[0001] Die Erfindung betrifft eine Lagereinrichtung für Hofdünger nach Anspruch 1.
[0002] Als Hofdünger wird die Mischung von Exkrementen und Pflanzenresten der Tierhaltung bezeichnet. Hofdünger sind somit kein Abfall, sondern Stoffe, die zur Wahrung des Leistungsvermögens des Bodens als Naturdünger auf die Äcker und Wiesen der Landwirtschaft zurückgefördert gehören. Wann das Ausbringen der Hofdünger zu geschehen hat, wird zum Schutz der Gesundheit von Mensch und Tier, behördlich reglementiert. Das Problem dabei ist, dass die Hofdünger fortdauernd anfallen, aber aus den erwähnten Gründen nur während der Vegetationsperiode auf die Äcker und Wiesen gelangen dürfen. Darum müssen die Hofdünger (Jauche, Gülle und flüssiger Mist) in der kalten Jahreszeit fortlaufend gelagert werden. Zur Lagerung der Hofdünger sind wiederum diverse Konditionen zu erfüllen.
So sind die gelagerten Hofdünger in aerobem Zustand zu halten und sollen dabei weder Ammoniak verlieren noch die Atmosphäre der Umgebung durch die Verflüchtigung von Schadstoffen wie Ammoniak sowie Gerüchen belasten.
Gelagerter Hofdünger bleibt allerdings nur dann aerob, wenn der Sauerstoff atmende Teil der Kleinlebewesen darin die Vorherrschaft behält. Der ruhende Inhalt eines Behälters verteilt sich aber, gemäss dem Gesetz der Gravitation nach der Hierarchie der Dichte, zwischen dem dünnsten und dicksten Zustand der Mischung so, dass sich die Schwimmstoffe im Bereich des Flüssigkeitsspiegels und die Schwerstoffe sich in der Nähe des Bodens sammeln. Die Kleinlebewesen werden entsprechend dieser Verteilung in der Nachbarschaft des Flüssigkeitsspiegels der obersten Schicht mit Sauerstoff versorgt.
Analog herrscht im Bereich des Bodens mit der Zeit extremer Sauerstoffmangel, so dass nur die Kleinlebewesen der Fäulnis überleben. Da das Nährstoffangebot der oberen Schichten als Folge der fortschreitenden Sedimentation laufend verdünnt wird, verschlechtern sich die Lebensbedingungen der aeroben Kleinlebewesen fortschreitend. Hinzu kommt, dass sich die Schwimmstoffe zu einem festen Belag der Flüssigkeitsfläche zu verfestigen neigen.
Im Gegensatz zu den aeroben bleiben die Lebensbedingungen der anaeroben Kleinlebewesen im Bereich des Bodens aber ideal, so dass die Population der Anaeroben explodiert und die Masse des lagernden Hofdüngers mit der Zeit sauer wird.
Wegen diesen Gegebenheiten müssen lagernde Hofdünger täglich gerührt werden, so dass sich weder die Ablagerungen noch die Schwimmstoffe verfestigen und kein Fäulnisherd im lagernden Hofdünger entsteht.
[0003] Entsprechend dem Stand der Technik haben sich für die Sammlung und Lagerung von Hofdünger senkrechte, runde oder vieleckige offene Becken aus Orts- und Elementbeton, oder aber aus emailliertem Metallblech, mit einem am inneren Beckenumfang angeordneten absenkbaren und schwenkbaren Tauchrührwerk bewährt.
Da solche offene Systeme die Umwelt belasten und sich zugleich wertvolles Ammoniak verflüchtigt, werden die Verringerung der Verluste und die Reduzierung der Geruchsemissionen behördlich verlangt. Vorschläge dazu gibt es in der Schrift DE 3 436 933 A1, wo die Verwendung einer Abdeckung mit einem zentralen, senkrechten, teleskopierbaren Mast und mechanisch vorgespannten kegelmantelförmigen Zeltdach vorgeschlagen wird.
Weitere Vorschläge befürworten, auf dem Flüssigkeitsspiegel des Hofdüngers schwimmend auflegbare Abdeckungen zu verwenden, wie in den Schriften DE4 013 239, DE4 042 326 oder CH-693 207 erklärt wird.
[0004] Wissenschaftliche Untersuchungen verschiedener Forschungsanstalten zeigen allerdings den gemeinsamen Nachteil dieser Lösungsvorschläge, nämlich dass "die gesamten Ammoniakemissionen nur zu einem kleinen Teil - annähernd vier Prozent - reduziert" wird (vgl. M.
Götz Bauernzeitung 21 vom 12.03.04).
[0005] Aufgabe der Erfindung ist darum, eine Lagereinrichtung für Hofdünger ohne diesen gravierenden Nachteil insbesondere für Rundbehälter zu schaffen.
[0006] Die Lösung dieser erfindungsmässigen Lagereinrichtung für Hofdünger wird mit den Merkmalen von Anspruch 1 gelöst, indem sich die Abdeckung mit wenigen Handgriffen von der aufgehängten Blache zum Schwimmkörper und umgekehrt wandeln lässt. Das heisst, dass der offene Hofdüngerbehälter in der Vegetationsperiode, bis auf einen Spalt entlang der Behälterinnenwand und einer zentralen Öffnung mit einer trichterförmigen aufgehängten Blache, so bedeckt wird, dass das Dach vor dem Wind geschützt in den Behälter taucht und einen kalottenartigen Trichter bildet.
Dabei dient die aufgehängte Blache in der Vegetationsperiode als Dach mit "Dachrinne", indem das aufgefangene Meteorwasser dank der Trichterform durch die zentrale Öffnung dem Behälterinhalt zufliesst.
Ausserhalb der Vegetationsperiode wird die aufgehängte Blache auf den Flüssigkeitsspiegel hinuntergelassen, wo die Blache dank dem Auftrieb erzeugenden Verdrängungskörper zum Schwimmer wird.
[0007] Die Vorteile der amphibischen Abdeckung sind, dass
- die Abdeckung sich, je nach Bedarf, in eine auf dem Flüssigkeitsspiegel schwimmende Abdeckung wandeln lässt, dass
- die Abdeckung keinen Mast braucht, und dass
die Abdeckung bei stürmischem Wetter vom Staudruck des Windes durch die massive Wand des Behälters geschützt wird, und dass
die Verdampfungsverluste des Hofdüngers unter der Abdeckung, dank dem Meteorwasser selbständig so kompensiert werden,
dass
der Hofdünger keine Eindickung erfährt, und
das Wetter die Abdeckung im schwimmenden Betrieb nicht tangiert und
die Emissionen, wie die Verluste von Ammoniak durch die schwimmende Abdeckung eliminiert werden.
[0008] Nachfolgend ist die Erfindung anhand einer Ausführungsvariante zeichnerisch dargestellt. Die
<tb>Fig. 1<sep>zeigt - einen Viertel - der Abdeckung eines offenen Hofdüngerbehälters während der Vegetationsperiode und die
<tb>Fig. 2<sep>zeigt die Abdeckung der Fig. 1 als schwimmende Abdeckung des Hofdüngerinhaltes ausserhalb der Vegetationsperiode.
[0009] Die Fig. 1 zeigt einen stehenden Hofdüngerbehälter 1. Der Hofdüngerbehälter 1 ist etwa bis zur Hälfte mit Hofdünger 2 gefüllt und mit der Abdeckung 3 bis um den Spalt 8 bedeckt. Die Abdeckung 3 besteht aus einem vorzugsweise dicht verschweissten Rohr als schwimmfähigem Ringkörper 7 als Gerüst und die Bespannung mit einer Blache 4 aus verschweissten und/oder vernähten spickeiförmigen Zuschnitten 10, die den Ringkörper 7 mit einer Schlaufe 11 umfassen. Die Abdeckung 3 ist vorzugsweise beidseitig mit zusätzlichen Schwimmkörpern 13 und mit einem zentralen offenen vorzugsweise kreisförmigen Ausschnitt 16 und einer peripheren mit einem Lappen 17 zudeckbaren Öffnung 16 ¾ versehen.
Die Abdeckung 3 hängt an einer Anzahl Seilwinden 18, die am oberen Rand der Zylinderwand des Behälters 1 verteilt sind und bleibt während der Vegetationsperiode in der oberen Endposition an die Anschläge 19 der Böcke der Seilwinden 18 verzurrt, indem die anderen nicht gezeigten Seilenden vorzugsweise auf Klampen gelegt werden.
Um Ablagerungen des Hofdüngers zu vermeiden, wird der Behälter täglich mit Hilfe des vorzugsweise schwenkbaren Tauchrührwerks 14, bei Beobachtung der Wirkung der Strömung durch die freigelegte Öffnung 16 ¾ der Abdeckung 3, gerührt.
Während der Vegetationsperiode kann aus dem Behälter 1 Hofdünger 2 durch eine nicht gezeigte Entnahmevorrichtung entnommen werden, bis die auf dem Flüssigkeitsspiegel 6 schwimmende Abdeckung 3 auf die Anschläge 20 aufsetzt, so dass die verbleibende Menge nicht gerührt werden kann,
ohne die Blache 4 mit den Flügeln des Tauchrührwerkes 14 zu touchieren.
The invention relates to a storage facility for farmyard manure according to claim 1.
As farmyard manure, the mixture of excrements and plant remains of animal husbandry is called. Farmyard manure is therefore not waste, but rather substances that are transported back to the fields and meadows of agriculture in order to preserve the capacity of the soil as a natural fertilizer. When the application of farmyard manure has to be done, it is regulated by the authorities to protect the health of humans and animals. The problem with this is that the farmyard manure persistently accumulate, but for the reasons mentioned may only reach the fields and meadows during the vegetation period. Therefore, the manure (manure, manure and liquid manure) must be stored continuously in the cold season. For the storage of farmyard manure, various conditions have to be fulfilled.
Thus, the stored farmyard fertilizers are to be kept in an aerobic state and should neither lose ammonia nor burden the atmosphere of the environment by the volatilization of pollutants such as ammonia and odors.
However, stored farmyard manure remains aerobic only if the oxygen-breathing part of the micro-organisms retains supremacy in it. However, according to the law of gravitation according to the hierarchy of density, the quiescent content of a container is distributed between the thinnest and thickest state of the mixture so that the floats in the area of the liquid level and the heavy materials accumulate near the bottom. The microorganisms are supplied with oxygen according to this distribution in the vicinity of the liquid level of the uppermost layer.
Similarly, in the area of the soil with time extreme oxygen deficiency, so that only the microorganisms survive the decay. As the nutrient supply of the upper strata is continuously diluted as a result of progressive sedimentation, the living conditions of the aerobic microbes progressively deteriorate. In addition, the floating substances tend to solidify to a solid surface of the liquid surface.
In contrast to the aerobic, however, the living conditions of the anaerobic microbes in the area of the soil remain ideal, so that the population of the anaerobes explodes and the mass of stored farmyard manure becomes acidic with time.
Because of these conditions, storage farmyard manure must be stirred daily, so that neither the deposits nor the floating matter solidify and no fouling place in the stored farmyard manure.
According to the prior art, have for the collection and storage of farmyard manure vertical, round or polygonal open basins made of local and element concrete, or made of enamelled sheet metal, arranged with a arranged on the inner pool circumference lowerable and swivel submersible mixer.
Since such open systems pollute the environment and at the same time volatilize valuable ammonia, the reduction of losses and the reduction of odor emissions are required by the authorities. Suggestions for this are available in the document DE 3 436 933 A1, where the use of a cover with a central, vertical, telescopic mast and mechanically prestressed cone-shaped tent roof is proposed.
Further proposals advocate the use of floating lay-up covers on the liquid level of the natural fertilizer, as explained in DE4 013 239, DE 4 042 326 or CH-693 207.
However, scientific investigations of various research institutions show the common disadvantage of these proposed solutions, namely that "the entire ammonia emissions only to a small extent - almost four percent - is reduced" (see M.
Götz Bauernzeitung 21 dated 12.03.04).
The object of the invention is therefore to provide a storage facility for farmyard manure without this serious disadvantage, especially for round containers.
The solution of this inventive storage facility for farmyard manure is achieved with the features of claim 1 by the cover can be converted in a few steps from the suspended Blache to the float and vice versa. This means that the open farm manure container during the growing season, except for a gap along the inner wall of the container and a central opening with a funnel-shaped suspended Blache, covered so that the roof from the wind immersed protected in the container and forms a dome-shaped funnel.
The suspended bluff serves as a roof with "gutter" in the growing season, as the collected meteoric water flows into the container through the central opening thanks to the funnel shape.
Outside the growing season, the suspended leaves are lowered down to the liquid level, where the leaves become floats thanks to the buoyancy-inducing displacement body.
The advantages of the amphibious cover are that
- The cover, as needed, convert into a floating on the liquid level cover that
- The cover does not need a mast, and that
the cover is protected in stormy weather from the back pressure of the wind through the massive wall of the tank, and that
the evaporative losses of the manure under the cover, thanks to the meteoric water to be compensated independently,
that
the farm fertilizer undergoes no thickening, and
the weather does not affect the cover in the floating mode and
the emissions as the losses of ammonia are eliminated by the floating cover.
The invention is illustrated by way of drawing with reference to a variant embodiment. The
<Tb> FIG. 1 <sep> shows - a quarter - of the cover of an open manure tank during the growing season and the
<Tb> FIG. FIG. 2 shows the cover of FIG. 1 as a floating cover of the manure content outside the vegetation period.
Fig. 1 shows a standing manure fertilizer tank 1. The manure tank 1 is about half filled with farmyard manure 2 and covered with the cover 3 to the gap 8. The cover 3 consists of a preferably tightly welded tube as floatable annular body 7 as a framework and the covering with a blade 4 of welded and / or sewn spikelet-shaped blanks 10, which comprise the ring body 7 with a loop 11. The cover 3 is preferably provided on both sides with additional floats 13 and with a central open preferably circular cutout 16 and a peripheral with a flap 17 coverable opening 16 ¾.
The cover 3 depends on a number of winches 18, which are distributed at the upper edge of the cylinder wall of the container 1 and remains lashed during the vegetation period in the upper end position of the stops 19 of the blocks of the winches 18 by the other not shown rope ends preferably on cleats be placed.
In order to avoid deposits of the manure, the container is daily with the aid of the pivotable submersible mixer 14, while observing the effect of the flow through the exposed opening 16 ¾ of the cover 3, stirred.
During the growing season can be removed from the container 1 farmyard fertilizer 2 by a removal device, not shown, until the floating on the liquid level 6 cover 3 touches the stops 20, so that the remaining amount can not be stirred,
without touch the Blache 4 with the wings of the Tauchrührwerkes 14.