CH513902A - Verfahren zur Herstellung von 2-(1'-H-Halogenalkyl)- 2-oxazolinen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von 2-(1'-H-Halogenalkyl)- 2-oxazolinen

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CH513902A
CH513902A CH1079269A CH1079269A CH513902A CH 513902 A CH513902 A CH 513902A CH 1079269 A CH1079269 A CH 1079269A CH 1079269 A CH1079269 A CH 1079269A CH 513902 A CH513902 A CH 513902A
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CH
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oxazolines
ethanolamine
halogenoalkyl
prepn
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Application number
CH1079269A
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English (en)
Inventor
Otto Dr Scherer
Helmut Dr Hahn
Robert Dr Hartwimmer
Siegfried Dr Rebsdat
Erich Dr Schuierer
Original Assignee
Hoechst Ag
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D263/00Heterocyclic compounds containing 1,3-oxazole or hydrogenated 1,3-oxazole rings
    • C07D263/02Heterocyclic compounds containing 1,3-oxazole or hydrogenated 1,3-oxazole rings not condensed with other rings
    • C07D263/08Heterocyclic compounds containing 1,3-oxazole or hydrogenated 1,3-oxazole rings not condensed with other rings having one double bond between ring members or between a ring member and a non-ring member
    • C07D263/16Heterocyclic compounds containing 1,3-oxazole or hydrogenated 1,3-oxazole rings not condensed with other rings having one double bond between ring members or between a ring member and a non-ring member with hetero atoms or with carbon atoms having three bonds to hetero atoms with at the most one bond to halogen, e.g. ester or nitrile radicals, directly attached to ring carbon atoms

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Heterocyclic Carbon Compounds Containing A Hetero Ring Having Nitrogen And Oxygen As The Only Ring Hetero Atoms (AREA)

Description


  
 



  Verfahren zur Herstellung von   2-(1'-ll.Halogenalkyi)-A2-oxazolinen   
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von   2-(l'-H-Halogenalkyl)-A2-oxazo-    linen der   Fonnel    I
EMI1.1     
 in welcher R ein Wasserstoff-, Chlor- oder Fluoratom oder eine Gruppe der Formel   CFS-(CF2)n,    in welcher n für 0 der eine ganze Zahl von 1-10 steht, und X ein Fluor- oder Chloratom bedeuten, das dadurch gekennzeichnet ist, dass man Olefine der Formel II    R-CX=CF2    II mit AthanoIamin umsetzt.



   Es ist bereits bekannt, in 2-Stellung substituierte   A2-Oxazoline    aus Carbonsäuren bzw. deren Derivaten durch Umsetzung mit Äthanolamin herzustellen (Seeliger, Angew. Chem. 78   cm966)    913). Als einfachstes Syntheseprinzip wird hier die Gasphasendehydrierung der aus Äthanolamin und der Carbonsäure bzw.



  dem Carbonsäureester erhaltenen ss-Hydroxyäthylcarbonsäureamide an einem   Alumlnzumoxyd-Kontakt    bei Temperaturen von   32N575     C und einem Druck von 0,5-20 Torr beschrieben.



     2-Perfluoralkyl-A2-oxazoline    wurden bereits durch Kondensation von   Perfluoralkylnitrilen    mit 2-Chloräthanol in Gegenwart von überschüssigem Tri   methylarnin    hergestellt (H. C. Brown und   Ch.    R. Wetzel, J. org. Chem. 30 (1965) 3729). Es wird   jedohe    hierbei ausgeführt, dass die gebildeten Oxazoline thermisch nur wenig stabiler als die intermediär gebildeten Imidoester sind und leicht in die entsprechenden   N-Vinyl-    carbonamide umgewandelt werden.



   Aus der britischen Patentschrift 1 123 671 ist weiterhin ein Verfahren zur Herstellung von 2-Fluoralkyl   A2-oxazolinen    aus den entsprechenden ss-Chloräthylcarbonsäureamiden mit Hilfe von Basen bekannt.



   Alle diese bekannten Verfahren sind relativ umständlich bzw. erfordern Ausgangsprodukte, die nicht ohne weiteres zugänglich sind. Demgegenüber stellt das erfindungsgemässe Verfahren eine einfache und vieIseitige Reaktion dar, deren Ausgangsmaterialien leicht zugänglich sind.



   Die Reaktion verläuft stark exotherm. Da die 2   Halogenalkyl-A2-oxazoline    bei thermischer Beanspruchung mehr oder weniger leicht in die entsprechenden   N-Vinylcarbonsäureamlide    übergehen, wird die Reaktionswärme bevorzugt mit Hilfe eines inerten Lösungsmittels abgeführt. Die Reaktionstemperatur richtet sich deshalb auch nach der Stabilität des Produktes.



   Als inerte Lösungsmittel kommen in erster Linie niedere halogenierte Kohlenwasserstoffe in Frage, wie beispielsweise Methylenchlorid, Chloroform, Tetrachlorkohlenstoff,   1,2-Dichloräthan,    Trichloräthylen oder Tetrachloräthylen. Es ist auch möglich, das eingesetze Äthanolamin oder - wenn der Siedepunkt es erlaubt - das eingesetzte Fluorolefin im   Überschuss    zur Abführung der Reaktionswärme heranzuziehen. Das im Einzelfalle zweckmässigste Lösungs- bzw. Verdünnungsmittel wählt man nach der thermischen Stabilität des Endproduktes und der Abtrennbarkeit des Produk   tes    vom Reaktionsmedium. Im Zweifelsfalle lässt sich das günstigste Reaktionsmedium anhand von Vorversuchen leicht ermitteln.

  Aufgrund des niedrigen Siedepunktes und der damit verbundenen leichten Abtrennbarkeit hat sich vor allem Methylenchlorid als Lösungsmittel besonders bewährt.  



   Die Verfahrensprodukte sind zum Teil bekannte Verbindungen. Die   2-(1'-H-Fluoralkyl)-2-oxazoline    sind leicht mit Persäuren polymerisierbar und liefern Polymerisate, die zur Hydro- und Olephobierung von Fasermaterialien geeignet sind.



   Beispiel 1
233 g (1,55 Mol) Perfluorpropylen werden im Verlauf von 5 Stunden unter heftigem Rühren in eine Lösung von 368 g (6 Mol) Äthanolamin in   1000ml    Methylenchlorid eingeleitet. Die Innentemperatur steigt, bis das Lösungsmittel unter Rückfluss siedet.



  Die Einleitungsgeschwindigkeit wird so bemessen, dass an einem mit Aceton/CO2 beschickten   Kühlfinger    ein möglichst geringer Rückfluss auftritt. Die erhaltene Reaktionsmischung wird viermal mit je 200 ml Wasser ausgeschüttelt und die organische Phase fraktioniert.



  Man erhält nach Ab destillieren des Methylenchlorids 9,7 g Vorlauf, Kp30   25-540    C und 185 g   (69,8 /o)    2   (1'-H-Perfluoräthyl)-A2-oxazolin,    Kp30   54-56,5"    C.



   Das Spektrum zeigt eine starke Bande bei 1670   cmt    (-C=N-). Bei der Hydrolyse entsteht quantitativ
EMI2.1     

C5H7NO2F4 (189,11)
Gefunden: C 31,75 H 3,73 F   40,2 O/o   
Berechnet: C 31,9 H 3,8 F   40,2 O/o   
Beispiel 2
In eine Mischung von   100g      (1,64 Mol)    Äthanolamin und   500ml    Methylenchlorid werden unter starkem Rühren 100 g (0,286 Mol) Perfluorhepten-1 innerhalb 2 Stunden zugetropft. Die Mischung wird erst mit Wasser, dann mit Natriumcarbonatlösung   (5 /o)    und wieder mit Wasser ausgeschüttelt. Die organische Phase wird destilliert.

 

  Ausbeute: 67,75 g   (64 /o)    2-(1-H'-Perfluorheptyl)   A2-oxazolin,      Kp125      78-81     C.



   Beispiel 3
245 g (2,5 Mol) 1,1-Difluor-2-chlor-äthylen werden, wie unter Beispiel 1 beschrieben, mit   Athanolamin    (300 g; 5 Mol) umgesetzt.



   Man erhält 215 g   (70 /o)      2-Chlormethyl-A2-oxazo-    lin, Kp9 680 C.



   Beispiel 4    264 g    (2 Mol)   1,1-Difluor-2,2-dichloräthylen    werden, wie unter Beispiel 1 beschrieben, mit Äthanolamin (183 g; 3 Mol) umgesetzt.



   Man erhält   192 g      (62 /o)      2-Dichlormethyl-n2-oxa-    zolin,   Kpl7    930 C. 

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH
    Verfahren zur Herstellung von 2-(1'-H-Halogenalkyl)-A2-oxazolinen der Formel I EMI2.2 in welcher R ein Wasserstoff-, Chlor- oder Fluoratom oder eine Gruppe der Formel CF3-(CF2)n, in welcher n für 0 oder eine ganze Zahl von 1-10 steht, und X ein Chlor- oder Fluoratom bedeuten, dadurch gekennzeichnet, dass man Olefine der Formel II R-CX=CF2 II mit Äthanolamin umsetzt.
    UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man in Gegenwart eines Lösungsmittels oder Verdünnungmittels arbeitet.
    2. Verfahren nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man als Lösungsmittel einen niederen halogenierten Kohlenwasserstoff verwendet.
    3. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man die Umsetzung bei 0-120 C durchführt.
    4. Verfahren nach Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass man die Umsetzung bei 20-60 C durchführt.
    5. Verfahren nach Unteranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass man die Umsetzung bei 3545 C durchführt.
CH1079269A 1969-07-14 1969-07-14 Verfahren zur Herstellung von 2-(1'-H-Halogenalkyl)- 2-oxazolinen CH513902A (de)

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