Verfahren und Anordnung zur Darstellung von aus geraden Strichen zusammengesetzten Zeichen auf dem Bildschirm einer Kathodenstrahlröhre
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Darstellung von aus geraden !Strichen zusammengesetzten Zeichen oder Zeichnungen' auf dem Bildschirm einer Kathoden strahiröhre sowie eine Anordnung zur Durchführung dieses Verfahrens.
Es sind zahlreiche Verfahren bekannt, mittels Kat- hodenstrahlröhren Schriftzeichen wiederzugeben, welche beispilelsweise von Datenverarbeitungsanlagen ausgege- bene Daten darstellen. Ferner ist es bekannt, bildliche Darstellungen wie Schaltbilder, Diagramme und dergleichen auf diese Weise sichtbar zu machen. Dabei wird jedoch nicht die in Fernsehempfängern gebräuchhche Art der Wiedergabe verwendet; vielmehr ist es üblich, bei den bekannten Verfahren besondere Kathodenstrahlröhren, wie sie in Oszillographen üblich sind, zu benutzen.
Diese Kathodenstrahlröhren sind mit elektrostati schein Ablenkeinrichtungen versehen und verhältnismäs- sig kostspielig. Auch ist es bekannt, zur Anzeige von Schriftzeichen je ein elektrostatisches und ein lelektroma- gnetisches Ablenksystem bei der Kathodenstrahlröhre vorzusehen. Daher ist der Aufwand bei diesen bekann ten Sichtgeräten im Vergleich zu einem üblichen Fern sehsichtgerät für industrielle Zwecke unverhältnismässig hoch.
Es ist ferner bekannt, bei Anordnungen zum Wiedergeben von Schriftzeichen auf Bildschirmen von Kathodenstrahlröhren als Signalquelle eine Tastatur, Daten verarbeitungsanlage oder dergleichen vorzusehenl, welche ein digitales Signal ähnlich einem Fernschreibsignal liefert. Bei den bekannten Anordnungen wird dieses Signal in aufwendigen Speichereinrichtungen in zur Wiedergabe auf dem Bildschirm der Kathodenstrahlröhre geeigneten Signale umgewandelt. Hierbei wird vielfach von bewegten Speichermedien, wie Trommeloder Plattenspeichern, Gebrauch gemacht.
Auch besteht bei bekannten Anordnungen der Nachteil, dass das Sichtgerät nur in geringem Abstand von den DSpeichleran- ordnungen aufgestellt werden kann.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zur Darstellung von Zeichen, insbesondere von Schriftzeichen, auf dem IBiljdschirm einer Kathoden strahlröhre zu schaffen, welches im Gegensatz zu tbe- kannten Anordnungen nur einen verhältnismässig gerin- gen technischen Aufwand erfordert, jedoch die Möglich keit bietet, eine verhältn,issmässig grosse Anzahl verschie- dener Schriftzeichen wahlweise auf einen Bildschirm zu übertragen, ohne Idass hierfür eine seihr grosse grund damit aufwendige Speicherkapazität vorgesehen werden muss.
Aus der Vielzahl von Möglichkeiten der Darstellung von Schriftzeichen auf dem Bildschirm von Kathodenstrahlröhren kann z. B. das sogenannte Griffelverfahren benutzt werden, bei dem die einzelnen Schriftzeichen aus kurzen geraden Strichen in einem Zeichengrunid- raster bestehen. Hierauf wird später noch näher einge- gangen.
Zur Lösung der eingangs geschilderten Aufgabe wird gemäss der Erfindung ein Verfahren vorgeschlagen, das sich dadurch auszeichnet, dass zur Darstellung von Zeichen, diesen Zeichen entsprechende Signale von einer Signalquelle in binärcodierter Form an einen als Bildlwiederholspeicher dienenden Speicher geleitet werden, aus dem die eingeschriebenen Zeichen nacheinan der entsprechend der Billdwechselfrequenz wiederholt einem in einem Bildgenerator enthaltenen Festwertspeicher zugeführt werden,
welcher darauf die den einzelnen Zeichen zugeordneten Grössen der Strahlibewegunig als digitale Signale ausgibt sowie die zugehörigen Helltastimpulse erzeugt, und dass die Grössen der Strahlbe- wegung über tDigital-Analog-Wandler in Form von Halte- und Beschleunigungsspannungen zusammen mit den Rücklaufsignalen den Ablenkspulen einer Fernseh- 'bildröhre in einem Sichtgerät zugeführt werden.
Zweckmässig erfolgt das Schreiben der Zeichen durch den Strahl der Bildröhre jeweils von einer Grundstellung in einem Feinraster ausgehend und es ist von Vorteil, wenn die Zeichen derart gewählt werden, dass jeweils Elemente eines Zeichens in einem oder mehrere andere Zeichen mitverwendet werden können.
Eine 4xbesonders zweckmässige Ausführungsform der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass als Bildwiederholspeicher ein Laufzeitspeicher dient.
Gemäss Weiterbildung des Verfahrens nach der Erfindung wird vorgeschlagen, dass die laufende Nummer jedes Zeichens, das in den Bildwiederholspeicher eingeschrieben wird, fortlaufend in einem ersten Zähler festgelegt wird und dass ein zweiter, proportional zum Takt eines bzw. mehrerer Laufzeitspeicher fortgeschalteter Zähler vorgesehen ist.
Zweckmässig wird derart verfahren, dass der im Takt des Laufzeitspeichers fortgeschaltete zweite Zähler hinsichtlich seines Standes ständig mit dem ersten Zähler für die zu speichernden Zeichen verglichen wird und dass jeweils bei Gleichsband beider Zähler die tÇbernah- me eines Zeichens von einer Tastatur in ein Register erfolgt, aus welchem dieses Zeichen in den Bildw,ieder- holspeicher eingespeichert wird.
Bei einer Ausführungsfofm .des erfindungsgemässen Verfahrens ist ferner vorgesehen, dass von dem synchronen mit dem Laufzeitspeicher fortgeschalteíen zweiten Zähler die Adresse abgeleitet wird, welche der Stellung des Zeichens auf dem Bildschirm entspricht. Hierbei ist zweckmässig der erste Zähler, der jeweils die eingegebe- nen Zeichen zählt, durch eine Steuerschaltung voreinstellbar, so dass lauf diese Weise jedes Zeichen bei der Wiedergabe beliebig auf dem Bildschirm verschdben bzw. an einer wählbaren Stelle geschrieben werden kann.
Zweckmässig ist ferner vorgesehen, dass die vom Bildwiederholspeicher an einen Bildgenerator übertragenen Zeichen wahlweise durch andere Zeichen ersetzbar sind, indem z. B. eine Schreibmarke oder ein sSchmier- zeichen eingesetzt wird. Eine vorteilhafte Ausgestaltung des Erfindungsgegenstandes sieht vor, dass ein Zähler, welcher die von der Signaiquelle kommenden Zeichen zählt, laufend in seiner Einstellung durch eine Steuerung veränderbar ist, so dass es möglich ist, eine Schreibmarke bzw. die Schreibstelle an jede'belieNbige Stelle zu verschieben.
Ferner besteht eine Ausführungsform des Verfahrens gemäss der Erfindung darin, dass bei jeder Ein- und Ausgabe eines Zeichens an den Bildwiederholspeicher eine Schreibmarke selbsttätig an die Steile des nächsten Zeichens gesetzt wird. Zur Vereinfachung der Bedienung ist es ferner zweckmässig, das Verfahren derart auszubilden, dass durch Betätigung bestimmter Bedienungselemente, z. B. Tasten im Eilngabetastenfeld einer Tastatur, ein die eingegebenen Zeichen zählender Zähler auf eine bestimmte Stellung voreinstellbar ist, z. B. in der Weise, dass durch Betätigung einer bestimmten Taste eine Schreibmarke auf die erste Schreibstelle in der oberen Zeile links im Bildfeld gesetzt wird.
Eine Weiterbildung des Verfahrens gemäss der Erfindung sieht vor, dass zur Anzeige von beliebigen graphischen Darstellungen die Zeilenrücklaufimpulse abschaltbar sind und der Strahl vom jeweiligen Anfangspunkt zum nächsten Zielpunkt geführt wird, wobei der Zielpunkt jeweils der Anfangspunkt des nächsten Strichelementes ist.
Eine Vereinfachung lässt sich ferner dadurch erreichen, dass der Zeilen- und Bildrücklauf abhängig vom Stand eines Synchron-Zählers des Billdwiederhol- speichers über Zähler nach Ausgabe des jeweiligen letzten Zeichens erfolgt, welche Digital-Analog-Umset- zer ansteuern.
Zweckmässig ist bei dem Verfahren gemäss der Erfindung vorgesehen, dass die vom Bildgenerator empfangenen Zeichen des Bildwiederholspeichers einem Festwertspeicher zugeleitet werden, der die Differenzkoordinaten zum Schreiben der einzelnen Zeichen daraufhin nacheinander ausgibt.
Eine Ausführungsform sieht dabei vor, dass der Festwertspeicher des Bildsymbolgenerators einen In lialtsverzeichnisteil enthält, in welchen zunächst die vom Bildwiederholspeicher gegebenen Zeichen geleitet werden, und dass das Inhaltsverzeichnis die Beginn-Adres- sen der Blöcke von Differenzkoordinaten zur Darstellung von aiphanumerischen Zeichen, Sonderzeichen und Symbolen im Koordinatenteil enthält, welche in Abhängigkeit der vom Bildwiederholspeicher kommenden Zeichen ausgegeben werden.
Eine vorteilhafte Ausführungsform ist dadurch gekennzeichnet, dass im Festwertspeicher des Bildsymlbolgenerators Differenlzkoordinlaten blockweise gespeichert sind, deren Beginnadressen im Inhaltsverzeichnisteil gespeichert sind, welcher durch die Zeichen vom Bildwiederholspeicher ansteuerbar ist, und dass im Koordinatenteil neben den Differenzkoordinaten auch weitere Beginn-Adressen gespeichert sind, die Zeichenteilen zugeordnet sind, welcher dem betreffenden Zeichen von einem anderen Zeichen her zugeführt werden können.
Eine Weiterbildung des Verfahrens gemäss der Erfindung sieht in diesem Zusammenhang vor, dass die vom Symbolgenerator ausgegebenen Zeichen, nämlich Differenzkoordinaten und weitere Beginn Adressen in einer Decodierschaltung darauf geprüft werden, ob es sich um eine Koordinate oder Endkoordinate oder um eine Adresse handelt, und dass die ausgegebenen Adressen wieder dem Eingang des Festwertspeichers zugeführt werden, so dass der Symbolgenerator bei Ausgabe einer Adresse daraufhin die Koordinaten des von dieser Adresse bezeichneten Zeichenteiles ausgibt.
Das Verfahren gemäss der Erfindung lässt sich in einfacher Weise derart abwandeln, dass der Abstand der Mittelpunkte zwischen jeweils zwei Zeichen nicht konstant gehalten wird, sondern von der Zeichenbreite abhängig ist. Auf diese Weise ist es möglich, die Bildschirmfläche besonders gut auszunutzen bzw. eine gute Lesbarkeit der Zeichen zu erreichen.
Eine Anordnung zur Durchführung des geschilderten Verfahrens nach der Erfindung .ist dadurch gekennzeichnet, dass als Bildwiederholspeicher mehrere magnetostriktive Laufzeitspeicher vorgesehen sind, die nacheinander mit Zeichen beaufschlagt werden und ausgangsseitig mit dem Bildgenerator verbunden sind.
Weiterhin lässt sich der Aufwand dadurch gering halten, dass der Bildgenerator einen Festwertspeicher enthält. der durch eine Anzahl übertragener mlit weichmagnetischen Kernen gebildet ist, durch welche je einem Informationswort entsprechende Drähte gefädelt sind.
wobei das Informationswort eine Koordinate oder eine Adresse darstellt.
Auch die Umwandiungseinrichtungen zur Umwandlung der vom Bildgenerator ausgegebenen digitalen Signale in das zur Steuerung der Bildwiedergaberöhre geeignete Signal sind verhältnismässig einfach. Eine Ausführungsform der Erfindung besteht darin, dass für die Aufnahme der vom Speicher des Bil,dgenerators nacheinander ausgegebenen, eine Koordinate darstellenden Informationswörter Register vorgesehen sind, in denen die Bits für das Vorzeichen, die Helligkeit und die Differenzkoordinatenwerte gespeichert werden und dass für die beidentKoord.imatenrichtungen (x und y) je ein von den Beschleunigungsimpulsen taktweise fortgeschal teter Zähler vorgesehen ist,
dessen Stellung über einen Digital-Analog-Umsetzer in Spannungswerte umgesetzt wird, indem die entsprechenden. Stufen des Digital Anlalog-Umisetzers von den zugehörigen Stufen des Zählers angesteuert werden.
Der Aufwand bei dem Sichtgerät ist besonders gering, wenn zur Wiedergabe der Zeichen eine bei
Fernsehempfängern übliche Bildröhre mit induktiver Ablenkung vorgesehen ist, deren Ablenkspulen mit eingeprägter Spannung gesteuert werden.
Die Erfindung ist nachstehend anhand der Zeich nungen beispielsweise erläutert.
Figur 1 zeigt eine schematische Übersicht einer Anordnung zur Darstelllung von Schriftzeichen, Ibei der das Verfahren gemäss der Erfindung benutzt wird,
Figur 2 zeigt ein Blockschaltbild,
Figur 3 ist eine D;arstellung des Zeichenvorrats bei einer Ausführungsform gemäss der Erfindung.
Figur 4 dient zur Verdeutlichung des Schrei'bverfah- rens in sogenannten Differenzkoordinaten,
Figur 5 dient zur Erläuterung eines Verfahrens zur besonders guten Ausnutzung,der Kapazität des die Bildsymbole enthaltenden Festwertspeichers,
Figur 6 zeigt eine bevorzugte Ausführungsform der Schaltungsanordnung des Digital-AnalogUmsetzers.
In Figur 1, welche eine Übersicht über eine Anordnung zur Übertragung von Schriftzeichen. u. dgl. auf mehrere Sichtgeräte 1 zeigt, die mit einer Fernsehlbild- röhre 2 ausgestattet sind, ist mit 3 eine Tastatur bezeichnet, welche neben Tasten für Schriftzeichen entsprechend einer Schreibmaschinentastatur 4 zusätzli che Tastenfelder 5, 6 besitzt, welche Tasten zum Einschalten, Löschen, Bewegen der Schreibmarke, Ein fügung neuer Zeichen und zum Aussenden des gespei cherten Textes an eine Empfangsstelle, wie Datenver arbeitungsaniage 7 enthalten. Die Tastatur 3 erzeugt beispielsweise Zeichen gemäss dem CITT Nr. 5 Code, d. h., jedes Zeichen besteht aus 7 Bit und einem
Paritätsbit.
Da die Zeichen wesentlich sohneller ilm
Sichtgerät angezeigt werden als die manuelle Eingabe möglich ist, ist es nicht erforderlich, eine Tastensperre vorzusehen, wie dies bei üblichen Fernschreibmaschinen stets notwendig ist.
In Figur 1 sind die Leitungswege, welche die Übertragung der Schriftzeichen entsprechenden Signale ausführen, durch verstärkte Linien gekennzeichnet. Die in schwächeren Linien dargestellten tbertragungswege führen die Steuersignale.
Die in der Tastatur 3 erzeugten digitalen Zeichen signale werden zunächst an den Bildwiederholspeicher 8 geleitet. Dieser gibt die Zeichensignale periodisch ent sprechend der Bildwechselfrequenz im Sichtgerät 1 an den
Bildgenerator 9 in der Reihenfolge ihrer Einschaltung aus. Ferner sind im Bildwiederholspeicher 8 besondere Einrichtungen vorgesehen, die dazu dienen, die Zeichen an der gewünschten Stelle der wiedergegebenen Bildfläche anzubringen, die Schreibstelle zu verschieben, einzelne Zeilen zu löschen und dergleichen mehr.
Hierzu arbeitet der Bildwiederholspeicher 8 mit einer Steueranordnung 10 zusammen, die über besondere Steuer leitungen 11, 12, 13, 14, 15 mit den Grundbausteinen der Anordnung verbunden ist.
tDer Bildgenerator 9 enthält einen Festwertspeicher 16 sowie ein,Signalumwanldluan!gsteil 17, welcher die von dem Festwertspeicher 16 als digitale Signale ausgegebenen Bildsymbole in analoge Signale umwandelt, die den Sichtgeräten 1 über Koaxialkabel zugeführt werden.. Die beschriebene Anordnung gestattet es, an einen' Bildgenerator 9 mehrere Sichtgeräte 1 anzuschliessen, so dass be.ispielsMZIeise wie in Figur 1 dargestellt, ein Sichtgerät in der Nähe der Eingabetastatur 3 und ein weiteres Sichtgerät davon entfernt an einem Kontrollplatz aufgestellt werden kann.
Die Verbindung zwischen den Sichtgeräten 1 und dem Bildgenerator 9 kann gemäss einer Ausführungsform der Erfindung durch drei Koaxialkabel erfolgen, welche jeweils die Helltastsignale und die Abienksignale in der horizontalen und in der vertikalen Richtung übertragen. Die Entfernung zwi sehen Sichtgerät und dem Bildgenerator 9 kann dabei jeweils in Grössenanordnung von 100 m betragen Daher ist es möglich, innerhalb eines Gebäudekomplexes mehrere Siohtgeräte wahlweise mit einer Speicher anordnung zu verbinden.
In dem in Figur 1 dargestellten Ausführungsbeispiel ist ferner die Verbindung der Anzeigeanordnung mit einer Datenverarbeitungsanlage 7 gezeigt, wodurch es möglich wird, mittels der Tastatur 3 ilm sogenannten Dialogverfahren mit der Datenverarbeitungsanlage 7 in Verbindung zu treten, dieser Aufgaben zu stellen und deren Ergebnis über den Bildschirm 2 des Sichtgerätes 1 übernittelt zu bekommen. Hierzu wird der Bildwiederholspeicher 8 zusätzlich mit einem Steuergerät 18 für die Datenübertragung verbunden. Dieses steuert den Datenfluss von und zur Datenverarbeitungsanlage 7. Derartige Geräte sind bereits vorgeschlagen worden.
Sie dienen der Umsetzung in der typischen Übertragu.ngs- geschwindigkeit, beispielsweise 1200 und 2400fgegebe- nenfalls auch 4800 Bit/s. Hierauf soll hier jedoch nicht näher eingegangen werden. Zu erwähnen ist lediglich, dass neben einer Tastatur 3 auch als Eingabegerät noch Kartenabtaster, Magnetbandgeräte, Lochstreifenabtaster usw. verwendet werden können, um mit der Datenverarbeitungsanlage 7 in Verkehr zu treten. Die Bedienung wird dabei wesentlich erleichtert, wenn über ein Sieht gerät 1 die Eingabe der Signale überwacht werden kann und gegebenenfalls mit der Datenverarbeitungsanlage in einen direkten Nachrichtenaustausch getreten werden kann.
Die bisher zu diesem Zwecke benutzten Fernschreibmaschinen, die selbstverständlich auch zur Er gänzung eines tmit einem Sichtgerät ausgestatteten Datenendplatzes dienen können, haben jedoch den Nachteil, dass die Ausgabe von Zeichen verhältilis- mässig langsam erfolgt und dass Texte auf einem Blatt Papier ,abgedruckt werden, deren Speicherung in dieser Form tatsächlich nicht notwendig ist.
Eine Ausführungsform der Erfindung ist nachstehend anhand des Blockschaltbildes in Figur 2 näher erläutert.
Dort ist die Eingabetastatur mit 23 bezeichnet. Diese liefert für jedes eingegebene Zeichen ein digitales Signal, z. B. im CCITT Code Nr. 5 an ein Register 22, sowie Steuersignale über die Leitung 21 an den Zähler 20. Der Zähler 20 dient in erster Linie dazu, jedes von der Tastatur 23 in das Register 22 überführte Zeichen zu zählen. Er kann aber auch dazu benutzt werden, die Schreibstelle zu verschieben usw. Hierzu lässt sich der Zähler 20 über die Verbindung 21 von der Tastatur 23 her in seiner Einstellung verändern bzw. voreinstellen.
Darauf wird jedoch später noch eingegangen werden.
Ein in dem Register 22 gespeichertes Signal wird zum geeigneten Zeitpunkt von der Steuerschaltung 24 in den Bildwiederholspeicher 25 überführt. Der Bild wiederholspeieher 25 besteht im dargestellten Ausführungsbeispiel aus 5 Laufzeitspeichern 26...30. Bei den Laufzeitspeichern 26...30 handelt es sich um magnetostriktive Speicher, wie sie für die Anwendung in Telefonvermittlungen u. dgl. bereits bekannt sind. Auf den Aufbau dieser Speicher braucht daher nicht näher eingegangen zu werden. Die Speicher 26.. .30 gestatten beim dargestellten Ausführungsbeispiel die Speicherung jeweils von 1856 Bit. Die von einem Taktgeber 31 gelieferte Taktfrequenz beträgt 1,8 MHz.
Die Anordnung ist dabei derarttgetroffen, dass jeweils auf den nächsten Speicher umgeschaltet wird, wenn der vorhergehende Speicher vollgeschrieben ist. Um ein flimmer- freies Bild auf dem Bildschirm zu erreichen, ist eine Bildwiederholfrequenz erforderlich, die in Grössenordnungen von 30 Hz liegt, da es sich jla bei der Wiedergabe -meist um stillstehende Bilder handelt, bei denen das Flimmern besonders störend in Erscheinung tritt, falls die Bildwiederholfrequenz zu niedrig gewählt ist.
Bei dem besprochenen Ausführungslbeispiel der Erfindung ist eine Bildwiederholfrequenz von 38,8 pro Sekunde vorgesehen. Damit stehen für die Wiedergabe eines Bildes jeweils 25,6 ms zur Verfügung. Davon sind für Zeilen- und Bildrücklauf 1,6 ms erforderlich. Beträgt die Bildschirmkapazität z. B. 1080 Zeichen, so muss jedes Zeichen in 22,2Crs geschrieben werden.
Der Bildwiederholspeicher 25 muss also mindestens in diesem zeitlichen Abstand die Zeichen zur Übertragung anbieten. Um nun am.Ausganlg des Speichers 25 jeweils alle 22,us ein neues Zeichen zu erhalten, werden die von der Tastatur 23 erzeugten Zeichen jeweils nicht aneinander unmittelbar ansohliessend, sondern mit einem Versatz von 5 Zeichen gespeichert. Der von Taktgeber 31 gleichzeitig synchron fortgeschaltete Zähler 33, dessen Stellenkapazität der Speicherkapazität des Speichers 25 für die einzugebenden Zeichen entspricht, gibt jeweils die laufende Nummer eines am Ausgang 32 des Laufzeitspeichers 25 abgegebenen Zeichens an.
Der jeweilige Stand des Zählers 33 und des Zählers 20 wird in einer Vergleichsschaltung 24 verglichen und bei Gleichstand ein Markenimpuls an die Steuerschaltung 24 ,ahgege- ben, wodurch ein neues Zeichen in den Laufzeitspeicher 25 eingeschrieben wird Auf diese Weise ist sichergestellt, dass neue Zeichen jeweils an die nächste freie Stelle hinter das zuletzt eingeschriebene Zeichen gesetzt werden, falls ,nicht von der Tastatur 23 eine Verschiebung der Schreibstelle willkürlich vorgenommen wird, indem der Zähler 20 eine Voreinstellung oder zwangsläufige Weiterschaltung erfährt.
Der Laufzeitspeicher 25 ist derart ausgebildet, dass bei erneutem Einschreiben jeweils eine Löschung des vorher an der betreffenden
Speicherstelle -stehenden Zeichens erfolgt. Eine Verschiebung der Information im Speicher 25 um ein Zeichen lässt sich in einfacher Weise dadurch erreichen, dass der Speicher durch ein Schieberegister für 8 Bit verlängert wird, d. h. dieses Schieberegister wird zwischen den Zeichen von der Laufzeitschleife empfangenden und den an das andere Ende der Laufzeitsohleife Zeichen abgebenden Wandler geschaltet, so dass eine Speicherung für ein Zeichenintervall zusätzlich möglich ist.
Die Anordnung wird zweckmässig derart getroffen, dass durch Druck auf eine von 4 Bedienungstasten die Schreibstelle, die durch eine im Ruhezustand blinkende Marke gekennzeichnet wird, nach links, rechts, oben und unten transportiert wird. Dies erfolgt in einfacher Weise durch zwangsläufige Veränderung des Standes des Zählers 20. Die Bedienung lässt sich dadurch erleichtern, dass bei dauerndem Druck auf eine dieser Tasten, z. B. nach 0,4 Sekunden, ein automatischer Transport der Schreibstelle mit einer Geschwindigkeit von 10 Schritten pro Sekunde eingeleitet wird.
Hierzu sind lediglich ein die erforderliche Fortschaltfrequenz, lieferndes Generator und einige Steuerschaltungen erforderlich, die aus Gründen der Vereinfachung in Figur 2 nicht dargestellt sind.
In Abhängigkeit von einer auf dem Bildschirm durch Blinken angezeigten Schreibmarke lassen sich weitere Befehle über die Tastatur 23 eingeben, z. B. könnte die Schreibmarke auch als Begrenzung bei zeilenweisem Löschen innerhalb einer Zeile angewendet werden. In jedem Fall ergibt der Vergleich zwischen dem Stand des Zählers 20 und dem Stand des Zählers 33 mittels der Vergleichsschaltung 23 die Stellung der Marke auf dem Bildschirm an. Ein leichtes Auffinden der Schreibstelle im Text lässt sich dadurch ermöglichen, dass im Still stand die Marke mit einer Frequenz von 2,5 Hz klinkt, während sie für die Dauer des Transportes ständig aufleuchtet.
Durch zwangsläufige Vorstellung des Zählers 33, beispielsweise von der Tastatur aus, lässt sich ferner eine Verschiebun,g der Information auf dem Bildschirm in der Weise vornehmen, dass die Zeilen nach oben oder unten verschoben werden und ggf. die nicht mehr wiedergegebenen untersten Zeilen dafür am oberen Bildrand erscheinen und umgekehrt.
Die im Laufzeitspeicher 25 (Bildwiederholspeicher) gespeicherten und entsprechend der Bildwechselfrequenz ausgegebenen Signale werden in der gleichen Schrittfolge, wie sie die Tastatur 23 geliefert hat, an den Bildgenerator 35 geleitet. Der Bildgenerator 35 enthält einen Festwertspeicher 36 für die Zeichensymbole. Jedes dem Festwertspeicher zugeführte Zeichen wird durch 8 Bit dargestellt, wobei 1 Bit zur Paritätsprüfung ausser Betracht bleibt. Ein aus 7 Bit bestehendes Zeichen bietet eine Übertragung von 128 Möglichkeiten. Die an den dick ausgezogenen, die Zeicheninformation übertragenden Linien angebrachten Ziffern 7, 9, 12 geben an, wieviele Bit für die Übertragung eines Zeichens bzw.
einer Differenzkoordinate verwendet werden. Zweckmässig erfolgt hierbei Parallelübertragung.
Der Festwertspeicher 36 ist als Übertrager- speicher mit weichmagnetischen Kernen ausgeführt, in welche Drähte wahlweise entsprechend der zu speichernden Information eingelegt, werden können. Derartige Festwertspeicher sind bereits bekannt, so dass auf deren Wirkungsweise nicht näher eingegangen wird.
Bemerkenswert ist jedoch die beim Ausführungs beispiel der Erfindung vorgesehene -Aufteilung des Spei chers 36 in einen Adressenteil und einen Koordinatenteil , welch letzterer die Differenzkoordinaten der einzelnen Elemente für die auf dem Bildschirm zu schreibenden Zeichen sowie weitere Adressen enthält.
Der Adressenteil dient gewissermassen als Inhalts verzeichnis und die zur Verfügung stehenden 128 verschiedenen Zeichen aus dem Laufzeitspeicher 25 werden hier entsprechend einem Inhaltsverzeichnis in eine Adresse umgewandelt, welcher im Koordinatenteil des Speichers einer Reihe von Differenzkoordinaten (Block) entspricht, die bei Ansteuerung dieser Adresse ausgegeben werden. Diese Reihe enthält jeweils die Differenzkoordinaten, welche der Strahl der Kathodenstrahlröhre, ausgehend von einer Anfangs- koordinate innerhalb eines Zieichenrasters nacheinander anzusteuern hat.
Ferner sind auch die zugehörigen Signale für die Hell- und Dunkelsteuerung des Strahls im Koordinatenbereich des Speichers enthalten.
Als Beispiel für den Zeichenvorrat in einer Anordnung nach der Erfindung sei auf Figur 3 verwiesen. Aus dieser Darstellung ist ersichtlich, dass sämtliche Zeichen aus waagrechten, senkrechten und unter dem Winkel einer Diagonale des Zeichenrasters verlaufenden Zeichen zusammengesetzt sind. Figur 4 zeigt das Zeichenraster, welches in senkrechter Richtung 7 Schritte und in waagrechter Richtung 4 Schritte für die Strahlbewegung enthält, für welche {Differenzkoordinlaten festgelegt sind.
Der Festwertspeicher 36 dient jedoch nicht der un;mittel- baren Steuerung der Strahibewegung im Sichtgerät, sondern gibt die Differenzkoordinaten in digitalen Signalen aus. Jede derartige Koordinate ist in einem Wort mit 12 Bit enthalten. Dabei dienen 9 Bit als eigentliche Di'fferenzkoordinate, aus welcher die Halte- und Be schleun.igungsspannung für die Strahibewegung abgelei- tet werden, wie später noch erläutert ist. Ein weiteres Bit dient der Anzeige, ob es sich um eine Koordinate oder eine Adresse handelt.
Dieses ist für den weiter unten erläuterten Fall der Verwendung gleicher Zeichenelemente beim Schreiben verschiedeniartiger Zeichen von Bedeutung. Zwei weitere Bit enthalten die Information, ob es sich um eine allgemeine Koordinate, d. h. den Schluss des Zeichens oder um ein Sonderzeichlen handelt.
Zur Erläuterung der Wirkunlgsweise des Festwertspeichers 36 sei nachstehend auf Figur 5 verwiesen. Der von den Signalen aus dem Laufzeitspeicher 25 angesteuerte Inhaltsverzeichnisbereich enthält jeweils die Adresse der ersten Differenzkoordinate eines Zeichens bzw.
von dessen Koordinlate.nblock, welcher in dem Koordinatenbereich des Speichers 36 enthalten ist. Soll beispielsweise gemäss der Figur 5 der Buchstabe B auf dem Bildschirm des Sichtgerätes geschrieben werden, so wird nach Druck lauf die entsprechende Taste der Eingabetastatur (23 in Fig. 2) über den Laufzeitspeicher dem Festwertspeicher des Bildgenerators die enbsprechende Information, bestehend aus 7 Bit, zugeleitet. Im Adressenteil für den Buchstaben B steht die Adresse der ersten Differenzkoordin'ate, ausgehend von der Grund- stellunlg des Strahl es links unten im Zeichenraster.
Auf die erste Differenzkoordinate folgen jedoch nur 3 weitere Koordinaten, welche das Schreiben der unteren Schleife des Buchstabens B festlegen. Darauf ist im Koordinaten teil eine weitere Adresse enthalten, welche die Adresse einer Koordinate des Zeichens P darstellt, worauf in gleicher Weise durch Schreiben des Buch stabens P der Buchstabe B vollendet wird. Wie aus Figur 3 ersichtlich, lässt sich. die mehrfache Verwendung einzelner Zeichenelemente gleichzeitig für eine grosse Anzahl von Zeichen durchführen, wodurch sehr viel Speicherkapazität eingespart werden kann.
Die Anord nung lässt sich noch dadurch vereinfachen, dass íaus dem Festwertspeicher 36 jeweils Koordinaten und Adressen gemischt wieder ausgegeben werden und eine SchlaltunWg zur Unterscheidung zwischen Adresse und Koordinate vorgesehen ist, die bewirkt, dass die durch ein Informationsbit, wie oben erwähnt, besonders gekennzeichnete Adresse erneut im Speicher angesteuert wird, worauf die zu dieser Adresse gehörenden Differenzkoordinaten ausgegeben werden.
Nach dieser Erläuterung der Wirkungsweise des Festwertspeichers bei einem Ausführungsbeispiel nach der Erfindung wird die Beschreibung der Anordnung nach Figur 2 fortgesetzt. Wie erwähnt, liefert der Festwertspeicher 36 eine Folge von als binäre Signale dargestellte Differenzkoordinaten. Jedes abgegebene Zeichen stellt ein Wort mit 12 Bit dar, wobei die Koordinate nur durch 9 Bit dargestellt wird. Davon zeigt ein Bit an, ob der Strahl hell oder dunkel getastet werden muss und weitere Bit dienen der Unterscheidung, ob es sich um eine Adresse, eine allgemeine XKoordinate, und koordinate oder um ein Sonderzeichen handelt.
Von den 8 Bit, welche die Differenzkoordinate selbst kennzeich- nen (1 Bit dient der Anzeige Hell/Dun!kel ) geben jeweils 3 Bit die Anzahl der Schritte m horizontaler Richtung (Ex) an.
Es ergeben sich also maximal 7 lKoordinatenlschritte.
Ausgenutzt werden beispielsweise je 22 Schritte in positiver x-Richtung und 21 Schritte in negativer x Richtung (#x). Dabei gibt 1 Bit jeweils das zugehörige Vorzeichen plus oder minus an. 3 weitere Bit sowie 1 Bit für das Vorzeichen sind für die ausszuführen/den Schritte des Strahls in senkrechter Richtung (Ay) vorgesehen. Nach Umwandlung des digitalen Signals in ein Analogsignal führt eine Superposition dazu, dass die Strahlbewegung auch in d,iagonaler Richtung des Rasters (vgl.
Fig. 4) erfolgen kann
Wie erwähnt, befindet sich das von dem Festwertspeicher 36 ausgegelbene Zeichen für die Koordinate zunächst in einem Register, welches in Figur 2 mit 37 bezeichnet ist. Auf ein Signal über das UNlDWGatter 38 an das Register 37 erfolgt die Parallelausgabe der gespeicherten Differenzkoordinate, welche durch 9 Bit ausgedrückt wird. Unter Aufteilung auf die Registerstufen 41, 42, 43, 44, 45.
Dabei enthialten die Register 42, 43 jeweils die 3 Bit für die IDifferenzkoordinlaten Ex und Ay. Die Registerstufen 41, 44 speichern das Vorzeichen für tx und ty, während die Registerstufe 45 den Helligkeitswert speichert. Ist die jeweilige Koordinate von Null verschieden, so sorgt eine Abfrageschaltung 46 bzw. 47 dafür, dass die entsprechende Anzahl von Impulsen des Taktgebers 31, welche über die Leitung 48 zugeführt werden, über elektronische Schalter 50, 51 jeweils einem weiteren elektronischen Schalter 52, 53 zugeleitet werden. Die Anordnung ist dabei derart getroffen, dass die Register 42 und 43 leer gezählt werden.
Sind diese beide leer, d. h. #y = 0, so erfolgt über das UND-Gatter 38 ein Freigabesignal für die im Register 37 stehende neue Koordinate. Die der jeweiligen Differenzkoordinate #x und #y entsprechende Impulsreihe wird je nach ihrem Vorzeichen über elektronische Schalter 52 und 53, welche unter dem Einfluss des Vorzeichensignals in den Registerstufen 41 und 44 umgeschaltet werden, auf eine der beiden Leitungen 54, 55 für die Beschleunigungsimpulse in x-Richtung und 56, 57 für die Beschleunigungsimpulse in y-Richtung geleitet. Die Zähler 58 und 59 werden dabei von den über die Leitungen 54, 55 bzw. 56, 57 übertragenen Impulse in Vorwärts- oder Rückwärtsrichtung entsprechend dem zugehörigen Vorzeichen fortgeschaltet und stellen Register zur Speicherung der jeweiligen Differenzkoordinate dar.
Die Zähler 58 und 59 sind ferner über die Leitung 60 mit dem Zähler 33 verbunden, aus welchem sie Signale zur zwangsläufigen Voreinstellung entsprechend der Umschaltung auf eine neue Zeile sowie für den Bildrücklauf erhalten. Zusammen mit den Beschleunigungsimpulsen, welche über Leitungen 54.. .57 übertragen werden, erfolgt eine (Parallel)-Übertragung des Standes der Zähler 58 und 59 auf die Digital-Analog Umsetzer 61, 62 über die Leitungen 67, 68. Die Anordnung wird dabei zweckmässig derart getroffen, dass Ausgänge 58, 59 mit entsprechenden Eingängen der Digital-Analogumsetzer 61, 62 verbunden sind.
Der Digital-Analog-Umsetzer 61 dient zur Umset- zung der Koordinaten in horizontaler, d. h. in x Richtung, in der die erforderlichen analogen Werte der Halte- und Beschleunigungsspannungen, die über das Koaxialkabel 63 zum Horizontalablenlkverstärker im Sichtgerät übertragen werden. Die Verbindung zwischen dem Digital-Analog-Umsetzer 62 und zudem V;ertikalab- lenkverstärker im Sichtgerät erfolgt durch das Koaxialkabel 64. Ein weiteres Koaxialkabel 65 überträgt die Impulse zur Hell- und Dunkeltastung des Kathoden- strahls der Bildröhre. Dabei ist mit 66 ein Verstärker bezeichnet, der vom Register 45 her angesteuert wird.
Die Analog-Digital-Umsetzer 61 und 62 enthalten neben der eigentlichen Umsetzerschaltung zusätzliche Endverstärker für die Leitungsübertragung.
Eine Ausführungsform eines Digital-Analog-Wand- lers, wie er im Rahmen der Erfindung mit Vorteil anwendbar ist, zeigt die Figur 6. Wesentlich für die Güte der Darstellung der Zeichen auf dem Bildschirm ist die Linearität eines derartigen Digital-Analog-Wandlers. Jede Koordinate ist durch digitales Signal mit 8 Bit dargestellt, welches in Paralleldarstellung vom zugehörigen Zähler aus übertragen wird. Dabei ist für jedes Bit ein Transistorschalter vorgesehen, welcher in Figur 6 mit 71... 73... usw. bezeichnet ist.
Diese Transistorschalter schalten jeweils den zugehörigen Widerstand 81, 82, 83 ... an eine konstante Spannung Us, so dass am Punkt 80, an welchem die Koaxialkabel 90 und 91 angeschlossen sind, die zu zwei Sichtgeräten führen, eine unterschiedliche, genau gestufte Spannung erhalten wird. Der Strom durch den Widerstand 92 wird nämlich genau proportional dem Wert der Widerstände 81, 82, 83... bei der Ansteuerung der zugehörigen Transistorschalter 71, 72, 73... geändert. Zur Temperaturkompensation und Konstanthaltung der Speisespannung Ur ist eine Kompensationsschaltung, bestehend aus den Transistoren 93, 94, 95 vorgesehen, welche mit der Zenerdiode 96 zusammenarbeitet.
Jeder Digi,tal Analog-Umsetzer (61, 62 in Fig. 2) besitzt ferner 3 Transistorschalter und jeweils einen zugehörigen Widerstand für die Differenzkoordinaten, aus welchen die einzelnen Zeichen gebildet werden.
Ferner sind 5 weitere derartige Stufen beim Digital Analog-Umsetzer 61 für die Bezeichnung der Zeile im Bild vorgesehen (Anfiangs- undsEnldkoordinate in Zeilenraster), während der Digital-Analog-Umsetzer 62 entsprechend den Spalten bzw. der Anzahl der Zeichen in einer Zeile hierfür 9 Stufen erfordert. Zwei weitere
Stufen werden von den Leitungen 54, 55 bzw. 56, 57 angesteuert und erzeugen die positiven und negativen Beschleunigungsimpulse für die Bewegung des Strahles nach oben oder unten bzw. nach links oder nach rechts.
Schliesslich ist noch eine weitere Stufe für das Rücksetzsignal zum Zwecke des Zeilen- und Biidrücklaufes vorgesehen. Die Widerstände 81, 82... im Digital Analog-Wandler nach Fig. 6 werden zweckmässig in einer ganz besonderen Weise gestuft, z. B. derart, dass jeder Widerstand jeweils den doppelten Wert des Widerstandes der vorhergehenden Stufe besitzt. Es ist bekannt, in ähnlicher Weise wie bei der Darstellung von Schriftzeichen auch bildlich Darstellungen., wie einfache Schaltbilder o. dgl. auf einem Bildschirm einer Katho denstrahlröhre zur Anzeige zu bringen. Hierbei werden beispielsweise jeweils zwei durch Koordinaten festgelegte Punkte durch Striche verbunden.
Das beschriebene Verfahren lässt sich in einfacher Weise auch zur Wiedergabe graphischer Darstellungen abwandeln, indem die Bedeutung der Tasten der Tastatur bzw. der vom Bildwiederholspeicher abgegebenen Zeichen geän- dert wird, und zwar in dem Sinn, dass den einzelenen Tasten Strichelemente verschiedener Richtung, Länge und Helligkeit zugeordnet werden. Dies kann nach Art der bei Fernschreibmaschinen üblichen Buchstaben/Ziffernumschaltung erfolgen, wodurch der Festwertspeicher umgeschaltet oder ein weiterer Speicher zugeschaltet wird.
Der Endpunkt eines Striches lässt sich dabei als Anfangspunkt des nächsten Striches verwenden, denn der Strahl der Bildröhre ist prinzipiell nicht an ein Zeilenraster gebunden, sondern beliebig über den Bildschirm steuerbar, wenn die bei der Wiedergabe von Schriftzeichen bei dem oben beschriebenen Ausführungsbeispiel benutzte zeilenweise Abl enkbewegung des Strahles unterdrückt wird, die den AlblenlZbewegungen zum Schreiben der einzelnen Zeichen überlagert ist.
Dies kann durch Abschaltung des Zählers 33 in Fig. 2 bzw. durch Unterbrechung der Leitung 60 erfolgen.
PATENTANSPRÜCHE
I. Verfahren zur Darstellung von aus geraden Strichen zusammengesetzten Zeichen oder Zeichnungen auf dem Bildschirm einer Kathodenstrahlröhre, dadurch gekennzeichnet, dass zur Darstellung von Zeichen, diesen Zeichen entsprechende Signale von einer Signalquelle (3, 7, 23) in binärcodierter Form an einen als Bildwiederholspeicher (8, 25) dienenden Speicher geleitet werden, aus dem die eingeschriebenen Zeichen nacheinander entsprechend der Bildwechselfrequenz wiederholt einem in einem Bildgenerator (9, 35) enthaltenen Festwertspeicher (16, 36) zugeführt werden, welcher darauf die den einzelnen Zeichen,
zugeordneten Grössen der Strahibewegung als digitale Signale ausgibt sowie die zugehörigen Helltastimpulse erzeugt, çund dass die Grössen der Strahlbewegung über Digital-Analog- Wandler in Form von Halte- und Beschleunigungsspannungen zusammen mit den Rücklaufsignalen den Ablenkspulen einer Fernsehbildröhre (2) in einem Sichtgerät (1) zugeführt werden.
II. Anordnung zur Durchführung des Verfahrens nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass als Bildwiederholspeicher (25) mehrere magnetostriktive Laufzeitspeicher (26 bis 30) vorgesehen sind, die nach- einander mit Zeichen beaufschlagt werden und ausgangsseitig mit dem Bildgenerator (35) verbunden sind.
UNTERANSPRÜCHE
1. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass das Schreiben der Zeichen durch den
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