Zeichenlineal Das Zeichenlineal gemäss dem Patentanspruch des Hauptpatentes ist dadurch gekennzeichnet, dass an den Enden eines Vierkantstabes je eine Verdickung vorhan den ist, zum Zwecke, den zwischen diesen Verdickungen befindlichen Teil des Lineals im Abstand von der Zeichenfläche zu halten, um ein Klecksen zu vermei den.
Eine weitere Ausbildung dieses Lineals gemäss dem Patentanspruch des Zusatzpatentes Nr. 386 880 besteht darin, dass sein Stab aus durchsichtigem Stoff besteht, und dass am einen Ende des Stabes, zwischen zwei im Abstand voneinander angeordneten durchsichtigen Tei len ein mit bei Durchtritt von Licht, farbig erscheinen den Füllkörpern versehener Raum gebildet ist, zwecks Erzeugung von Kaleidoskopbildern.
Das Lineal nach der vorliegenden Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass sein Stab der Länge nach aus mindestens zwei verschiedenen Stabteilen kombiniert ist, die unter sich verleimt sein können. Mindestens ein Stabteil kann aus durchsichtigem Stoff bestehen, um ihn als Kaleidoskopspiegel benützen zu können, wobei der andere Stabteil auf mindestens einer seiner vier Längs flächen eine Skalenprägung, Formeln, Reklame, ein Transporteurdreieck, ein Markenzeichen enthalten kann.
Im folgenden werden Ausführungsbeispiele der Er findung an Hand der Zeichnung erläutert.
Fig. 1 zeigt in Abwandlung der vier Kantenlagen (Fig. la bis Fig. 1d), im Querschnitt eine dem Linealkör- per 1 zwischen den nicht gezeichneten Verdickungen, z. B. unterseits (Fig. 1b) aufgeleimte Längsleiste 2 von 1,5 mm Dicke bei der hinteren Kante und gegen die vordere Skalenkante hin auf 0,7 mm Dicke auslaufend, aus weissem undurchsichtigem Hartkunststoff oder Zelluloid gepresst.
Fig. 1 a zeigt die 1. Gebrauchslage des Zeichenlineals für Schreibfeder und Tinte, bei sicherem Griff mit den Fingern, die bei leichtem Druck ein Rutschen des Lineals verunmöglichen, infolge der Linealverdickungen an den Enden des Stabes 1. Die Leiste 2 verbessert die Grifflage.
Fig. 1b zeigt die 2. Gebrauchslage des Zeichenlineals für Bleistift. Die Leiste 2 trägt ein Transporteurdreieck 5 (Fig. 2), eine Skala 6 und ein Markenzeichen 7 in direkter Durchsicht von oben durch den Stabkörper 1, was mit Pfeil angegeben ist. Die leicht vom Papier abgehobene Vorderkante der Leiste 2 ergibt für das Bleistiftzeichnen günstige Verhältnisse, bei Papier naher Skala die unverwüstlich ist.
Fig. 1 c zeigt die 3. Gebrauchslage des Zeichenlineals für Tusche. Da die Leiste 2 eine Anschrägung aufweist, ergibt sich für die Führung der Tuschefeder eine geeignete Ausziehkante, bei guter Sicht auf die Papier unterlage durch den Linealkörper 1 hindurch, was mit Pfeil angegeben ist. Der Zwischenraum von Papierunter lage zum Stabkörper 1 erlaubt ein Arbeiten über ungetrockneten Tuschelinien.
Fig. 1d zeigt die 4. Kantenlage des Zeichnelinelas mit der Leiste 2 gegen oben. Ihre leicht angeschrägte Aussen-Fläche kann aufgedruckte oder eingeprägte ma thematische oder physikalische Formeln aufweisen, oder Reklame etc., was durch Pfeil angegeben ist. Die vierte Gebrauchslage besteht im axialen Durchblick, was mit Pfeil in Fig. 2 angedeutet ist.
Dieser vermag je nach Typ des Lineals, verschiedene bewegliche Kaleidoskopfarb- bilder zu zeigen, bei Viertelsdrehungen des Stabkörpers gegen eine weisse Papiervorlage.
Fig. 2 zeigt das Transporteurdreieck 5, die Skala 6 und ein Markenzeichen 7 in der Ansicht. Alle drei können in die Klebefläche auf der Längsleiste 2 (Fig. 1) eingeprägt oder schwarz aufgedruckt werden.
Fig. 3 zeigt eine symbolische Darstellung für die Kaleidoskopbilder. Es stehen drei verschiedene Systeme zur Verfügung, die in jedem Fall ihre eigenen Bilder werfen: Das Polaroid -, das Transparent - und das Spektral -Kaleidoskop.
Fig. 4 zeigt einen Stabkörper 1 im Querschnitt, hergestellt aus zwei zusammengeleimten Plexiglasplatten von z. B. 8 und 2 mm Dicke, wobei die Skala 6 und ein Markenzeichen 7 auf der Aussenfläche des dünneren Stabteils 3, analog Fig. 2 eingeprägt wird, das Transpor- teurdreieck 5 auf einer anliegenden Stabseitenfläche. Die Kaleidoskopspiegelung wird in diesem Fall durch den dickeren Stabhalbteil wiedergegeben.
Wird der dünnere Teil 3 eines zweiteiligen Lineal körpers 1 nach Fig. 4 aus farbig undurchsichtigem und formgepresstem Material kombiniert, so kann sich die Skala 6 (Fig. 2) auf einer äusseren Schrägfläche, zwischen den Verdickungen am Pressformteil befinden. Ebenso lässt sich einer Pressformleiste 3, an ihrer seitlichen Breite über der Skalenfläche, ein kleiner Wulst zwecks Ausziehkante anformen. Die Klebefläche der Längsleiste dieser Ausführungsform kann Dekorationen oder Reklame aufweisen.
Werden für die Herstellung dieses Stabkörpers vorgeleimte Platten aus zwei verschie denen Materialien verwendet, so muss die Anschrägung für die Skala gefrässt und auf die Einlage von Dekoratio nen verzichtet werden.
Fig. 5 zeigt den Vierkantstab 1 im Querschnitt, hergestellt aus einer Plexiglasplatte von z. B. 8 mm Dicke, die beidseitig mit z. B. 1 mm dickem und weissem undurchsichtigem Zelluloid oder Kunststoff 4 überzogen wird, so erhält man einen dreiteiligen Stabkörper, dessen einer weissen Aussenfläche eine Skala 6 (Fig. 2) und auf seiner Gegenseite ein Ausziehwulst, sowie auf einer Durchsichtsseite ein Transporteurdreieck 5 geprägt wer den können.
Anstelle von weissem Material für die beiden Aussenleisten des durchsichtigen Stabteils kann auch schwarzes, oder schwarzes und weisses, oder auch andersfarbiges Material verwendet werden. Der Vier kantstab 1 kann auch die Profilabmessung von z. B. 10 mm x 12 mm aufweisen, was aber den Seitenpropor tionen entsprechende Endenverdickungen bedingt.