 A1 DD 210938A1
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synthetic fibers
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nonwoven fabric
textile
needle
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DD24406782A
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Peter Boettcher
Wallheim Hoyer
Heinz Kessler
Guenter Luedemann
Dieter Pflug
Detlef Garbe
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Textiltech Forsch
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Abstract

Die Erfindung betrifft ein bandfoermiges textiles Draenageelement zur vertikalen Wasserzufuehrung im grabenlosen Einbau, bestehend aus einem Vliesstoff aus Synthesefasern. Ziel der Erfindung ist es, auf einfache Art und Weise und mit geringem technologischem Aufwand ein verbessertes textiles Draenageelement herzustellen. Erfindungsgem. wird d. dadurch geloest, dass bei einem einschichtigem Nadel-Vliesstoff, d. 40 bis 20 % lange Synthesefasern (3) mit einer Feinheit im Bereich von 1,3 bis 3,2 tex und 60 bis 80 % kurze Reiss-Synthesefasern (4) mit einer Feinheit im Bereich von0,2 bis 0,68 tex enthaelt, eine Flaechenmasse im Bereich v. 650 bis 750 g/ m hoch 2 u. eine Dicke im Bereich v. 7 bis 10 mm aufweist, d. Verhaeltnis d. Faserdurchmesser v. lagen Synthesefaser (3) zu kurzen Synthesefasern (4) 2 bis 2,5:1 u. d. Faseranzahlverhaeltnis je cm hoch 2 Nadel-Vliesstoff v. langen Synthesefaser (3) zu kurzen Synthesefasern (4) 1:15 bis 25 betraegt.

Description

Titel der Erfindung
Bandförmiges textiles Dränageelement
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft ein bandförmiges textiles Dränageelement zir vertikalen Wasserzuführung im grabenlosen Einbau, bestehend aus einem Vliesstoff aus Synthesefasern. Die Anwendung erfolgt vor allem in der Landwirtschaft.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Es ist bereits bekannt, textile Flächengebilde mit unterschiedlichem Aufbau als Dränagemedium im Meliorations- oder Tiefbau einzusetzen. Dabei werden diese Materialien um porige Dränrohre gelegt, um bei ausreichender Wasserdurchlässigkeit eine notwendige Abfilterwirkung von festen Bestandteilen zu gewährleisten.
Der Nachteil besteht darin, daß dabei zur vertikalen Wasserzuführung zum Dränrohr arbeite- und materialaufwendige Schüttungen, z. B. aus Splitt oder Schotte^ eingebracht werden müssen.
Des weiteren ist aus der DE-OS 2 327 618 bereits ein großflächiges Mehrschichten-Dränageelement vorbekannt, bei dem eine vorzugsweise grobkörnige oder faserförmig gebundene V.
18.QHT. 1932*04147
— £.—
Wasserleitungsschicht einerseits mit einer vorzugsweise dichten andererseits einer porösen Filterschicht fest verbunden ist. Dabei kann der Wasserabführungsbereich auf verschiedene Weise ausgebildet sein, z. B. als gewellte PVC-Profile, heißversiegelte Aussparungen, Körnerschicht, Schaumstoff platten oder -flocken u. a... Diese Wasserleitungsschicht ist oben abgeschlossen durch ein Vlies bzw. durch ein separates Plastprofil. Der Einbau des Dränageelementes erfolgt in offener Bauweise.
Nachteilig ist hierbei, daß zur Herstellung des Mehrschichten-Dränageelementes ein bzw. mehrere separate Arbeitsgänge zur Verbindung der verschiedenen^Schichten erforderlich sind. Somit ist ein hoher technologischer Aufwand notwendig. Darüber- \ hinaus ist es durch die nicht ausreichende Steifigkeit dee Materials and die über den Querschnitt relativ dicke Konstruktion nicht möglich, einen Einbau des Dränageelementes in geschlossener Bauweise mit den dabei auftretenden Zugbeanspruchungen zu realisieren.
Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung ist es, auf einfache Art und Weise und mit, geringem technologischem Aufwand ein verbessertes textiles Dränageelement herzustellen.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein einschichtiges, in einem Arbeitsgang herstellbares, bandförmiges textiles Dränageelement zu schaffen, das einerseits ein ausreichendes Wasser trans portvermögen im eingebauten Zustand zum Dränrohr und andererseits die für die Direktverlegung ohne Grabenaushub notwendige Steifigkeit für die geordnete vertikale Anordnung über oder seitlich neben dem Dränrohr aufweist
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß bei einem einschichtigem Nadel-Vliesstoff, der 40 bis 20 % lange
Synthesefasern mit einer Feinheit im Bereich von 1,3 bis 3,2 tex und 60 bis 80 % kurze Reiß-Synthesefasern mit einer Feinheit im Bereich von 0,2 bis 0,68 tex enthält, eine Flächen^ masse im Bereich von 650 bis 750 g/m2 und eine Dicke im Bereich von 7 bis 10 mm aufweist, das Verhältnis der Faserdurchmesser von langen zu kurzen Synthesefasern 2 bis 2,5 : 1 und das Faseranzahlverhältnis je cm Nadel-Vliesstoff von langen zu kurzen Synthesefasern 1:15 bis 25 beträgt.
Ein weiteres Merkmal der Erfindung besteht darin, daß das Ver- ' hältnis der Anzahl der durch Nadeleinstiche entstandenen, vertikal verlaufenden Kanäle zur Anzahl der sich zwischen diesen Kanälen befindlichen, vorwiegend horizontal orientierten Poren 1 : 100 bis 1 : 150 beträgt. Eine derart hohe Porenzahl sowie die gleichmäßige Verteilung der beiden eingesetzten Synthesefaserkomponenten über die Ebene und den Querschnitt verleihen dem textlien Dränageelement das erforderliche Wassertransportvermögen. Dabei sind die Poren keine in sich abgeschlossenen Hohlräume, sondern teilweise miteinander bzw. innerhalb der übereinanderliegenden Faserschichten durch Kanäle verbunden,
Erfindungsgemäß sind die beiden Faserkomponenten im einschichtigen Nadel-Vliesstoff homogen verteilt bzw. die Orientierung der Synthesefasern ist wirr.
Die durch das Vernadeln vertikal im Querschnitt des Nadel-Vliesstoff entstehenden Nadeleinstiche mit den damit verbundenen Faserverschiingungen sind verantwortlich für die Verfestigung des Nadel-Vliesstoffes und für die Ausbildung der erforderlichen Steifigkeit. Dieses Vernadeln erfolgt vorzugsweise in zwei Nadelpassagen durch leichtes Einstechen von in eine Seite.
Die Vorteile des erfindungsgemäßen bandförmigen textlien Dränageeletnentes bestehen darin, daß durch den ausschließlicher: Einsatz von Synthesefasern ein gleichmäßiger Wassertrans port zum Dränrohr erfolgt und eine ausreichende Verrottungsbeständigkeit vorhanden ist. Außerdem ist dieses textile
Dränageelement rait geringem technologischem Aufwand kontinuierlich herstellbar.
Ausführungsbeispiele
Die Erfindung soll nachstehend anhand von Zeichnungen näher erläutert werden, ohne die Allgemeingültigkeit einzuschränken.
Dabei zeigen:
Fig. 1 die scheraatische Darstellung der Anordnung des erfindungsgemäßen Dränageelementes am Dränrohr und
Fig. 2 den Schnitt A-A nach Fig. 1.
Fig. 1 zeigt die vertikale Anordnung des textlien Dränageelementes 1 am Dränrohr 2. Dieses textile Dränageelement 1 wird entsprechend der benötigten Länge zugeschnitten und in den Boden eingebaut.
Aus Fig. 2 ist zu erkennen, daß die langen Synthesefasern 3 und die kurzen Reiß-Synthesefasern 4 homogen verteilt sind. Zwischen den durch die Nadeleinstiche entstandenen Kanälen 5 liegen die Poren 6. Die Zeichnung veranschaulicht die hohe Anzahl an Poren 6, die sich zwischen den Kanälen 5 vertikal . und horizontal bilden und die für den Wassertransport zum Dränrohr 2 (s. Fig. 1) entsprechend dem Einbau des Dränageelementes 1 (s. Fig. 1) verantwortlich sind.
Der Nadel-Vliesstoff kann folgendermaßen hergestellt werden:
Aus einer Mischung von 70 % kurzen Keiß-Synthesefasern der mittleren Feinheit von 0,4 tex (entspricht einem mittleren Faserdurchraesser von 18,4 um) und der mittleren Länge von 40 mm, und von 30 % langen Polyesterfasern der Feinheit 1,7 tex (entsoricht einem Faserdurchmesser von 39,3 um) und der Länge von 80 mm wird auf einem aerodynamischen Wirrvliesbildner ein Wirrfaservlies mit einer Masse von 700 g/m gebildet.
ρ ρ
In diesem Vlies der Masse von 700 g/m" sind je cm 154 grobe Polyester- und 3060 feine Keiß-Synthesefasern in homogener Verteilung über Flache und Querschnitt enthalten. Dieses Wirrvlies wird anschließend auf einer Nadelmaschine mit Filznadeln der Feinheit 15 x 18 χ 32 χ 3 1/2 lf BB mit einer Stichdichte von 60 Stiche^cra und einer Stichtiefe von 14 mm vernadelt· .
Durch die Vernadelung erfolgt eine Ausbildung von aus erfaßten, unorientierten Fasern zu den Kanälen. Die Anordnung der Fasern im Vlies und die Wirkung ihrer unterschiedlichen Länge und Feinheit ergibt die Ausbildung der Poren. Bei diesen Bedingungen stellt sich bei diesem Nadel-Vliesstoff ein Verhältnis von Kanälen zu Poren von 1 : 111 ein. indem bei einem 8 .mm
2 GJooOQ/
dicken Vliesstoff je cm auf ca. 90 KanaTeYwassertransportierende Poren kommen.
Mit einer Luftdurchlässigkeit von 500 1/dm »min als Ausdruck de? Porenanteils, einer Steifigkeit von 7 N»mm und einem Wassertransoort von 1,1 l/s*rn Vlies in vertikaler Richtung entsprechend Fig. 1 weist der Nadel-Vliesstoff sehr gute Kennwerte für den vorgesehenen verwendungszweck als bandförmiges textiles Dränageelement auf.
Beim erfindungsgemäßen, textlien Dränageelement ist es auch möglich, anstelle von je 5 ü> langen Synthesefasern und kurzen Üeiß-Synthesefasern 10 % Textilschnitzel der mittleren Kantenlänge von 20 mm, die aus sortierten oder unsortierten Haushaltsoder Produktionsabfalltextilien gewonnen werden, zuzuraischen. Die Srfindung schließt die Verwendung derartiger Textilschnitzel ein.

Claims (4)

  1. Sr f i ndungs ans pruch
    1. Bandförmiges textiles Dränageelement zur vertikalen Wasserzuführung im grabenlosen Einbau, bestehend aus einem Vliesstoff aus Synthesefasern jgekennzeichnet dadurch, daß bei diesem einschichtigem Nadel-Vliesstoff, der 4υ bis 20 % lange Synthesefasern (5) mit einer Feinheit im Bereich von 1,3 bis 3,2 tex und 60 bis 80 % kurze Heiß-Synthesefasern
    (4) mit einer Feinheit im Bereich von 0,2 bis 0,68 tex
    · 2
    enthält, eine Flächenmasse im Bereich von 650 bis 750 g/m. , und eine Dicke im Bereich von 7 bis 10 mm aufweist, das Verhältnis der Faserdurchmesser von langen Synthesefasern
    (3) zu kurzen Heiß-Synthesefasern (4) 2 bis 2,5 J 1 und
    2 '
    das Faseranzahlverhältnis je cm Nadel-Vliesstoff von langen Synthesefasern (3) zu kurzen rteiß-Synthesefasern (4) 1:15 bis 25 beträgt.
  2. 2. Bandförmiges textiles Dränageelement nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß das Verhältnis der Anzahl der durch Nadeleinstiche entstandenen, vertikal verlaufenden Kanäle (5) zur Anzahl der sich zwischen diesen Kanälen (5) befindlichen, vorwiegend horizontal orientierten Poren (6) 1 : bis 1 : 150 beträgt.
  3. 3. Bandförmiges textiles Dränageelement nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß die beiden Faserkomponenten (3, 4) im einschichtigen Wadel-Vliesstoff homogen verteilt sind.
  4. 4. Bandförmiges textiles Dränageelement nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß die Orientierung der Synthesefasern (3, 4) im einschichtigen Nadel-Vliesstoff wirr ist.
    1 Seil® Zeichnyrt
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE9210235U1 (de) * 1992-07-30 1992-10-29 Ems-Inventa AG, Zürich Vliese für Papiermaschinenfilze aus Synthesefasern

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE9210235U1 (de) * 1992-07-30 1992-10-29 Ems-Inventa AG, Zürich Vliese für Papiermaschinenfilze aus Synthesefasern

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DD210938B1 (de) 1987-04-01

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