Magneto-hydrodynamischer Generator Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf einen Magneto-hydrodynamischen Generator.
Es ist bekannt, dass in einem sehr heissen und daher elektrischleitfähigen Gasstrom beim Durchströmen eines Kanals mit einem senkrecht zur Strömungsrichtung ge richteten Magnetfeld, im Gasstrom eine quer zu diesem und senkrecht zum Magnetfeld fliessende EMK induziert wird. Daher steht in einer solchen elektrischen Strom quelle die Kanalachse senkrecht zum Magnetfeld, und die Kanalwände, welche parallel zu den magnetischen Kraft linien angeordnet sind, werden als Elektrodenwände bezeichnet und stellen den elektrischen Kontakt mit dem strömenden Gas her.
Dagegen werden die senkrecht zu den magnetischen Kraftlinien stehenden Wände als Nicht-Elektrodenwände bezeichnet und müssen so kon struiert sein, dass kein elektrisch leitender Weg für die im Gasstrom erzeugte EMK gebildet werden kann.
In einer geeigneten magnetohydrodynamischen Stromquelle muss das Betriebsgas sehr heiss sein, damit dessen elektrischer Widerstand sehr klein wird. Zudem muss es eine hohe Strömungsgeschwindigkeit aufweisen, damit die erzeugte EMK eine dem praktischen Gebrauch angemessene Grösse erreicht. Die Wände des Kanals sind im Betrieb sehr schweren Bedingungen ausgesetzt und ihre praktische Gestaltung zeigt bemerkenswerte Schwie rigkeiten bei einer Stromquelle verhältnismässig hoher Leistung, beispielsweise bei einer solchen mit einer ther mischen Eingangsleistung von 200 MW.
Es hat sich gezeigt, dass Wände aus wärmeabweisen dem Material nicht befriedigen. Eine andere Möglichkeit gegenüber wärmeabweisendem Material ist, die Kanal wände aus Metall zu erstellen und dieses durch intensive Wasserkühlung innerhalb seiner Schmelztemperatur zu halten. Um die Nicht-Elektroden-Wände in ihrer Ober flächen-Querrichtung elektrisch nichtleitend zu machen, können diese aus schmalen Metallsegmenten schachbrett artig aufgebaut sein, wobei jedes einzelne Segment gegen über dem anderen durch einen dünnen Belag eines elektrischen Isoliermaterials isoliert ist. Die Elektroden wand muss in Richtung der Kanalachse ebenfalls nicht- leitend sein.
Hierfür kann ebenfalls ein segmentartiger Aufbau angewandt werden, beispielsweise durch ab wechslungsweise Anordnung elektrisch isolierender Strei fen, welche sich in Richtung der magnetischen Kraftli nien über die Wand erstrecken. Weil die Anwendung von Metallstreifen bequemer ist als die schachbrettartige Anordnung rechteckiger Metallsegmente, besteht eine Möglichkeit, bei den nichtleitenden Wänden Metallstrei fen zu verwenden, die in einem gewissen Winkel zur Kanalachse stehen. Dieser spezifische- Winkel ist so gewählt, dass beim Betrieb des Generators unter be stimmten Betriebsbedingungen alle Punkte längs jedem der Streifen auf im wesentlichen gleichen Potentialen stehen. Dies ist deshalb möglich, weil sowohl längs als auch quer zum Kanal ein Spannungsgradient besteht.
Eine praktische Form der Metallstreifen sind Röhren irgendeiner wünschbaren Querschnittsform, durch welche Kühlwasser strömt und wobei benachbarte Rohrabschnit te gegeneinander elektrisch isoliert sind.
Der erfindungsgemässe magneto-hydrodynamische elektrische Generator mit einem Gaskanal, und Mitteln zur Erzeugung eines den Gaskanal senkrecht durchque renden Magnetfeldes ist dadurch gekennzeichnet, dass der Gaskanal mindestens zwei einander gegenüberliegen de Elektrodenwände umfasst, welche die Form je eines von den übrigen Wandpartien abtrennbaren Wandfeldes aufweisen, in welchem flüssigkeitsgekühlte Metallröhren die Ausfütterung der Innenwand bilden und welche Röhren mit ihren Ein- und Austrittsenden in Kopfstücke einmünden.
Der Gaskanal weist vorzugsweise rechteckförmigen Querschnitt auf, wobei zwei einander gegenüberliegende Seiten die Elektrodenwände bilden, während die beiden andern Nicht-Elektrodenwände als von den übriger Wandabschnitten entfernbare Felder gestaltet sind und wassergekühlte metallene Röhren enthalten, welche ihrer seits die Auskleidung der Innenfläche des Wandabschnit tes bilden und deren Ein- und Ausgangsendseiten in Kopfstücke einmünden, wobei die Röhren dieser Nicht- Elektrodenwände in geeigneter Weise quer zur Kanal- breite so geneigt sind,
dass sie im Betrieb nicht als örtliche Kurzschlüsse für die im strömenden Gas indu zierte EMK wirken.
Die Erfindung sei nun anhand eines Beispiels und mit Bezug auf Zeichnungen beschrieben, in welchen zei gen: Fig. 1 ist eine schematische Darstellung eines magne- tohydrodynamischen elektrischen Generators, Fig.2 ist ein perspektivischer Schnitt durch einen Abschnitt eines Gaskanals nach Fig. 1, auf welchen sich die vorliegende Erfindung bezieht, Fig. 3 ist eine Seitenansicht auf die Innenfläche einer Elektrodenwand gemäss Fig. 2, mit teilweise sichtbaren, normalerweise überdeckten Details,
und Fig.4 ist eine perspektivische Darstellung, ähnlich Fig. 2, und zeigt eine andere erfindungsgemässe Ausfüh rung.
Der magnetohydrodynamische oder MHD-Generator nach Fig. 1 umfasst einen Gaskanal 1, welchen sehr heisse, mit hoher Geschwindigkeit in der Richtung des Pfeiles 3 strömende Gase durchqueren. Ein intensives Magnetfeld durchsetzt den Kanal 1 rechtwinklig in Richtung der Pfeile 5, welches im strömenden Gas eine in Richtung der Pfeile 7 fliessende EMK erzeugt. Die b--iden sich gegenüber liegenden Seiten 9 und 11, welche parallel zum Magnetfeld gemäss den Pfeilen 5 verlaufen, werden als Elektrodenwände bezeichnet, während die andern zwei Wände 13 und 15 Nicht-Elektrodenwände genannt werden.
Jede der Elektrodenwände 9 und 11 enthält auf ihrer Innenfläche elektrisch leitende Metall streifen 9c bzw. 11c, welche parallel zum Magnetfeld verlaufen. In jedem der einander gegenüberliegenden Streifenpaare tritt eine elektrische Spannung auf, welche durch die Leiter 19 und 21 herausgeführt werden kann. Eine andere Möglichkeit besteht darin, jedes der gegen über liegenden Elektrodenpäare ausserhalb des Kanals miteinander zu verbinden, wobei eine erste Verbindung zum erstem Elektrodenpaar und eine zweite Verbindung zum letzten Elektrodenpaar besteht, und beide Verbin dungen je eine einfache EMK führen.
In den erfindungsgemässen Ausführungen nach den Fig. 2 und 3 sind die Kanalwände 9, 11, 13 und 15 je mit den bezüglichen wassergekühlten Röhren 9T, 11T, 13T und 15T ausgekleidet. Die Röhren 9T und 11T auf den Elektrodenwänden verlaufen parallel zu den Magnet kraftlinien 5, während die Röhren 13T und 15T gegen über der Senkrechten zum Gasstrom geneigt sind, so dass jede der Röhren im wesentlichen einer spezifischen, der unter Nennleistungsbedingungen arbeitenden MHD-Ge- nerators entsprechenden, zugeordneten Equipotentiallinie folgt.
Die vier Wände sind als je separate Wandeinheiten 9A, 11A, 13A und 15 von im wesentlichen gleicher Gestalt aufgebaut und in ihren gegenseitigen Stossstellen, mit 25 bezeichnet, durch Bolzen zu einem kompletten Kanal miteinander verbunden. Die Wand 15 und die Baueinheit 15A ist nachstehend im Detail beschrieben, ebenso sind die Unterschiede gegenüber den andern Wänden aufgeführt.
Bei der Baueinheit 15A ist die innere Oberfläche der Wand 15 vollständig durch die Röhren 15T ausgefüttert, deren Querschnitt rechteckförmig ist und welche mittels der relativ dünnen Streifen 27 aus Isoliermaterial gegen seitig elektrisch isoliert sind. Diese Röhren laufen schräg quer zur Breite des Kanals 1. Jede der Röhren ist ausserhalb des Kanals beidseitig an ihren bezüglichen Enden gebogen und je mit einem Kopfstück 29 auf der Eintrittsseite, und einem austrittsseitigen Kopfstück 31 verbunden. Mehrere längs des Kanals angeordnete Kopf stücke bedienen je eine Gruppe von Röhren. Die geboge nen Partien der Röhren 15T sind gegenüber den benach barten Abschnitten der anstossenden Wände abgeschlos sen.
Ein gasdichter Verschluss des Kanals wird an diesen Stellen durch eine streifenähnliche Dichtung 33 aus hitzebeständigem Material erreicht. Die beiden Kopfstük- ke 29 und 31 sind aus Epoxyharzplatten, einem harten elektrischen Isoliermaterial, aufgebaut, und die Röhren sind darin durch eine Vergussmasse 35 aus Silikonkaut- schuk fixiert und abgedichtet. Silikonkautschuk ist ein elastisches, elektrisch isolierendes Material. Die Röhren sind in den Kopfstücken gestaffelt angeordnet, da die Röhren mit verschieden langen Bogenstücken ausgerüstet sind.
Der Wasserdurchtritt im Innern der Kopfstücke 29 und 31 aus den Röhrenenden erfolgt durch Rohrkörper 29T und 31T aus einem harten Harzmaterial.
Die Rohr-Kopfstücke 29 und 31 sind mittels (nicht gezeigten) Kopfschrauben mit einer metallischen Kasten konstruktion 35 verbunden, welche ihrerseits als gasdruck- aufnehmendes Element der Kanalwand 15 dient. Eine Schicht aus Silikonkautschuk, ein elektrisches Isolierma terial, ist auf der Unterseite der Röhren 15T eingebracht, um die durch die Röhren 15 und die Isolationsstreifen 27 gebildete Wandabdeckung gasdicht zu machen. Der Zwi schenraum zwischen der Untersicht der Röhren und der Kasten-Konstruktion 35 ist durch ein hitzebeständiges Material 37 ausgefüllt, welches auch der Übertragung des Gasdruckes von den Röhren 15T auf die Konstruktion 35 dient.
Die Konstruktion 35 ist durch ein hitzebeständi ges Material 37 ausgefüllt, welches auch der Übertragung des Gasdruckes von den Röhren 15T auf die Konstruk tion 35 dient. Die Konstruktion 35 ist in zwei Räume 39 und 41 unterteilt, welche ihrerseits mit den bezüglichen Kopfstücken 29 und 31 in Verbindung stehen und als Zu- und Ableitungskanäle für das Kühlwasser dienen. An den Verbindungsstellen zwischen den Anschlussstellen der Kopfstücke und der Kastenkonstruktion befinden sich Dichtungsringe, und in den Bohrungen der Kasten konstruktion befinden sich Regulierdüsen 43 für den Wasserdurchfluss vom austrittsseitigen Kopfstück 31 in den Rücklaufkanal 41.
Wie oben erwähnt, sind die Elektrodenwände 9 und 11 prinzipiell gleich aufgebaut wie die Wand 15. Immer hin verlaufen die Röhren 9T und 11T in den bezüglichen Wänden 9 und 11 parallel zu den Magnetkraftlinien 5. Die elektrischen Verbindungen zu den Röhren 9T und 11T oder, sofern erforderlich, zwischen solchen Röhren, werden durch die metallischen Röhren 9C und 11C hergestellt, welche durch die mit Futterbüchsen versehe- nen Bohrungen 45 und 47 in den Kopfstücken 49 und 51 in diesen beiden Kanalwänden hindurchführen. Jede dieser Röhren 9C und 11C ist mit einem Kühlwasseraus- tritt versehen.
Im Innern der Kopfstücke verbindet ein Metallstreifen 9B oder 11B die Röhren 9T oder 11T elektrisch mit den Metallröhren 9C oder 10C.
Bei der Anwendung der vorgeschriebenen Aufbauart können die Einzelwände des Kanals 1 leicht voneinander gelöst werden, wodurch die Kontrolle der von Gas bestrichenen Oberflächen erleichtert wird, wie auch die Reparaturarbeiten an den Isolationsstreifen 27 und an allfälligen Schutzüberzügen auf den Wandflächen, welche einer Abnutzung unterworfen sind. Irgendeine Röhren gruppe eines Paares von Eingangs- und Austrittskopfstük- ken kann so als Gruppe einer Wandeinheit weggenom men und durch eine andere ersetzt werden. Weil die Enden der Röhren in einem elastischen Material, dem Silikonkautschuk 35 festgehalten werden, gleichen sich voneinander abweichende thermisch bedingte Ausdeh nungen leicht aus.
Die Wasserzuleitungen zu den Elektro- denwänden und zu den Nicht-Elektrodenwänden sind getrennt und können unabhängig voneinader reguliert werden. Ferner kann der Wasserdurchfluss längs des Kanals durch die Anordnung geeigneter Blenden regu liert werden. Die für die Wandkühlung verwendeten Röhren können irgendeinen Querschnitt aufweisen, wenn er sich zu einer Wand aneinanderreihen lässt; er kann also rund, rechteckig oder quadratisch sein. Die Röhren sind einfache, gezogene Röhren und die einzige notwen dige Verformung ist das Biegen der Enden im erforderli chen Radius.
Die Röhren einer Elektroden- oder Nicht- Elektrodenwand können derselben oder voneinander ab weichenden Querschnittsform oder -fläche sein. Die Röhrengrösse und/oder der Röhrenquerschnitt kann längs des Kanals variiert werden. Weil die Wasserzulei tungen und die Sammelrückleitungen im Kanalgehäuse untergebracht sind, resultiert ein kompakter Aufbau.
Es mag erwünscht sein, dass sich der Querschnitt des Kanals 1 in Richtung des Gasstromes vergrössert. Dies kann leicht erreicht werden durch sukzessive Reduktion der Schichtdrücke des hitzebeständigen Materials 37 und damit des Abstandes der Röhren von der kastenförmigen Tragkonstruktion 35, die parallel zur Kanalachse ange ordnet ist. Die Elektrodenwände bleiben vorzugsweise auf gleicher Höhe, und die Überdeckung der Elektroden wände durch die Nichtelektrodenwände variiert daher längs der Kanallänge.
Die ebenfalls erfindungsgemässe Anordnung nach Fig. 4 zeigt im allgemeinen ähnliche Bauteile wie Fig. 2, doch sind gewisse Änderungen, wie nachstehend be schrieben, getroffen.
Die Art der Verbindungen zwischen den die Wände abdeckenden Röhren 9T, 11T, 13T und 15T mit den zugeordneten Ein- und Ausgangskopfstücken ist geän dert. So hat jede Röhre 15T in der Wand 15 einen Kragen 101 aus Metall, welcher in der Nähe der Rohren den hart aufgelötet ist. Der Kragen 101 besteht aus einem kurzen Rohrstück gleicher Querschnittsform wie das Wandrohr, aber mit grösserer Bohrung. Je eine Gruppe von mit Kragen 101 versehene Rohrenden sind in den zugeordneten Kopfstücken 29 und 31 zwischen zwei flachen Platten 103 aus plattenförmigem Kunstharz (oder auch Giessharz) gehalten, wobei diese Platten eine etwas grössere Bohrung enthalten, als für die Enden der Röhren 15T erforderlich wäre.
Zwischen den Platten 103 und den Enden der Kragen 101 befinden sich Dichtungs ringe 105 aus einem geeigneten elastischen Material, vorzugsweise Silikonkautschuk, und die beiden Platten 103 werden mittels Bolzen 107, die in die eine der Platten 103 eingeschraubt sind, gegeneinander zusammengezo gen. Die weiter von den Rohrenden entfernte Platte 103 ist so aufgeteilt, dass die beiden Teile in der gezeigten Weise um die Röhren angeordnet werden können. Die Röhren 15T führen durch die erste Platte 103 hindurch und treten auch auf einem kurzen Abschnitt in die zweite Platte 103 ein. Der Zwischenraum zwischen den beiden Platten 103 wird mit Silikonkautschuk 109 ausgefüllt, nachdem die Röhren in die Platten eingesetzt sind.
Damit die Röhrenenden beim Eintritt in die Kopfstücke gegen einander angemessen distanziert werden können, werden die Eintrittsstellen gestaffelt angeordnet, wobei die Röh ren durch anpassen der Rohrbogen eine geringe gegensei tige Verschiebung erfahren. Die mit Kragen versehenen Stehbolzen 107 weisen eine Schaftpartie 107S auf, welche durch die Wand der Kastenkonstruktion 35 hindurchtritt und der Befestigung der Kopfstücke 29 und 31 an der Konstruktion dient. Es ist ersichtlich, dass jede Reihe der Kopfstücke mit der ihr zugeordneten Konstruktion fest verbunden und mit der zugehörigen, dem Kühlwasserdurchfluss dienenden Kam mer benachbart ist.
So sind am einen Ende die Röhren 15T mit einem Raumabschnitt 41E des Kanals 41 verbunden, während die andern Rohrenden mit einem Raum 39E des Kanals 39 in Verbindung stehen. Die mit einem Kragen versehenen Stehbolzen 107 greifen so durch die Distanzierpartien 111 in der Nähe der Raum abschnitte 39E und 41E hindurch, dass sie nicht in diese Abschnitte hineinragen und dadurch mit dem Kühlwas ser in Berührung kommen würden. Die Durchgänge 113 verbinden den Raum 39E mit dem Kanal 39 und die Durchgänge 115 verbinden den Raum 41E mit dem Kanal 41. In gleicher Weise verbinden Durchtritte 117 den Raum 39E mit den Enden der Röhren 15T, und Durchtritte 119 stellen die Verbindung zwischen dem Raum 41E und den andern Enden der Röhren 15T her.
Eine Dichtung 121 zwischen der äusseren Platte 103 und der Wandung der Raumabschnitte 39E oder 41E sichert einen wasserdichten Abschluss zwischen den Kopfstük- ken und der Konstruktion 35. Kontrollöffnungen (nicht gezeichnet) können in der äusseren Wandung der Raum abschnitte 39E und 41E zu Kontroll- und Reinigungs zwecken angebracht werden, ebenso für die Einführung von Messonden zum Messen der Wassergeschwindigkeit und der Temperatur. Diese Öffnungen können durch Schraubverschlüsse geschlossen werden, wenn sie nicht benützt werden. Ein solcher Verschluss, mit 131 bezeich net, ist in der Wand 11 gezeigt.
Es ist ersichtlich, dass der Verschluss 131 einen Zapfen trägt, der in einen Raum hineinragt, welchen das Wasser einer Röhre durchfliesst, so dass es mit Hilfe solcher Zäpfen möglich ist, den Wasserdurchfluss durch die einzelnen Röhren mittels solcher Zapfen in gewünschter Weise zu regulieren.
In der Elektrodenwand im Generatorabschnitt des Gaskanals sind in den Kopfstücken Leiterelemente ent halten, die der Weiterleitung der erzeugten Energie von den, die Wand auskleidenden Röhren dienen. Diese Leiter sind hohl und sind vom Kühlwasser durchströmt. Sie werden durch Isoliertüllen, die zwischen den einander gegenüber liegenden Oberflächen benachbarter Wand bauten festgehalten werden, hindurch zu einem Kopf stück geführt.
Die Leiter tragen an ihren Enden T- Stücke, wobei das kurze rechtwinklig abstehende Rohr stück zwischen den Kopfstückplatten in der gleichen Art und Weise festgehalten wird wie die Kragen an den Rohrenden. Das Kühlwasser wird den Leiterelementen in gleicher Weise wie den Wandröhren zugeführt. Zwischen den Kopfstückplatten sind kurze, massive Kupferschie nen mit den Rohrkragen und dem T-Stück des Leiterele mentes als elektrische Verbindung hart eingelötet. Es ist nicht nötig, jede Wandröhre mit einem Leiterelement zu versehen. Üblicherweise genügt ein solches auf je drei Röhren.
Aus Fig. 4 ist ersichtlich, dass anstelle der Füllung des Raumes hinter den Röhren und der zugeordneten Ka stenkonstruktion mit hitzebeständigem Material, hier eine Anzahl Rohre gruppenweise zusammengefasst sind und mit einer Anzahl quer verlaufender Schienen 141 aus Epoxyharz haftend verbunden sind, wie für die Wand 11 zu ersehen ist. Diese Schienen 141 liegen auf der Innenfläche der Kastenkonstruktion auf und stützen die Röhren 11T ab. Eine Deckschicht aus Kunstharz oder Silikonkautschuk wird auf der Rückseite der Röhren aufgebracht, nachdem diese mit den Schienen verbunden sind.
Wo abweichende Anordnungen erforderlich sind, beispielsweise für die Wände 13 und 15, kann dies durch den zusätzlichen Einbau von flachen Kunststoffplatten <B>151</B> in Ergänzung zu den oben erwähnten, quer zu den Wandröhren verlaufenden Schienen, erfolgen, wobei die se Platten der Längenkontur der Wand angepasst werden müssen.
Es sei festgehalten, dass, weil die Röhren 13T und 15T zur Wandbreite des Kanals schräg verlaufen, zwi schen dem letzten Rohr und einer rechtwinklig zur Kanalachse stehenden Geraden auf der Wand eine drei- eckförmige Fläche besteht. Dies mag für das Austrittsen de des Kanals unwichtig sein, nicht jedoch für die Eintrittsseite desselben. Daher wird in diesem Abschnitt der Nicht-Elektrodenwände die Wand durch Röhren gebildet, die im wesentlichen parallel zu denjenigen im Hauptabschnitt liegen und von der einen Wandseite zur rechtwinklig gegenüberliegenden Seite verlaufen.
Die Kopfstücke für die Röhren sind rechtwinklig zur Kanal achse zur Aufnahme ihrer Enden in gleicher Weise wie für die übrigen Röhren der Nicht-Elektrodenwände ange ordnet. Diese rechtwinklig zur Kanalachse liegenden Kopfstücke sind mit den Enden der Wasserkanäle ver bunden.
Bei beiden der in Fig. 2 und 4 gezeigten Konstruktio- ncn wird eine Anordnung angewandt, wo die Röhren der Nicht-Elektrodenwände um ein gewisses Mass zwischen die Elektrodenwände hineinragen. Dies ist die vorzuzie hende Anordnung, wenn die Querschnittsfläche des Ka nals längs seines Längenverlaufs variiert u. diese Variation durch das Divergieren der Nicht-Elektrodenwände her vorgerufen wird.
Bei einer andern Konstruktionsausfüh rung treten die Röhren der Elektrodenwände um eine gewisse Distanz zwischen die Nicht-Elektrodenwände. Dies ist die bevorzugte Konstruktion bei einem Kanal konstanten Querschnittes, oder wenn der Querschnitt zunimmt und die Variation durch Divergieren der Elek- trodenwände erreicht wird. Im allgemeinen ist es jedoch vorzuziehen, wenn die Elektrodenwände in gleichbleiben dem Abstand längs des Kanals verlaufen.
Das Erstellen eines gasdichten Abschlusses zwischen den Röhren benachbarter Wände ist für den Fall, wo sich die Röhren der Elektrodenwände zwischen den Nicht- Elektrodenwänden erstrecken, leichter, wenn Röhren rechteckigen Querschnittes verwendet werden, indem deren Passflächen im wesentlichen flach sind.
Wenn sich die Röhren von Nicht-Elektrodenwänden zwischen Elek- trodenwänden erstrecken oder wenn Röhren runden oder ovalen Querschnittes verwendet werden, sind die Passflä- chen nicht flach, so dass eine Dichtung oder ein Ab- schluss-Formstreifen zum Dichten der Stossstelle erfor derlich ist. Diese Dichtung aus hitzebeständigem Material muss gegenüber dem Hauptgasstrom zurückgesetzt sein und die dem Gas ausgesetzte Kante muss in einer Nut liegen.
Beim B; trieb des Generators enthält die Nut relativ stillstehendes und daher verhältnismässig kühles Gas, so dass die Dichtung nicht der Temperatur des Hauptgasstromes ausgesetzt ist.
Zur Vermeidung extrem hoher Kühlmittelgeschwin- digkeiten im Kühlkreislauf ist es vorteilhaft, die Länge eines Kreislaufes kurz zu halten, was durch eine Anzahl parallel geschalteter Kühlmittelwege erreicht werden kann. Immerhin kann, wenn infolge dieses Erfordernisses eine grosse Anzahl externer Schlauchverbindungen zu den Anspeisungs- und Rückführungsleitungen notwendig werden, eine unübersichtliche Situation bezüglich dieser Verbindungen entstehen.
Bei der Anwendung der Wand feldkonstruktion und der Wasserkreislaufmethode mit dem Kammersystem und Kopfstücken analog der voraus gehenden Beschreibung und der Fig.2 und 4 ist es indessen möglich, die Kreislauflänge kurz zu halten, ohne ein Gewirr von äussern Verbindungen zu erhalten.
Obgleich, wie oben erwähnt, die Querschnittsform der bei den Wänden eingesetzten Röhren irgendein geeigne tes Profil aufweisen kann, ergibt die Verwendung von rechteckigen Röhren eine im wesentlichen flache Wand oberfläche gegenüber dem Gasstrom, ohne dass eine zusätzliche Oberflächenschicht aufgetragen werden muss, welche Massnahme besonders bei den Elektrodenwänden nicht anwendbar ist. Eine flache Oberfläche reduziert indessen die Turbulenzen im strömenden Gas und damit beim Wärmeübergang vom Gas auf die Wände erheb lich.
Erwähnt sei, dass anschliessend an den vorbeschriebe- nen Generator-Abschnitt des Gaskanals ein Diffusor angeschlossen ist, der üblicherweise im Kanalabschnitt von gleicher Länge wie der Generator-Abschnitt sein kann und konstruktiv gleich aufgebaut ist, ohne jedoch äussere Kreisläufe aufzuweisen.
Es ist möglich, die Anordnung allein als Hall-Ge- nerator zu bauen, in welchem Falle die Röhren der Nicht-Elektrodenwände rechtwinklig zum Gaskanal an geordnet sind.
Beim Betrieb der Anordnung durchsetzt ein Magnet feld den Kanal rechtwinklig zu dessen Längsachse. Deshalb sind alle im Kanal verwendeten Materialien nichtmagnetisch, damit keine unerwünschten Streuein flüsse auf das Magnetfeld einwirken können. Immerhin kann es in gewissen Fällen angezeigt sein, dass die Partien des Kanals, durch die das Magnetfeld geleitet wird, im vorliegenden Fall also die bezüglichen Partien der Wände 13 und 15, zur Reduktion des magnetischen Widerstandes aus magnetischem Material hergestellt wer den. Geeignete nichtmagnetische Werkstoffe für die Röhren sind Kupfer, Kupferlegierungen oder austeniti- scher rostfreier Stahl.
Die Kastenkonstruktion 35 und ähnliche Bauelemente in den andern Wänden können aus austenitischem rostfreiem Stahl oder Aluminium aufge baut sein.
Mehr im Rahmen eines Beispiels und zur Illustration der Grösse des MHD-Generators, an welchem die vorlie gende Erfindung im besonderen Anwendung findet sei erwähnt, dass der oben beschriebene Generator eine thermische Leistung von 200 MW aufweist und mit einem Gasdurchsatz von 22 kg pro Sekunde bei einer Gasgeschwindigkeit von 800 m pro Sekunde arbeitet. Auf der Eintrittsseite des Gaskanals beträgt die Gastempera tur 3200 K, und der Gasdruck beträgt 5 atü. Die Magnetflussdichte beträgt 35 000 Gauss. Die Kanalbreite zwischen den Wänden 9 und 11 misst 50,8 cm und die Kanalhöhe im Generator-Abschnitt variiert von 14 cm auf der Eintrittsseite und 50,8 cm auf der Austrittsseite.
Die Kanalhöhe am Ende der Diffusorzone ist 101,6 cm und bei einer Totallänge von 5,08 m misst die Länge des Generator-Abschnittes 2,54 m.