Elektrischer Trockenrasierapparat Gegenstand der Erfindung ist ein elektrischer Trok- kenrasierapparat.
Bekannte elektrische Trockenrasierapparate besitzen den Nachteil, dass zum Entfernen von abgeschnittenem Haar und zum Ersetzen von inneren und/oder äusseren Schermessern der Scherkopf vom Apparategehäuse ab genommen werden muss; das periodisch vorzunehmende Abnehmen und Aufsetzen des Scherkopfes benötigt Zeit und ist nicht immer einfach durchzuführen. Zudem führt dieses periodische Abnehmen und Aufsetzen des Scher kopfes oft zu einer Beeinträchtigung der einwandfreien Antriebsverbindung zwischen beweglichem Schermesser des Scherkopfes und Antriebsteil, was zu einer Beein trächtigung der Scherwirkung und zu verstärktem Lärm des Antriebs führen kann.
Ferner kommt es bei bekannten Trockenrasierappa raten vor, dass sie aus Versehen eingeschaltet werden, während bei abgenommenem Scherkopf am Apparat manipuliert wird, wenn nicht vorher das Anschlusskabel ausgezogen wurde. Dies ist nicht nur an sich gefährlich, sondern kann auch zu einer Beschädigung der Messer bzw. des Antriebs führen.
Die vorliegende Erfindung bezweckt die Schaffung eines elektrischen Trockenrasierapparates, bei welchem die genannten Nachteile vermieden sind; er ist zu diesem Zweck gekennzeichnet durch einen Scherkopf mit perfo rierter Scherplatte, mit welcher ein bewegliches Messer zusammenwirkt, eine Antriebsvorrichtung, die zwecks Bewegens des Messers relativ zur Scherplatte mit dem Messer gekuppelt ist, ein die Antriebsvorrichtung und den grössten Teil des Scherkopfes einschliessendes Ge häuse und eine dem Gehäuse und der Antriebsvorrich tung zugeordnete Betätigungsvorrichtung,
mittels wel cher die Antriebsvorrichtung und der Scherkopf bezüg lich des Gehäuses so verschiebbar sind, dass der Scher kopf aus dem Gehäuse herausragt. Bei dieser Bauart kann auch dafür gesorgt werden, dass :der Antrieb nicht in unerwünschter Weise in Betrieb gesetzt werden kann, wenn der Scherkopf gereinigt oder wenn ein Messer ersetzt wird.
Der Rasierapparat kann auch mit einer Schaltvor richtung ausgerüstet sein, die mit der Steckbuchse für den Stecker des elektrischen Anschlusskabels kombiniert ist. Bei einer solchen Bauart braucht der Schalter nicht über das Gehäuse vorzustehen und es ist vor allem auch kein von der Anschlussbuchse getrennter Schalter not wendig. Eine solche Schaltvorrichtung kann auch so ausgebildet sein, dass der Antriebsmotor des Rasierap parates automatisch ausgeschaltet wird, wenn der Appa rat mit seiner Unterseite auf eine Auflage gestellt wird.
Es können zudem Mittel zur leichten Abnahme des Scherkopfes vom Gehäuse vorgesehen sein. Zweck- mässig ist der Apparat so gebaut, dass verschiedene Elemente mehrere Funktionen erfüllen können, was die Konstruktion vereinfacht.
Zweckmässig ist der Apparat auch so ausgebildet, dass er automatisch ausgeschaltet wird, wenn er aufrecht auf eine Unterlage gestellt wird. Die Ausbildung kann auch so sein, dass sein Motor durch Verschieben des Steckers des Anschlusskabels ohne Entfernen des letzte ren ein- bzw. ausgeschaltet wird.
In der beiliegenden Zeichnung ist der Erfindungsge genstand beispielsweise dargestellt; es zeigt: Fig. l eine Seitenansicht, teilweise weggebrochen, eines Trockenrasierapparates nach der Erfindung, Fig. 2 einen Schnitt nach der Linie 11-II in Fig. 1, Fig. 3 einen Querschnitt nach der Linie III-III in Fig. 1, Fig. 4 eine Seitenansicht des Apparates, teilweise weggebrochen, den Scherkopf in seiner aus dem Gehäu se vorstehenden Lage zeigend, Fig. 5 eine Ansicht von der Schmalseite des Appara tes nach Fig. 4,
Fig. 6 eine Draufsicht auf die Unterseite des Scher kopfes, Fig. 7 eine Draufsicht auf das Gehäuse des Appara tes bei abgenommenem Scherkopf, Fig. 8 eine Seitenansicht des Apparates, teilweise so weggebrochen, dass die ihre Einschaltstellung einneh mende Schaltvorrichtung sichtbar ist, Fig. 9 einen Schnitt nach der Linie IX-IX in Fig. 8, und Fig. 10 eine Ansicht analog Fig. 8, die Schaltvorrich tung in ihrer Ausschaltlage zeigend.
Gemäss Fig. 1 und 2 besitzt der elektrische Trocken rasierapparat eine Antriebsvorrichtung 1 und einen Scherkopf 2, der abnehmbar mit der Antriebsvorrich tung 1 verbunden und zusammen mit dieser in einem Gehäuse 3 angeordnet ist. Die spezielle Bauart des gezeichneten Scherkopfes und dessen Antriebsvorrich tung sind nur als Beispiel gedacht; die vorliegende Erfindung ist auch auf andere Ausführungen dieser Aggregate anwendbar.
Die gezeichnete Antriebsvorrichtung 1 besitzt einen U-förmigen lamellierten Statorkern 4a, der eine Isolier- spule 4c trägt, über welcher ein Konduktor in Form einer Erregerspule 4b gewickelt ist. Die freien Enden des Statorkerns 4a sind durch U-förnnige Tragplatten 21 und 22 überbrückt.
Ein ebenfalls lamellierter Anker 5c ist auf einem Bolzen 5d schwenkbar gelagert; die freien Enden dieses Ankers sind von den freien Enden des Statorkerns 4a durch einen Spalt getrennt. Am Anker 5 ist ein Vibratorarm 5b befestigt, der ausserdem an einer nicht gezeichneten Feder verankert ist; diese Feder verbindet den Vibratorarm 5b mit der einen oder andern der Tragplatten 22 b_ zw. 21, um die Vibrierbewegung zu unterstützen.
Die beschriebene Antriebsvorrichtung entspricht einem an sich bekannten Schwingankermotor, bei wel chem durch die Zufuhr von Wechselstrom zur Konduk- torspule 4b der Anker 5c um den Bolzen 5d schwingt, und dabei dem Vibratorarm 5b eine Schwingbewegung erteilt.
Der Vibratorarm 5b der Antriebsvorrichtung besitzt ein Kupplungselement 5a, das in den Scherkopf 2 hineinragt und dort mit einer Büchse 2b im Eingriff steht. Die Büchse 2b ist mit ihrem Boden an einem beweglichen Messer 2a befestigt, welches Messer durch den Vibratorarm 5b in an sich bekannter Weise hin- und herbewegt werden kann.
Eine Antriebsplatte 6 die mit einem Schlitz 7 verse hen ist, ist fest mit dem Spulenträger 4c am Boden der Antriebsvorrichtung verbunden. In den Schlitz 7 der Platte 6 greift eine Rolle 12 ein, die mit einem Hubhebel 11 verbunden ist, der am abnehmbaren Boden 3a des Apparategehäuses 3 angelenkt ist. Auf beiden Seiten der Antriebsvorrichtung 1 sind ausserdem Führungsplatte 8 und 9 vorgesehen, welche der Antriebsvorrichtung 1 bei der im folgenden beschriebenen, durch den Hebel 11 bewirkbaren Auf- und Abbewegung im Gehäuse 3 als Führung dienen.
Die Führungsplatten 8 und 9 sind an den Tragplat ten 21 und 22 befestigt, die ihrerseits am Statorkern 4a befestigt sind; die Führungsplatten sind mit Rippenpaa ren 13, 13' bzw. 14, 14' versehen, die sich derart in Längsrichtung der Platten erstrecken, dass jede dieser Rippen in eine Nut greift, welche Nuten durch Längsrip pen 15, 15' bzw. 16, 16' an der Innenwand des Gehäuses 3 begrenzt sind;
die Rippen dieser Rippenpaa re besitzen einen etwas grösseren gegenseitigen Abstand als die Rippen der an den Führungsplatten vorgesehenen Rippenpaare. Demzufolge können die Antriebsvorrich tung 1 und der mit ihr verbundene Scherkopf 2 im Gehäuse 3 längsweise verschoben werden; Seiten- oder Querbewegungen der Einheit 1,2 sind dagegen durch die ineinandergreifenden Rippenpaare an den Führungs platten und am Gehäuse verunmöglicht.
Auf beiden Seiten des Hubhebels 11 sind am Boden des Gehäuses 3 eine Steckdose 17 zum Anschluss an eine geeignete Spannungsquelle und ein Umschalter 18 derart angeordnet, dass sie eine Kontaktplatte 19 bzw. einen Umschaltkontakt 20 berühren, die an der An triebsvorrichtung 1 befestigt und beide elastisch ausgebil det sind. Damit kann die gewünschte Spannung über die Steckdose 17 und die Kontaktplatte 19 zwecks Erregung der Antriebsvorrichtung 1 an die Spule 4b angelegt werden.
Wenn der Arm 11' des Hubhebels 11 im Gegenuhr zeigersinn (Fig. 1) um den Bolzen 10 nach unten gedrückt wird, bewegt sich die Rolle 12 am andern Ende des Hubhebels 11 im Schlitz 7 der Hubplatte 6 so, dass die Antriebsvorrichtung 1, an welcher die Hubplatte 6 befestigt ist und ebenso der an der Antriebsvorrichtung 1 befestigte Scherkopf 2 als Einheit im Gehäuse 3 nach oben bewegt werden, so dass der Scherkopf 2, wie in Fig. 4 gezeigt, oben aus dem Gehäuse 3 herausragt.
Die Antriebsvorrichtung wird dabei ohne seitliche Ausweich- möglichkeit durch die Rippenpaare 13, 13' und 14, 14' an den Führungsplatten 8 und 9, die indirekt am Statorkern 4a befestigt sind, und die beiden Rippenpaare 15, 15' und 16, 16' an der Innenwand des Gehäuses 3 sicher geführt. Die Führungskombination der beiden Rippenpaare 13, 13', 14, 14 'und 15, 15', 16, 16' entspricht der Kombination von konkaven Nutpaaren und in letztere eingreifenden konvexen Rippen.
Gleich zeitig werden durch das Aufwärtsbewegen der Antriebs vorrichtung 1 die Kontaktplatte 19 und der Umschalt kontakt 20 von der Steckdose 17 bzw. vom Umschalter 18 wegbewegt, so dass die Stromzufuhr von der Span nungsquelle zur Antriebsvorrichtung unterbrochen ist, wenn der Scherkopf 2 aus dem Gehäuse 3 herausragt, auch wenn die Spannungsquelle nach wie vor mit der Steckdose 17 verbunden bleibt.
Da der Abstand der Achse des Hubhebels 11 von der Rolle 12 die Grösse des Hervorstehens des Scher kopfes 2 aus dem Gehäuse 3 festlegt, ist es im allgemeinen, wie Fig. 4 und 5 zeigen, nicht notwendig, dass auch die Antriebsvorrichtung 1 bis zum Herausra gen aus dem Gehäuse 3 verschoben werden muss. Der Abstand der Achse des Hubhebels 11 von der Rolle 12 wird deshalb bezüglich der Länge des Schlitzes 7 der Hubplatte 6 so gewählt, dass wenigstens der Scherkopf 2 genügend weit aus dem Gehäuse 3 herausgeschoben werden kann.
Wenn das Lager des Vibrators öfters mit Öl oder Fett geschmiert werden muss, kann die Anordnung auch so getroffen sein, dass auch der obere Teil der Antreibs- vorrichtung 1 aus dem Gehäuse 3 herausgeschoben werden kann, so dass das Schmieren leicht vorgenom men und z. B. auch der Scherkopf 2 ganz abgenommen werden kann.
Wie in Fig. 6 und 7 ersichtlich, welche die Bodenseite des Scherkopfes bzw. die Oberseite der Antriebsvorrichtung zeigen, ist der Scherkopf 2 mittels Bolzen 23, die in Öffnungen 24 des Scherkopfes 2 eingreifen, mit der Antriebsvorrichtung 1 gekuppelt, wobei zwischen die beiden Aggregate eine Feder einge legt sein kann, um die Verbindung zu sichern. Die Bolzen 23 dienen, wie Fig. 1 zeigt, zum Befestigen der die Führungsplatten 8 und 9 umfassenden Einheit an der Tragplatte 22, die ihrerseits am Statorkern 4a befestigt ist.
Ausserdem ragen die Bolzen 23 über die Antriebs vorrichtung 1 hinaus durch die Öffnungen 24 des Scher kopfes 2. Der Umriss der Öffnungen 24 ist so, dass die Bolzen 23 frei durch die erweiterten Teile dieser Öffnungen ragen, wobei das Kuppeln von Scherkopf und Antriebsvorrichtung durch Drehen der letzteren im Uhrzeigersinn erfolgt, wodurch die Bolzen 23 in die verengten Teile der Öffnungen 24 eindringen, so dass der Kopf der Bolzen 23 den Scherkopf 2 an der Antriebsvorrichtung 1 fixieren.
Daraus ist ersichtlich, dass ein Betätigen des Hebels 11 im genannten Sinn ein Verschieben von Antriebsvor richtung und Scherkopf im Gehäuse 3 bewirkt, so dass der Scherkopf aus dem Gehäuse herausragt. In dieser Lage des Scherkopfes 2 kann dieser in einfacher Weise dadurch abgenommen werden, dass er im Gegenuhrzei- gersinn soweit gedreht wird, bis die Köpfe der Bolzen 23 mit den erweiterten Teilen der Öffnungen 24 in Flucht sind und der Scherkopf abgenommen werden kann. Der abgenommene Scherkopf lässt sich leicht reinigen und ausserdem ist dadurch ein leichter Zugang zur Antriebs vorrichtung zwecks Schmierung, Unterhalt, Einsetzen von Ersatzteilen etc. geschaffen.
Das Aufsetzen des Scherkopfes 2 erfolgt in ebenso einfacher Weise durch Influchtbringen der erweiterten Teile der Öffnungen 24 mit den Köpfen der Bolzen 23 und Verdrehen des aufgesetzten Scherkopfes im Gegen uhrzeigersinn. Wird anschliessend der Arm 11' des Hubhebels 11 (nach dem Reinigen des Scherkopfes bzw. Ersetzen des beweglichen oder festen Messers) nach oben gedrückt, werden die Antriebsvorrichtung 1 und der Scherkopf 2 zusammen im Gehäuse 3 nach unten geschoben, wobei die Kontaktplatte 19 mit der Steckdo se 17 in Kontakt kommt, sodass der Apparat wieder gebrauchsbereit ist.
Beim beschriebenen Beispiel wird die Schiebefüh rung der aus Antriebsvorrichtung und Scherkopf gebilde ten Einheit im Gehäuse durch Rippenpaare am Gehäuse und an den Führungsplatten gewährleistet; es kann aber auch an jeder Führungsplatte nur eine Rippe und am Gehäuse nur eine Nut vorhanden sein; ebenso kann die Anordnung umgekehrt sein, d. h. die Rippen können am Gehäuse und die Nuten an den Führungsplatten vorgese hen sein; auch in diesem Fall ist natürlich eine einwand freie Längsführung der genannten Einheit im Gehäuse möglich.
Wie beschrieben, besitzt der Rasierapparat einen durch Betätigen eines Hebels über das Gehäuse hinaus vorstehend verschiebbaren bzw. in das Gehäuse zurück ziehbaren Scherkopf; damit ist in einfacher Weise die Möglichkeit des leichten Zugangs zum Innern des Scherkopfs geschaffen, sodass aus diesem abgeschnittene Haare entfernt bzw. in diesem Messer ersetzt werden können, ohne dass die Antriebsverbindung zwischen Scherkopf und Antriebsvorrichtung unterbrochen wer den muss; damit ist eine stabile Antriebsvorrichtung möglich, die auch eine dauernd einwandfreie Rasierwir kung und geringe Lärmerzeugung begünstigt.
Solange ferner der Scherkopf aus dem Gehäuse herausragt, ist die Steckdose von der Kontaktplatte abgehoben; dies trägt viel zur Sicherheit für den Benützer bei, da der Rasierap parat auch bei angeschlossenem Anschlusskabel nicht aus Versehen eingeschaltet werden kann.
Der erfindungsgemässe Apparat kann auch mit einer besonders vorteilhaften Schaltvorrichtung versehen sein, die mit der Steckdose für den Kabelanschluss kombi niert ist. Eine Ausführungsform eines solchen Apparates ist in den Fig. 8-10 der Zeichnung beispielsweise dargestellt. Eine Steckdose 17 ist auf Bolzen 26, 26' von Lagerstücken 25, 25' angeordnet, die am Boden 3a des Gehäuses montiert sind; die hohl ausgebildete Steckdose 17 dient der Aufnahme eines Steckers 30. Für den Stator sind Stecker 28, 28' vorgesehen. An die Wicklung 4b (Fig. 1) der Antriebsvorrichtung 2 sind elastische Kon taktplatten 19, 19' angeschlossen und fest mit ihr verbun den.
Der Stecker 30 sitzt am Ende eines Anschlusskabels 31 und greift mit den Steckerstiften 28, 28' in die Steckdose 17 ein. Die Steckerstifte 28, 28' sind so bemessen, dass sie mit den Kontaktplatten 19, 19' ausser Kontakt kommen, wenn die Steckdose seitwärts gedreht wird, sodass die Antriebsvorrichtung ausgeschaltet wird.
Wie oben erwähnt, ist die Schaltvorrichtung des Trockenrasierapparates so ausgebildet, dass die An- schlussteckdose 17 mit einem Schalter kombiniert ist, so- dass ein separater Schalter überflüssig ist. Wenn der Steckdosenhohlraum 27 beim Einstecken des Steckers 30 in die Dose 17 seitwärts gedreht wird, dann bleibt die Antriebsvorrichtung ausgeschaltet und kann z. B. auf einem Halter an einem Waschtisch oder dergleichen abgelegt werden.
Zum Gebrauch nimmt man den Apparat aus dem Halter, wobei der Apparat sofort gebrauchsbereit ist. das Gewicht des Anschlusskabels 31 belastet dabei den Stecker und es genügt ein leichtes Drehen des Steckers mit dem Finger, um die Antriebsvorrichtung einzuschal ten.