Aussenachsige Kreiskolbenmaschine Die vorliegende Erfindung betrifft eine aussenachsige Kreiskolbenmaschine mit zwei oder mehr in Hubein griff miteinander stehenden Eingriffskörpern.
Kreiskolbenmaschinen als Motoren oder Kompres soren werden gebaut, um hohe Drehzahlen und damit grosse Literleistungen zu verwirklichen und kleine Lei stungsgewichte zu erhalten. Dies wird durch den beson deren Aufbau der Maschinen erreicht, bei dem nur gleichförmig bewegte, genau auswuchtbare Kolbenläufer vorgesehen sind. Aussenachsige Kreiskolbenmaschinen mit zwei in Hubeingriff miteinander stehenden Ein griffskörpern sind beispielsweise durch die deutsche Pa tentschrift Nr. 507 584 bekannt.
Bei den meisten bekannten Kreiskolbenmaschinen sind die Arbeitsräume durch Berührungsdichtung gedich tet. Deren Dichtungsteile aus Metall oder anderem Ma terial unterliegen bei den hohen Maschinendrehzahlen starkem Verschleiss, und durch mechanische Reibung der Kolbenläufer und Dichtungsteile tritt Leistungsminde rung auf. Sodann benötigt eine Berührungsdichtung im Betrieb ständige Schmierölzufuhr.
Es bringt daher Vorteile, berührungsfrei zu dichten. Durch die Zeitschrift ATZ, Jahrgang 56, Nr. 6, Seite 149, Absatz 8, ist es bekannt, dass bei reinen Drehkolbenmaschinen bei sehr hohen Geschwindigkeiten auf eine mechanische Abdichtung ganz verzichtet wer den kann. Mit der Anwendung dieser bekannten Me thode, berührungsfrei zu dichten, erhält man zwischen Kolbenläufern und feststehenden Wänden Spalte, die jedoch nur sehr kurze Drosselstrecken haben. Dies ver ursacht grosse Leckverluste an Arbeitsmedium, die den wirtschaftlichen Wirkungsgrad der sich in den Maschi nen vollziehenden Arbeitsprozesse verschlechtern.
Es ist also mit dieser Methode bisher nicht möglich, Drehkol- benmaschinen wirtschaftlich arbeiten zu lassen.
Auch bei den bekannten Kreiskolbenmaschinen kommt man mit dieser Methode nicht zu einem wirt schaftlichen Betrieb. Um deren Arbeitsraum dicht zu halten, benutzt man noch immer die Berührungsdichtung in Form von Dichtleisten oder -ringen, die verschleissen und Schmiermittel verbrauchen.
Die Nachteile der Berührungsdichtung und die der berührungsfreien Dichtung durch Fortlassen der Dich tungsteile werden noch immer in Kauf genommen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, aussen achsigen Krei4olbenmaschinen mit Hubeingriff, auch solchen mit Hubeingriff und Kreiseingriff, die Vorteile eines Dichtungsprinzipes ohne Wandberührung nutzbar zu machen.
Diese Aufgabe wird der Erfindung gemäss dadurch gelöst, dass bei aussenachsigen Kreiskolbenmaschinen mit zwei oder mehr in Hubeingriff miteinander stehenden Eingriffskörpern die Eingriffskörper Labyrinthdichtungs- elemente tragen, die sich in der Achsrichtung der Rela tivbewegung der Eingriffskörper zueinander erstrecken und sich bei der Hubbewegung zu einer instationären Vollabyrinthdichtung zusammenschieben.
Unter Voll- labyrinthdichtung wird eine Labyrinthdichtung verstan den, bei der mehrmalige Strömungsumkehr durch die Labyrinthdichtungselemente erzwungen wird. Bei der vorliegenden instationären Vollabyrinthdichtung wird zusätzlich durch den von der oszillierenden Bewegung ihrer Labyrinthelemente bewirkten Staudruck die Dicht wirkung verstärkt. Wenn im folgenden von Labyrinth dichtungselementen gesprochen wird, dann handelt es sich um Elemente von Vollabyrinthdichtungen.
Die Elemente dieser instationären Vollabyrinthdich- tung können die Form von Lamellen oder Hohlzylindern bzw. -prismen haben. Wenn lamellenförmige Labyrinth dichtungselemente angewendet werden, sind sie senk recht zur Achsrichtung ihrer Relativbewegung überein andergeschichtet angeordnet, wobei sie sich überdecken und zwischen sich Abstände haben, die als Drosselspalte wirken. Wenn hohlzylindrische bzw. -prismatische La byrinthdichtungselemente angewendet werden, sind sie konzentrisch zu ihrer Mittelachse angeordnet, wobei sie sich überdecken und zwischen sich Drosselspalte haben.
Sind lamellenförmige Labyrinthdichtungselemente zu Labyrinthdichtungsgruppen zusammengefasst, so können sie an den Eingriffskörpern so angeordnet werden, dass sie mit den Eingriffskörpern und Seitenteilen den Ar beitsraum umschliessen.
Hierbei wirken die Labyrinth dichtungsgruppen als instationäre Vollabyrinthdichtun- aen. Es gibt jedoch bei Verwendung lamellenförmiger Labyrinthdichtungselemente auch Ausbildungsformen der Erfindung, in denen die Eingriffskörper und die in einer Labyrinthdichtungsgruppe zusammengefassten La byrinthdichtungselemente mit einem sie umgebenden Mantel und Seitenteilen die Arbeitsräume umschliessen, wobei die Eingriffskörper gegen den Mantel ebenfalls mittels einer Labyrinthdichtung gedichtet sein können.
Zwischen Eingriffskörpern und Seitenteilen können Labyrinthdichtungen vorgesehen sein.
Sind die Labyrinthdichtungselemente hohlzylindrisch bzw. -prismatisch, so kann der Arbeitsraum von den Eingriffskörpern und den Labyrinthdichtungselementen umschlossen werden.
Die Eingriffskörper können durch Paral_lelkurbelge- triebe ihre Führung erhalten, die die Abstände zwischen den Labyrinthdichtungselementen gewährleistet.
Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt und werden im folgenden näher beschrieben.
Fig. 1 zeigt einen der Linie I-I in Fig. 2 entspre chenden Querschnitt einer aussenachsigen Kreiskolben maschine mit zwei in Hubeingriff miteinander stehenden Eingriffskörpern, bei der die Eingriffskörper und zwei aus lamellenförmigen Labyrinthdichtungselementen be stehende Labyrinthdichtungsgruppen zusammen mit zwei Seitenteilen den Arbeitsraum umschliessen.
Fig. 2 zeigt einen der Linie II-II entsprechenden Schnitt der in Fig. 1 dargestellten Maschine.
Fig. 3 zeigt einen der Linie III-111 in Fig. 4 ent sprechenden Querschnitt einer aussenachsigen Kreiskol- benmaschine mit zwei kolbenförmigen, in Hubeingriff miteinander :flehenden Eingriffskörpern, bei der die Kol benböden der Eingriffskörper und hohlzylindrische La byrintlidichtungselemente den Arbeitsraum umschliessen.
Fig. 4 zeigt einen der Linie IV-IV entsprechenden Schnitt der in Fig. 3 dargestellten Maschine, in dem die Schnittflächen der hohlzylindrischen Labyrinthdich- tungselementte als Kreisringflächen und der Kolbenbo den als Kreisfläche sichtbar sind.
Fig. 5 zeigt einen Querschnitt einer aussenachsigen Kreiskolbenmaschine mit vier in Hubeingriff miteinan der stehenden Eingriffskörpern, bei der die Eingriffs körper und vier an diesen im rechten Winkel zueinan der angeordnete, aus lamellenförmigen Labyrinthdich- tungselementen bestehende Labyrinthdichtungsgruppen zusammen mit zwei Seitenteilen den Arbeitsraum um schliessen.
Fig. 6 zeigt einen Querschnitt einer aussenachsigen Kreiskolbenmaschine mit zwei in Hubeingriff miteinan der stehenden Eingriffskörpern, die zugleich mit einem sie umgebenden Mantel in Kreiseingriff stehen; bei die ser Ausbildungsform der Erfindung umschliessen die Eingriffskörper und eine aus lamellenförmigen Laby- rinthdichtungselemenien gebildete Labyrinthdichtungs- t=ruppe zusammen mit dem Mantel und zwei Seitenteilen den Arbeitsraum.
In Fig. 1 und 2 ist eine aussenachsige Kreiskolben- maschine mit Hubeingriff dargestellt, die aus zwei in den Kurbelwellen 12 exzentrisch gelagerten Eingriffs körpern 1, den daran befestigten zwei Labyrinthdich- tungsgruppen bildenden Labyrinthdichtungselementen 2a und 2b und zwei Seitenteilen 9 aufgebaut ist. Der Arbeitsraum 13 wird von den zwei Eingriffskörpern 1, den aus den Labyrinthdichtungselementen 2a bzw. 2b gebildeten Labyrinthdichtungsgruppen und den Seiten teilen 9 eingeschlossen.
Die Labyrinthdichtungselemente 2a und 2b haben die Form von Lamellen. Sie erstrek- ken sich zueinander in der Achsrichtung 3 der Relativ bewegung der Eingriffskörper 1 und sind, wie Fig. 2 als Schnitt nach Linie II-II der Fig. 1 deutlich macht, senkrecht zur Achsrichtung 3 übereinandergeschichtet angeordnet, wobei sie sich entsprechend der hubverän derlichen Strecke a in Fig. 1 überdecken.
Zwischen den Labyrinthdichtungselementen 2a bzw. 2b sind Spalte mit der Spaltweite s vorgesehen, so dass sie gegenseitig nicht in Berührung stehen. Bei der Hubbewegung der Ein griffskörper 1 schieben sich die Labyrinthdichtungsele- mente in Achsrichtung 3 zusammen und bilden eine in- stationäre Vollabyrinthdichtung.
Durch die Längenerstreckung der Labyrinthdich- tungselemente in Achsrichtung 3 der Bewegung der Ein griffskörper und durch die vorhandene überdeckungs- länge der Labyrinthdichtungselemente entsprechend der Strecke a ergibt sich eine mehrmalige Strömungsumkehr der Leckströmung und ein langer Drosselweg, dessen Dichtwirkung durch die Spaltweite s beeinflusst werden kann.
Die Seitenteile 9 sind, wie aus Fig. 2 zu ersehen, senkrecht zu den Achsen der Kurbelwellen seitlich der Eingriffskörper 1 angeordnet und können gegen die Ein griffskörper 1 und die Labyrinthdichtungselemente 2a und 2b beispielsweise durch Halblabyrinthdichtung ge dichtet werden.
Die Differenz der Exzentrizitäten der beiden Ein griffskörper 1 bedingt den Abstand und damit die Spalt weite s der einzelnen Labyrinthdichtungselemente 2a und 2b. Wird die Exzentrizität der Eingriffskörper 1 gleich gewählt, dann kann die Labyrinthdichtung mit sehr engen Spaltweiten s und dadurch sehr guter Ab dichtung ausgebildet werden. Dieser Fall ist in Fig. 1 dargestellt.
Die Eingriffskörper werden durch Parallelkurbelge- triebe mit mindestens zwei Kurbelwellen geführt und machen eine Translationsbewegung längs eines Kreises, dessen Radius die Exzentrizität der Eingriffskörper ist. Die Parallelkurbelgetriebe, für die die Kurbelwellen 12 als Sinnbilder gelten, sind durch ein formschlüssiges Getriebe synchronisiert und bewegen sich mit den ent gegengesetzt gleichen Winkelgeschwindigkeiten o)1 und (o.. Die Führung der Eingriffskörper durch die Parallel kurbelgetriebe gewährleistet die Abstände zwischen den Labyrinthdichtungselementen.
An den Eingriffskörpern 1 befinden sich Ausgleichs massen 14 und an den Kurbelwellen 12 Gegengewichte 15, die die von den Eingriffskörpern verursachten Flieh kräfte ausgleichen.
Der Einlass des Arbeitsmediums kann beispielsweise durch Einlassventile erfolgen, die in den Seitenteilen an geordnet sind. Der Auslass kann durch Auslassventile geschehen, die ebenfalls in den Seitenteilen liegen.
In Fig. 3 und 4 ist eine aussenachsige Kreiskolben maschine mit Hubeingriff dargestellt, die aus zwei kol- benförmigen Eingriffskörpern 1' und daran befestigten hohlzylindrischen Labyrinthdichtungselementen 2' auf gebaut ist. Der Arbeitsraum 13' wird von den Kolben böden Il' der Eingriffskörper I' und den hohlzylindri schen Labyrinthdichtungselementen 2' umschlossen. Die Labyrinthdichtungselemente 2' haben die Form zylindri- scher Röhren.
Sie erstrecken sich zueinander in der Achsrichtung 3 der Relativbewegung der Eingriffskör per 1' und sind, wie Fig. 4 als Schnitt nach Linie IV-IV der Fig. 3 deutlich macht, konzentrisch zum Kolbenumfang der Eingriffskörper geschichtet angeord net, wobei sie sieh entsprechend der hubveränderlichen Strecke ä in Fig. 3 überdecken. Zwischen den Laby- rinthdichtungselernenten 2' sind kreisringflächige Spalte mit der Spaltweite s' vorgesehen, so dass sie gegenseitig nicht in Berührung stehen.
Bei der Hubbewegung der Eingriffskörper 1' schieben sich die Labyrinthdichtungs- elemente in Achsrichtung 3 zusammen und bilden eine irrstationäre Vollabyrinthdichtung.
Durch die Längenerstreckung der Labyrinthdich- tungselemente in Achsrichtung 3 der Bewegung der Ein griffskörper und durch die vorhandene überdeckungs- länge der Labyrinthdichtungselemente entsprechend der Strecke a' ergibt sich eine mehrmalige Strömungsum kehr der Leckströmung und ein langer Drosselweg, des sen Dichtwirkung durch die Soaltweite s' beeinflusst wer den kann, wobei es vorteilhaft ist,
dass die Dichtungs flächen einfache Zylinderflächen sind und so die zu dichtende Begrenzung des Arbeitsraumes in der Form von Kreisringflächen auf ein Minimum herabgeht.
In Fig. 3 ist eine aussenachsige Kreiskolbenmaschine mit Hubeingriff dargestellt, bei der die Eingriffskörper 1' gleiche Exzentrizität haben, so dass sehr enge Spaltwei ten s möglich sind.
Die Eingriffskörper werden durch Parallelkurbelge- triebe mit mindestens zwei Kurbelwellen geführt und machen die in Fig. 1 beschriebene Translationsbewe- gung. Die Parallelkurbelgetriebe, für die die Kurbel wellen 12' als Sinnbilder gelten,
sind durch ein form schlüssiges Getriebe synchronisiert und bewegen sich mit den entgegengesetzt gleichen Winkelgeschwindigkei ten (o'5 und co'.>. Die Führung der Eingriffskörper durch die Parallelkurbelgetriebe gewährleistet die Abstände zwischen den Labyrinthdichtungselementen.
An den Eingriffskörpern 1' befinden sich Ausgleichs massen 14' und an den Kurbelwellen 12' Gegengewichte 15', die die von den Eingriffskörpern verursachten Flieh kräfte ausgleichen.
Der Einlass des Arbeitsmediums kann beispielsweise durch ein im Kolbenboden des einen Kolbenkörpers liegendes Einlassventil erfolgen, das mittels der Relativ bewegung des Kolbenkörpers zur Kurbelwelle oder durch die Relativbewegung des Kolbenkörpers zum raumfesten Teil der Maschine gesteuert werden kann. Der Auslass kann durch ein im Kolbenboden des an deren Kolbenkörpers liegendes Auslassventil geschehen, das wie das Einlassventil gesteuert wird. Der Einl.ass des Arbeitsmediums erfolgt also im Beispielsfalle durch den einen Kolben hindurch und der Auslass durch den an deren Kolben hindurch.
In Fig. 5 ist eine aussenachsige Kreiskolbenmaschine mit Hubeingriff dargestellt, die aus vier in den Kurbel wellen 12" exzentrisch gelagerten Eingriffskörpern 1", den daran befestigten, vier im rechten Winkel zueinan der angeordnete Labyrinthdichtungsgruppen bildenden Labyrinthdichttunselementen 2" und zwei Seitenteilen 9" aufgebaut ist.' Der Arbeitsraum 13" wird von den vier Eingriffskörpern 1", den vier im rechten Winkel zueinander stehenden Labyrinthdichtungsgruppen und zwei Seitenteilen 9" eingeschlossen.
Die Labyrinthdich- tungselemente 2" haben die Form von Lamellen und entsprechen in Aufbau, Anordnung und Wirkungsweise den in Fig. 1 und 2 beschriebenen. Sie erstrecken sich zueinander in der Achsrichtung 3 der Relativbewegung der Eingriffskörper 1". Bei deren Hubbewegung schie ben sie sich in Achsrichtung 3 zusammen und bilden eine instationäre Vollabyrinthdichtung. Ihre hubverän derlichen Überdeckungslängen b und c entsprechen den jeweiligen Eingriffsstellungen der Eingriffskörper.
Die Seitenteile 9" sind senkrecht zu den Achsen der Kur belwellen seitlich der Eingriffskörper 1" angeordnet und können gegen die Eingriffskörper l" und die Labyrinth dichtungselemente 2", beispielsweise durch Halblaby- rinthdichtung, gedichtet werden.
In Fig. 5 ist eine aussenachsige Kreiskolbenmaschine mit Hubeingriff gezeigt, bei der die Exzentrizität aller vier Eingriffskörper gleich ist. Daher sind, wie in Fig. 1, sehr kleine Spaltweiten zwischen den Labyrinthdich- tungselementen 2" möglich.
Die vier Eingriffskörper werden von Parallelkurbel getrieben geführt und machen die in Fig. 1 beschriebene Translationsbewegung. Die Kurbelwellen 12" gelten hierbei als Sinnbilder für die Parallelkurbelgetriebe. Diese sind durch ein formschlüssiges Getriebe synchro nisiert. Die Kurbelwellen 12" rotieren mit den jewei ligen Winkelgeschwindigkeiten ei It 71 <B>ei</B> 1= - 3= 5 Die durch die Eingriffskörper verursachten Fliehkräfte können mit Vorkehrungen ähnlich den in Fig. 1 genann ten ausgeglichen werden.
Der Einlass des Arbeitsmediums kann beispielsweise durch Einlassventile erfolgen, die in den Seitenteilen an geordnet sind. Der Auslass kann durch Auslassventile geschehen, die ebenfalls in den Seitenteilen liegen.
In Fig. 6 ist eine aussenachsige Kreiskolbenmaschine mit Hubeingriff und Kreiseingriff dargestellt, die aus zwei in den Kurbelwellen 16 exzentrisch gelagerten Ein griffskörpern 4, eine Labyrinthdichtungsgruppe bilden den Labyrinthdichtungselementen 5, einem Mantel 6 und zwei Seitenteilen 10 aufgebaut ist. Der Arbeitsraum 17 und der Raum 18 werden von den Eingriffskör pern 4, den Labyrinthdichtungselementen 5, dem Man tel 6 und den Seitenteilen 10 eingeschlossen. Die La byrinthdichtungselemente 5 sind lamellenförmig und ent sprechen in Aufbau, Anordnung und Wirkungsweise den in Fig. 1 beschriebenen.
Sie erstrecken sich in der Achs richtung 3 der Relativbewegung der Eingriffskörper 4. Bei deren Hubbewegung schieben sie sich in Achsrich tung 3 zusammen und bilden eine irrstationäre Voll- labyrinthdichtung. Ihre hubveränderliche überdeckungs- länge d richtet sich nach der jeweiligen Eingriffstellung der Eingriffskörper 4. Die Seitenteile 10 sind senkrecht zu den Achsen der Kurbelwellen seitlich der Eingriffs körper 4 angeordnet und können gegen die Eingriffs körper 4 und die Labyrinthdichtungselemente 5, bei spielsweise durch Halblabyrinthdichtung, gedichtet wer den.
Die Eingriffskörper 4 können gegen den Mantel 6 an den Eingriffsstellen 7 für den Kreiseingriff zwischen Mantel und Eingriffskörpern mittels Labyrinthdichtung, beispielsweise mittels Halblabyrinthdichtung, abgedich tet sein.
Bei der in Fig. 6 beschriebenen Kreiskolbenmaschine haben die Eingriffskörper 4 gleiche Exzentrizität, so dass sehr kleine Spaltweiten zwischen den Labyrinthdich- tungselementen 5 möglich sind.
Die Eingriffskörper wer den von Parallelkurbelgetrieben geführt und machen die in Fig. 1 geschilderte Translationsbewegung. Die Kur belwellen 16 gelten hierbei als Sinnbilder für die Parallel- kurbelgetriebe, die durch formschlüssiges Getriebe syn chronisiert sind und sich mit den entgegengesetzt glei chen Winkelgeschwindigkeiten S21 und S22 bewegen. Die durch die Eingriffskörper verursachten Fliehkräfte kön nen mit Hilfe der schon oben beschriebenen Massnah men ausgeglichen werden.
Das Arbeitsmedium, beispielsweise Druckluft oder Dampf, kann durch die Einlassventile 19 und 20 takt weise eingelassen werden, worauf der Arbeitstakt be ginnen und im Arbeitsraum 17 Arbeit geleistet werden kann. Der Auslass erfolgt im Falle der Ausführungsform nach Fig. 6 selbsttätig durch die Auslassöffnung 21, so bald die Eingriffskörper 4 im Laufe ihrer Bewegung während des Auspufftaktes mit den Eingriffsstellen 7 nicht mehr in Eingriff stehen, so dass der Arbeitsraum 17 und der Raum 18 in Verbindung kommen.
Beim wieder folgenden Arbeitstakt wird das Arbeitsmedium durch die Auslassöffnung 21 aus dem Raum 18 ver drängt.
Die in Fig. 1, 3 und 6 dargestellten aussenachsigen Kreiskolbenmaschinen eignen sich auch für eine Serien schaltung. Diese wird bei der Maschine nach Fig. 1 dadurch herbeigeführt, dass mehrere Eingriffskörper in Richtung der Achse ihrer Hubbewegung zueinander aufgereiht angeordnet werden.
Jeder der Eingriffskörper trägt hierbei an zwei zueinander entgegengesetzten Sei ten sich in Achsrichtung der Relativbewegung erstrek- kende Labyrinthdichtungselemente, die in solche eines benachbarten Eingriffskörpers eingreifen und eine Voll- labyrinthdichtung, wie in Fig. 1 besprochen, darstellen. Die Arbeitsräume werden, wie in Fig. 1 gezeigt, ge bildet.
Führung und Bewegungsart der Eingriffskörper sind dieselben wie in den oben geschilderten Kreiskol- benmaschinen, wobei je zwei Eingriffskörper stets par allele Bewegungen ausführen.
Die Serienschaltung für eine Kreiskolbenmaschine nach Fig. 3 erfolgt beispielsweise derart, dass jeder der in Reihe angeordneten Eingriffskörper an zwei zueinan der entgegengesetzten Seiten hohlzylindrische Labyrinth dichtungselemente trägt, die in solche eines benachbar ten Eingriffskörpers eingreifen und eine Vollabyrinth- dichtung gemäss Fig. 3 darstellen. Die Arbeitsräume zwischen den einzelnen Eingriffskörpern werden, wie in Fig. 3 gezeigt, gebildet.
Die Serienschaltung für Kreiskolbenmaschinen nach Fig. 6 geschieht in der Art, dass mehrere Eingriffskör per in einem gemeinsamen, aus einem Mantel und Sei tenteilen bestehenden Gehäuse in einer Reihe angeord net sind. Jeder der Eingriffskörper trägt an zwei zu einander entgegengesetzten Seiten Labyrinthdichtungs- elemente, die in solche eines benachbarten Eingriffskör pers eingreifen und eine Vollabyrinthdichtung der er wähnten Art bilden.
Die Arbeitsräume zwischen den Eingriffskörpern und Mantel und Seitenteilen kommen, wie in Fig. 6 besprochen, zustande.
Die durch die Erfindung erzielten Vorteile bestehen insbesondere darin, dass Kreiskolbenmaschinen, die er findungsgemäss nach dem Prinzip einer irrstationären Vollabyrinthdichtung gedichtet sind, ohne Wandberüh rung abgedichtet werden können. Dieses Prinzip ermög licht die Konstruktion von Kreiskolbenmaschinen für hohe Drehzahlen, da Reibung und Verschleiss von Kol benläufern und Dichtungsteilen fortfallen, und sichert damit lange Lebensdauer der Maschinen. Die berüh rungsfreie Dichtung nach der Erfindung benötigt keine Schmierung und erspart die kostspielige Schmiermittel- zufuhr zu den Kolbenläufern und Dichtungsteilen der bekannten Maschinen.
Sie gewährleistet auch ölfreie Ar beitsräume und gestattet damit die Förderung ölfreier Gase.
Im Vergleich zu den bisher bekannten Möglichkei ten einer berührungsfreien Dichtung von Kreiskolben maschinen hat die erfindungsgemässe Dichtung nach dem Prinzip der instationären Vollabyrinthdichtung den Vor teil, dass die langen Drosselwege und die Strömungs umkehr der Leckströmungen eine Verbesserung der Dichtwirkung erbringen. Mit der dargestellten Dich tungsart arbeitende Kreiskolbenmaschinen können ohne Kühlung der Arbeitsräume betrieben werden, da die Vollabyrinthdichtung nicht temperaturempfindlich ist.