CH448908A - Verfahren für Wasserstandregulierung - Google Patents

Verfahren für Wasserstandregulierung

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CH448908A
CH448908A CH54867A CH54867A CH448908A CH 448908 A CH448908 A CH 448908A CH 54867 A CH54867 A CH 54867A CH 54867 A CH54867 A CH 54867A CH 448908 A CH448908 A CH 448908A
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CH54867A
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Wernli Hans
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Wernli Hans
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    • EFIXED CONSTRUCTIONS
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Description


  Verfahren für     Wasserstandregulierung       Die Erfindung betrifft ein     Verfahren    zum Steuert:  von     Verstellorganen    an Turbinen und Wehrschützen für  die     Wasserstandregulierung    von Stauanlagen.  



  Steuerungsverfahren bekannter Art zum Regulieren  von Stauhöhen reagieren auf     Wasserstandveränderun-          gen,    z. B. per cm und     beinflussen    Kontakteinrichtungen,  welche     Steuerimpulse    an die     Verstellorgane    von Wehr  schützen und Turbinenregulatoren ausgeben. Das Anhal  ten so eingeleiteter     Arbeitsgänge    geschieht durch Rück  führung der Kontakteinrichtungen von den     Verstellorga-          nen    her. Es ist eine Rückführung bekannt, welche bei  Umkehr der Störrichtung die Dauer des ersten Steuerim  pulses zu wählen gestattet. Alle nachfolgenden Impulse  sind dagegen wieder stufengleich.  



  Einem Steuerimpuls     bestimmter    Dauer folgt eine  proportionale Änderung des Hubes der     Verstellorgane.     Nur vom Wasserstand als Kriterium angeregte Steue  rungen benötigen besondere Dispositionen zur     Stabilisie-          rung    (Leergang um den     Sollwert    herum oder selbstre  gelnden Überfall). Sie erfordern zahlreiches Schalten der       Verstellorgane,    da nur     proportionale        Folgenverstellun-          gen    erfolgen. Die unvermeidlichen Rückführungen sind       verhältnismässig    kompliziert.  



  Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, eine  auftretende Störgrösse bis zur Ausgabe des nächsten  Stufenimpulses ab einem     Wasserstandmelder    so zu erfas  sen, dass die Korrektur der Störgrösse mit einem  einzigen Steuerimpuls von entsprechend langer Dauer  auf die     Verstellorgane    geschieht. Damit wird eine Rück  führung von Letzteren her überflüssig.  



  Das vorgesehene Verfahren sucht diese Forde  rung dadurch zu     erfüllen    dass ausser der     Wasser-          standännderung    z. B. in Cm-Stufen zusätzlich die Zeit von  der Ausgabe des letzten Steuerimpulses bis zum nächst  folgenden berücksichtigt wird. So werden die Regulier  vorgänge mit entsprechend langen Impulsen gesteuert,  ohne dass eine     Rückführung    notwendig wird.

   Dieses    Verfahren gestattet Feinregulierung innerhalb eines zu  gewiesenen Pegelbereiches, darüber hinaus Grobregulie  rung durch entsprechend lange, pausenlose Laufzeit der       Stellorgane    bei Hochwasser oder     Schwallwasser    (Ab  schaltung von Turbinenleistung), wobei die Feinregulie  rung     vorübergehend    ausgeschaltet wird. Die Anpassung  an den jeweiligen Charakter der zu     regelnden    Gewässer  erfolgt mit verstellbaren und austauschbaren Bauelemen  ten.  



  Das     erfindungsgemässe    Verfahren ist dadurch ge  kennzeichnet, dass die     Steuerimpulsdauer    auf     Verstellor-          gane    in Abhängigkeit gebracht wird von einer Wasser  mengenänderung, erfasst aus einer     Wasserstandhöhen-          veränderung    und deren zeitlichen Verlauf.  



  Nachfolgend ist ein ausgeführtes Beispiel diese  Verfahrens anhand der beiliegenden Zeichnung erläu  tert. Des besseren     Verständnisses    halber ist eine Arbeits  stellung, nicht die Ausgangsstellung     gezeichnet    worden.  Beschrieben ist der Steuerpunkt W des hydraulischen  Schemas (rechts oben).  



  Achse A ist vom Schwimmer her über die Seiltrom  mel A 1 angetrieben und besitzt die Sperrscheiben A 2 u.  A 3, welche bei Richtungswechsel sofort unterbrechen.  Ferner die     Nockenscheibe    4, welche alle 2 cm     Stauhö-          henänderung    die Schalter 1 und 2 umlegt, und dem  Antrieb für die Achse B, der in der Übersetzung so     zü          wählen    ist, dass der ganze Plus- und     Minus-Regulierbe-          reich,    der mehrere Umdrehungen von A benötigen kann,  auf eine einzige Umdrehung,     resp.    ca. 355  der Achse h  reduziert wird.  



  Achse B nach Überschreiten der als     unreguliert     zulässigen Abweichung vom Sollwert des Pegelstandes,  setzt, wie dies für den gezeichneten Fall      Wasserstanrt     sinkt  ersichtlich ist, die     Nockenscheibe    B 1 den Appa  rat unter Spannung. B 3 bereitet nach 2 cm erneuter  Abweichung den Strompfad auf das Stehorgan der       Schütze    4 vor (B 3 =     Schütze    4 schliessen, B 4 =      Schütze 4 öffnen). B 5 setzt das Zeitlaufwerk EZ (1  Umdrehung in 30 Minuten) in Gang.

   B 6 bis B 9 sind  für ratenweise Schliessung der Schützen 1 bis 3 bei  Hochwasser bestimmt, nachdem vorher durch B 12 das  Steuersignal  Schützen 1 bis 3 öffnen  von der Station  ST her abgeschaltet und die Betätigung dieser Schützen  von B 6-B 9 über B 11 möglich geworden ist. B 12  öffnet den Kontakt 1 cm Pegelstand früher als B 11 ihn  schliesst. B 10 öffnet Schütze 4 direkt auf 2,5 m, wenn  durch die normale Regulierung 1,5 m Durchlass erreicht  wurde, weil die     Wasserführung    so gross wurde, dass bei  voller Öffnung von 4 der Pegelstand bei W ohnehin nicht  mehr gehalten werden kann. B 13 bedient Minimal- und  Maximal-Alarme.  



  Achse C, angetrieben von Motor L, eine Umdrehung  in zwei Minuten, läuft über A 4/1 oder A 4/2 jedesmal,  wenn der Pegelstand sich um 2 cm     verändert    hat. Wenn  der Schwimmer,     resp.    die Regelstrecke die eingeschlage  ne Richtung wechselt, wird CL und der Betätigungsstrom  auf die Stehorgane durch A 2/1 oder A 3/2 sofort ausge  schaltet.

   Läuft CL an, so unterbricht dieser nach Ablauf  von einem halben Umgang durch C 1 seine     Anspeisung,     hat aber bereits C 2 für die nächsten 2 cm Stauänderung  vorbereitet, läuft aber erst bei erneuter Umschaltung von  A 4 wieder an, um wiederum einen halben Umgang zu  drehen     usf.    C 3 und C 4 geben bei jedem 1/2 Umgang  einen einstellbaren Kurzimpuls für die     Stellmotoren    ab.  Der Grund dafür ist im Verhalten der Achse D be  dingt.  



  Achse D wird angetrieben von ihrem Zeitlaufwerk Z,  eine Umdrehung in 15 Min. und dem Laufmotor, eine  Umdrehung in zwei Minuten. Beide Motoren sind mit  Überholkupplungen ausgerüstet. Die     Nockenscheiben     D 1 und D 2 sind, wie C 1 und C 2 überlappt und  werfen Z bei jedem Umlegen von A 4 an. Der     Anwurf     von DZ erfolgt durch A 4/1 oder A 4/2. Bei Drehung  der Achse D durch DZ läuft nach 70 Sekunden     Nocke     D 3 auf, um den Strompfad auf B 3 vorzubereiten. Nach  Ablauf der halben Umdrehung unterbricht D 1 den Laut  von DZ und D 3. Dieses Verhalten bedeutet, dass  während der Ablaufzeit von DZ der Pegelstand entweder  unverändert stehen blieb, oder seine     Richtung    wechselte.  Im letzten Falle hat A 2/1 geöffnet.

   Würde D bis zur  Selbstausschaltung von DZ allein 1/2 Umgang gedreht,  also vom schneller laufenden DL nicht überholt, so ist D  gegenüber C in falsche Lage gekommen. D bleibt nun  stehen. Dass DZ überhaupt gelaufen ist, bedeutet, dass  der Sollwert am Pegel noch nicht erreicht war, oder in  der abgelaufenen Zeit von 7,5 Minuten keine Stauverän  derung um 2 cm erfolgte, weshalb zur Korrektur den  noch ein kleiner Impuls ausgehen sollte. Dieser kann  auf zwei Arten entstehen:  1. Werden die 2 cm Änderung innert 30 Minuten  erreicht, legt also A 4 um' so läuft CL an und gibt über  C 3 einen Kurzimpuls ab. C und D stehen danach wieder  richtig zueinander. Dadurch wird auch DZ wieder  angeworfen und beginnt für die nächsten 2 cm die  Zeitmessung.  



  2. Achse E, bleibt der Stau ausserhalb seines  Sollwertes in Beharrung oder ändert er nur sehr langsam,  so wird EZ alle 30 Minuten durch den Nocken E 1 den  Motor EL, eine Umdrehung in zwei Minuten,     anwerfen,     der über den Nocken E 2 einen kurzen Impuls durch  schaltet und so langsam den     Pegelsollwert    anstrebt. Die       Nockenscheibe    B 5 bestimmt diejenigen Pegelstände,  zwischen welchen EZ in Betrieb sein soll. EZ und EL  sind mit Überholkupplungen ausgerüstet.

      Die     Nockenscheiben    D 3 und D 4 für die Impulsaus  gabe an die     Stellorgane    der Schütze 4 und D 5 und D 6  zum Anwurf des schnelleren Motors DL, drehen, ange  trieben von DZ zuerst 70 Sekunden leer, bevor die  Kurven auflaufen und die Strompfade vorbereiten. Hat  DZ infolge langsamer Stauänderung die Achse D 1/2  Umgang gedreht und sich ausgeschaltet, so wird bei  Umlegen von A 4 DZ sofort zu laufen beginnen. C läuft  ebenfalls, gibt den Kurzimpuls ab und nimmt die richtige  Stellung zu D ein. C benötigt dazu 60 Sekunden. Nocken  D 3 bis D 6 dürfen in dieser Zeit noch nicht auflaufen,  da sonst D 4 ebenfalls einen Impuls, unter Umständen  bis zu 50 Sekunden Dauer, ausgeben würde. D 3 und  D 4 geben Steuerimpulse von     dosierter    Länge an die  Stellmotoren ab.

   Diese Impulse sind umso     hänger    je  weniger Zeit zwischen 2 cm Stauänderung     abläuft    und  umso kürzer, je länger dieses dauert. So können im  vorliegenden Falle die Stellmotoren bis zu 50 Sekunden  lang     dauerne    Impulse empfangen.  



  Für Feinregulierung benötigt es nur die Scheiben B 1  bis B 5. B 6 bis B 12 dienen dem speziellen Fall der  beschriebenen Anlage für die Erfüllung des     Wehrregle-          mentes    anlässlich Hochwasser.  



  Für Grobregulierung besitzen andere Anlagen auf  Achse B     Nockenscheiben,    deren Eingriffspunkte ab  bestimmten Pegelständen die     Stellorgane    über die direkt       angespiesene    Sperrscheibe A 3 mit ihren Kontakten  A 3/1 Schütze öffnen oder A 3/2 Schütze schliessen,  solange betätigen bis der Schwimmer die Richtung       ändert.    Bei Grobregulierung wird die     Dosiereinrichtung,          resp.    die Achsen C und D durch B 1 ausgeschaltet bis zu  demjenigen Pegelstand wo     Feinregulierung    wieder Sinn  erhält.    Funktionsbeschreibung bezogen auf das hydraulische  Schema der Zeichnung Nr. 1, rechts oben.

      Personalknappheit und Voraussicht auf die       44-Stundenwoche    drängten zur Entwicklung eines Steu  erapparates, welcher die Bedingungen von     Wehrregle-          menten    selbsttätig übernimmt und die bisherigen Wärter  für wertvolleren Einsatz freimacht. Für die gezeichnete  Anlage sind drei verschiedene Betriebszustände mit je  weils andersartigen Regulierforderungen zu unterschei  den.    <I>1.</I>     Normalwasserführung       Apparat W reguliert mit der     Grundablasschütze    4  den Stau vor den drei     Kanaleinlaufschützen    1, 2 und- 3  auf konstanten     Wert.     



  Apparat ST     reguliert    mit den     Einlaufschützen    1, 2  und 3 konstanten Stau beim     Stolleneingang    d. h. bei den  Schützen 5 und 6, gemäss dem Bedarf des nachfolgen  den, nicht eingezeichneten Stausees mit einer täglichen  Wasserschwankung von 2     Metern.       <I>2.</I>     Niederwasser       Schütze 4 ist geschlossen, 1, 2 und 3 sind ganz  geöffnet.  



  ST     reguliert    den Stau im Kanal wassersparend 20 cm  unter der     überlaufkante    mit Hilfe der     Stolleneinlauf-          schützen    5 und 6.      Der     Übergang    von einer Betriebsart in die andere  erfolgt selbständig, im Frühling und Herbst manchmal       mehrmals    täglich.  



  <I>3. Hochwasser</I>    Steigt der Zufluss derart, dass Schütze 4 bei 1,5 m  Hub den Stau nicht mehr zu halten vermag so öffnet 4  direkt auf 2,5 m. Ferner schaltet W bei 19 cm Überstau  die Steuerung von ST auf die Schützen 1 bis 3 aus und  sich selbst auf diese Schützen um. Bei 20 cm Überstau  werden 1 bis 3 erstmals um 30 cm geschlossen. Jeder  weitere Anstieg um 5 cm bewirkt weiteres Schliessen von  1 bis 3 um je 30 cm. Bei ca. 50 cm Überstau ist der       Kanaleinlauf    abgeschlossen. Dadurch sinkt der Stau bei  ST. ST schaltet bei 20 cm unter der     Überlaufkote    auf die  Schützen 5 und 6 um, damit sich der Kanal nicht  entleert.

   Zugleich erfolgt     Wärteralarm.    Der Eingriffs  punkt der Umschaltung auf Hochwasser kann vom  Wärter je nach Witterung und Wasserzustand nach  Belieben oder voraussichtlicher     Erwartung    auf 20 oder  40 cm Überstau am Wehr geschaltet werden. Er kann  die Schützen 1 bis 3 auch auf  Hand  schalten, um eine  reduzierte feste Öffnung einzustellen, worauf ST mit 5  und 6 auf Niederwasser regulieren wird. Bei Rückgang  der Flut erfolgt bei 19 cm Überstau der Übergang auf  Normalbetrieb, d. h. wenn die Schützen 1 bis 3 wieder  auf  Automat  geschaltem werden, regulieren sie wieder  nach ST. Füllt sich der Kanal wieder auf Normalwasser,  so gehen 5 und 6 ebenfalls auf volle Öffnung zurück.

   Bei  Erreichen des     Stausollwertes    am Wehr     beteiligt    sich auch  Schütze 4 wieder an der Regulierung.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zum Steuern von Verstellorganen an Turbinen und Wehrschützen für die Wasserstandregulie- rung von Stauanlagen, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerimpulsdauer auf Verstellorgane in Abhängigkeit gebracht wird von einer Wassermengenänderung, erfasst aus einer Wasserstandhöhenveränderung und deren zeit lichem Verlaufe. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass von von einem Waserstandmesser ausgege benen Stufenimpulsen pro Stufe mindestens ein Steuer impuls ausgeht (C und D). 2.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass nach jedem eingelangten Stufenimpuls die Zeit bis zum nächstfolgenden gemessen wird um diese Grösse gemeinsam mit der inzwischen veränderten Regelstreckengrösse als Korrekturfaktor den Verstellor- ganen zuzuweisen (D). 3. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass bei extrem langsamer Veränderung der Regelstrecke oder deren Beharrung ausserhalb ihrem Sollwert nach unbenütztem Ablauf die Zeit für einen Stufenimpuls in bestimmten Zeitintervallen Kleinimpul se an die Verstellorgane abgegeben und so der Sollwert angesteuert wird (E). 4.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass bei extrem rascher Veränderung der Regelstrecke ein stufenloses Arbeiten der Verstellorgane ermöglicht ist, solange, bis die Regelstrecke die Richtung wechselt, was sofortige Sperrung des Betätigungsstromes zur Folge hat, bis entweder die Störgrösse weiter anwächst, oder die Feinregulierzone wieder erreicht wird (A und B).
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE2948128A1 (de) * 1978-12-06 1980-06-12 Hitachi Ltd Wasserpegel-steuersystem fuer ein reservoir

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE2948128A1 (de) * 1978-12-06 1980-06-12 Hitachi Ltd Wasserpegel-steuersystem fuer ein reservoir

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