Mehrfarbig lithographierte Schallplattenhülle
Die Erfindung bezieht sich auf eine mehrfarbig lithographierte Hülle für Schallplatten.
Aufgabe der Erfindung ist es, derartige Schallplattenhüllen so auszubilden, dass sie auf einfache, wirtschaftliche Weise ohne Fehldrucke herstellbar sind.
Gemäss der Erfindung wird diese Aufgabe dadurch gelöst, dass sie aus einer Pappkörper-Einheit besteht, die eine vordere Deckelplatte, eine hintere Deckelplatte, einen diese Deckelplatten in einem Stück verbindenden Abschluss-Rücken, sowie einen unteren und einen oberen Verschluss umfasst, die von einem Paar Klappen gebildet sind, welche von einer der Deckelplatten abstehen, wobei jede Klappe unter die Innenfläche der anderen Deckelplatte eingeschlagen und an dieser festgeklebt und auf dem Rücken ein Titel genau in Register aufgedruckt, sowie auf die vordere und die hintere Deckelplatte Bildmaterial direkt aufgedruckt ist.
Dabei ist es besonders günstig, wenn die Hülle aus einem Papperohling in einem Stück gebildet ist, der eine vordere Deckelplattenfläche, eine hintere Deckelplattenfläche, eine abschliessende Rückenfläche, welche die vordere Deckelplattenfläche von der hinteren trennt, sowie ein Paar aus den Seiten einer der Deckelplattenflächen herausstehender Klappen aufweist, wobei das Rohstück in richtigem Register zu den erwähnten Deckelplatten- und Rückenflächen mit Bild und Informationsmaterial bedruckt und ferner mit eingekerbten Faltlinien versehen ist, welche die Deckelplattenflächen, die Rückenflächen und die Klappen begrenzen.
Dadurch werden die Vorteile erzielt, dass die Hüllen von einfacher Konstruktion und sowohl auf der Vorderseite als auch auf der Rückseite mehrfarbig lithographiert und mit einer Glanzschicht überzogen sein können, wobei die Konstruktion sich auf automatischen Maschinen in preisgünstiger Mengenproduktion herstellen lässt, und zwar ohne die den bisherigen Hüllenkonstruktionen innewohnenden Unzulänglichkeiten und Fehldrucke; ferner schafft diese Konstruktion einen verbesserten Hüllenrücken, der sicherstellt, dass der Titel genau auf den Rücken passt.
Die Erfindung besteht demnach aus den Grundzügen der Konstruktion, der Kombination von Elementen und der Anordnung von Teilen. Diese Grundzüge werden in der im folgenden dargelegten Konstruktion an einem Beispiel erläutert.
In der Zeichnung ist ein Beispiel der Erfindung dargestellt. Dabei zeigen:
Fig. 1 eine perspektivische Ansicht der Schallplattenhülle mit Vorderseite und Rücken, mehrfarbig lithographiert,
Fig. 2 eine plane Ansicht der Aussenfläche eines Rohstückes, das mehrfarbig lithographiert, stempelgeschnitten und vor dem Falten eingekerbt ist,
Fig. 3 eine perspektivische Ansicht des in Fig. 2 gezeigten Rohstücks, wobei die Art und Weise der Faltung und der Klebversiegelung zur Fertigstellung der in Fig. 1 gezeigten Schallplattenhülle veranschaulicht ist,
Fig. 4 und 5 vergrösserte Schnitte entlang der Linien 4-4, bzw. 5-5 in Fig. 1,
Fig. 6 einen vergrösserten bruchstückhaften Schnitt entlang der Linie 6-6 in Fig. 2 mit der Einkerbung entlang des Rückens und
Fig.
7 einen stark vergrösserten bruchstückhaften Schnitt durch eine der Wände der Hülle, etwa entlang der Linie 7-7 in Fig. 1, und verdeutlicht die lithographische und die Oberzugsschicht.
In den Zeichnungen bedeutet 10 eine mehrfarbig lithographierte Schallplattenhülle. Zu ihr gehören eine vordere Deckelplatte 11, auf die im Steindruck verfahren ein mehrfarbiges Bild lla gedruckt ist, fer ner eine hintere Deckelplatte 12, auf die im Stein druckverfahren ein mehrfarbiger beschreibender oder werbender Text aufgedruckt ist, sowie ein Rücken
13, der einen Endverschluss bildet. Auf diesen Rük ken ist Register haltend ein Titel 13 a gedruckt. Fer ner gehört zur Hülle ein Paar Klappen 14, die aus der hinteren Deckelplatte 12 herausstehen und umgefal tet werden, damit sie obere und untere Seitenver schlüsse 15 bilden.
Die Hülle 10 kann hergestellt werden aus einem
27-Punkt (27-point) tonbestriehenen Pappbogen (nicht abgebildet), der gross genug ist, dass mehrere
Plattenhüllendesigns darauflithographiert werden können, wie z. B. sechs sich wiederholende Platten hüllendesigns, die in zwei Reihen von je drei Designs (je Reihe) angeordnet sind. Jedes Hüllendesign schliesst das Bild lla, den Text 1 2a und den Titel
13a in sich, die mehrfarbig direkt auf die tonbestri chene Oberfläche des Pappbogens auflithographiert werden, und der Bogen wird dann mit einer Schutz schicht aus Spirituslack 16 versehen. Die sich wie derholenden Hüllenzeichnungen werden dann ge schnitten und eingekerbt und bilden somit die Roh stücke B.
Wie aus den Fig. 2 und 6 ersichtlich ist, hat ein solches Rohstück B ein Paar parallel eingekerbter Faltlinien 13b, die den Rücken 13 begrenzen, und ein
Paar eingekerbter Faltlinien 14a, je eine zwischen jeder Klappe 14 und der hinteren Deckelplatte 12.
Eine zusätzliche Kerbung in Gestalt der Linien 14b kann auf den Klappen 14 angebracht werden, um das
Ankleben der Klappen 14 an die innere Oberfläche der vorderen Deckelplatte 11 zu erleichtern.
Die Klappen 14 können auch mit bogenförmigen, in der Mitte angebrachten Ausschnitten 14c versehen werden, um das richtige Einrasten der Schallplatte 10 zu erleichtern.
Der praktische Nutzen der Erfindung ist offen sichtlich. Nachdem die Pappbögen mit sich wiederholenden Hüllendesigns, wie oben beschrieben, mehrfarbig lithographiert worden sind, werden sie stempelgeschnitten und eingekerbt, so dass sie jeweils die in Fig. 2 zu sehenden einzelnen Rohstücke B er geben, und diese Rohstücke B besitzen Faltlinien
13b, die den Rücken 13 begrenzen, sowie Faltlinien
14a, welche die von der hinteren Deckelplatte 12 hervorstehenden Klappen 14 begrenzen.
Die Schallplattenhülle 10, die auf der vorderen Deckelplatte das Bild 11 a, auf der hinteren Dec.kelplatte den Text
12a, ferner den Hüllenrtlckentitel 13 a, alle in richti gem Register angeordnet, mehrfarbig lithographiert und zum Schutz mit Spirituslack überzogen, besitzt, kann jetzt auf einfache Weise zusammengefügt wer den, indem man Klebstoff A auf die Klappen 14 aufträgt, diese dann entlang der Faltlinien 14a unter die hintere Deckelplatte 12 einschlägt. Gleichzeitig wird das Rohstück B entlang der Faltlinien 1 3b gefalzt, so dass der vordere Deckel 11 und der hintere Deckel 12 genau aufeinanderpassen. Der verbindende Rükken 13 steht in rechtem Winkel dazu.
Schliesslich werden die Klappen 14 an der Innenfläche der vorderen Deckelplatte 11 festgeklebt, wie Fig. 3 es andeutet.
Wo eine Schallplattenhülle leichteren Gewichts gewünscht wird, erlaubt die Erfindung die Verwendung einer 20- oder 24-Punkt-Pappe anstelle der schwereren 27-Punkt-Pappe. Die Mehrfarbenlithographierung kann jedes wohlbekannte Vierfarbenverfahren sein.
Es lässt sich also erkennen, dass eine verbesserte mehrfarbig lithographierte Schallplattenhülle geboten wird, mit welcher die Ziele dieser Erfindung erreicht werden können, und welche gut in der Lage ist, die Bedingungen des praktischen Gebrauches zu erfüllen.
Es können im Rahmen der Erfindung verschiedene Änderungen an der oben dargelegten Gestaltung vorgenommen werden. Alle beschriebenen und in der beigefügten Zeichnung gezeigten Gegenstände sind veranschaulichend und nicht in einem einschränkenden Sinn zu verstehen.