CH508301A - Anordnung an einer Stromrichtermaschine zur Verbesserung von deren Stromwendung - Google Patents

Anordnung an einer Stromrichtermaschine zur Verbesserung von deren Stromwendung

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CH508301A
CH508301A CH1210568A CH1210568A CH508301A CH 508301 A CH508301 A CH 508301A CH 1210568 A CH1210568 A CH 1210568A CH 1210568 A CH1210568 A CH 1210568A CH 508301 A CH508301 A CH 508301A
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CH1210568A
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Hermann Dr Harz
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Siemens Ag
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Description


  Anordnung an einer Stromrichtermaschine zur Verbesserung von deren Stromwendung    Der Patentanspruch des Hauptpatentes 486 156 be  trifft eine Anordnung an einer Stromrichtermaschine,  die über einen     gesteuerten    Stromrichter aus einem  Gleich- oder Wechselstromnetz gespeist wird, zur Ver  besserung ihrer     Stromwendung,    bei der in Reihe     zu    den  Klemmen der Ständerwicklung je eine Wicklung glei  cher Windungszahl geschaltet ,ist, die gleichachsig und  gemeinsam, eng gekoppelt auf dem magnetischen, ge  blechten Krens :eines einphasigen Stromwandlers ange  ordnet sind und deren Summendurchflutung in strom  wendelosen Zeiten Null ist, :

  die dagegen in den Strom  wendezeiten     die        in    der Phase,     in    der der Strom gelöscht  werden soll, gespeicherte magnetische Energie des     Streu-          feldes    auf die Phase, auf die der Strom übergeleitet wer  den soll, übertragen.

   Die Ständerwicklungen der Ma  schine werden durch diesen Stromwendewandler so eng  miteinander gekoppelt, dass bei der Stromwendung die  dem     Streufluss    der stromwendenden Phase     (Löschphase)     entsprechende     magnetische        Energie    in kürzester     Zeit    auf  die neu zugeschaltete Phase (Stromphase)     übergehen     kann. Dies hat     leichtere    Stromwendung und :dadurch       günstigere    Bemessung der Maschine zur Folge.  



  Stromrichtermaschinen der Synchron-Bauart mit  gleichstromerregtem Läufer, wie sie vorzugsweise für  grosse Leistungen in Frage     kommen,    können, wenn     sie     aus einem Gleichstrom-(zwischen)-Kreis gespeist wer  den, nicht von selbst anlaufen. Sie benötigen     im    Dreh  zahlbereich von Stillstand bis     :etwa    10 % der Nenndreh  zahl eine unabhängige Wechselstromquelle für die       Stromwendung.    Es ist bekannt, dafür einen an das Dreh  stromnetz angeschlossenen Drehstromhilfsumspanner zu       verwenden,    essen     Zweitwicklungen    in     Reihe    zu den  Strangwicklungen der Maschine liegen.

   Die Schwierig  keit bei dieser     Löschung    besteht darin, dass man die  sen Umspanner nicht stossfrei abschalten kann, wenn  die Maschine von Fremdstromwendung auf Eigenstrom  wendung übergeht. Der Vorteil dieser Anordnung     liegt     jedoch darin, dass man nur eine einfache Drehstrom  brücke mit sechs Thyristoren bei 3-Phasenstrom benö  tigt.     Andere    Lösungen     :erfordern    bei stossfreier Um-    schaltung, ebenfalls bei Fremdstromwendung, minde  stens zwei Drehstrombrücken mit insgesamt zwölf Thy  ristoren.  



  Die vorliegende     Erfindung    betrifft eine     weitere    Ver  besserung der im Patentanspruch ,des Hauptpatentes de  finierten Erfindens. Gemäss der vorliegenden Erfindung  wird bei einer Anordnung an einer Stromrichterma  schine, die über einen gesteuerten Stromrichter aus  einem Gleichstrom- oder Wechselstromnetz gespeist  wird, zur Verbesserung ihrer Stromwendung :die Stän  derwicklung der in Synchronbauart ausgebildeten Strom  richtermaschine nur über eine einzige Drehstrom-Haupt  thyristorbrücke gespeist und :

  der Sternpunkt der Ständer  wicklung eist mit dem Mittelpunkt einer aus zwei Dio  den beistehenden Brücke verbindbar, die gegenparallel  zur Hauptbrücke liegt und gleichachsig zu dien je in  Reihe mit je einer Ständerwicklung liegenden, als Zweit  wicklungen vorgesehenen Wicklungen gleicher Win  dungszahl des einphasigen, als Stromwendewandler wir  kenden Stromwandlers ist eine einphasig an das Dreh  stromnetz anschliessbare Erstwicklung angeordnet. Da  durch erhält man ebenfalls nur mit einer Drehstrom  brücke zu sechs Thyristoren und mit dem im Hauptpa  tent angegebenen Stromwendewandler einen völlig     stoss-          freien    Übergang von Fremd- auf Eigenstromwendung.

    Der für die Verbesserung der Stromwendung vorgese  hene Stromwendewandler wird also noch mit einer zu  sätzlichen Wicklung zum einphasigen     Anschluss    :an das  Wechselstromnetz versehen. Ausserdem ist gegenparal  lel zur gesteuerten Drehstrombrücke der     Stromrichter-          mase'ne    eine aus zwei Dioden bestehende     Brücke    er  forderlich, deren Mittelpunkt mit dem Sternpunkt der  Ständerwicklung der Stromrichtermaschine verbunden  ist.

   Solange die von der Stromrichtermaschine bei klei  nen Drehzahlen erzeugüe Gegenspannung für :die Strom=       wendung    nicht ausreicht, werden durch das Zusammen  wirken des an das Netz angeschlossenen     Stromwende-          wandl:

  ers,    der     Diodengegenbrücke        und    der     Verbindung     zum Sternpunkt der     Ständerwicklung    die jeweils gezün  deten     Thyristoren    im Takt der     Netzfrequenz        stromlos         und stromführend, so dass sie richtig gesteuert werden  können und die Ständerdurchflutungsachse auch bei ver  änderlicher     Drehzahl    im richtigen Winkel     zur    Läufer  durchflutungsachse bleibt. Die Maschine     läuft,daher    aus  dem Stillstand sicher an und kann, wenn sie etwa 10 %  der Nenndrehzahl terreicht hat, auf Eigenstromwendung  umgeschaltet werden.

   Zu diesem Zweck wird lediglich  die Erstwicklung des Stromwendewandlers vom Netz  abgeschaltet. Der     Wandler        liefert    dann selbsttätig die  richtigen Stromwendespannungen bei Dreiphasenstrom  mit der dreifachen Drehfrequenz .der Stromrichterma  schine. Auch die Leitung zum Sternpunkt der Ständer  wicklung kann unterbrochen werden, da bei Eigenstrom  wendung der Stromkreis über den Sternpunkt und die  Diodengegenbrücke nicht mehr benötigt wird. Die Ver  bindung kann aber auch bestehen bleiben.  



  An Hand der beigefügten Figuren soll     ein    Ausfüh  rungsbeispiel der     Erfindung    näher     erläutert    werden. In  Fig. 1 bezeichnet l einen Stromrichtermotor mit den  drei Ständersträngen 2, 3, 4 und einem mit Gleichstrom  erregten Läufer. Der Motor ist an eine Thyristor-Dreh  strombrücke 5 mit den sechs Thyristoren 6, 7, 8, 9, 10,  11 angeschlossen, die     von    den     Klemmen    12, 13     eines     Gleichstromzwischenkreises gespeist wird.

   Dieser sei  über die Thyristorbrücke 14 an das Drehstromnetz 15  angeschlossen. 16 bezeichnet den Stromwendewandler  mit den drei Zweitwicklungen 17, 18, 19 gleicher Win  dungszahl, die gleichachsig auf einem gemeinsamen ma  gnetischen Kreisangeordnet und mit den drei Ständer  strängen 2, 3, 4 in Reihe geschaltet     sind.    Ausserdem  befindet sich gleichachsig und auf dem     .gleichen    magne  tischen Kreis noch eine     Erstwicklung    20, die an das       Wechselstromnetz    normaler Frequenz z. B. 50     Hz    an  geschlossen ist. Die Ständerwicklung 2, 3, 4 hat einen  Sternpunkt 21, der mit dem Mittelpunkt 22 der aus den  beiden Dioden 23, 24     bestehenden    Brücke verbunden  ist.

   Diese Brücke liegt gegenparallel zur Brücke 5.  



  Die Anordnung wirkt     folgendermassen:     Die Erstwicklung 20 des Stromwendewandlers sei  zunächst noch vom Netz .abgeschaltet.     Werden    jetzt die  Thyristoren 6, 10 und 11 gezündet, so fliessen in den  drei Strängen Ströme, wie sie in Fig. 2a dargestellt sind,  im Strang 2 ein Strom mit dem     Wert    1 und in den Strän  gen 3, 4 je der Strom 0,5. Alle drei Stränge bilden die  Summendurchflutung - des Ständers mit dem relativen  Wert 1,5. Sie ist in Fig. 2a von oben nach unten gerich  tet. In den     Zweitwicklungen    des     Wandlers    16 ergibt  sich die durch die Pfeile dargestellte Summendurchflu  tung Null.  



  Wird jetzt die Erstwicklung 20 des Wandlers 16     auf     das Netz geschaltet und ist für die eine Halbschwingung  die Durchflutung in der Wicklung 20 von unten nach  oben gerichtet, so werden die Ströme in den Zweitwick  lungen 18, 19 und damit auch in den Strängen 3, 4 un  ter dem     Einfluss    der von oben nach unten     gerichteten     erzeugten Spannung zu Null, während gleichzeitig der  Strom im Strang 2 auf den     Wert    1,5 steigt, damit die  Summendurchflutung den Wert 1,5 beibehält. Sie ist  nach wie vor von oben nach     unten        gerichtet.    Der Strom  1,5     fliesst    dabei auf .dem Wege 2, 21, 22, 23, 6, 17, 2  (vgl. Fig. 2b).  



  In der nächsten Halbschwingung ist die Durchflu  tung in der Wicklung 20 des Wandlers 16 von oben  nach unten gerichtet,     infolgedessen        wird    der Strom in  den Wicklungen 17 und 2 zu Null. In den Wicklungen  18, 19 und 3,4     steigt    er dagegen auf den     Wert    0,866,  was als Summendurchflutung den Wert 0,866.2.    wie vor von oben nach unten gerichtet. über     die    Wick  
EMI0002.0034  
   ergibt. Die Durchflutung 1,5 ist im Motor nach  lungen bzw. Thyristoren 3, 18, 10 und 4, 19, 11 fliessen  dabei je ein Strom 0,866, die Summe = 1,73     über    24,  22 zurück zum Sternpunkt, wie dies in Fig. 2c dargestellt  ist.

   Die eine Halbschwingung des Stromes im Wandler  16 ist daher um etwa 15 % grösser als die andere. Man  erkennt, dass für die Verhältnisse nach Fig. 2b die Thy  ristoren 10 und 11, nach Fig. 2c der Thyristor 6 gesperrt  werden könnten.  



  Fig. 2d entspricht wieder dem Zustand in Fig. 2b,  jedoch ist jetzt der Thyristor 10 gesperrt, der Strang 3  hat keine Verbindung mehr zum Minuspol 13. Es kann  vielmehr der Thyristor 7 gezündet werden.  



  Die nächste Halbschwingung ist in der Wicklung 20  (Wandler 16) von oben nach unten gerichtet, ;so     dass     der Strang 3 noch stromlos bleibt, dagegen wird der  Strang 4 mit dem Strom 1,5 beaufschlagt, vgl. Fig. 2e.  Die Durchflutung O des Ständers mit dem Wert 1,5 hat  sich gegenüber Fig. 2d um 60  im Uhrzeigersinn ge  dreht.  



  In der nächsten Halbschwingung Fig. 2f bleibt die  Durchflutung O bestehen, :die Stränge 2 und 3 führen je  den Strom 0,866, der mit 1,73 vom Sternpunkt     abfliesst.     



  In Fig. 2g führt der Strang 4 den Strom 1,5 und der  Strang 2 (Thyristor 6) kann gesperrt, der Thyristor 9       dagegen    gezündet werden, so dass in der nächsten Halb  schwingung Fig. 2h der Strang 3 den Strom 1,5 führt  und die Durchflutung O um westere 60  im Uhrzeiger  sinn gewandert ist.  



  Wie aus Fig. 2b und 2c bzw. Fig. 2e und 2f hervor  geht, kann die Achse der Durchflutung O in der jeweils       erforderlichen    Lage gehalten werden unabhängig da  von, dass unter dem     Einfluss    der vom Wandler 16 mit  Netzfrequenz erzeugten Spannungen die Durchflutung  der Ständerwicklung in der einen Halbschwingung von  einem Strang und in der anderen von den beiden ande  ren Strängen gehalten wird. Jeder Strang wird dabei in  jeder Halbschwingung der Netzfrequenz mit dem     1,5fa-          chen    Strom belastet. Da er aber in der nächsten Halb  schwingung stromlos ist, entspricht dies einer Zunahme  der     Strombelastung    um etwa 7 0/0.

   Da der kleine Dreh  zahlbereich     meistens    nur zum Anfahren     benötigt    wird,  hat dies auf die Abmessungen der Maschine keinen Ein  fluss.  



  An sich ist es auch möglich, jeweils nur zwei     Stränge     im Ständer zu beaufsichtigen, wobei unter der Einwir  kung des Stromwendewandlers die Durchflutungsachsen  im Takt der     Netzfrequenz    unter 120  verlaufen, eine  Summendurchflutung von annähernd 30  kann dann  nur unter Einwirkung von Dämpferkreisen im Läufer  zustande kommen. Die Zweitwicklungen des     Stromwen-          dewandlers    können auch im Sternpunkt der Ständer  wicklung liegen, ohne     dass    sich an der Wirkungsweise  der Anordnung     etwas        ändert.     



  Der Aufwand für     Stromrichtermotoren    wird in sehr  erheblichem Mass durch die erforderlichen     Thyristoren     beeinflusst. Daher bedeutet jede Einsparung auf diesem  Gebiet eine entsprechende     Verbesserung    der Wirtschaft  lichkeit. Die     vorliegende    Erfindung     verringert    die Zahl  der     benötigten        Thyristoren    gegenüber bisherigen Lösun  gen auf die Hälfte.

   Der     Stromwendewandler    ermöglicht  nicht nur eine bessere Beherrschung der Stromwendung  im Betrieb und dadurch eine     bessere        Ausnutzung    und  kleinere Abmessungen der Maschine,     sondern    auch das  Anfahren aus dem Stillstand und den Betrieb bei klei-      neu Drehzahlen. Dafür ist lediglich noch eine Gegen  parallelbrücke aus zwei Dioden erforderlich, was nur  einen kleinen     Einfluss    ,auf den Gesamtaufwand hat.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Anordnung.an einer Stromrichtermaschine, die über einen gesteuerten Stromrichter aus einem Gleichstrom- oder Wechselstromnetz :gespeist wird, zur Verbesserung ihrer Stromwendung, nach dem Patentanspruch des Hauptpatentes, dadurch gekennzeichnet, dass die Stän derwicklung (2, 3, 4) .der in Synchronbauart ausgebilde ten Stromrichtermaschine (1) nur über eine einzige Drehstrom-Hauptthyristorbrücke (5) gespeist wird und der Sternpunkt (21) der Ständerwicklung (2, 3, 4) mit dem Mittelpunkt (22) einer aus zwei Dioden (23, 24) bestehenden Brücke verbändbar ist, die gegenparallel zur Hauptbrücke (5) liegt,
    und dass gleichachsig zu den je in Reihe mit je einer Ständerwicklung liegenden, als Zweitwicklungen (17, 18, 19) vorgesehenen Wicklungen gleicher Windungszahl des einphasigen, als Stromwende wandler wirkenden Stromwandlers (16) ,eine einphasig an das Drehstromnetz anschläessbare Erstwicklung (20) angeordnet ist. UNTERANSPRÜCHE 1. Anordnung nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, :dass Mittel vorgesehen sind, um die Erst wicklung (20) des Stromwendewandlers (16) nur für das Anfahren und den Betrieb mit kleinen Drehzahlen mit dem Drehstromnetz zu verbinden. 2.
    Anordnung nach Unteranspruch 1, dadurch ge- kennzeichnet, dass Mittel vorgesehen sind, um die Ver bindung zwischen dem Sternpunkt (21) der Ständer wicklung und dem Mittelpunkt (22) :der Diodenbrücke (23, 24) nur für das Anfahren und den Betrieb mit kles- nen Drehzahlen herzustellen.
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