CH439480A - Kernresonanz-Magnetfeldmesser - Google Patents
Kernresonanz-MagnetfeldmesserInfo
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Description
Kernresonanz-Magnetfeldmesser Die Messung von Magnetfeldern mittels eines Kern resonanz-Magnetfeldmessers ist bekannt. Bestimmte Atomkerne haben einen mechanischen Drehimpuls und ein mit diesem verknüpftes magnetisches Dipolmoment. In einem äusseren Magnetfeld Ho erfahren die Dipol momente ein Drehmoment, unter dessen Wirkung sie eine Präzessionsbewegung um die Richtung des äusseren, zu messenden Feldes Ho ausführen.
Die sich ergebende Präzessionsfrequenz f" ist der äusseren Feldstärke Ho di rekt proportional: fo <I>= Y12 n '</I> H, wobei y das gyromagnetische Verhältnis , eine für die betreffende Kernart charakteristische Naturkonstante ist.
Für Protonen in Wasser hat der Proportionalitätsfaktor den Wer y/2 n = 4257,60 0,03 Hz/Oe.
Beim Kernresonanz-Magnetfeldmesser wird nun zwecks Messung der Präzessionsfrequenz f" eine inner halb einer Spule angeordnete Probe mit geeigneten Ker nen in das Magnetfeld Ho eingebracht.
Die Spule ist Teil eines Schwingkreises eines in seiner Frequenz f ver änderbaren Oszillators. Das in der Probenspule erzeugte hochfrequente Magnetfeld steht annähernd senkrecht auf dem äusseren, zu messenden Magnetfeld Ho. Die Oszil- latorfrequenz f wird durch Kapazitätsänderung auf die Präzessionsfrequenz f. eingestellt,
so dass Resonanzab sorption auftritt und damit eine Verringerung der Schwingamplitude des Oszillators. Die Amplitudenab- nahme dient als Kriterium für die übereinstimmung der Präzessionsfrequenz fo und der Oszillatorfrequenz f. Die Oszillatorfrequenz f wird mittels eines Frequenzmessers gemessen, der ein elektronischer. Zähler sein kann, von welchem die Frequenz direkt angezeigt wird.
Zwecks Ermittlung der magnetischen Feldstärke ist es auch bekannt, anhand von in einer Tabelle angege benen Umrechnungsfaktoren die magnetische Feldstärke aus der gemessenen Resonanzfrequenz f zu berechnen.
Die notwendige Rechenarbeit isst bei Präzisionsmes sungen auf z. B. sieben Stellen ,sehr zeitraubend und stellt auch deswegen einen Nachteil dar, weil Fehler. auftreten können. Der Wert der magnetischen Feldstärke steht ausserdem nicht sofort zur Verfügung.
Durch die Erfindung werden diese Nachteile ver mieden.
Die Erfindung bezieht sich auf einen Kernresonanz- Magnetfeldmesser. Die Erfindung besteht darin, dass zur direkten Feldstärkeanzeige (in 0e bzw.
kO.e) ein elek tronischer Zähler vorgesehen ist, der von der am Kern- resonanz-Magnetfeldmesser eingestellten Resonanzfre quenz angesteuert ist, während die Öffnungszeiten des Zählers durch eine zusätzliche Frequenz bestimmt sind,
die entsprechend dem Proportionalitätsfaktor y12 n der durch die jeweiligen Probenkerne gegebenen Präzessions- frequenz gewählt ist. Zweckmässig ist dem Zähler eine Torschaltung vorgeschaltet, die von der Resonanzfre quenz und der mittels eines Oszillators erzeugten, dem Proportionalitätsfaktor zugeordneten Frequenz ange steuert ist.
Die Erfindung wird anhand eines in der Zeichnung schematisch dargestellten Ausführungsbeispieles näher erläutert. Dargestellt sind nur die für das Verständnis der Erfindung wesentlichen Teile.
Der. Magnetfeldmesser besteht aus dem Oszillator 1, an dessem Ausgang 2 die Resonanzfrequenz auftritt. Dem Oszillator 1 ist ein HF-Gleichrichter 3 und ein NF-Verstärker 4 nachgeschaltet, der einen Sichtteil 5 ansteuert. Die Schwingkreisspule 6 mit der Probe 7 ist in einem nicht weiter, dargestellten, zu messenden Ma gnetfeld angeordnet. Diese prinzipielle Ausbildung ist bekannt.
Zur direkten Anzeige der Feldstärke des Magnet feldes am Ort der Probe 7 ist gemäss der Erfindung ein mehrstelliger elektronischer Zähler 8 mit einem Anzeige teil 9 vorgesehen, der beispielsweise über eine Torschal tung 10 von der Resonanzfrequenz des Oszillators 1 an gesteuert wird. Die Torschaltung 10 wird ihrerseits von der Frequenz eines weiteren Oszillators 11 angesteuert.
Besteht die Probe 7 beispielsweise aus Protonen in Wasser, so wird die Frequenz des die Torschaltung 10 steuernden Oszillators 11 auf 425,76 kHz eingestellt. Am Anzeigeteil 9 des Zählers 8 ist damit direkt der Zahlenwert der Feldstärke Ho in 0e ablesbar.
Bei ande ren Probensubstanzen wird der Oszillator 11 in seiner Frequenz auf die dann gegebenen Proportionalitätsfak- toren eingestellt.
Als Vorteil ergibt sich neben der direkten zahlen mässigen Anzeige der Feldstärke auch noch das Vor liegen digital verschlüsselter Werte (Ausgänge des Zäh lers 8), die in beliebiger Weise, beispielsweise zur Rege lung von Magnetfeldern, weiter verarbeitet werden kön nen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Kemresonanz-Magnetfeldmesser, dadurch gekenn zeichnet, dass zur direkten Feldstärkeanzeige ein elektro nischer Zähler vorgesehen ist, der von der am Magnet- feldmesser eingestellten Resonanzfrequenz angesteuert ist, während die Öffnungszeiten des Zählers durch eine zusätzliche Frequenz bestimmt sind, die entsprechend dem Proportionalitätsfaktor y/2a,der durch die jewei ligen Probenkerne gegebenen Präzessionsfrequenz ge wählt ist. UNTERANSPRUCH Magnetfeldmesser nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass dem Zähler, eine Torschaltung vorge schaltet ist, die von der Resonanzfrequenz und der mit tels eines Oszillators erzeugten, dem Proportionalitäts- faktor zugeordneten Frequenz angesteuert ist.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEL0051345 | 1965-08-10 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH439480A true CH439480A (de) | 1967-07-15 |
Family
ID=7273988
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH1093466A CH439480A (de) | 1965-08-10 | 1966-07-28 | Kernresonanz-Magnetfeldmesser |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH439480A (de) |
-
1966
- 1966-07-28 CH CH1093466A patent/CH439480A/de unknown
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