Vorrichtung zur Herstellung von schraubenförmig gewellten metallischen Rohren
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Herstellung von schraubenförmig gewellten metallischen Rohren, mit mindestens einem frei drehbaren Gesenkring, welcher exzentrisch in einem drehbaren Wellkopf gelagert ist und einen Teil enthält, welcher zum Umschliessen des Rohres und zur Einwirkung auf das Rohr bestimmt ist.
Nach der üblichen Herstellungsweise werden schraubenförmig gewellte Rohre aus Rohren mit geraden Wänden durch eine schraubenförmige Gesenkplatte hergestellt, welche gegen das Rohr gepresst wird und um dieses herum gedreht wird. Es handelt sich dabei im wesentlichen um einen Vorgang, bei welchem die Oberflächen des Gesenkes und des Rohres aufeinandergleiten, bei einem Druck, welcher hoch genug ist, um eine dauernde Verformung des Metalls des Rohres zu bewirken. Wenn eine derartige Vorrichtung bei einem Rohr aus rostfreien Stahl verwendet wird, entstehen trotz einer Verwendung von grossen Mengen von Schmiermitteln Schwierigkeiten durch Anpressen der Gesenkplatte und des Rohres. Das hat zur Folge, dass das Rohr, welches im allgemeinen dünnwandig ist, in vielen Fällen verdreht und deformiert wird.
Zur Vermeidung des Anpressens wurde bereits vorgeschlagen, abwälzbare Gesenke zu verwenden. Das Problem der Lagerung der Gesenke derart, dass sie winkelmässig und bezüglich ihrer Exzentrizität einstellbar ist, während der Zwischenraum zwischen ihnen eingestellt werden kann und der Aufbau einfach, wirtschaftlich, kompakt und fest ist, wurde jedoch noch bisher nicht zufriedenstellend gelöst.
Die Erfindung hat die Schaffung einer Vorrichtung zum Ziel, bei welcher eine verminderte Tendenz bei zum Anpressen neigenden Metallen, wie z. B. bei rostfreiem Stahl, besteht, während des Wellvorganges anzufressen. Ein weiteres Ziel ist, die Wellungen durch abwälzbare Gesenke herzustellen, welche derart gelagert sind, dass eine einfache Einstellung der Form und der Steigung der am Rohr hergestellten Wellungen möglich ist.
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Die erfindungsgemässe Vorrichtung, durch welche dieses Ziel erreicht wird, ist dadurch gekennzeichnet, dass der Gesenkring in einem Befestigungsteil gelagert ist, welcher am Wellkopf in Umfangsrichtung einstellbar ist, derart, dass der Winkel des auf das Rohr einwirkenden Teiles des Gesenkringes gegenüber der Drehachse des Wellkopfes eingestellt werden kann.
Vorzugsweise ist der Gesenkring in einer Ebene gelagert, welche schräg zur Achse des Rohres steht, und enthält einen auf das Rohr einwirkenden inneren Umfangsteil, welcher sich in der schrägen Ebene befindet, so dass eine schraubenförmige Wellung entsteht, wenn der Wellkopf gegenüber dem Rohr gedreht wird. Zusätzlich können Massnahmen getroffen werden, um die Exzentrizität des Gesenkringes veränderlich zu machen, damit die Form und die Steigung der am Rohr hergestellten schraubenförmigen Wellung verändert werden können.
Weitere Einzelheiten ergeben sich aus der folgenden Beschreibung anhand der Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes darstellenden Figuren der beiliegenden Zeichnung. Es zeigen:
Fig. 1 eine schematische Seitenansicht einer Vorrichtung zur Herstellung einer schraubenförmigen Wellung an metallischen Rohren,
Fig. 2 einen Schnitt der Vorrichtung nach der Linie 2-2 in der Fig. 1,
Fig. 3 einen Schnitt nach der Linie 3-3 in der Fig. 1,
Fig. 4 einen Teilschnitt nach der Linie 4-4 in der Fig. 3 in grösserem Massstab mit der Darstellung der inneren Anordnung von Gesenkringen im Wellkopf bei der Herstellung eines schraubenförmig gewellten Rohres,
Fig. 5 einen Schnitt nach der Linie 5-5 in der Fig. 1 in grösserem Massstab, welcher gleichzeitig einem Schnitt nach der Linie 5-5 in der Fig. 4 entspricht.
Fig. 6 eine schematische Teilansicht in grösserem Massstab mit der Darstellung des winkelmässigen Verhältnisses zwischen dem ersten Gesenkring und dem Rohr, in der Richtung der Pfeile 6-6 in der Fig. 4 betrachtet,
Fig. 7 eine schematische Teilansicht in grösserem Massstab des winkelmässigen Verhältnisses zwischen dem zweiten Gesenkring und dem Rohr in der Richtung der Pfeile 7-7 in der Fig. 4 betrachtet,
Fig. 8 einen der Fig. 3 entsprechenden Schnitt einer anderen inneren Anordnung, die wie aus den Fig. 9 und 10 hervorgeht, zur Vereinfachung und Erleichterung der Beschreibung und des Verständnisses der Erfindung dient,
Fig. 9 einen Teilschnitt nach der Linie 9-9 in der Fig. 8 in grösserem Massstab,
Fig. 10 einen Teilschnitt nach der Linie 10-10 in der Fig. 9, die Fig. 11 und 12 den Fig. 6 und 7 entsprechende Verhältnisse, wobei die Fig. 11 der Richtung nach der Linie 11-11 in der Fig.
9 entspricht und das winkelmässige Verhältnis zwischen dem ersten Gesenkring und dem Rohr zeigt, und die Fig. 12 einer Ansicht, nach der Linie 12-12 in der Fig. 9 entspricht und das winkelmässige Verhältnis zwischen dem zweiten Gesenkring und dem Rohr zeigt und
Fig. 13 eine Ansicht des Rohres mit einer Wellung, welche durch eine Drehung des Wellkopfes um das Rohr bei einer Einstellung nach der Fig. 9 hergestellt wird.
In den Figuren der Zeichnung sind gleiche Teile durch gleiche Bezugszeichen bezeichnet.
In der Zeichnung ist eine Vorrichtung zur Herstellung einer schraubenförmigen Wellung an metallischen Rohren dargestellt. Die Vorrichtung enthält einen Wellkopf 21, welcher in einer Lagerung 22 gelagert ist, die z. B. durch Schrauben 23 an einem länglichen Hauptrahmen 24 befestigt ist. Ein dünnwandiges metallisches Rohr 26 wird in der Fig. 1 nach rechts bewegt, wobei es gegen eine Drehung durch einen Klemmschlitten 27 gehalten wird, welcher sich entlang eines Paares von Führungsstangen 28, 28 bewegt.
Wie am besten aus den Fig. 2 und 3 hervorgeht, enthält der Hauptrahmen 24 ein Paar von Winkeleisen 29, welche an einer Grundplatte 31 aufgeschweisst sind.
Die Lagerung 22 enthält einen rohrförmigen Körper 32, obere und untere Paare von Stützen 33 und 34, eine Grundplatte 36, die durch die erwähnten Schrauben 23 befestigt ist, sowie eine obere Plattform 37, welche einen Getriebemotor 38 mit einer Riemenscheibe 39 trägt, die an einer Ausgangswelle 41 befestigt ist.
Der Klemmschlitten 27 enthält eine aufrechte, quer angeordnete Stützplatte 42 mit zwei Führungsöffnun- gen 43, welche gleitend die Führungsstangen 28 umschliessen, die an der Lagerung 22 an einer der unteren Stützen 34 befestigt sind. An der Stützplatte 42 ist an der linken Seite entsprechend der Darstellung in der Fig. 2 eine Gabel 44 ausgebildet, welche aus einem Paar von aufrechten, vertikal angeordneten länglichen Platten 46 besteht, die an beiden Seiten der Platten 42 angeschweisst sind und ein Paar von koaxialen Öffnungen 47 für einen Schwenkzapfen 48 aufweist. Ein Hebel 49 mit einem Arm 51 und einer Backe 52 ist mit seinem mittleren Teil am Schwenkzapfen 48 schwenkbar gelagert. Ein hydraulischer Zylinder 53 ist mittels eines Zapfens 54 mit einem Arm 56 der Platte 42 verbunden.
Eine Kolbenstange 57 des Zylinders 53 ist durch einen Zapfen 58 mit einem gegabelten Teil 59 des Hebels 49 verbunden. Der Zylinder 53 ist durch eine nicht dargestellte Quelle eines Druckmittels betätigbar, so dass das Rohr 26 zwischen der Backe 52 und der Stützplatte 42 eingeklemmt wird. Wenn das Rohr auf die Weise eingeklemmt ist, so wird es gegen eine Drehung festgehalten, während sich der Klemmschlitten 27 entlang der Führungsstangen 28 bewegt, um die Vorschub- bewegung des Rohres durch den Wellkopf 21 auszuführen.
Am rechten Ende der Vorrichtung ist entsprechend der Darstellung in der Fig. 1 am Hauptrahmen 24 ein Ständer 61 mit einer Rolle 62 angeordnet, welche einem Abstützen des gewellten Rohres dient, wenn dieses aus dem Wellkopf 21 austritt.
Wie in der Fig. 1 dargestellt ist, hat der Wellkopf 21 eine nach innen sich erstreckende Verlängerung 63, welche in Lagern 64 im Körper 32 gelagert ist. Der Wellkopf 21 wird durch einen Riemen 66 angetrieben, welcher über die Riemenscheibe 39 und eine Riemennut 67 in einem zylindrischen Antriebsteil 68 ausgebildet ist. Wie am besten aus den Fig. 4 und 9 hervorgeht, ist der Antriebsteil 68 durch einen Flansch 69 sowie Schrauben 71 an einer verhältnismässig schweren runden Befestigungsscheibe 72 für die Gesenke befestigt.
Auf diese Weise ist der Wellkopf 21 um das Rohr drehbar, während das Rohr durch den Klemmschlitten 27 an einer Drehung gehindert wird. Das Rohr bewegt sich dabei entsprechend der Darstellung in den Figuren der Zeichnung von links nach rechts.
Was die Darstellung in den Fig. 8, 9 und 10 betrifft, zeigt die Fig. 9 die inneren Teile in einer Stellung, welche eine Beschreibung und Verständnis der schrägen Anordnung der Lagerung der Gesenkringe gestattet, die einen wesentlichen Teil der Erfindung bildet. Die Anordnung der Gesenke nach der Fig. 9 ist ein Anfangsschritt zur Arbeitsstellung nach der Fig. 4, um eine schraubenförmige Wellung herzustellen. Die Verwendung und die Arbeitsweise können am besten anhand der Anordnung nach der Fig. 9 beschrieben und verstanden werden, darauf anhand der Fig. 4.
Wie in der Fig. 9 dargestellt ist, enthält der Gesenkabschnitt 74 des Wellkopfes 21 zwei gleich ausgebildete Gesenkringe, einen ersten Gesenkring 73 und einen zweiten Gesenkring 73a, welche beide das Rohr 26 umschliessen. Die Gesenkringe sind um geneigte Achsen Y-Y und Y'-Y' drehbar. Sie sind in Ebenen A-A und B-B drehbar gelagert, welche gegenüber der Rohrachse C-C schräg sind.
Der Gesenkabschnitt 74 enthält Scheiben 72 und 76, welche durch eine Mehrzahl von Stangen 77 (im vorliegenden Falle vier) im Abstand voneinander gehalten werden. Wie bereits erwähnt, ist die Platte 72 am Antriebsteil 68 festgeschraubt. Jede der Distanzstangen 77 hat ein linkes Ende 78 mit einem kleineren Durchmesser, welches eine Schulter 79 bildet, die sich gegen die innere Seite der Scheibe 72 abstützt und in einer Bohrung 81 durch eine Schraube 82 und eine Beilagscheibe 83 befestigt ist.
In ähnlicher Weise hat jede Stange 77 an ihrem rechten Ende einen Teil 84 mit kleinerem Durchmesser, welcher eine Schulter 86 bildet, die sich gegen die innere Seite der Scheibe 76 abstützt und in einer Bohrung 87 durch eine Schraube 88 und eine Beilagscheibe 89 festgehalten wird. Wie in der Fig. 8 dargestellt ist, ist die Scheibe 76 rechteckig, wobei ihre Ecken abgeschrägt sind.
Die axiale Einstellung des Abstandes zwischen den Gesenkringen entlang der Achse C-C erfolgt durch eine Gleitplatte 91, die eine zentrale Öffnung 92 aufweist, durch welche das Rohr durchgeführt ist. Die Platte 91 ist an vier Stellen durchgebohrt und mit Büchsen 93 versehen, die gleitend auf den Stangen 77 geführt sind.
Die Gleitplatte 91 ist mit einer Bohrung 93' versehen, welche zur Aufnahme eines in der Bohrung 93' festgeschweissten Flansches 94 einer Büchse 96 dient, die sich durch eine zentrale Öffnung 97 der Scheibe 76 erstreckt. Die Büchse 96 hat ein Aussengewinde 98, welches in einer Mutter 99 zur axialen Einstellung eingeschraubt ist. Die Mutter 99 hat eine äussere Nut 101 für die Aufnahme von Fingern 102, welche an vier Stellen am Umfang der Büchse an der Scheibe 76 durch Schrauben 103 befestigt sind.
Die axiale Stellung der Gleitplatte 91 und des zweiten Gesenkringes 73a gegenüber dem ersten Gesenkring 73 kann durch eine einfache Drehung der Mutter 99 in einer oder in der anderen Richtung eingestellt werden. Die innere Bohrung 104 der Büchse 96 ist vorzugsweise etwas grösser als der äussere Durchmesser des fertigen gewellten Rohres. Die Büchse 96 dient somit gleichzeitig der Einstellung des Abstandes zwischen den Gesenkringen 73, 73a wie auch zur Führung des fertigen gewellten Rohres.
Die beiden Gesenkringe 73 und 73a und die Teile, welche sie tragen, können gleich ausgebildet sein und sind auch in der Zeichnung gleich dargestellt. Es genügt daher den ersten Gesenkring im Detail zu beschreiben, wobei die Beschreibung auch für die entsprechenden Teile des zweiten Gesenkringes gilt, die jeweils mit dem gleichen Bezugszeichen mit dem Index a bezeichnet sind.
Der Gesenkring 73 enthält zwei Teile 106 und 107, die miteinander durch Schrauben 108 verbunden und am inneren Ring 109 eines Kugellagers 111 befestigt sind. Der Teil 106 ist vorzugsweise zur Verminderung der Abnützung gehärtet und hat einen inneren ringförmigen Vorsprung 111, welcher, wenn er in der zu beschreibenden Weise exzentrisch eingestellt wird, zur Einwirkung auf die äussere Seite des Rohres 26 bestimmt ist.
Der ringförmige Vorsprung 112 des ersten Gesenkringes 73 ist in der schrägen Ebene A-A angeordnet und greift in dieser Ebene in die Oberfläche des Rohres ein. In gleicher Weise ist der Vorsprung 1 12a des zweiten Gesenkringes 73a in der erwähnten schrägen Ebene B-B angeordnet und greift in dieser Ebene in die Oberfläche des Rohres ein.
Der erste Gesenkring hat die Aufgabe, in das Rohr einzudringen und in ihm eine schraubenförmige Wellung auszubilden. Der zweite Gesenkring hat die Aufgabe, die Steigung der Wellung zu beeinflussen. Durch eine geeignete Einstellung des inneren exzentrischen Bereiches jedes Gesenkringes in seiner betreffenden schrägen Ebene können im Sinne der Erfindung schraubenförmig gewellte Rohre hergestellt werden. Eine derartige Einstellung ist in der Fig. 4 dargestellt.
Der äussere Ring 113 jedes der Kugellager 111 ist in einer Ausnehmung 114 befestigt, die sich neben einem Halteflansch 116 in einer exzentrisch einstellbaren Scheibe 117 befindet. Ein Haltering 118, der durch Schrauben 119 befestigt ist, hindert den äusseren Lagerring 113 an einer axialen Bewegung. Wie aus den Fig. 5 und 9 hervorgeht, können die exzentrisch einstellbaren Scheiben 117, 117a gleich ausgebildet sein.
In der Scheibe 117 ist der erste Gesenkring 73 gelagert, in der Scheibe 117a der zweite Gesenkring 73a. Jede Scheibe hat eine polygonale Form, wie sie in der Fig. 5 dargestellt ist, wobei sie durch obere Kanten 121, 122, untere Kanten 123, 124 und 126 und parallele seitliche Kanten 127 und 128 begrenzt ist.
An den seitlichen Kanten 127, 128 ist jeweils ein dünner gerader Führungsflansch 121 entlang einer geraden Anschlagfläche 131 ausgebildet, die eine etwas grösserer Breite aufweist. Dadurch wird eine exzentrische Eintellbarkeit der Scheibe 117 und des ersten Gesenkringes 73 gegenüber den sie umgebenden einstellbaren Befestigungsscheiben ermöglicht. Wie aus der Fig. 5 ersichtlich ist, erfolgt die exzentrische Einstellung der exzentrisch einstellbaren Scheibe 117 in der Richtung der exzentrischen Achse D-D. Dadurch wird der exzentrische Punkt E zum Rohr 26 und von diesem weg bewegt, wodurch die Tiefe der Einprägung ver ändert werden kann.
Zur Erzielung einer äussersten Freiheit in der Bestimmung der Form und der Steigung der schraubenförmigen Wellen muss jeder Gesenkring seinen inneren Vorsprung 112 bzw. 11 2a in der schrägen Ebene A-A bzw. B-B in einem grossen Bereich von radialen Richtungen exzentrisch einstellbar haben. Im vorliegenden Falle ist jeder Gesenkring exzentrisch zum Rohr und von diesem weg entlang einer Linie einstellbar, welche ihrerseits im Bereich von 3600 um das Rohr herum einstellbar ist. Eine derart grosse Einstellbarkeit ist jedoch nicht erforderlich. In vielen Fällen reicht eine Einstellbarkeit von 180 oder 900 für die Betriebserfordernisse der Vorrichtung aus.
Im vorliegenden Falle ist zusätzlich zur exzentrischen Einstellbarkeit der Gesenkringe 73, 73a mit Hilfe ihrer Scheiben 117, 1 17a jeder Gesenkring um volle 3600 um die Rohrachse C-C einstellbar, und zwar durch eine Drehung einer in Umfangsrichtung einstellbaren Befestigungsscheibe 132, 132a, an welcher die entsprechende exzentrisch einstellbare Scheibe 117, 117a befestigt ist.
Wie aus der Fig. 9 ersichtlich ist, sind die Befestigungsscheiben 132, 132a um die Achsen X-X und X'-X' in Drehrichtung einstellbar. Der Abstand zwischen den Achsen X-X und Y-Y entspricht der Exzentrizität des Gesenkringes 73 gegenüber dem Rohr 26.
In gleicher Weise entspricht der Abstand zwischen den Achsen X'-X' und Y'-Y' der Exzentrizität des Gesenkringes 73a. Wie in der Fig. 9 dargestellt ist, schneidet die Achse X-X der Einstellbarkeit in Um fangsrichtung die Drehachse C-C in der ersten schrägen Ebene A-A. In gleicher Weise schneidet die Achse X'-X' die Achse C-C in der zweiten schrägen Ebene B-B. Das ist eine bevorzugte Ausführung, wobei im Rahmen der Erfindung eine Abweichung von diesem Verhältnis der Achse und der Ebene möglich ist.
Im vorliegenden Falle sind beide in Umfangsrichtung einstellbaren Befestigungsscheiben 132, 132a gleich, so dass nur die Scheibe 132, welche am besten aus der Fig. 5 hervorgeht, beschrieben zu werden braucht.
Wie in den Fig. 5 und 9 dargestellt ist, umschliesst jede der in Umfangsrichtung einstellbaren Befestigungsscheiben 132 und 132a das Rohr 26 und hat an entgegengesetzten Seiten ein Paar von parallelen Führungen 133, die durch Schrauben 134 befestigt sind und die seitlichen Flansche 129 sowie die Anschlagflächen 131 der betreffenden einstellbaren Scheibe 117 oder 117a führen.
Die in Umfangsrichtung einstellbare Scheibe 132 hat eine nach innen vorstehende Konsole 136, die durch Schrauben 137 befestigt ist und einen Schlitz 138 mit offenem Ende für eine Einstellschraube 139 aufweist. Die Einstellschraube 139 ist mit einem Paar von in Achsenrichtung voneinander entfernten Flanschen 141, 142 versehen, welche zum Abstützen gegen die äusseren Flächen der Konsole 136 bestimmt sind und enthält ein Gewinde 143, mit welchem sie in die Scheibe 117 eingeschraubt ist. Bei einer Drehung der Einstellschraube 139 wird die Scheibe 117 in den Führungen 133 bewegt, wodurch ihre Exzentrizität gegen über der in Umfangsrichtung einstellbaren Befestigungsscheibe 132 geändert wird. Dadurch wird die Exzentrizität des entsprechenden Gesenkringes 73 gegenüber der Achse C-C verändert.
Die Achse der Schraube 139 kann als die Achse der exzentrischen Bewegung betrachtet werden, welche ihrerseits durch eine Drehung der Befestigungsscheibe 132 im vollen Bereich von 3600 einstellbar ist.
Entsprechend der Darstellung in den Fig. 5 und 9 ist die in Umfangsrichtung einstellbare Befestigungsscheibe 132 an einer schrägen Fläche 144 der Scheibe 72 durch einen Reibungsring 146 befestigt, welcher seinerseits durch Schrauben 147 befestigt ist. Die schräge Fläche 144 verläuft parallel zur schrägen Ebene A-A.
Durch eine Lösung der Schrauben 147, wodurch der Reibungsring 146 gelöst wird, können die in Umfangsrichtung einstellbare Befestigungsscheibe 132 und der erste Gesenkring 73, welcher in ihr gelagert ist, um volle 3600 in eine beliebige Winkelstellung um das Rohr herum gebracht werden.
Die in Umfangsrichtung einstellbare Befestigungsscheibe 132a des zweiten Gesenkringes 73a wird durch eine Hilfsbefestigungsscheibe 149, die an der Gleitplatte 91 befestigt ist, gegen eine schräge Fläche 148 gedrückt. Ein Reibungsring 146a, welcher durch Schrauben 147a befes'cigt ist, gestattet eine Drehung der Befestigungsscheibe 1 32a mit der Scheibe 1 17a und dem zweiten Gesenkring 73a und ihre Befestigung in einer beliebigen Winkelstellung gegenüber dem Rohr.
Die schräge Fläche 148 verläuft parallel zur Ebene B-B.
Die Hilfsbefestigungsscheibe 149 ist an einer Oberfläche 151 der Gleitplatte 91 abgestützt. Ein Reibungsring 152, welcher durch Schrauben 153 befestigt ist, gestattet eine Drehung und Befestigung der Hilfsbefestigungsscheibe 149 zusammen mit der Scheibe 132a und dem zweiten Gesenkring 73a in einer beliebigen Umfangsstellung im vollen Bereich von 3600 um das Rohr herum. Die Fläche 151 steht vorzugsweise senkrecht zur Rohrachse C-C, so dass eine Drehung der Hilfsbefestigungsscheibe 149 den Winkel der schrägen Ebene B-B gegenüber der Rohrachse C-C nicht verändert.
Im folgenden wird eine Einstellung der Gesenkringe 73 und 73a aus den vereinfachten Stellungen nach der Fig. 9 in die Arbeitsstellungen nach der Fig. 4 beschrieben.
Wie in der Fig. 9 dargestellt, ist der erste Gesenkring 73 in der schrägen Ebene A-A parallel zu einer exzentrischen Achse, welche durch die Einstellschraube 139 führt, nach unten verschoben, bis der Punkt der maximalen inneren Exzentrizität E an der richtigen Stelle innerhalb der Oberfläche des Rohres 26 liegt. In gleicher Weise ist der zweite Gesenkring 73a nach oben in der schrägen Ebene B-B parallel zu einer exzentrischen Achse, welche durch die Einstellschraube 139a führt, nach oben versetzt, so dass sich die Stelle der maximalen Exzentrizität E' innerhalb der Oberfläche des Rohres 26, und zwar an der entgegengesetzten Seite des Rohres befindet. Die Punkte E und E' liegen in den Fig. 9 und 10 in der gleichen vertikalen Ebene und sind gegenüber dem Rohr um 1800 versetzt.
Wie in den Fig. 11 und 12 schematisch dargestellt ist, steht die Zone des Gesenkringes, welche sich im Bereich des exzentrischen Punktes E befindet, senkrecht zur Rohrachse C-C. Die Zone des zweiten Gesenkringes, welche sich im Bereich des exzentrischen Punktes E' befindet, steht ebenfalls senkrecht zur Achse C-C.
Wenn man daher bei einer Einstellung der Gesenkringe nach der Fig. 9 das Rohr 26 durch den Klemmschlitten 27 an einer Drehung hindern würde, und der Wellkopf 21 eine Drehung ausführen würde, würden die Ringe 73 und 73a ringförmige Nuten 154 und 154a bilden, wie dies in der Fig. 13 dargestellt ist. Da die Ringe senkrecht zur Rohrachse C-C stehen, wie dies im Zusammenhang mit den Fig. 11 und 12 beschrieben wurde, besteht keine Tendenz zu einer Bewegung des Rohres nach vorne vom ersten Gesenkring 73 zum zweiten Gesenkring 73a, so dass keine schraubenförmige Wellung entsteht.
Um die Einstellung der Ringe aus der Stellung nach der Fig. 9 in die Stellung nach der Fig. 4 zu ver ändern, genügt es, die Ringe 146 und 146a zu lösen und die Umfangsrichtung einstellbaren Befestigungsscheiben 132 und 132a im Uhrzeigersinn entsprechend der Richtung der Pfeile 10-10 in der Fig. 9 um weniger als 1800 zu drehen und gleichzeitig eine entsprechende Einstellung der Mutter 99 durchzuführen, damit die gewünschte Form und Steigung der Wellung erhalten wird.
Im vorliegenden Falle sind entsprechend der Darstellung in der Fig. 10 die Gesenkringe 73 und 73a im Uhrzeigersinn um 450 versetzt, d. h. aus der axialen Ebene 9-9 in die Ebene 14 I nach der Fig. 10.
Dieser Arbeitszustand ist in der Fig. 4 entsprechend einem Längsschnitt nach einer Ebene 4-4 in der Fig. 10 dargestellt.
In den Fig. 6 und 7, welche mit den Fig. 11 und 12 vergleichbar sind, mit der Ausnahme, dass sie sich auf die Fig. 4 anstatt auf die Fig. 9 beziehen, ist ersichtlich, dass der erste und der zweite Gesenkring an ihren Punkten E und E' gegenüber der Rohrachse C-C schräg stehen. Beide Gesenkringe 73 und 73a kreuzen die Achse C-C unter einem Winkel, welcher von 900 abweicht. Der Winkel M in der Fig. 6 ist grösser als der Winkel N in der Fig. 7. Bei diesem tatsächlichen Arbeitszustand, welcher in der Fig. 4 dargestellt ist, kann der Winkel M ungefähr 80 betragen und der Winkel N ungefähr 40. Der Gesenkring 73 ist nämlich vorzugsweise unter einem grösseren Winkel angeordnet als der zweite Gesenkring 73a, damit der zweite Gesenkring eine nach hinten gerichtete Druckkraft auf die Seitenwand der Wellung ausüben kann, um damit die Steigung der Wellung zu beeinflussen.
Im folgenden wird die Anwendung und die Arbeitsweise der Vorrichtung anhand der Fig. 4 erläutert.
Wenn der Zylinder 53 betätigt wird, damit das Rohr 26 an einer Drehung gehindert wird, und wenn der Getriebemotor 38 in Betrieb gesetzt wird, so dass sich der Wellkopf im Uhrzeigersinn in der Richtung der Pfeile 5-5 in der Fig. 4 dreht, bildet der erste Gesenkring fortschreitend eine schraubenförmige Nut 156 im Rohr und bewegt das Rohr in der Fig. 4 nach rechts. Durch eine geeignete Einstellung der Mutter 99 kann der Abstand zwischen den Gesenkringen 73 und 73a so gewählt werden, dass der Gesenkring 73 einen nach rückwärts gerichteten Druck auf den Vorsprung 157 in Längsrichtung der Nut ausübt. Dadurch wird die Form der Wellung beeinflusst und ihre Steigung auf den beim Endprodukt gewünschten Wert geändert.
Die Wellung wird auf diese Weise kontinuierlich zwischen den Gesenkringen komprimiert, so dass eine gewünschte Verkleinerung der Steigung erzielt wird.
Das wird dadurch erreicht, dass der erste Gesenkring 73 winkelmässig derart eingestellt ist, dass er das Rohr nach vorne rascher bewegt als der zweite Gesenkring 73a. Zu diesem Zweck ist entsprechend der Darstellung in den Fig. 6 und 7 der Winkel M grösser als der Winkel N.
Es versteht sich, dass die beschriebene Einstellbarkeit bei einer Vorrichtung nicht erforderlich ist, welche zur Herstellung der gleichen Art von Wellung in einem Rohr von bestimmter Grösse verwendet wird. Wenn z. B. bei der Ausführung nach der Fig. 4 die Winkel, die Exzentrizität und der Abstand der Gesenkringe für eine bestimmte Wellung festgestellt wurden, kann eine für die Produktion bestimmte Vorrichtung hergestellt werden, ohne dass sie eine Einstellbarkeit in Umfangsrichtung oder der Exzentrizität beim zweiten Gesenkring 73a aufweist.
Bei der tatsächlichen Ausführung wurden die Befestigungsscheibe 1 32a und die Hilfsbefestigungsscheibe
149 mit Erfolg in einem einzigen Stück vereinigt.
Ein wesentlicher Gesichtspunkt kann anhand der Fig. 9 und 10 erläutert werden. Wenn der exzentrische Teil E des ersten Gesenkringes in der Umfangs stellung nach der Fig. 9 angeordnet ist, steht er senkrecht zur Rohrachse C-C, wie dies in der Fig. 11 dargestellt ist.
Es besteht daher keine Tendenz zur Bewegung des Rohres nach vorne, so dass keine schraubenförmige Wellung gebildet wird. Wenn entsprechend der Darstellung in der Fig. 9 alle anderen Faktoren gleich behalten werden, der Ring 146 gelöst wird und die Befestigungsscheibe 132 um 450 im Uhrzeigersinn entsprechend der Darstellung in der Fig. 10 gedreht wird, kreuzt der exzentrische Teil E die Oberfläche des Rohres unter einem Winkel M, entsprechend der Darstellung in der Fig. 6. Wenn dabei die Befestigungsscheibe 132 um 900 versetzt wird, ist der Winkel M, wie aus der Fig. 6 ersichtlich ist, noch grösser. Das ist der grösste Winkel, welcher erreicht werden kann, da durch eine weitere Drehung der Befestigungsscheibe 132 über die Stellung von 900 hinaus der Winkel M wieder verkleinert wird.
Wenn der Teil E in Umfangsrichtung um volle 1800 bewegt wird, ist der Winkel M wieder gleich null, so dass keine schraubenförmige Wellung hergestellt wird.
Es können somit der Winkel der Bildung der schraubenförmigen Wellung sowie ihre Steigung von null auf Maximum und wieder auf null dadurch geändert werden, dass der exzentrische Teil E aus der in der Fig. 9 dargestellten Stellung in eine Stellung bewegt wird, die gegenüber dieser um 1800 versetzt ist. Die Arbeitsweise und die Einstellung des zweiten Gesenkringes 73a erfolgt nach dem gleichen Prinzip, wie es im Zusammenhang mit dem Ring 73 erläutert wurde.
Bei allen diesen Überlegungen erfolgt eine Drehung des Wellkopfes 21 gegenüber dem Rohr im Uhrzeiger sinn entsprechend einer Betrachtung von rechts in der Fig. 9.
Eine Drehung des exzentrischen Teiles E im Gegenuhrzeigersinn gegenüber dem Kopf aus der in der Fig. 10 dargestellten Stellung (oder nach der Fig. 9 in der Richtung der Pfeile 1U-10 betrachtet) hätte zur Folge, dass das Rohr in der falschen Richtung, nämlich nach rückwärts bewegt würde.
Es ist somit jeder Gesenkring 73, 73a in einer Befestigungsscheibe 132, 132a gelagert und ist gegenüber ihr in einer Ebene A-A, B-B exzentrisch einstellbar, welche parallel zu einer Ebene verläuft, die schräg zur Drehachse C-C steht. Die Befestigungsscheibe ist dabei am Wellkopf 21 gegenüber dem Rohr in Umfangsrichtung einstellbar. Bei dieser Ausbildung können die Steigung und die Form der am Rohr ausgebildeten Wellung eingestellt werden. In diesem Zusammenhang muss erläutert werden, dass die Fig. 9 die Gesenkringe im Querschnitt zeigt, und zwar ohne die nach vorne und nach hinten gerichteten winkelmässigen Komponenten, welche die Fig. 4 komplizierter machen.
Das bedeutet, dass die Fig. 9 eine vereinfachte Ausführungsform der Erfindung darstellt, um ihre wesentlichen Merkmale erläutern zu können, während die Fig. 4 zusätzliche Elemente enthält, die die Vorrichtung in der beschriebenen Weise arbeitsfähig machen. Diese zusätzlichen Elemente beziehen sich auf die Weise, in welcher eine Einstellung in Umfangs richtung der Befestigungsscheiben der Gesenkringe durchgeführt werden kann, damit die Gesenkringe schräg in das Rohr eingedrückt werden, so dass das schraubenförmig gewellte Rohr entsteht.