CH433558A - Verfahren zum Verbrennen von Müll - Google Patents
Verfahren zum Verbrennen von MüllInfo
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- CH433558A CH433558A CH1054464A CH1054464A CH433558A CH 433558 A CH433558 A CH 433558A CH 1054464 A CH1054464 A CH 1054464A CH 1054464 A CH1054464 A CH 1054464A CH 433558 A CH433558 A CH 433558A
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F23—COMBUSTION APPARATUS; COMBUSTION PROCESSES
- F23G—CREMATION FURNACES; CONSUMING WASTE PRODUCTS BY COMBUSTION
- F23G5/00—Incineration of waste; Incinerator constructions; Details, accessories or control therefor
- F23G5/02—Incineration of waste; Incinerator constructions; Details, accessories or control therefor with pretreatment
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C10—PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
- C10L—FUELS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; NATURAL GAS; SYNTHETIC NATURAL GAS OBTAINED BY PROCESSES NOT COVERED BY SUBCLASSES C10G OR C10K; LIQUIFIED PETROLEUM GAS; USE OF ADDITIVES TO FUELS OR FIRES; FIRE-LIGHTERS
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Description
Verfahren zum Verbrennen von Müll Die Beseitigung von Müll ist besonders für Gross- städte in den letzten Jahren zu einem grossen Problem geworden. Seit kurzer Zeit hat man begonnen, den Müll zu verbrennen, was aber durch seine verschiedenartige Zusammensetzung zu erheblichen Schwierigkeiten führt. Die Verbrennung soll hygienisch einwandfrei und ohne Geruchsbelästigung vor sich gehen. Die Verbren nungsrückstände wie Asche, Schlacke und Schrott, sol len immer in gleichmässiger Form entstehen.
Um eine Geruchsbelästigung zu vermeiden, sind Temperaturen von über 800 C nötig, weil in diesem Bereich - ge nau ab 750 C - die Rauchgase erst geruchlos wer den. Um ein Schmelzen der entstehenden Flugasche zu vermeiden, dürfen die Rauchgase nicht heisser als <B>1<I>000</I></B> C sein. Das Schmelzen ist deshalb unerwünscht, weil die Kesselrohre durch den Schmelzfluss verkrusten. Es ist bis heute noch nicht gelungen, diese Arbeits bedingungen einhalten zu können. Dadurch entstehen immer wieder Schwierigkeiten und Störungen, die den ohnedies schon unproduktiven Vorgang noch wei ter verteuern.
Bisher ist es auch nicht gelungen, eine gleichmässige Verbrennung in kontinuierlich arbeiten dem Betrieb zu erzielen, da selbst mit einer Vertrock- nung niemals ein für alle Teile gleichmässiger Trocken gehalt des Mülls erzielt werden kann. Eine weitere sehr erhebliche Schwierigkeit ist die Bildung von Säure wäh rend der Verbrennung, besonders durch den sehr gros sen Anteil der Kunststoffe im Müll. Durch die Säuren entstehen sehr erhebliche Korrosionen in den Verbren- nunganlagen.
Auf Grund zahlreicher Versuche mit verschieden- artigst zusammengesetztem Müll und mit maximalen Schwankungen im Trockengehalt ist ein Verfahren ge funden worden, das eine für alle Teile gleichmässige Verbrennung gewährleistet. Das Verfahren besteht ge- mäss der Erfindung darin, dass man dem Müll, gege benenfalls nach Vortrocknen, Lockern und Zerklei nern, kurz vor oder während der Verbrennung ein an- organisches Peroxyd, insbesondere Natriumperoxyd, zusetzt.
Der bei der Umsetzung aus dem Peroxyd frei werdende Sauerstoff beschleunigt und begünstigt die Verbrennung des Mülls so, dass wesentlich weniger un- verbrannte Reste zurückbleiben. Auch schwer ver brennbare Stoffe werden bei dem Verfahren der Er findung restlos oxydiert.
Die Zugabe des Peroxyds kann in Abhängigkeit von der in der Verbrennungszone gemessenen Temperatur geregelt werden. Steigt die Temperatur zu sehr, so kann die Zugabe des Peroxyds gedrosselt werden; sinkt sie, so kann die zusätzliche Menge erhöht werden.
Ein weiterer Vorteil des erfindungsgemässen Ver fahrens besteht darin, dass das Peroxyd insbesonde re das Natriumperoxyd, an sich eine trocknende Wir kung ausübt, und zwar durch Bindung der im Müll enthaltenen Feuchtigkeit.
Da die Aufnahme von Wasser durch das Peroxyd eine exotherme Umsetzung ist, kann hierbei gleichzeitig die Sauerstoffabgabe und die Ver brennung durch die Umsetzungswärme weiter gefördert werden. Darüber hinaus ist es in vielen Fällen möglich, auf ein sehr intensives Vortrocknen zu verzichten. Man kann an Hand des oben Gesagten die Zugabe des Pe roxyds auch in Abhängigkeit von dem Feuchtigkeits gehalt des Mülls regeln.
Das Verfahren der Erfindung bringt ferner den Vor teil mit sich, dass keine oder nur sehr geringe Men gen von Säuren in den Abgasen entstehen, da das Pe roxyd, insbesondere Natriumperoxyd bzw. das aus die sem gebildete Natriumcarbonat etwa entstehende Säuren zu nichtflüchtigen Salzen binden. Eine Korrosion der Anlage, insbesondere der Abgasleitung, wird durch das Verfahren der Erfindung verhindert oder weitgehend unterdrückt.
Das Verfahren der Erfindung wird vorteilhaft kon tinuierlich durchgeführt. Hierbei kann man das Pe roxyd, z. B. mit Hilfe einer Schnecke, mit einem Re gelgetriebe kontinuierlich zugeben. In einigen Fällen ist es angebracht, den Müll mit dem Peroxyd zu mi schen. In der Regel genügt es aber, wenn man das Pe roxyd auf den Müll aufstreut.
<I>Beispiel</I> Bei einer Müllverbrennungsanlage mit einer Tageslei stung von 100 t wurden 0,4 bis 0,8 % Natriumperoxyd, bezogen auf den Trockengehalt des Mülls, kurz vor dem Eingang in die Verbrennungszone zugegeben. Die Zu gabe wurde nach der Zusammensetzung des Mülls und dementsprechend nach der Verbrennung variiert. Im Vergleich zum Arbeiten ohne Natriumperoxyd verlief die Verbrennung vollkommen gleichmässig, der Anfall an urverbrannten Rückständen war wesentlich geringer und der Heizwert entsprechend höher.
Die Mengen regulierung von Peroxyd geschah mit einer Dosier schnecke, deren Geschwindigkeit über ein stufenloses Regelgetriebe geändert wurde. Mit dem Chemikalienzu- satz wurde der pH-Wert der Verbrennungsrückstände von 4,5 bis 6 auf 7 bis 8 erhöht, so dass keine Kor rosionen auftraten.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Verfahren zum Verbrennen von Müll, dadurch ge kennzeichnet, dass man dem Müll kurz vor oder wäh rend der Verbrennung ein anorganisches Peroxyd zu setzt. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass man die Menge des zugesetzten Peroxyds in Abhängigkeit von der Temperatur in der Verbren nungszone regelt. 2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass man die Menge des zugesetzten Peroxyds in Abhängigkeit von dem Feuchtigkeitsgehalt des Mülls regelt. 3. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass Natriumperoxyd verwendet wird.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1963D0042419 DE1241933B (de) | 1963-09-06 | 1963-09-06 | Verfahren zum Verbrennen von Muell |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH433558A true CH433558A (de) | 1967-04-15 |
Family
ID=7046833
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH1054464A CH433558A (de) | 1963-09-06 | 1964-08-12 | Verfahren zum Verbrennen von Müll |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH433558A (de) |
| DE (1) | DE1241933B (de) |
Family Cites Families (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE957255C (de) * | 1952-02-10 | 1957-01-31 | Babcock & Wilcox Dampfkessel W | Verfahren zur Verhinderung der Bildung fester Ansaetze an den feuergasseitigen Heizflaechen von Waermeaustauschern, insbesondere Dampferzeugern |
-
1963
- 1963-09-06 DE DE1963D0042419 patent/DE1241933B/de active Pending
-
1964
- 1964-08-12 CH CH1054464A patent/CH433558A/de unknown
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE1241933B (de) | 1967-06-08 |
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