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Hochspannungs-Induktionsgerät Die Erfindung bezieht sich auf ein Hochspannungs- Induktionsgerät.
Der stets steigende Bedarf an elektrischer Energie in grösseren Mengen und zu billigeren Preisen bringt im Hinblick auf das Bestreben, den besiedelten Gebieten ihre Ansehnlichkeit zu erhalten, immer grössere technische und ästhetische Probleme mit sich. Um diesem zunehmenden Bedarf ohne zusätzliche Kraftanlagen und Leitungsnetze in den Städten und Vorstadtge- bieten nachkommen zu können, bauen die Starkstromgesellschaften derzeit Kraftwerke in entlegenen Regionen, in unmittelbarer Nähe der Energiequellen, also entweder ergiebiger Wasserkraftreserven oder grosser Kohlenvorkommen. Der dort erzeugte Strom kann in die Verbraucherzentren auf wirtschaftliche Weise über Freileitungen übertragen werden.
Wegen zunehmender Bevölkerungsdichte und mit Rücksicht auf die Bewahrung ästhetischer und wirtschaftlicher Werte der Landschaft sind jedoch die Wegrechte für die Übertragung immer schwerer zu erwerben. Es ist daher notwendig geworden, die Kraftübertragungskapazität der bestehenden Übertragungsleitungen um ein Mehrfaches zu vergrössern und für die Zukunft mit einem noch weit höheren Kraftbedarf zu rechnen. Aus diesem und anderen Gründen stellt sich die Starkstromindustrie in der Energieübertragungstechnik schnell auf Höchstspannungen (EHV) um. Spannungen zwischen den Leitern über 345 kV werden als Höchstspannungen (EHV) betrachtet.
Es wurden bereits 500-kV-Netze gebaut und Projekte für 750-kV-Netze angekündigt. Mit so hohen Spannungen lässt sich mehr Energie über ausgedehnte geographische Entfernungen übertragen. Diese Entwicklung zur Übertragung von höheren Spannungen ist für die Befriedigung des voraussichtlichen Strombedarfes der nächsten zwei Dekaden von grundlegender Bedeutung. Auch Höchstspannungs-, Zwischen- oder Gruppenverbindungen sind vorgesehen, um den Spitzenbedarf über weite Gebiete ausgleichen und die Zuverlässigkeit des ganzen Systems verbessern zu können.
Obwohl für die Verwendung von Höchstspannungen wichtige technische und wirtschaftliche Gründe sprechen, sind bei der Konstruktion zuverlässiger, für diesen Spannungsbereich bestimmter Anschluss- und Leitungseinrichtungen ernste Schwierigkeiten aufgetreten. Eine blosse Erweiterung der bekannten Konstruktionskonzepte auf den Höchstspannugsbereich erweist sich als unzulänglich, und es zeigt sich in dieser Hinsicht klar die Notwendigkeit, mit neuen Gedanken zu kommen. Besonders gebraucht werden neue Transformatoren und Drosseln, die bei Höchstspannungen eine zuverlässige Isolierung aufweisen und sich durch wirksamere Material- und Raumausnutzung auszeichnen.
Ein Transformator besteht in seiner einfachsten Form aus zwei stromleitenden Wicklungen mit grosser gegenseitiger Induktivität. Die Primärwicklung ist diejenige, welche die elektrische Leistung aufnimmt und die Sekundärwicklung diejenige, welche die beim Stromdurchfluss der Primärwicklung in ihr induzierte Spannung als Leistung an den Verbraucher abgibt. Normalerweise werden diese Wicklungen auf einem aus magnetischem Material hergestellten Kern angebracht. Bei Höchstspannungstransformatoren werden durch die notwendige Verstärkung der Isolation zwischen den Hochspannungswicklungen und dem geerdeten Kern die Betriebskennwerte, die Kosten und die Zuverlässigkeit der Isolation ungünstig beeinflusst.
Darüber hinaus muss die Konstruktion von Höchstspannungstransformatoren beträchtlich grössere, durch Kurzschlüsse, Spannungsstösse, SchaltvorgänÜe u. dgl. verursachte Kräfte ausschliessen oder diesen standhalten.
Es wurden Versuche unternommen, diese Probleme mit bekannten Bauarbeiten, durch Verstärkung der Isolation und Vergrösserung der Funkenüberschlagstrecken zu bewältigen. Es stellte sich jedoch heraus, dass bei einer gewöhnlichen Erweiterung bekannter Konstruktionen ernsthafte Probleme im Hinblick auf die Steuerung der Feldverteilung ungelöst bleiben, ferner dass eine solche Höchstspannungsanlage räumlich
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übermässig gross wird und unsichere Isolationskenn- werte aufweist.
Diese Misstände bzw. Probleme blieben bis zur vorliegenden Erfindung ungelöst. Die Erfindung gibt nicht nur die Lösung dieser Probleme an, sondern ermöglicht die Schaffung eines neuen Höchstspannungs- transformators mit grosser elektrischer Leistung und maximaler Raumausnützung, der, auch für noch höhere Spannungen als die bisher erwogenen, zuverlässig ausgelegt werden kann.
Grosse, mit Massekern ausgerüstete Wechselstrom- Transformatoren der bisher bekannten Bauart sind hochleistungsfähige und praktische Kraftübertragurtgs- cinrichtungen, die es ermöglicht haben, das moderne Wechselstromnetz aufzubauen. Wenn sie jedoch in herkömmlicher Bauweise für einen in der vorliegenden Erfindung in Erwägung gezogenen Höchstspannungs- betrieb herangezogen werden, so wird die Frage der Spannungsisolation, die bei Niederspannungen leicht lösbar ist, zu einem schwierigen Problem,
wobei gegebenenfalls auch katastrophale Durchschläge auftreten können.
Es ist ein Ziel der Erfindung, das Isolationsproblem für die angegebenen Höchstspannungen zu lösen. Eine Drossel oder Reaktanz für Starkstromnetze ist im wesentlichen eine Hochspannungs-Induktionsspule hoher Leistung, die als hohe, nacheilende Leistungsfak- torbelastung verwendet wird. Normalerweise bestehen solche Vorrichtungen aus einer Spule und einem Magnetkreis, die so angeordnet sind, dass sie einen hohen Blindwiderstand und niedrigen Wirkwiderstand aufweisen. Drosseln werden gewöhnlich in langen Leitungen als Nebenschlussdrosseln zur Nachlieferung oder Kompensation des Belastungsstromes der Leitung verwendet.
Mit der Einführung von Höchstspannungen gewinnen die Nebenschlussdrosseln an Bedeutung. Zum Beispiel können in Höchstspannungsnetzen voreilende Ströme am Ende einer langen, wenig belasteten Leitung Überspannungen verursachen. Wenn keine Vorbeugung getroffen wird, so könnnen diese Oberspannungen in den angeschlossenen Anlagen Unstabili- täten und Ausfälle hervorrufen. Nebenschlussdrosseln am Ende der Leitung würden solche Unstabilitäten verhindern.
Die früher bekannten Drosseln waren im allgemeinen entweder sogenannte Mantelkonstruktionen oder Konstruktionen mit unterbrochenem Kern. Eine Manteldrossel besteht aus einer von einem magnetischen ülantel umgebenden Luftspule, während bei der zweiten Bauweise, die eine Abänderung der ersten darstellt, innerhalb der Spule ein durch Lagen aus steifem, nichtmagnetischem Material unterbrochener Eiserkern angeordnet ist.
Bei der Mantelkonstruktion sind die einen grossen Durchmesser ausweisenden und radial atifgeL:aizten Spulen einem starken Streufluss ausgesetzt und es entstehen schwere Wirbelstromverluste.yBei der Konstruktion mit unterbrochenem Kern führt der niedrigere magnetische Widerstand des Magnetkreises im allgemeinen zti kleineren \'Vicklungsverlusten, aber das Problem der Isolierung der Potentialdifferenz zwischen der Wicklung und dem Kern wird viel schwieriger.
Eine Sättigung des Kerneisens muss vermieden werden, sowohl um die Verluste zu vermeiden als auch um eine gleichbleibende Induktivität im ganzen Betriebsspan- nungsbereiCh zu sichern. Vor dieser Erfindung wurde die Konstruktion einer Höchstspannungsdrossel im Hinblick auf die Isolationsfestigkeit, Zuverlässigkeit, Koronafreiheit und den Störschutz immer schwieriger und unsicherer. Für diese Probleme, insbesondere im Bereich der höchsten Spannungen, war keine einwandfreie Lösung vorhanden.
Durch die vorliegende Erfindung wird ein Hochspar.nungs-Induktionsgerät mit mindestens zwei martnetisch leitenden und elektrisch isolierten Schenkeln geschaffen, deren Enden mit magnetisch leitenden Jochen zur Bildung wenigstenns eines geschlossenen Magnetkreises verbunden sind, die aus voneinander elektrisch isolierten Magnetkern-Abschnitten bestehen und die Gruppen von in Serie geschalteter Spulen durchsetzen, dadurch gekennzeichnet, dass die Schenkelabschnitte ebene Stirnflächen und zu einander im wesentlichen parallele Stirnflächen aufweisen,
mit diesen gegen isolierende Schichten abgestützt sind und dass ein Teil dieser Schenkel mit dem Hochspannung führenden Ende der in Serie zu einer Gruppe zusammengeschlossenen Spulen, verbunden, die Joche jedoch an Erde gelegt sind.
Nicht nur die normalen Wechselstrom-Betriebspo- tentiale werden in vorzüglicher Weise verteilt, sondern es wird mit der Erfindung auch eine herrvorragende Spannungsstossverteilung erzielt. Die Erfindung ermOj- licht eine relativ kompakte Wicklung mit wenigen Win- duri-er und verhältnismässig niedrigen, auf den verminderten Streufluss zurückzuführenden Verlusten. Ferner Nhrt die Erfindung zu einer Verringerung sowohl der akustischen als auch der magnetostriktiven Geräusche.
Die Erfindung trägt auch dazu bei, dass eine Sätti- i;ung der @'Iassekernsegmente vermieden, dadurch eine irn ganzen Spannungsbereich gleichbleibende Induktivi- tät ermöglicht und ein Auftreten von harmonischen Oberschwingungen in den Strom der Induktivität ver- ttindert wird.
Ausserdem kann ein niedriger HF-Störpegel er- reIchtwerden, da die Verteilung der elektrischen Beanspruchung erfindungsgemäss richtig gesteuert ist und alle Teile der Vorrichtung unter dem Pegel gehalten werden können, bei dem die Koronaerscheinungen eintreten. Die Erfindung bietet auch die Möglichkeit, den Rückschlussabschnitt des Magnetkreises auf Erdpotential zu halten und so das Problem der Isolierung und der mechanischen Abstützung zu vereinf@ich=n.
Diese und andere Vorteile werden bei gleichzeitiger VerrinL,Prun; der Gesamtati@ina#se der e forde-lichen Einheit und der Herstellungskosten derselben, sowohl bei Transformatoren als auch hei Drosseln, durch An- :vendung des Prinzips eines isolierenden Kernes erzielt, dessen wirksame Macnetkreisabschnitte a us elektrisch isolierten, reit- der sie umgebenden Spule elektrisch verbundenen Segmenten zusammengesetzt sind, wobei das :
'tnleren der Spannung sowohl an die wirksamen Abschnitte des 1Vlagnetkernes als auch an die diesen zttge- ordneten Stromkreise in systematischer und gleichmäs- ,iger Fole vor sich geht.
Die Erfindun; wird im folcenden an Vand von :@,usiiihrungsbeispielen, die in den Zeichnungen dargestellt sind, näher erläutert. Es zeigt FiS. 1 eire schaubildliche Darstellung eines herkömmlichen Transformators, im Schnitt; Fig. 2 einen schematischen Schnitt durch einen erfindungsgemässen Transformator; Fig.3
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ein Detail eines Segmentes des isolierenden Kernes nach Fig. 2;
Fig. 4 eine Lamelle des in Fig. 3 dargestellten Segmentes, im Detail;, Fig. 5 eine schematische Anordnung der Spulen und Kerne des Transformators nach Fig.2 mit Isolierscheiben im Schnitt; Fig.6A einen Schnitt durch eine erfindungsge;nässe Isolierscheibe; Fig. 6B dieselbe Darstellung für eine andere Ausführung; Fig.7 eine schaubildliche Darstellung einer erfincl;tngseemäs@en Vorrichtung als Drehstrom- transformator; Fig.8 eine schaubildliche Darstellung einer herkömmlichen Drossel im Schnitt;
Fig.9 dieselbe Darstellung für eine andere Ausführung; Fig. 10 eine Ansicht einer erfindungsgemässen Drossel, teil- weisse im Schritt; Fig.11 eine schaubildliche Darstellung einer Betriebseinheit nach Fi-.10; Fie. 12 eine Detailansicht eines Elementes der Drossel, nach Linie 12-l2 der Fig. 10; Fig. 13 eine schematische Detailansicht nach Linie 13-13 der Fig.12; Fig.14 weitere Einzelheiten nach Fig. 10;
Fig. 15 eine andere Darstellung der Betriebseinheit nach Fig.10; Fia.16 ein Schema einer @rfindtingsgemässen Schaltung; Fig.17 ein Detail der Schaltung nach Fig.l6; Fig.18 ein Schema einer anderen erfindungsgemässen Schaltung; Fig. 19 ein Detail der Schaltung nach Fig. 18; Fig. 20 eine Ausführungsform einer Äquipotentialfläche gemäss der Erfindung im Detail und Fig. 21 eine schematische Darstellung einer anderen Ausführungsform der Erfindung.
Fib. 1 zeigt einen Schnitt durch einen herkömmlichen Transformator mit einem Magnetkreis 20 und zwei stromführenden Wicklungen 22 und 23, die in einem Gehäuse 24 untergebracht sind. In solchen Transformatoren besteht der Magnetkreis gewöhnlich aus einem geschlossenen, lamellierten, hohlen Kern r;cliteclci#7er Form, in dem quer angeordnete, nichtma- nnetisci,e Unterbrech!Tngen sorgfältig vermieden sind.
Diese Transformatoren arbeiten auf folgende Meise: Ein zeitlich veränderlicher Alagnetisierungs- stro:n in d r an eine Wecbselstromquelle angeschlossenen Pri i,ärl":icl;Iting 22 erzeugt im \.lanetkrei:; 20 einen s@,-nchron wechselnden magnetischen Fluss, der seinerseits in cler Sektrndärvvicic!ung 23 eine e!elktroma- gnetische \:pa;inting induziert.
Der von der Wicklung 23 a'oiegebene Belastungsstrom und die entsprechende Leistung gleicher! dem diesbezüglichen, von der Pri- nuärw!ckllln- 22 aufgenommenen Ein-angsstrom und der entsprechenden Leistung, zuzüglich der zugehöri- gen Verluste. Um die Belastungsverluste (I=R) auf ein 1-@iliimuni zu beschränken, sollten die Wic';lungen dicht am ;@lagnet! < rcis rewicl < elt sein.
Die elektrische Leitfähigkeit und die grosse -fasse des Kernes erfor- d, rn jedoch, dass der Magnetkreis an Erdpotential lie_tt; follich ist zwischen de.--i Kern und den Wicklungen eine entsprechende Spannungsisolation norivendig. Da die Betriebsspannungen und die voriibergelier"d-.@=i Cberspannun-en bei dieser Art von Vorrichtungen 1-rösser sind, ist auch eine zuverliissige, -tiir!;
ere I,ola- tion notwendi". Die @Z':chlungen haben einen um so grösseren Abstand vom Kern, je grösser die erwarteten Wicklungsverluste sind. Isolierstege werden eingesetzt, um die Feldverteilung und die Bewegung von Raumla- dun("en und clektr.,ierten Teilchen zu steuern. Die Verirösserung der Isolationsabstände muss der der Nennspannuilen voraneilen.
Diese Falttoren bestimmen die geometrischen Abmessungen sowohl der Wicklungen als auch des Kernes und tragen ausserdem zur Vergrösserung des Gewichtes und der Verluste der Einheit bei.
Die Erfindung bringt eine Verbesserung der Isolation, indem der Kern und die Wicklung ohne Rücksicht auf die Nennspannung der Vorrichtung im wesentlichen ständig auf demselben Potential gehalten werden. Dies erfolgt durch Aufteilung des wirksamen, oder des die Wicklung tragenden Abschnittes des :Magnetkreises in Kernelemente und durch säulenförmige Aufstapelung derselben, wobei jedes Kernelement vom benachbarten durch eine entsprechende, jedoch verhältnismässig dünne Schicht eines hochwertigen Dielektrikums isoliert ist.
Jedes dieser isolierten magnetischen Elemente ist von einem entsprechenden Teil der Gesamtwicklung dicht umgeben, wobei der Mittelpunkt oder ein anderer Punkt dieses Wicklungsteiles mit seinem zugeordneten Kernabschnitt elektrisch verbunden ist und dessen Potential jederzeit eindeutig bestimmt. Die Potentialverteilung in der Säule der isolierten Kernabschnitte ist daher fast -enau dieselbe, wie in der zugeordneten Wicklung und die elektrische Unvereinbarkeit der Wicklung und des Kernes. die für die herkömmlichen Konstruktionen der Transformato- ren und Drosseln charakteristisch ist, ist beinahe vollkommen vermieden.
Eine At;sfiihruncsform wird nun an Hand der Fig. 2 beschrieben. Hier ist ein einphasiger, als Autotransformator ausgebildeter Abwärtstransformator dargestellt, der Höchstspannungen umspannen kann. Ge- mäss Fig. 2 umfasst der Magnetkreis 30 zwei in Segmenten geteilte, aus aufgestapelten magnetischen Kernabschnitten 35 und 38 zusammengesetzte, durch Iso- lierscheiben 36 voneinander isolierte Schenkel 33 und 34 und zwei magnetische Ri.ickschlusswege 31 und 32, die diese Schenkel verbinden.
Jeder Schenkel ist von einem Paar stromleitender Wicklungen umgeben. Der dargestellte Autotransfor- niator weist vier hintereinandergeschaltete Wicklungen 41, 42, 43 und 44 und vier gemeinsame Wicklungen 45, 46, 47 und 48 auf. Die in Reihe geschalteten Wicklungen 41 und 42 und die gemeinsamen Wicklungen 45 und 46 sind auf dem @in Segmente geteilten Schenkel 34, die übrigen Wicklungen auf dem anderen Schenkel 33 angebracht. Jede Wicklung besteht aus ein r Anzahl stromleitender Spulen 37, die einen Kern- bschnitt 35 umgeben und mit diesem elektrisch verbunden sind.
Ein in der Mitte jede. der beiden Schenkel angeordneter, keine Spule tragender Kernteil 38 dient zur Trennung der in Reihe Geschalteten Wicklungen und als Zuführungsstelle für die Oberspannung. Die Oberspannung wird den vier in Reihe geschalteten Wicl < lun- ben und den Kernteilen 38 über eine Obcrspannungs- lcitting 39 zugeführt, die an eine Wechselstromquelle (nicht gezeichnet) angeschlossen ist.
Die Stelle für den Unterspannungsanschluss 40 ist der Knotenpunkt der Reihenwicklung und der gemeinsamen Wicklung. Auf der anderen Seite ist jede gemeinsame Wicklung mit dem nächst#-,eler enen magnetischen Rückschluss 31 oder 32 und mit Erde verbunden.
Mit Bezug auf die Fig. 3 bis 5 werden nun die Ein- der be,#-^i-ztt2ten Atisfiiliruncsform beschrieben. Jedes Kernsegment ist aus einer Vielzahl von rechteckigen Siliziumstahllamellen 50 zusammengesetzt, von denen jede mehrere Löcher aufweist. mittels welcher das ganze, ein Kernsegment bildende Lamel- Ienpaket verbunden werden kann. Um eine -nagneti-
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sche Sättigung an den Kanten des Kernsegmentes zu verhindern und die Verteilung des elektrischen Feldes zu verbessern, können die schmalen Enden 52 und 53 jeder Lamelle abgeschrägt oder abgerundet sein.
Nach Zusammensetzen der Lamellen 50 können die Ecken jedes Kernsegmentes abgeschrägt und die Kanten bzw. Seiten 55 und 56 z. B. durch Schleifen abgerundet werden, damit sie ein ähnliches Profil aufweisen wie die Enden 52 und 53. Die Kernsegmente 35 könnten eventuell aus einem einzigen, spiralförmig aufgewickelten Materialstreifen hergestellt werden. Die konkreten Abmessungen jedes Kernsegmentes hängen von der umzusetzenden Leistung ab.
Jede Spule ist, wie in Fig. 5 gezeigt, dicht am betreffenden Kernsegment aufgewickelt.
Die Spulen können aus zwei Teilen 57 und 58 bestehen, die je aus isolierten, leitenden Streifen spiralförmig gewickelt sind. In der dargestellten Ausführungsform sind die beiden Spulenhälften 57 und 58 gegenläufig zueinander gewickelt. Die zwei Hälften sind miteinander und mit dem anliegenden Kernsegment mittels eines geeigneten Leiters 59 elektrisch verbunden. Die übereinanderliegenden Spulen sind durch einen geeigneten Verbindungsstreifen 60 verbunden und bilden die Gesamtwicklung.
Zwischen den benachbarten Spulen-Kern-Paaren ist eine Isolierscheibe 36 vorgesehen, die dazu dient, jedes dieser Paare vom benachbarten elektrisch zu isolieren. Zwischen den übereinanderliegenden Spulenhälften ist eine zweite Isolierscheibe 61 eingelegt, auf der eine Haltevorrichtung 62 für eine die Spule umgebende ringförmige Äquipotentialfläche 63 befestigt ist. Sowohl die Scheiben als auch die Haltevorrichtung 62 können aus beliebigem geeignetem Isoliermaterial hergestellt sein. Ein solches Material ist z. B. harzimprägniertes Hartpapier oder kreuzverkettete Polyäthylenfolie.
Um eventuellen, von den hohen elektrischen Querbeanspruchungen der Scheiben 61 herrührenden Unregelmässigkeiten in den Spulen und mechanischen Beschädigungen der Scheiben 61 vorzubeugen, kann jedes Spulenpaar 57 und 58 mit einem halbelastischen Spulendistanzhalter umgeben sein.
Die meisten Schwierigkeiten, die bisher während der Versuche, zuverlässige Höchstspannungstransfor- matoren herzustellen zu überwinden waren, sind durch die Notwendigkeit entstanden, die Oberspannungswick- lunb von dem geerdeten, vom wirksamen magnetischen Fluss durchsetzten Eisenkern zu trennen und zu isolieren.
Die Teilung in Segmente und die elektrische Isolierung jedes Kernse-mentes von den benachbarten Segmenten löst das Problem der Spannungsisolation, da jedes Kernsegment und die dieses umgebende Spule dasselbe Potential aufweisen und beide die gleiche Isolationsfestigkeit aufweisen. Die Notwendigkeit grosser Abstände und starker Isolation. zwischen den Spulen und den Kernen fällt daher fort. Durch die Einführung von Isolierspalten wird jedoch das Ansteigen des magnetischen Widerstandes des Magnetkreises unterstützt und dies führt zur Notwendigkeit eines stärkeren 'i%"fagnetisierungsstromes bzw. grösserer zugeführter Leistung, wodurch jedoch wieder eine grössere Streuung des Magnetflusses begünstigt wird.
Ein grösserer Streufluss führt unter Belastung zu einer grösseren Abnahme der Induktivität.
Diese Abnahme kann verringert werden, wenn an jedem Schenkel zwei parallelgeschaltete Wicklungen so angebracht sind, dass für eine gegebene Gesamtleistungsabgabe je Schenkel der Belastungsstrom je Wicklung halbiert wird. Gemäss Fig. 2 wird mit dieser Anordnung der höchste Spannungspegel im Mittelpunkt jedes Schenkels erreicht und nur ein sehr kleiner Anteil des gesamten Magnetkreises liegt auf diesem hohen Potential. Diese Anordnung verdoppelt annähernd die wirksame Höhe des Transformatorschenkels, dennoch wurde ermittelt, dass der ganze Kern tatsächlich besser ausgenützt ist, da ein grösserer Anteil des Kernes wirksam für die Wicklungen verwendet wird. Ausserdem liegt jeder magnetische Rückschluss am Erdpotential und kann wirtschaftlicher und wirksamer konstruiert und abgestützt werden.
Die erfindungsgemässe Konstruktion des Kernes und der Wicklungen weist ferner den wichtigen Vorteil auf, dass sie ein in Reihe geschaltetes Kapazitätssystem schafft, das eine bessere Verteilung der Biberspannungen über die Kern- und Wicklungssäulen sichert. Diese Überspannungen werden deswegen besser verteilt, weil die isolierte, in Segmente geteilte Spulen-Kern-Anordnung eine in Reihe geschaltete Kette von grossen, untereinander fast gleichwertigen Kapazitäten bildet. Demzufolge werden Wanderwellen fast vollkommen gleichmässig über die ganze Säule verteilt. Es wurden daher bessere Isolier- kennwerte erzielt.
Da die normalen und vorübergehenden elektrischen Beanspruchungen zu einer grösseren Gleichmässigkeit gesteuert werden können, kann die beschriebene Vorrichtung für einen Subkoronabetrieb ausgelegt und es können dadurch Sprühentladungen und Funkstörungen ausgeschlossen werden. Es sei bemerkt, dass vorzugsweise die Spulen-, Kern- und Isolationsteile untereinander mechanisch gleichgestaltet sind und die gleiche physikalische Funktionsweise besitzen. Eine serienmäs- sige Herstellung vollkommen gleicher Bauteile setzt die Kosten weiter herab und verbessert ausserdem die Qualität.
Die scheibenförmige Isolation 36 ist am Umfang so ausgebildet, dass Kriechströme unterdrückt oder vermieden werden. Zwei Ausführungsformen sind in den Fig. 6A und 6B im Schnitt dargestellt. Die Scheibe ge- mäss Fig.6A ist eine aus Isoliermaterial gefertigte Planscheibe 70 mit einem erweiterten Rand 71, die an beiden Seiten einen dünnen leitenden Belag 72 aus einem Material mit mittelmässiger Leitfähigkeit aufweist. Normalerweise weist dieser Belag 72 einen Widerstand R von 800 bis 8000 R/cm - auf und unterdrückt daher die Ausbildung übermässig grosser Wirbelströme. Über der Randerweiterung 71 und dem Rand der Beläge 72 ist eine Wulst 73 ausgebildet. Die Beläge 72 mit dem dazwischenliegenden Isoliermaterial 70 bilden einen Kondensator C.
Die sich daraus ergebende Zeitkonstante (RC) wird im allgemeinen in der Grössenordnung von 0,001 s sein.
Die in Fig.6B gezeigte Ausführungsform besteht im wesentlichen ebenfalls aus einer Planscheibe aus Isoliermaterial. Die Umfangserweiterung weist hier jedoch einige Wellungen 78 auf, so dass die so ausgebildete Oberfläche den elektrischen Weg zwischen den gegenüberliegenden Seiten der Scheibe verlängert. Diese Scheibe trägt ebenfalls Beläge 72, mit den oben angegebenen Widerstandswerten.
Der glatte, leitende Belag 72 liegt eng am festen Dielektrikum, bildet eine Begrenzung des elektrischen Feldes und verhindert dadurch Unregelmässigkeiten in den Lamellen der Kerne, die von Stellen mit hoher
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elektrischer Beanspruchung herrühren könnten. Der leitende Belag dient zur gleichmässigen Verteilung des elektrischen Potentials über die ganze Oberfläche der l soüerscheibe 36, wobei die elektrische Beanspruchung an den Rändern. verringert ist.
Unter bestimmten Umständen kann es erforderlich sein, die Isolierscheibe 36 zweiteilig auszubilden, wobei der eine Teil als N-littelscheibe z. B. nach Fig. 6A oder 6B ausgeführt werden kann, an dem die Kernsegmente anliegen. Der zweite Teil kann als ein mit dieser Mittelscheibe konzentrischer, zur gegenseitigen Isolierung der Spulen dienender Ring, z. B. gemäss Fig. 6A oder 6B ausgebildet sein. Eine Zusammensetzung der Iso- lierscheibe 36 aus zwei Teilen hat den Vorteil, dass die Kerne und die Spulen voneinander unabhängig bewegt werden können.
Die erfindungsgemässe Vorrichtung ist auch für Drehstromkreise geeignet. Eine solche Konstruktion für dreiphasigen Strom ist in Fig.7 dareestellt und weist drei in Segmente geteilte Kernschenkel 80, 81 und 82 auf. Jeder Schenkel trägt die notwendige Anzahl von Spulen und ist mit den übrigen zwei Schenkeln oben und unten durch dreieckige magnetische Rückschlusswege 83 verbunden.
Die vorliegende Erfindung kann mit Vorteil auch als eine Drossel verwendet werden.
Der Bedarf an Nebenschluss-Drosseln ist durch die Länge der übcrtragungsleitung, ihre Belastung und das allgemeine Problem der Blindleistungssteuerung bestimmt. Sie können auch sehr wirksam bei der Begrenzung von kurzdauernden Überspannungen verwendet werden. Bei vielen Höchstspannungsnetzen wird der Bedarf an Generatorersatz oder die Inanspruchnahme der Interessengemeinschaften so gross sein, dass die Leitungen die meiste Zeit in Bereitschaft werden sein müssen. In solchen Fällen werden die Nebenschluss- drosseln bei der Steuerung des Netzes von wesentlicher Bedeutung sein.
Der tägliche Belastungszyklus wird ebenfalls die Verwendung der Blindleistungskompensation Iheeinflus- sen. Auch während voller Belastung können für viele Leitungen ständig angeschlossene Höchstspannungs- drosseln erforderlich sein. Bei kleiner Belastung wird eine zusätzliche Blindleistungskompensation notwendig sein, da die Klemmenspannungen zunehmen.
Die früher bekannten Drosseln waren mit soge- nanntem Mantel- oder Rahmenjoch konstruiert. Die Hauptbestandteile einer solchen Drossel sind in Fig. 8 dargestellt. Eine Spule 86 in Form eines hohlen Zylinders ist von einem lamellierten Rahmenjoch 87 umgeben. Die Spule weist an einem Erde einen Hochspan- nungsanschluss 84 und am anderen Ende einen Nie- derspannungsanschluss 85 auf. Da bei einer guten Konstruktion das Joch 87 an Erdpotential liegen muss, ist es notwendig, das Hochspannungsende der Spule sowohl am Ende als auch seitlich gegen das Joch 87 hinreichend zri isolieren.
Gleichzeitig muss dieser Ab- ,;tand klein gehalten werden, wenn die magnetischen Kraftlinien die bevorzugte Richtung, d. h. parallel zur Spulenachse einhalten sollen. Solche Forderungen erschweren im allgemeinen die Anwendung dieser Konstruktion für Höchstspannungen. Darüber hinaus wurde bei der Konstruktion der Drosseln ermittelt, dass der Voltampere-Nennwert (EI) dem Produkt @=V proportional ist, wobei ,3 die magnetische Felddichte in der Spule, und V das von der Spule umschlossene Volumen bedeutet. Der Wert (EI) wächst mit dem Quadrat der magnetischen Felddichte, jedoch nur linear mit dem Volumen des Magnetfeldes.
Für eine gedrängte Bauart ist es daher vorteilhaft, die magnetische Felddichte ss gross zu wählen.
Die in Fig.8 gezeigte Luftkern-Manteltype der Drossel schliesst wegen des hohen magnetischen Widerstandes des Luftkernes hohe Werte magnetischer Felddichte aus. Folglich ist das Volumen V gross und die Felddichte ss verhältnismässig klein. Auch ist die Spule gross und an gewissen Stellen praktisch dem vollen Wert des Magnetfeldes ausgesetzt. Diese Umstände führen dazu, dass die Drossel hohe Widerstands- und Wirbeistromverluste aufweisen wird.
In einem Versuch, diese Probleme zu lösen, wurden Drosseln der Manteltype mit unterbrochenem Kern und der Kerntype mit unterbrochenem Kern einer Prüfung unterzogen. Die Manteltype mit unterbrochenem Kern ist in Fiä. 9 veranschaulicht und weist einen unterbrochenen Eisenkern 88 auf, der in der Achse der Spule 86 angeordnet ist. Dieser Kern 88 ist mit dem Joch 87 magnetisch gekoppelt. Die Spalten, die den Kern unterbrechen, sind mit sehr steifem unmagneti- schem Füllmaterial 89 ausgefüllt, damit die Kernsegmente 79 in einem Abstand gehalten werden.
Bei dieser Konstruktion können solche Werte von ss verwendet werden, die sich jenen zur Sättigung des Eisens benötigten nähern. Folglich ist das Volumen V kleiner. Diese Konstruktion löst weder das Problem der Hochspannungsisolation zwischen der Spule und dem Joch, noch erreicht sie eine gute Verteilung der kurzzeitigen Überspannungen. Die ganze Einheit nimmt unerwünscht in ihrer Länge zu, wenn sie für Höchstspannungen ausgelegt wird. Durch diese Zunahme der Länge vergrössern sich natürlich die Gesamtausmasse und das Gewicht.
Die vorliegende Erfindung löst das Isolationsproblem, besonders wenn die Vorrichtung im Höchstspannungsbetrieb verwendet wird, und die Werte von ss hoch sind, wodurch das Gewicht und die Abmessungen der Drossel verringert werden. Diese Verringerung setzt nicht nur die Herstellungskosten herab, sondern vermindert auch die elektrischen Verluste und das natürliche magnetostriktive Geräusch. Die elektrischen Verluste erreichen nur die Hälfte derjenigen in herkömmlichen Drosseln. Die beschriebene Konstruktion ermöglicht ferner die Anwendung von gewaltigen Druckkräften in Richtung des induzierten Magnetfeldes, die zur Sicherung der mechanischen Stabilität der Einheit und zum Abschwächen der hörbaren Geräusche dienen.
Ausserdem wird durch die Erfindung der magnetische Streufluss verringert und die von unerwünschten Wanderwellen oder Stromstössen herrührende überspannung besser und gleichmässiger verteilt, wodurch örtliche Bereiche einer übermässigen Beanspruchung durch Hochspannung vermieden werden.
Diese und andere Vorteile werden dadurch erzielt, dass die Drossel mit einem Paar paralleler Wicklungen. versehen ist, die einen Magnetkreis umgeben, der ein Paar magnetischer Rückschlüsse und mit diesem gekoppelte, isolierte 1\lagnetkernschenkel umfasst und die Wicklungen mit den isolierten Kernschenkeln elektrisch stufenweise verbunden sind, wobei entlang der Schenkel eine systematische und gesteuerte Verteilung der angelegten Spannung erzielt wird.
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Eine Drossel ist in teilweise geschnittener Darstellung aus Fig. 10 ersichtlich. Diese Drossel weist ein Gehäuse 90 in Form eines im wesentlichen zylindrischen Kessels auf, das mit Füssen 94 gegen Polster 95 abgestützt ist.
Der Oberteil des Gehäuses ist nach innen von einer Hochspannungsdurchführung 91 und einer Niederspannungsdurchführung 92 durchsetzt. Diese Durchführungen können als übliche Durchführungskondensatoren aufgebaut sein und sind mechanisch, thermisch und elektrisch an eine im Gehäuse 90 untergebrachte Betriebseinheit 97 angepasst. An den Seiten des Kessels 90 und mit dessen Innerem durch Durchlasswege verbunden, ist eine Anzahl radial sich erstreckender hohler Kühlblöcke 93 befestigt. Eine geeignete Isolierflüssigkeit 96 befindet sich in einer Menge im Kessel 90, deren Menge zum Überdecken der Betriebseinheit 97 und zum Umlauf durch die Kühlblöcke bzw. Radiatoren 93, zwecks Wärmeabgabe ausreicht.
Diese Konvektionsströmung wird in der Flüssigkeit durch die Erwärmung der Betriebseinheit 97 bei Stromzufuhr hervorgerufen; sie kann ausserdem durch eine Pumpaniage unterstützt werden. Der Kessel weist die übliche (nicht gezeichnete), bei Drosseln normale Ausrüstung auf. Diese Ausrüstung enthält einige Thermometer, Alarmschaltungen, Reduzierventile, u. dgl., Mann- und Schaulöcher und Ablasshähne u. dgl.
Die Neuheit der Drossel bezieht sich in erster Linie auf die Betriebseinheit 97, deren Einzelheiten in den Fig. 11, 12, 13, 14 und 15 dargestellt sind.
Diese Betriebseinheit 97 umfasst hauptsächlich einen Magnetkreis (Fig. 11, 12, 13, 14) bestehend aus einem Paar lamellierter, magnetischer Rückschlüsse 100 und 101, die durch ein Paar isolierender Kernschenkel 102 und 103 verbunden sind. Jeder isolierende Kernschenkel weist eine Anzahl Kernsegmente 104 auf, die voneinander durch Scheiben 106 und Distanzhalter 107 isoliert sind. Jedes Kernsegment ist aus Lamellen zusammengebaut, wie im Zusammenhang mit den Fig.3 und 4 beschrieben wurde.
Jedes in dieser Drossel verwendete Kernsegment 104 kann zur Verhinderung der Kernsättigung und um einen Betrieb der Vorrichtung bei optimaler Felddichte zu ermöglichen, ein an allen Seiten abgeschrägtes oder abgerundetes Profil aufweisen.
Jedes Kernsegment 104, mit Ausnahme des an beiden Schenkeln vorgesehenen mittleren Kernteiles 104A ist von einer stromdurchflossenen Spule 108 umgeben. Diese Spulen sind miteinander und mit dem Kernsegment, welches sie umgeben, elektrisch verbunden. jedes Spulen-Kern-Paar ist von seinem benachbarten Spulen-Kern-Paar durch Scheiben 106 und Abstandhalter 107 isoliert. Diese Scheiben und Abstandhalter helfen ferner bei der Einstellung des gegenseitigen Abstandes der Kerne und Spulen. Die Scheiben und Abstandhalter können aus beliebigem geeignetem Isoliermaterial gefertigt sein, so z. B. aus mit Epoxyharz imprägniertem Hartpapier oder aus Presspan.
Jede Scheibe 106 kann an ihrem Umfang eine ringförmige Aquipotentialfläche 110 tragen, die, wenn mit den Spulen und Kernteilen an irgendeiner Seite derselben entsprechend elektrisch verbunden, die Verteilung von Überspannungen oder Spannungsstössen über die Betriebseinheit 97 unterstützt. Nach Zusammenbau hält die ganze Einheit unter Druck zusammen, wozu eine Anzahl von Zugelementen, wie Verbindungsstangen 98, dient, die durch dazu vorgesehene, an jedem der beiden magnetischen Rückschlüsse 100, 101 befestigte Konsolen 99 durchgeführt sind, um die mittels dieser Verbindungsstangen 98 auf die Einheit ausgeübten Druckkräfte auszugleichen, kann eine den mittleren Kernteil 104A umgebende Blindspule 111 verwendet werden.
Bei den meisten Ausführungsformen kann jedoch dieser mittlere Kernteil 104A und die Blindspule 111 fortfallen. Zusätzlich lässt sich ein Ausgleich dadurch erzielen, dass die Abstandhalter 107 aus elastischem Material gefertigt sind, das eine gewisse seitliche Bewegung zwischen jeder Spule und dem dieser zugeordnetem Kernsegment zulässt.
Wenn die zusammengebaute Betriebseinheit 97 im Gehäuse 90 so untergebracht ist, dass der Magnetkreis zur Basis des Kessels parallel liegt, so stehen die Abstandhalter 107 zu dieser Basis senkrecht und zwischen diesen Abstandhaltern 107 bleiben offene vertikale Strömungswege 118. Diese Wege ermöglichen eine freie Strömung der Isolierflüssigkeit 96. Die diese Wege 118 durchströmende Flüssigkeit kühlt und isoliert die Spulen und die Kernteile. Infolge unvermeidbarer Verluste erwärmt sich die Einheit.
Diese Wärme wird durch Ableitung der Flüssigkeit 96 abgeführt. Wenn die Flüssigkeit im Strömungsweg 118 genügend warm wird, bildet sich in der Flüssigkeit eine Konvek- tionsströmung aus und die Flüssigkeit steigt in den Strömungswegen 118 zum Kopfende der Radiatoren 93 empor, strömt unter gleichzeitiger Abkühlung durch dieselben hindurch und am unteren Ende wieder in den Kessel zurück. Diese Konvektionsströme kühlen die Einheit und halten sie auf der vorgegebenen Temperatur.
Es wurde jedoch nachgewiesen, dass beim Zusammentreffen der Einheit mit einem starken elektrischen Feld einer Höchstspannung in der Flüssigkeit sich Dauerleitungsketten aus Kohlenwasserstoffen ausbilden können. Das Vorhandensein solcher Ketten ist für die Einrichtung schädlich und kann einen elektrischen Durchschlag zwischen Abschnitten der Einheit und dem Kessel 90 verursachen. Um solchen Fällen vorzubeugen sind an der äusseren Seite und um die Einheit herum Isolierwände 125 aus Presspan oder anderem Material vorgesehen, wie in Fig. 15 veranschaulicht ist.
Jede Spule 108 ist nicht nur mit jeder benachbarten Spule sondern auch mit ihrem zugeordneten Kernteil l03 elektrisch verbunden. Da diese Verbindungen eine Reihen-, eine Reihenparallel- oder eine Parallelschaltung sein können, sei dieser Umstand in Zusammenhang mit den Fig. 16, 17, 18, 19 und 20 kurz behandelt. Die Fig. 16 und 17 zeigen die Spulen 108, die auf jeder Scheibe elektrisch mit den benachbarten Spulen verbunden sind, so dass auf jedem isolierenden Kernschenkel zwei parallele Wicklungen, im ganzen daher vier parallele Wicklungen entstehen. Wie gezeigt wird die Hochspannung dem Mittelpunkt der Anordnung über die Leitung 109 zugeführt.
Dadurch, dass die Hochspannung dem Mittelpunkt der Einheit zugeführt, jede Spule gemäss Fig. 17 mit ihrem zugehörigen Kernteil verbunden, dagegen jedes Kernsegment von dem nächsten in der Säule isoliert wird, kann das Rah- menjoch ausgeschaltet werden, da der Magnetfluss auf die magnetischen Rückschlüsse 100 und 101 sowie auf die isolierenden Kernschenkel 102 und 103 beschränkt ist. Dadurch, dass das Joch ausgeschlossen ist und die Spulen mit den Kernteilen verbunden sind, ist auch das bisher existierende Problem der Isolation zwischen der Wicklung und dem Joch beseitigt. Die Nie-
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derspannung wird über die Leitung 105 abgenommen.
Eine erfindungsgemäss aufgebaute Hochspannungsdrossel weist ein kleines Gewicht und beträchtlich kleinere Gesamtabmessungen auf, als eine herkömmliche Drossel derselben Spannungs- und der halben Leistungsbemessung. Noch wichtiger ist, dass ihre Isola- tions-Zuverlässigkeit natürlich höher ist.
Die Fig. 18 und 19 zeigen die auf jeder Scheibe hintereinandergeschalteten Spulen 105. Die bei Verwendung der früher bekannten Vorrichtungen für Hochspannungsbetrieb sich ergebenden Schwierigkeiten sind behoben und eine allmähliche, systematische und vorzugsweise gleichmässige Potentialverteilung über jeden isolierenden Schenkel von seinem Mittelpunkt bis zu jedem der beiden magnetischen Rückschlüsse ist erreicht, und zwar infolge der grossen auch unter Oberspannungsbedingungen auftretenden gegenseitigen Kapazitäten zwischen den Kernteilen. Es versteht sich von selbst, dass die Spulen in allen Fällen und auf jedem Segment einen solchen Wicklungssinn besitzen müssen, dass die Richtung des Spannungsgefälles des magnetischen Feldes in einer geschlossenen Schlaufe verläuft, wie durch die Pfeile 114 angedeutet.
Aus Fig.20 sind eine modifizierte Ausführung der Spulen 108, deren gegenseitige Verbindung und die Isolierscheibe erkennbar. Die Spulen 108, die jedes Kernsegment 104 umgeben, sind in zwei einander entgegengesetzt gewickelten Hälften 119 und 120 geteilt. Das Kernsegment 104 ist mit dem Mittelpunkt zwischen den beiden Spulenhälften verbunden, wobei jede Spulenhälfte gegen die andere Spulenhälfte isoliert ist. Ausserdem kann die Scheibe 106 geschichtet sein und zwei Schichten geeigneten Isoliermaterials 130 und 131 mit einem leitenden Netz 116 als Zwischenlage aufweisen.
Das Netz 116 dient zur Verkleinerung der Wirbelströme. Eine derartige geschichtete Scheibe könnte bei allen oben beschriebenen Ausführungsformen, einschliesslich des Transformators, verwendet werden. Das zwischengelegte, leitende Netz 116 wirkt so, dass jedes Kernsegment mit seinen benachbarten Kernsegmenten kapazitiv gekoppelt und auf diese Weise die Empfindlichkeit der Einheit auf überspan- nungen und Spannungsstösse weiter erhöht ist.
Fig. 20 zeigt eine andere Modifikation, die in jeder der oben erwähnten Vorrichtungen Verwendung finden könnte. In dieser Abänderung ist die ringförmige Äqui- potentialfläche 110 durch eine die Scheibe umgebende halbringförmige Fläche ersetzt, die aus Isoliermaterial gefertigt ist und einen leitenden Belag trägt.
Die in Fig. 15 gezeigten Isolierwände 125 sind so geformt, dass sie annähernd den Äquipotentialflächen des elektrischen Feldes entsprechen, das zwischen den an jedem isolierenden Kernschenkel angebrachten ringförmigen Aquipotentialflächen entsteht. Um zu gewährleisten, dass jede erzeugte Kohlenwasserstoffkette unterbrochen wird, ist an den Wänden 125 eine angemessene Anzahl Trennstreifen 126 willkürlich angebracht. Eine ausreichende Strömung wird durch zahlreiche, in jeder Wand 125 ausgebildete Öffnungen 127 hervorgerufen. Diese Kombination von Öffnungen, Trennstreifen und Wänden erzeugt eine beträchtliche Turbulenz in der Flüssigkeit, welche die Bildung von schädlichen, leitenden Ketten verhindert.
Für die Hochspannungsleitung 109 ist eine einzige grosse Öffnung vorgesehen.
Am Ende jeder Verbindungsstange 98 können Druckfedern 128 verwendet werden, um zu gewährlei- sten, dass die isolierenden Kernschenkel jederzeit einer gleichbleibenden Spannkraft ausgesetzt sind. Die Spannstangen 98 können mit einer zylindrischen Isolation überzogen werden.
Die Erfindung schafft nicht nur eine verbesserte, für Höchstspannungen betriebsfähige Drossel, sondern bietet gleichzeitig bedeutende Gewichts- und Kosten- einsparungen. Es ist daher möglich, eine Drossel mit wesentlich kleineren Abmessungen zu konstruieren, da bei angelegter voller Betriebsspannung jeder Wicklungsabschnitt, unter normalen sowie unter kurzzeitigen extremen Bedingungen, nur den der Gesamtspannung proportionalen Anteil erhält. Durch Verbindung jedes SegmentEs des isolierenden Kernes mit den Wicklungen fällt ferner die Notwendigkeit einer weitgehenden Isolation zwischen den Spulen und den Kernsegmenten weg.
Durch diese Kopplung der Kernsegmente mit den sie umgebenden Spulen wird die Spannung entlang jedes Schenkels derart gleichmässig geändert, dass der Potentialgradient längs jedes Schenkels konstant bleibt und die Schenkellänge für Isolationszwecke in höchstem Masse ausgenützt wird.
Da alle Kernsegmente, Isolierscheiben und Spulen untereinander vollkommen gleich sind, ist die Einheit für eine Serienfertigung gut geeignet und in der Herstellung wirtschaftlich.
Das Material der Isolierscheiben bietet sowohl elektrische Isolierung als auch mechanische Abstützung und zwischen den Scheiben entsteht eine beträchtliche Kapazität, die bei überspannungsstössen zur Gleich- mässigkeit der Spannungsverteilung entlang jedes Schenkels beiträgt. Dies schwächt den vorübergehenden Hochspannungsstoss ab.
Die Anwendung eines isolierenden Kernes weist zusätzliche Vorteile auf, weil sie eine genaue Steuerung der Induktivität mit sich bringt. Da ausserdem dieser Grundgedanke ein gleichmässiges Aufbringen der magnetisierenden Amperewindungen über den ganzen isolierenden Kern ermöglicht, führt er zur Verringerung des magnetischen Streuflusses.
Die Vorteile der beschriebenen mechanischen Anordnung bestehen darin, dass die Einheit bei horizontaler Aufstellung durch Konvektionsströme selbstgekühlt werden kann und dass gleichzeitig durch die angewendeten grossen Druckkräfte sowohl das akustische als auch das magnetostriktive Geräusch verringert wird.
Eine Drossel lässt sich für Drehstrombetrieb anpassen, wobei 3 Schenkel benutzt werden, die je eine Hochspannungs-Zufuhrleitung in ihrer Nlitte aufweisen.
Der profilierte Kern 104 kann noch mehr als in Fig. 21 gezeigt ist, von einem geformten, festen Dielek- trikum 117 ummantelt sein, das die Form eines Spu- lenkörpers aufweist. Die Spulen werden auf diese Körper aufgewickelt und die ganzen Spulenkörper gestapelt, so dass isolierende Kernschenkel entstehen. Eventuell könnte das leitende Netz 116 (FiG. 20) zwischen die Spulenkörper eingelegt und mit einer äquipotentia- len den Spulenkörper umgebenden Äquipotentialfläche verbunden werden.
Unter der in dieser Beschreibung verwendeten Bezeichnung Spule können auch solche Spulen verstanden werden, die aus einer Anzahl kleinerer Spulen, z. B. Scheibenspulen, bestehen sowie solche Spulen, deren Leiter Gekreuzt oder in irgend einer anderen vorgegebenen Folge gewickelt sind, zur Herabsetzung der durch Wirbelströme verursachten Verluste.
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