CH710983A2 - Kosmetikzusammensetzung mit Safranblütenblattextrakt. - Google Patents

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Abstract

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Kosmetikzusammensetzung, enthaltend einen Safranblütenblattextrakt. Die Kosmetikzusammensetzung hat einen belebenden Effekt, antioxidative Eigenschaften, wirkt stresshemmend, entzündungshemmend, pilzverhütend und antibakteriell, regeneriert die Haut, stärkt das körpereigene Immunsystem und verlangsamt den Alterungsprozess. Sie eignet sich daher besonders zum Pflegen, Erfrischen, Regenerieren und/oder Schützen der Haut.

Description

[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Kosmetikzusammensetzung, die Safranblütenblattextrakt enthält.
[0002] Bei der Ernte der Blütenfäden von Crocus sativus (Safran) fallen grosse Mengen an Blütenblätter an. Diese werden in einigen Ländern als Viehfutter verwendet, meistens werden sie jedoch einfach entsorgt.
[0003] Die Verwendung von Safranblütenblättern in der Medizin ist bekannt. Basti et al. (Progress in Neuro-Phsychopharmacology & Biological Psychiatry 2007, 31, 439–442) beschreiben eine positive Wirkung eines Safranblütenblattextraktes bei der Behandlung von depressiven Menschen. Für die positive Wirkung wird der Inhaltsstoff Safranal verantwortlich gemacht, der in einer Dosierung von 0.30 bis 0.35 mg verabreicht wurde. Bhat et al. (International Journal of Phytopharmacology 2012, 3(1), 27–31) beschreiben die entzündungshemmende Wirkung eines Methanol-Safranblütenblattextraktes.
[0004] Eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht nun darin, eine alternative Verwendung für Safranblütenblätter zur Verfügung zu stellen.
[0005] Diese Aufgabe wird durch die Kosmetikzusammensetzung gemäss Anspruch 1 sowie die Verwendungen gemäss den Ansprüchen 9 und 10 gelöst. Bevorzugte Ausführungsformen sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche.
[0006] Überraschenderweise wurde festgestellt, dass durch Extraktion von Safranblütenblättern ein Safranblütenblattextrakt gewonnen werden kann, der einen sehr angenehmen, etwas an Honig erinnernden Geschmack aufweist und reichlich antioxidativ wirkende Stoffe enthält. Dies sind insbesondere verschiedene Anthocyane, Flavanoide und Polyphenole. Diese Stoffe haben eine schützende und heilende Wirkung auf die menschlichen Hautzellen.
[0007] Die menschliche Haut ist permanent einem oxidativen Stress unterworfen. Die antixodativen Stoffe im Safranblüten-blattextrakt können Hautzellen vor diesem Stress schützen und fördern nachweislich die Regeneration geschädigter Hautzellen.
[0008] Die vorliegende Erfindung betrifft daher eine Kosmetikzusammensetzung, enthaltend einen Safranblütenblattextrakt.
[0009] Der Safranblütenblattextrakt kann beispielsweise mittels ASE («accelerated solvent extraction») gewonnen werden, wobei mittels Erhöhung von Temperatur und Druck die Geschwindigkeit und Effizienz der Extraktion verbessert wird. Möglich sind zum Beispiel Extrakte mit Aceton, Methanol und/oder Ethanol.
[0010] Die erfindungsgemässe Kosmetikzusammensetzung hat einen belebenden Effekt, antioxidative Eigenschaften, wirkt stresshemmend, entzündungshemmend, pilzverhütend und antibakteriell, regeneriert die Haut, stärkt das körpereigene Immunsystem und verlangsamt den Alterungsprozess. Bei einer dermalen Applikation konnte eine hautpflegende, hautregenerierende und hautschützende Wirkung beobachtet werden.
[0011] Mit ihren einzigartigen Eigenschaften ist die Zusammensetzung ideal während einer postoperativen Periode, Rehabilitation nach einer Krankheit, Übermüdung, Erschöpfung, Änderung der klimatischen Verhältnisse, etc. für die Pflege der Haut.
[0012] Der menschliche Körper ist konstant physikalischem und chemischem Stress ausgesetzt. Reaktive Sauerstoff-Spezies («reactive oxygen speciesxv; ROM), wie z.B. H2O2, bilden eine der Hauptursachen für oxidativen Stress in den Zellen.
[0013] Mittels MTT-Assay (MTT = 3-(4,5-dimethylthiazole-2-yl)-2,5-diphenyltetrazolium bormide) wurde festgestellt, dass der Safranblütenblattextrakt selbst keine zytotoxische Wirkung auf immortalisierte humane Keratinocyten (HaCaT) hat. Im Gegenteil: Die Zellproliferation scheint durch den Extrakt sogar angeregt zu werden. Insbesondere der Aceton-Extrakt zeigte eine signifikante Erhöhung der Zellproliferation in Abhängigkeit von der Dosis.
[0014] UVB-Bestrahlungs-Experimente zeigten zudem, dass die erfindungsgemässe Kosmetikzusammensetzung in der Lage ist, durch UVB-Strahlung geschädigte Zellen zu reparieren (BrdU-Assay). Insbesondere der Aceton-Extrakt scheint die Beschädigung von Zellen zu verhindern. Ausserdem führte er auch zu einer deutlichen Erhöhung der Zellmigration in einem Wundheilungs-Assay.
[0015] Die erfindungsgemässe Kosmetikzusammensetzung eignet sich sowohl zum Schutz gegen oxidativen Stress der Hautzellen als auch zur Regenerierung der Zellen, nachdem sie oxidativem Stress ausgesetzt waren. Die Inhaltsstoffe des Safranblütenblattextraktes haben UV-absorbierende Eigenschaften sowie eine antioxidative Stressprotektionswirkung. Die erfindungsgemässe Zusammensetzung schützt die Haut somit vor UV-Strahlung und vor oxidativen Veränderungen.
[0016] Gemäss einer bevorzugten Ausführungsform enthält die erfindungsgemässe Kosmetikzusammensetzung 0.1 bis 5%, vorzugsweise 0.5 bis 2% an Safranblütenblattextrakt. Beim Safranblütenblattextrakt handelt es sich vorzugsweise um einen 1:1 Extrakt, d.h. der Extrakt liegt in einem Verhältnis von 1:1 mit der Droge vor. Es hat sich gezeigt, dass in diesem Konzentrationsbereich optimale Resultate in Bezug auf Konsistenz und Wirkung erzielt werden.
[0017] Gemäss einer bevorzugten Ausführungsform enthält die erfindungsgemässe Kosmetikzusammensetzung einen Aceton-Safranblütenblattextrakt, d.h. der verwendete Extrakt wurde durch Extrahieren der Safranblütenblätter mit Aceton gewonnen. Safranblütenblätter lassen sich mit Aceton besonders gut extrahieren. Gerade für eine Anwendung im Kosmetikbereich ist der Aceton-Extrakt sehr gut geeignet.
[0018] Alternativ kann die erfindungsgemässe Kosmetikzusammensetzung auch einen alkoholischen Safranblütenblattextrakt, insbesondere einen ethanolischen Safranblütenblattextrakt enthalten. Auch alkoholische Extrakte eignen sich gut für eine Anwendung im Kosmetikbereich.
[0019] Gemäss einer bevorzugten Ausführungsform enthält der in der erfindungsgemässen Zusammensetzung enthaltene Safranblütenblattextrakt wenigstens 3%, vorzugsweise wenigstens 4% und am meisten bevorzugt wenigstens 5% Polyphenol bezogen auf das Gesamtgewicht des Safranblütenblattextraktes. Es hat sich gezeigt, dass bei einem solchen Polyphenol-Anteil die antioxidative Wirkung optimal ist.
[0020] Gemäss einer bevorzugten Ausführungsform enthält der in der erfindungsgemässen Zusammensetzung enthaltene Safranblütenblattextrakt wenigstens 2%, vorzugsweise wenigstens 3% und am meisten bevorzugt wenigstens 4% Flavanoide bezogen auf das Gesamtgewicht des Safranblütenblattextraktes. Es hat sich gezeigt, dass bei einem solchen Flavanoid-Anteil die regenerierende Wirkung optimal ist.
[0021] Die erfindungsgemässe Kosmetikzusammensetzung ist insbesondere für eine dermale Applikation geeignet.
[0022] Gemäss einer bevorzugten Ausführungsform handelt es sich bei der erfindungsgemässen Zusammensetzung um eine Lotion, eine Creme, eine Emulsion, ein Gel, ein Tonic, ein Serum, ein Gesichtswasser, eine Seife, eine Salbe, eine Paste, ein Shampoo oder ein Peeling.
[0023] Grundsätzlich kann es sich bei der erfindungsgemässen Zusammensetzung aber auch um ein beliebiges anderes Kosmetikprodukt oder eine Vorstufe davon handeln, bei dem die oben erwähnten Effekte vorteilhaft sein könnten.
[0024] Besonders bevorzugt handelt es sich bei der erfindungsgemässen Kosmetikzusammensetzung um eine Gesichtslotion, eine Bodylotion, eine Handlotion, eine Sonnenlotion, eine Gesichtscreme, eine Tagescreme, eine Nachtcreme, eine Feuchtigkeitscreme, eine Anti-Aging-Creme, eine Anti-Falten-Creme, eine Anti-Pickel-Creme, eine Regenerierungscreme, eine Abdeckcreme, eine Augencreme, eine Handcreme, eine Fusscreme, eine Sonnencreme, eine After Sun Lotion, einem Sonnenspray, eine Hautpflegeemulsion, ein Gesichtsgel, ein Augengel, ein Sonnengel, ein Duschgel, ein Rasiergel, ein Gesichtstonic, ein Pflegeserum, ein Anti-Aging Serum, einen Makeup-Entferner, ein Aftershave, ein Deodorant, eine Hautsalbe, eine Wundheilsalbe, eine Fettsalbe, eine Gesichtsmaske, eine Seife, einen Badezusatz, ein Shampoo oder ein Peeling.
[0025] Gerade bei Kosmetikprodukten, die auf die Haut aufgetragen werden sind die oben beschriebenen pflegenden, erfrischenden, regenerierenden und schützenden Eigenschaften der erfindungsgemässen Zusammensetzung besonders vorteilhaft.
[0026] Es hat sich gezeigt, dass die erfindungsgemässe Zusammensetzung besonders gut geeignet ist für Sonnenschutz- und After Sun-Produkte, weil sie nicht nur erfrischend und feuchtigkeitsspendend ist, sondern zusätzlich auch noch die Zellerneuerung und -reparatur fördert. Ausserdem kann auch das Risiko für Hautkrebs gesenkt werden, weil die Zellen durch die erfindungsgemässe Kosmetikzusammensetzung besser gegen oxidativen Stress und UV-Strahlung geschützt sind.
[0027] Die erfindungsgemässe Kosmetikzusammensetzung kann nebst dem Safranblütenblattextrakt beliebige weitere für Kosmetika üblicherweise verwendete Inhaltsstoffe enthalten, wie zum Beispiel Öle und Fette, ätherische Öle und andere Geruchstoffe, Biozide und sonstige Konservierungsmittel, weitere Wirkstoffe, Wasser, Wachs, etc. So kann beispielsweise die Fettphase bei einer Hautcreme beliebig an die gewünschten Eigenschaften angepasst werden, indem weitere Wirkstoffe, z.B. Dexpanthenol, Vitamin E usw. mitverwendet werden.
[0028] Gemäss einer bevorzugten Ausführungsform enthält die erfindungsgemässe Kosmetikzusammensetzung zusätzlich ein Öl, vorzugsweise Mandelöl. Mandelöl dringt gut in die Haut ein, ist reizlindernd und hautpflegend und kann daher die Eigenschaften der erfindungsgemässen Kosmetikzusammensetzung weiter verbessern.
[0029] In einem weiteren Aspekt betrifft die vorliegende Erfindung auch die Verwendung eines Safranblütenblatt-extrakts zur Herstellung einer Kosmetikzusammensetzung, insbesondere zur Herstellung einer Kosmetikzusammensetzung wie oben beschrieben. Die oben erwähnten bevorzugten Ausführungsformen sind auch hier bevorzugt.
[0030] Daneben betrifft die vorliegende Erfindung auch die Verwendung der erfindungsgemässen Kosmetikzusammensetzung zum Pflegen, Erfrischen, Regenerieren und/oder Schützen der Haut. Dies ist insbesondere vor oder nach einem Sonnenbad, bei Sonnenbrand, nach einer Operation zur Verbesserung der Wundheilung, zur Regeneration der Haut bei Irritationen durch Allergien oder Bestrahlung, zur Verminderung der Hautalterung oder als Anti-Aging-Pflege sehr vorteilhaft.
[0031] Die vorliegende Erfindung soll anhand der nachfolgenden Beispiele weiter veranschaulicht werden:
Grundlage: Herstellung eines Safranblütenblattextrakts
[0032] Möchte man die wertvollen Inhaltsstoffe der Safranblütenblätter verwenden, so gewinnt man diese am besten durch Extraktion. Es kommen grundsätzlich alle gängigen Extraktionsverfahren in Betracht:
a) Heissextraktion mit Lösungsmitteln:
[0033] Für die Heissextraktion mit Lösungsmitteln am Rückfluss kommen je nach endgültigem Verwendungszweck Wasser, Ethanol, Methanol, Aceton sowie deren Mischungen in Frage.
b) Accelerated solvent Extraction (ASE):
[0034] Die Accelerated Solvent Extraktion (ASE) – oder zu Deutsch die beschleunigte Extraktion mit Lösemitteln – erfolgt in etwa nach dem bekannten Schnellkochtopfprinzip. Unter hohen Drücken und Temperaturen von 120–180 °C werden in Gegenwart von geeigneten Lösemitteln bzw. Lösemittelgemischen organische Wirkstoffe aus festen Matrices herausgelöst. Das ASE-Verfahren vereinigt die Vorteile der Kaltextraktionsverfahren mit den Vorzügen der Heissextraktion. Gleichzeitig werden die Nachteile wie z.B. Emulsionsbildung (Kaltextraktion) oder Zersetzung von organischen Wirkstoffen (Heissextraktion) vermieden.
c) Co-Destillation:
[0035] Bei der Co-Destillation (Attar) geht es im Wesentlichen darum, von Pflanzen mit geringem Anteil an ätherischen Ölen Letztere zu gewinnen. Dazu verwendet man die Co-Destillation mit einem anderen Naturstoff, z.B. Sandelholz. Die Destillation erfolgt mit Wasserdampf.
d) Mazeration:
[0036] Bei der Mazeration wird das zu extrahierende Gut in einen Mazerationskessel gegeben und mit einem Lösungsmittel überdeckt. Als Lösungsmittel kommen Wasser, Ethanol, Methanol, Aceton sowie Gemische von den genannten und andere Lösungsmittel in Frage.
Beispiel 1: Mazeration von Safranblütenblättern
[0037] In einem Mazerationsbehälter mit 401 Inhalt wurden 2 kg getrocknete Safranblütenblätter vorgelegt und mit 3 l Ethanol (96%) überdeckt. Das Gemisch wurde während 10 Tagen bei 19–23 °C stehengelassen.
[0038] Danach wurde das Mazerat durch den Untenauslauf abgelassen und mit 1–2 l Ethanol (96%) nachgespült. Durch Abpressen des Lösungsmittels konnte die Ausbeute erhöht werden. Die vereinigten ethanolischen Extrakte wurden danach am Rotationsverdampfer unter Wasserstrahlvakuum bei ca. 60 °C soweit eingedampft, dass am Schluss ein Verhältnis Droge zu Mazerat von 1:1 bestand. Der regenerierte Alkohol kann wiederverwendet werden.
[0039] Der so gewonnene Extrakt enthielt: Ca. 5% Polyphenole (berechnet als Quercetin) Ca. 4% Gesamtflavanoide
[0040] Der effektive Gehalt an Polyphenolen und Flavanoiden schwankt von Ernte zu Ernte und ist von den klimatischen Bedingungen und den Bodeneigenschaften abhängig.
Beispiel 2: Verwendung des Safranblütenblattextrakts in Kosmetika
a) Gesichtscreme Anti-Aging, After-Sun:
[0041] Eine Hautcreme hat beispielsweise folgende Zusammensetzung: 120 g Mandelöl 40 g Tegomuls 10 g Bienenwachs 40 g Sheabutter 10 g Safranblütenblattextrakt (Aceton-Extrakt) 450 g demin. Wasser
[0042] Das Wasser wurde mit dem Safranblütenblattextrakt vermischt, auf 75 °C aufgeheizt und unter kräftigem Rühren in die geschmolzene Fettphase (Mandelöl, Tegomuls, Bienenwachs, Sheabutter) einemulgiert.
[0043] Die Creme wurde zudem mit PHB-Ester (para-Hydroxybenzoesäure-Ester), einem Biozid, konserviert.
b) Lotion mit Safranblütenblattextrakt
[0044] Eine Lotion zur Hautpflege kann beispielsweise wie folgt aufgebaut sein:
[0045] Fettphase: 33 g Mandelöl 20 g Sheabutter 5 g Cetylalkohol 5 g Bienenwachs 12 g Lysolecithin
[0046] Fertige Lotion (ca. 60 g): 15 g Fettphase 45 g Wasser
[0047] Wirkstoff: 3–7 g Safranblütenblattextrakt (Aceton-Extrakt)
[0048] Konservierungsmittel: 0.6. Paraben K
[0049] Die Lotion wurde durch Vermischen und Verrühren der Komponenten zubereitet.
Beispiel 3: MTT-Assay zur Untersuchung der Zellreaktion auf H2Q2
[0050] Safranblütenblattextrakt (Aceton-Extrakt) und die Positivkontrollen Melatonin und Quercetin wurden in 0.1% DMSO gelöst und anschliessend in s.f. DMEM (Dulbecco’s Modified Eagle’s Medium) verdünnt.
[0051] HaCaT-Zellen wurden mit einer Dichte von 3*10<4>Zellen auf zwei 96-well Platten ausgebracht. Nach einer Inkubationszeit von 24 Stunden wurden die Zellen einmal mit DPBS (Dulbecco’s Phosphate Buffered Saline) gewaschen und mit der Testsubstanz (100 µl) versehen. Nach einer Inkubation von weiteren 22 Stunden wurden die Zellen erneut mit DPBS gewaschen und es wurde 0.2 mM H2O2für das Erzeugen einer Stressreaktion auf die Zellen aufgebracht.
[0052] Die Zellkultur der einen Platte wurde erneut gewaschen und mit 100 µl s.f. DMEM versetzt. Danach wurde diese Platte für weitere 24 Stunden inkubiert.
[0053] Die Zellkultur der zweiten Platte wurde gewaschen und mit 5 mg MTT/ml DPBS (1:10 verdünnt mit s.f. DMEM) behandelt; danach wurde sie für weitere zwei Stunden inkubiert.
[0054] Nach der Inkubationszeit wurde das MTT-Assay durchgeführt. Die Anzahl der lebenden Zellen wurden mit einer Test-Wellenlänge bei 510 nm und mit einer Referenz-Wellenlänge bei 630 nm gemessen.
[0055] Resultate: Bei einer Behandlung der Zellen nur mit Safranblütenblattextrakt (10–100 µg/ml) und Melatonin (0.01–1 mM) oder Quercetin (25 und 50 µM), d.h. ohne H2O2, war kein Effekt auf die Zellen nachweisbar. Die Inkubation der vorbehandelten Zellen mit 0.2 mM H2O2für 30 Minuten reduzierte den Anteil an lebenden Zellen um 50%. Bei Nachinkubation von diesen Zellen mit s.f. DMEM für 24 h erhöhte sich die Zell-Vitabilität bis zu 80%.
[0056] Schlussfolgerung: Die Ergebnisse zeigten, dass der Safranblütenblattextrakt einen Schutz bei oxidativem Stress bietet und die Lebensfähigkeit der Zellen steigert. Ausserdem unterdrückte der Safranblütenblattextrakt die ROS-induzierte DNA-Beschädigung, und dies in einem stärkeren Ausmass als die Positivkontrollen Melatonin und Quercetin.

Claims (10)

1. Kosmetikzusammensetzung, enthaltend einen Safranblütenblattextrakt.
2. Kosmetikzusammensetzung nach Anspruch 1, enthaltend 0.1 bis 5%, vorzugsweise 0.5 bis 2% an Safran-blütenblattextrakt, wobei der Safranblütenblattextrakt vorzugsweise ein 1:1 Extrakt ist.
3. Kosmetikzusammensetzung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Safranblütenblattextrakt ein Aceton-Extrakt ist.
4. Kosmetikzusammensetzung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Safranblütenblattextrakt wenigstens 3%, vorzugsweise wenigstens 4% und am meisten bevorzugt wenigstens 5% Polyphenol bezogen auf das Gesamtgewicht des Safranblütenblattextraktes enthält.
5. Kosmetikzusammensetzung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Safranblütenblattextrakt wenigstens 2%, vorzugsweise wenigstens 3% und am meisten bevorzugt wenigstens 4% Flavanoide bezogen auf das Gesamtgewicht des Safranblütenblattextraktes enthält.
6. Kosmetikzusammensetzung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus einer Lotion, einer Creme, einer Emulsion, einem Gel, einem Tonic, einem Serum, einem Gesichtswasser, einer Seife, einer Salbe, einer Paste, einem Shampoo und einem Peeling.
7. Kosmetikzusammensetzung nach Anspruch 6, ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus einer Gesichtslotion, einer Bodylotion, einer Handlotion, einer Sonnenlotion, einer Gesichtscreme, einer Tagescreme, einer Nachtcreme, einer Feuchtigkeitscreme, einer Anti-Aging-Creme, einer Anti-Falten-Creme, einer Anti-Pickel-Creme, einer Regenerierungscreme, einer Abdeckcreme, einer Augencreme, einer Handcreme, einer Fusscreme, einer Sonnencreme, einer After Sun Lotion, einem Sonnenspray, einer Hautpflegeemulsion, einem Gesichtsgel, einem Augengel, einem Sonnengel, einem Duschgel, einem Rasiergel, einem Gesichtstonic, einem Pflegeserum, einem Anti-Aging Serum, einem Makeup-Entferner, einem Aftershave, einem Deodorant, einer Hautsalbe, einer Wundheilsalbe, einer Fettsalbe, einer Gesichtsmaske, einer Seife, einem Badezusatz, einem Shampoo und einem Peeling.
8. Kosmetikzusammensetzung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, zusätzlich enthaltend ein Öl, vorzugsweise Mandelöl.
9. Verwendung eines Safranblütenblattextrakts zur Herstellung einer Kosmetikzusammensetzung gemäss einem der Ansprüche 1 bis 8.
10. Verwendung der Kosmetikzusammensetzung gemäss einem der Ansprüche 1 bis 8 zum Pflegen, Erfrischen, Regenerieren und/oder Schützen der Haut.
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* Cited by examiner, † Cited by third party
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CN111454309A (zh) * 2020-05-14 2020-07-28 成都中医药大学 西红花花瓣花色苷的提取方法
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