CH95686A - Vorrichtung zur Erzielung farbenreiner Kurven bei Galvanometern mit mehrfarbiger Registrierung. - Google Patents

Vorrichtung zur Erzielung farbenreiner Kurven bei Galvanometern mit mehrfarbiger Registrierung.

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CH95686A
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Aktiengesellschaft Hartm Braun
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Hartmann & Braun Ag
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  Vorrichtung zur Erzielung farbenreiner     ]Kurven    bei Galvanometern mit mehrfarbiger  Registrierung.    Die beträchtlichste unter den technischen  Schwierigkeiten bei der Einrichtung eines  Galvanometers zur Aufzeichnung mehrerer       physikalischer    Grössen in verschiedenen Farben  lag nicht etwa in der mechanischen Anord  nung des immerhin baulich verwickelten  Apparates, sondern in der Notwendigkeit;  die einzelnen Farbenträger so mit dem     Re-          gistriermechanismus    in Zusammenhang zu  bringen, dass auch bei längerem Gebrauch  eine Verschmutzung oder eine Vermischung  der Farben untereinander nicht eintrat.  



  Erschwert werden hierbei die erforder  lichen Massnahmen allerdings dadurch, dass  es sich bei solchen     Registrierapparaten    um  sehr kleine Kräfte handelt, nicht nur in bezug  auf alle Vorrichtungen, welche durch das mit  Uhrfedern oder mit elektrischen Magneten  betriebene Uhrwerk in Bewegung gesetzt  werden müssen, sondern hauptsächlich wegen  der Empfindlichkeit des beweglichen Systems,  welches weder die Kraft zur selbsttätigen  Aufzeichnung besitzt, noch eine Belastung    durch starke Schreib- oder Druckorgane ver  trägt. Man ist im wesentlichen darauf an  gewiesen, den Zeiger in Form einer Schneide  oder eines Stiftes auszubilden, der frei ein  spielt und von Zeit zu Zeit durch ein Uhr  werk oder dergleichen niedergedrückt wird.  



  Die Ausbildung des Zeigers in Form  einer Schneide (siehe     Fig.    1) in Verbindung  mit     ganten-    oder Fadenregistrierung war da  her das naheliegende. Die mannigfachen Vor  schläge und Versuche führten jedoch nicht  zu einem brauchbaren Apparat; denn es  zeigte sich, dass bei Anwendung mehrerer  Farbbänder in verschiedenen Farben, bei  spielsweise blau, rot und grün, der Zeiger  die Farbe annahm und sie auf die andern,  namentlich die     nächstbenachbarten    Bänder  übertrug.

   Bei der     Beschaffenheit    der hier  nur in Frage kommenden feuchten Farben  vereitelt die kleinste Verunreinigung gerade  den Hauptzweck des Apparates, nämlich  unterschiedliche Färbung von mitunter sechs       Kurven    hervorzubringen, deren Auseinander-      Haltung bei Tag- und Nachtbeleuchtung nur  bei ganz reinen Farben möglich ist. Um  diesem Übelstande zu entgehen, wurde eine  weitaus umständlichere Anordnung nach     Fig.    2  gewählt, welche bis heute noch als diejenige  bezeichnet werden kann, die sich am besten  eingebürgert hat.  



  Die zum besseren Vergleich mit     Fig.    1  ebenfalls nur schematisch dargestellte Anord  nung zeigt den grundsätzlichen Unterschied  in der gegenseitigen     Anordnung    von     Farb-          träger   <I>(b,</I>     r,        y),    Papier (p) und Druckstift (s).  Letzterer wird in bekannter Weise durch  den Druckbügel (f) periodisch niedergedrückt.

    Es wirkt also hierbei das Schreibpapier ge  wissermassen als Schutzschild zwischen     Farb-          träger    und Zeigerspitze und verhindert sol  cherart die     ungewünschte    Übertragung der  Farbe auf das     Markierorgan    und damit auf  die andern Farbträger. So einfach wie sich  diese Aufgabe in der schematischen Darstel  lung ausnimmt, so haften doch der prak  tischen Ausführung gewisse     Unvollkommen-          heiten    an, die in der Natur der     Anordnung     - Färbung auf der Rückseite - begründet  sind und sich nicht restlos beseitigen lassen.  Nur wenige sollen hier kurz angeführt wer  den.

   An Stelle der einfachen festen Unter  lage     ac        mussten    mehrseitige drehbare Prismen,  Walzen,     Gleitschlitten    oder dergleichen ge  wählt werden, welche mit     Farbkissen    von  grösserer     Flüssigkeitsaufnahmefähigkeit    ver  sehen sind; denn es musste das mit der Rück  seite an den Farbkörper angedrückte saug  fähige Papier verhältnismässig viel Farbstoff  aufnehmen, um die Registrierung an die sicht  bare Oberfläche zu bringen.

   Deshalb drückte  sich die Auflage nicht in     Form    eines feinen  Punktes, sondern in einer je nach dem Feuch  tigkeitsgrad der Luft und der     Beschaffenheit     der einzelnen Farben, sowie des     Papieres     mehr oder minder grossen Fläche ab. Ferner  ist der Austausch,     bezw.    die Auffrischung  der Kissen umständlich. Schon aus genannten  Gründen würde es einen technisch bedeuten  den Fortschritt darstellen, wenn es gelänge,  unter     Rückkehr    zu der einfacheren, in     Fig.    1  dargestellten Art der Registrierung auf der    Oberseite tatsächlich farbenreine Kurven zu  erzielen. Gemäss der Erfindung ist dieser  Fortschritt herbeigeführt worden.  



  Die Lösung besteht aus einer Vereini  gung der aus     Fig.    2 ersichtlichen, durch das  Papier selbst gebildeten Schutzschildes mit  der Anordnung nach     Fig.    1, und zwar in  Form eines farbundurchlässigen Schutzbandes  oder dergleichen, welches ebenfalls wandert,  so dass sich die auf der Unterseite der Zwi  schenlage angedrückte Farbe nicht auf einen  anders gefärbten Träger übertragen kann.  Diese Zwischenlage muss natürlich schmieg  sam und im übrigen so gestaltet sein, dass  sie die     Ablesbarkeit    des Streifens nicht be  hindert.  



       Fig.    3 gibt eine Ausführung nach diesem       Gedanken.        z    veranschaulicht den Querschnitt  des dünnen Schutzschildes etwa aus dünnem  Papier oder     Stoff.     



  Aus     Fig.    4 geht eine andere     Anordnung     hervor, welche den Vorteil     bequemerer    Hand  habung bietet. Es wird hierbei jedes einzelne  Farbband,<I>b,</I>     2-,.q2    mit einem Schutzstreifen  versehen.  



       Fig.    5 zeigt die Anordnung von der Vor  derseite. Es ist dabei angedeutet, wie das  aus zwei Lagen     (Farbträger    und Schutzband)  gebildete Farbband aufgerollt werden kann.  



  An Stelle einer getrennten Zwischenlage  kann auch eine unmittelbar auf die eine  Seite des Farbbandes aufgetragene,     farbun-          durchlässige    Schicht, etwa Lack,     Kollodium,     Metall oder dergleichen, dienen.  



  Mit den in der Beschreibung     genannten     Mitteln lassen sich in der Tat vielfarbige  Kurven von ausserordentlicher Klarheit und  Farbenreinheit erzielen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Vorrichtung zur Erzielung farbenreiner Kurven bei Galvanometern mit mehrfarbiger Registrierung auf der Oberseite des Schreib streifens, dadurch gekennzeichnet, dass die einzelnen Farbträger durch besondere, beweg liche, für die Farbe undurchdringliche Zwi schenlagen gegen das Markierorgan abgedeckt sind, um solcherart die Übertragung der Farbe von einem Farbträger zu einem an dern durch das gemeinsame bIarliierorgan zu verhindern. UNTERANSPRüCHE 1. Vorrichtung nach Patentanspruch, gekenn zeichnet durch Verwendung von Farb bändern, deren Oberseite durch Überziehen gegen Farbe undurchdringlich gemacht worden ist. 2.
    Vorrichtung nach Patentanspruch, gekenn zeichnet durch Verwendung von Farb bändern, deren Oberseite durch Einstrich gegen Farbe undurchdringlich gemacht worden ist.
CH95686D 1920-04-21 1921-04-12 Vorrichtung zur Erzielung farbenreiner Kurven bei Galvanometern mit mehrfarbiger Registrierung. CH95686A (de)

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CH95686D CH95686A (de) 1920-04-21 1921-04-12 Vorrichtung zur Erzielung farbenreiner Kurven bei Galvanometern mit mehrfarbiger Registrierung.

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