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Einrichtung zum elektrischen Verbinden von einzelnen Maschinen mit getrennt angeordneten Schalt- und Steuereinrichtungen Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zum elektrischen Verbinden von einzelnen Maschinen mit getrennt angeordneten Schalt- und Steuereinrichtungen.
Diese Einrichtungen sind insbesondere für Aggregatmaschinen und Maschinenfliessreihen erforderlich. Aggregatmaschinen bestehen aus für sich gefertigten und :erst am Aufstellungsort mechanisch und elektrisch miteinander verbundenen Maschinenaggregaten; eine Druckmaschine in Aggregatbauweise besteht beispielsweise aus Anleger, Druckwerk bzw. Druckwerken und Ausleger.
Maschinenfliessreihen bestehen aus einer Anzahl selbständiger Einzelmaschinen, welche durch Fördereinrichtungen zu Fliessreihen verbunden werden.
Maschinenaggregate und Einzelmaschinen sind in der Regel für sich mechanisch und oft auch elektrisch funktionsfähige Mechanismen, die auf Grund der Abmessungen und des Gewichtes des gesamten Maschinenaggregates. beziehungsweise der Fliessreihe für sich gefertigt, versandt und am Aufstellungsort montiert und installiert werden müssen.
Da die Einzelmaschinen und Maschinenaggregate nicht nur mechanisch, sondern auch elektrisch funktionell mehr oder weniger miteinander und untereinander verbunden werden müssen, beispielsweise zur synchronen Schaltung und Regelung der Antriebe der einzelnen Mechanismen, zum Zwecke der Steuerung, Regelung, Notausschaltung oder Verriegelung, sieht man in der Regel zentrale elektrische Steuerungen vor, die als Schaltpulte, Steuerschränke oder Steuerzentralen ausgeführt sein können.
In der Regel werden Maschinenaggregate und Fliessreihen und ihre elektrischen Einrichtungen zentral projektiert. Bei der Projektierung ist es aber praktisch nicht möglich, die für die elektrische Installation erforderlichen Leitungslängen so exakt festzulegen, dass die zwischen den Aggregatmaschinen bzw. den Einzelmaschinen einer Fliessreihe und den Schaltpulten beziehungs- weise Steuerschränken zu installierenden elektrischen Leitungen vorgefertigt, d. h. auf Länge geschnitten, entisoliert und verzinnt werden können.
Da für die Installation im allgemeinen verhältnismässig starke und steife vieladrige Kabel verwendet werden, die sich nur in einem grossen Radius biegen lassen, ist es auch nicht möglich, vorgefertigte Kabel zu verwenden und die überschüssigen Kabellängen in Kabelkanälen und dergleichen unterzubringen, d. h. die Kabel müssen in ihrer Länge genau angepasst werden.
Die in der Regel am Aufstellungsort durch qualifizierte Elektromonteure durchzuführende Installation mittels Klemmverbindungen ohne vorgefertigte Kabel ist dabei äusserst aufwendig und zeitraubend und erfordert grösste Gewissenhaftigkeit des Personals. Selbst bei grösster Gewissenhaftigkeit können bei der Installation Fehler, d. h. Leitungsverwechslungen, auftreten, die nur schwer zu finden sind und ernste Folgen haben können und deren Beseitigung zu finanziellen und Zeitverlusten führt.
Auch die Prüfung und Wartung des elektrischen Teils der Maschinenaggregate und der Fliessreihen setzen geschultes Personal voraus und sind, insbesondere der mehr oder weniger individuellen Arbeitsweise der Monteure, der in der Regel aus ökonomischen Gründen bei der Installation angewandten Anschlusstechnik der Klemmverbindungen und der unterschiedlichen Leitungsführung wegen, zeitaufwendig und teuer.
Zur Vermeidung von Fehlanschlüssen ist es bekannt, Mehrfachsteckverbindungen, bestehend aus mehrpoligen Feder- und Messerleisten, zu verwenden. Die Installation mit industriell vorgefertigten, d. h. auf Länge geschnittenen, entisolierten und mit Feder- bzw. Messerleisten versehenen und funktionsgeprüften Kabeln ist aber wiederum wegen den unterschiedlichen Leitungslängen nicht möglich. Sollen dennoch Mehrfachsteckverbindungen verwendet werden, ist der Elektromonteur gezwungen, bei der Installation diese an die auf Länge geschnittenen Kabel anzulöten.
Das Anlöten einer Vielzahl von Leitun-
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gen an auf engstem Raum angeordneten Anschlussbahnen der Mehrfachsteckverbindungen ist äusserst zeitaufwendig und führt leicht zu Verwechslungen der Leitungen und damit zu Störungen und Kurzschlüssen, da nicht die Möglichkeit gegeben ist, die Kabel unter betriebsmässigen Bedingungen ohne Anschluss an die zu installierenden Einrichtungen zu prüfen.
Zweck der Erfindung ist es daher, eine Installationsanordnung zu schaffen, die selbst nicht speziell ausgebildetem Personal die Installation komplizierter Maschinenaggregate und Maschinenfliessreihen in kürzester Zeit und mit grösster Sicherheit gestattet, wobei selbstverständlich die Installation der Stromversorgungsleitungen nach wie vor den dazu berechtigten Personen vorbehalten bleiben muss.
Aufgabe der Erfindung es ist, eine Installationsanordnung zu schaffen, die es gestattet, die Installationsleitungen in allen benötigten Dimensionen und in nur wenigen, grob gestuften Längenabmessungen industriell vorzufertigen, d. h. mit Mehrfachsteckverbindungen zu versehen und zu prüfen, so dass sie schnell und unter weitgehender Ausschaltung angeschlossen und in Kabelkanälen unterschiedlicher Länge und Richtung zwischen den Steuereinrichtungen und Einzelmaschinen sowie Aggregaten verlegt werden können.
Diese Aufgabe wird bei einer Einrichtung zum elektrischen Verbinden von einzelnen Maschinen der beschriebenen Art dadurch gelöst, dass in den Gehäusen der Maschinen und Schalt- und Steuereinrichtungen ja ein verschliessbarer, gegenüber den elektrischen Einrichtungen und Mechanismen durch eine Zwischenwand abgetrennter, mit Mitteln zur Aufnahme von Verteilerkabeln, Mitteln zum elektrischen Anschluss der Verteilerkabel und Mitteln zur Aufnahme von Werkzeugen, Ersatz- und Verschleissteilen für Installationszwecke, Schalt- und Stromlaüfplänen und Prüfeinrichtungen sowie mit Sicherungen versehener Raum vorgesehen ist.
Durch die Erfindung ist es möglich, alle Installationsleitungen und -kabel bis auf die Stromversorgungsleitungen in ausreichenden Längen industriell zu fertigen, mit Mehrfachsteckverbindungen zu versehen und zu prüfen sowie gegebenenfalls auswechselbare standardi- si--rte Installationsleitungen und -kabel für Ersatzzwecke zu beziehen und vorrätig zu halten.
Die Möglichkeit, die einzelnen Adern eines Kabels je nach ihrer Belastbarkeit bestimmten Anschlüssen standardmässig zuzuordnen und in gleicher Weise die Anschlüsse der angeschlossenen Einrichtungen zu standardisieren, ermöglicht die Fertigung einheitlicher Kabel unterschiedlicher Länge in grossen Stückzahlen, einfachste Lageerhaltung, da sich die Kabel nur in ihrer Länge unterscheiden, und schnellen Ersatz der Kabel, falls Störungen auftreten.
Durch die Erfindung werden weiter die Installationsarbeiten auf ein Minimum herabgesetzt und völlig sicher gestaltet, da praktisch nur die Kabelkanäle zwischen den Steuerzentralen, Schalteinrichtungen und Aggregaten beziehungsweise Maschinen herzustellen, die Kabel einzulegen und die Mehrfachsteckverbindungen einzustek- ken sind, wobei sich das Abisolieren, Verzinnen und Intendifizieren der einzelnen Adern eines Kabels er- übrigt. Bei der Verwendung mehrpolig steckbarer Anschlüsse ohne Kreuzung von Adern und Kabeln gleicher Länge sind diese untereinander austauschbar, und die Fehlersuche bei auftretenden Defekten elektrischer Art wird wesentlich vereinfacht und beschleunigt.
Von der Leitungslänge abhängige Parameter der Installation, beispielsweise der Widerstand, die Kapazität und Indukti- vität sowie die Dämpfung der Installation, sind unter allen Installationsbedingungen konstant, sie können daher von vornherein schaltungsmässig berücksichtigt und ausgeglichen werden.
In den Zeichnungen sind einige Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt und werden näher erläutert. Es zeigen: Fig. 1 eine perspektivische Rückansicht eines Steuerpultes mit teilweise geschnittener Rückwand, Fig. 2 eine gleiche Ansicht eines Schaltschrankes mit abgenommener unterer Rückwand und Fig. 3 eine gleiche Ansicht eines Schaltschrankes mit zusätzlich entferntem linkem Rückwandteil.
In einem Steuerpult 1 ist der hintere Raumteil durch eine Zwischenwand 2 von den ,elektrischen Einrichtungen des Steuerpultes 1 getrennt. An der Zwischenwand 2 sind Steckanschlüsse 3 untergebracht, mit denen Verteilerkabel mit Mehrfachsteckverbindung 4 angeschlossen werden können, die durch einen Kabelkanal 5 zu den angeschlossenen Einrichtungen und Maschinenaggregaten geführt werden. überschüssige Längen der Verteilerkabel 4 werden über Kabelhalter 6 gelegt und zwischen der Zwischenwand 2 und einer Rückwand 10 des Steuerpultes 1 aufbewahrt.
Zwischen den Kabelhaltern 6 ist ,ein Spezialwerkzeugkasten 7 angeordnet, in dem spezielle Werkzeuge, Prüfeinrichtungen, Sicherungen, Stromlaufpläne und ähnliches unter Verschluss aufbewahrt werden können. Mit Hilfe von Rückwandbe- festigungen 9 kann die Rückwand 10 am Steuerpult 1 befestigt werden.
Fig. 2 zeigt einen Schaltschrank 11, dessen unterer Teil durch eine Zwischenwand 2 von den elektrischen Schalteinrichtungen abgetrennt ist. An der Zwischenwand 2 sind Steckanschlüsse 3 für Verteilerkabel 4 angebracht, deren überschüssigen Längen von Kabelhaltern 6 gehalten werden. Durch Rückwandbefestigungen 9 kann der untere Teil des Schaltschrankes 11 mit einer nicht dargestellten Rückwand verschlossen werden.
Fig. 3 zeigt eine weitere Ausführungsmöglichkeit der Erfindung. Hier ist der untere und der linke Teil eines Schaltschrankes 11 durch je eine Zwischenwand 2 von den elektrischen Teilen des Schaltschrankes 11 abgetrennt. Der untere Schaltschrankteil bildet einen Reserveraum 12 zur Unterbringung von Werkzeugen, Prüfeinrichtungen und dergleichen, in ihm sind weiter Steckanschlüsse 3 für Verteilerkabel 4 angeordnet. Die Verteilerkabel 4 werden im linken Schaltschrankteil von Kabelhaltern 6 gehalten. Am Schaltschrank 11 sind Rückwandbefestigungen 9 vorgesehen, an denen nicht dargestellte Rückwände befestigt werden können.