CH415136A - Logische Binäreinheit und Verfahren zu ihrem Betrieb - Google Patents
Logische Binäreinheit und Verfahren zu ihrem BetriebInfo
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Description
Logische Binäreinheit und Verfahren zu ihrem Betrieb Die Erfindung bezieht sich auf eine mit strömen den Medien arbeitende logische Binäreinheit zur Ausführung von logischen Verknüpfungen zwischen Eingangsvariablen. Die Erfindung betrifft ferner ein Verfahren zum Betrieb dieser Binäreinheit, das es ermöglicht, durch Zu- und Abschalten von Hilfs- strömen die Art der von der Binäreinheit auszu führenden logischen Verknüpfung zu bestimmen.
Untersuchungen haben gezeigt, dass als Medien sowohl gasförmige als auch flüssige Stoffe in gleicher Weise geeignet sind. Die im folgenden gemachten Voraussetzungen und überlegungen gelten ganz all gemein für alle Stoffe deren Viskosität klein genug ist, um eine rasche Strömung zu gewährleisten.
Es sind bereits Anordnungen bekannt, die sich solcher strömender Medien zu Steuerzwecken bedie nen (USA-Patente Nrn. 2 408 603 und 2 408 705), ferner ist bereits von J. B. Greenwood ( The design and development of a fluid logic element , Diss. Mass. Inst. Tech. M. E. Dept. B.
S., May 1960) auf die Verwendbarkeit solcher Anordnungen für binür-logische Operationen in Rechenanlagen hin gewiesen worden.
Die Verwendung von strömenden Medien zur Ausführung logischer Operationen ist ganz beson ders vorteilhaft, da die dabei verwendeten Schalt kreise ohne bewegte Teile auskommen und praktisch keinem Verschleiss unterliegen, also eine unbegrenzte Lebensdauer haben.
Die vorbekannten Anordnungen sind jedoch auf die Ausführung nur einer einzigen, durch ihre Kon struktion vorbestimmte logische Operation be schränkt. Da aber z. B. -in Rechenanlagen grosser Kapazität eine sehr grosse Anzahl verschiedener logi scher Verknüpfungen herstellbar sein muss, würde das Bereitstellen eines Elementes für jede Ver- knüpfung zu überaus voluminösen, teuren und stör anfälligen Anlagen führen.
Zur Vermeidung dieser Nachteile werden mit der vorliegenden Erfindung zum Aufbau von Rechen- und Steueranlagen geeignete Binäreinheiten angege ben, die in einfacher Weise auf verschieden.. Ver- knüpfungscharakteristika umgesteuert werden kön nen.
Die Erfindung zielt daher auf die Schaffung einer binärlogischen Verknüpfungseinheit, die vermöge ihrer einfachen Umsteuerbarkeit vielseitig verwend bar ist.
Anhand der nachfolgenden Beschreibung und der beigefügten Zeichnungen sollen einige Ausführungs beispiele: der Erfindung nun näher erläutert werden. Zu den Zeichnungen: Fig. 1 ist eine Darstellung der Greenwoodschen Anordnung.
Fig. 2 ist ein schematische Darstellung eines binären Halbaddierwerkes.
Fig. 3 zeigt den Aufbau eines EXKLUSIV- ODER-Gliedes.
Fig. 4 ist eine Variante des EXKLUSIV-ODER- Gliedes nach Fig. 3.
Fig. 5 zeigt eine umschaltbare logische Binär einheit mit nachgeschaltetem Strahlverstärker.
Fig. 6 ist ein Schema der um eine Einheit erwei terten Anordnung nach Fig. 4.
Fig. 7 ist eine schematische Darstellung eines binären Volladdierwerkes.
Fig. 8 zeigt eine verbesserte Ausführungsform des Volladdierwerkes gemäss Fig. 7.
Fig. 9 zeigt eine Anordnung mit drei gekoppel ten Elementen.
Zur Erklärung der elementaren Funktionen der Grundelemente diene die von Greenwood angegebene Anordnung (Fig. 1): <I>X</I> und<I>Y</I> sind Eingangssignale in den in einer Ebene liegenden Leitungen 1 und 2. Am Treffpunkt beider Leitungen sind Düsen 3 und 4 angeordnet. <I>A, B</I> und C sind Auffangöffnungen zur Aufnahme der Ströme des Mediums in Abhängigkeit vom Vor handensein oder Fehlen der Eingangsgrössen X und Y.
Es ist ohne weiteres einzusehen, dass, falls nur X vorhanden ist, der aus der Düse 3 austretende Strahl ungehindert in die Auffangöffnung A eintre ten kann, während die Öffnungen B und C im Ruhe zustand bleiben. Umgekehrt, gilt das Gleiche für den Fall des ausschliesslichen Vorhandenseins von <I>Y,</I> wobei nur<I>B</I> eine Ausgangsgrösse aufweisen würde. Sind jedoch beide Eingangsgrössen<I>X</I> und<I>Y</I> gleichzeitig vorhanden, so ergibt sich ein resultieren der Strahl in der Richtung der Öffnung C.
Schreibt man diese Überlegung in der Ausdrucksweise der Booleschen Algebra an, so ergibt sich: <I>A = X Y</I> <I>B = X Y</I> <I>C = X Y</I> Leitet man nun noch die Ausgänge<I>A</I> und<I>B zu-</I> sammen, so ergibt sich das in Fig. 2 gezeigte Schema eines binären Halbaddierwerkes für das sich die obigen Booleschen Ausdrücke umformen in <I>C = X Y</I> welches ein UND-Glied darstellt und den übertrag des Halbaddierverkes bedeutet,
und AvB =XYvXY welches ein. EXKLUSIV-ODER-Glied darstellt und die Summe des Halb-Addierwerkes bedeutet.
Wie bereits erwähnt, haften derartigen Anord nungen jedoch einige Mängel an, die ihre praktische Brauchbarkeit in Frage stellen, z. B. sehen sie keine Verstärkung vor, um die in den Düsen und Leitun gen auftretenden Verluste auszugleichen; dadurch sind ihre Ausgangsgrössen nur zur Steuerung kleiner Betriebslasten geeignet.
Zur Vermeidung dieses Nachteils können kon stante Hilfsströme verwendet werden, deren Stärke die der Eingangsgrössen bei weitem übertreffen kann. Dadurch wird es möglich, mehrere in Reihe geschal tete logische Elemente zu betreiben.
Fig. 3 zeigt ein Beispiel eines mit zwei Eingän gen 5 und 6, einem Hilfskanal 7 sowie einer Auf fangöffnung 8 versehenen binären Elementes mit nachgeschalteten Strahlverstärker, das einen 'feil einer erfindungsgemässen Binäreinheit bilden kann.
t'7 ist ein kontinuierlich fliessender Hilfsstrom. <I>X</I> und<I>Y</I> sind wiederum die veränderlichen Eingangs- grössen. Für den Steuerstrom D in Leitung 9 gelten die Booleschen Gleichungen:
<I>D =</I> XYÜ <I>v</I> XYIJ <I>v</I> XYII <I>(1)</I> und D=XYÜvXYvXY <I>(2)</I> Der Strom D steuert einen sogenannten Strahl verstärker. Derartige Strahlverstärker sind bereits bekannt (vgl. den Artikel Fluid Computing Ele ments Open New Doors in Control in Control Engineering, May 1960, S. 26ff).);
es kann daher hier auf eine detaillierte Beschreibung ihrer Wir kungsweise verzichtet werden. Es sei lediglich er wähnt, dass ein starker, aus einer Düse austretender Strahl durch einen relativ sehr schwachen, seitlich einwirkenden Steuerstrom abgelenkt werden kann. Diese Anordnung arbeitet monostabil, das heisst, nach Abschalten des Steuerstroms nimmt der Strahl seine ursprüngliche Richtung wieder ein.
Am Ausgang 10 der Steuerleitung 9 trifft der Strom D auf einen aus einer Düse 11 austretenden freien Strahl F der so eingestellt ist, dass er, falls Gleichung (1) erfüllt ist, in den freien Raum 12 expandieren. kann; falls jedoch Gleichung (2) erfüllt ist (das heisst, falls kein Steuerstrom in der Leitung 9 vorhanden ist), lehnt sich der Strahl F an Wand 13 an und tritt in die Auffangöffnung 14 ein.
Deren Eingangsgrösse G ist damit die EXKLUSIV-ODER- Funktion der Eingangsgrössen <I>X</I> und<I>Y:</I> <I>G =</I> XY <I>v</I> XY Fig. 4 zeigt eine Anwendung des EXKLUSIV- ODER-Gliedes nach Fig. 3. Hier ist eine zentrale Auffangöffnung 15 mit einer Senke 16 ausgestattet, die das. Medium in den. freien Raum 17 ableitet. Leitungen 18 und 19 dienen zur Steuerung des freien Strahles H an ihren Ausgängen 20 und 21.
Für die Ströme 1 und K in den Leitungen 18 und 19 gelten damit die Beziehungen: <I>1 =</I> XY und K =<I>X Y</I> und für den in die Auffangöffnung 22 eintretenden Strahl L gilt die EXKLUSIV-ODER-Gleichung: L=XYvYY, wobei vorausgesetzt sein soll, dass der Strahl H bei gleichzeitigem Fehlen der Ströme 1 und K an der Wand 23 anliegt. Beim Ansetzen der Booleschen Ausdrücke fällt <I>U</I> heraus;
tatsächlich war U auch nur zu Verstärkungszwecken eingeführt worden.
In Fig. 5 ist eine aus drei Elementen zusammen gesetzte Binäreinheit dargestellt. An diesem Aus führungsbeispiel soll die durch die Erfindung ermög lichte Mehrfachausnutzung einer Binäreinheit durch einfaches Zu- und Abschalten eines oder mehrerer Hilfsströme erläutert werden.
In den Leitungen 24 und 25 in Element I fliessen die Eingangsvariablen<I>X</I> und<I>Y,</I> in Leitung 26 der konstante Strom L'. Falls eine solche Konstellation vorhanden ist, dass der resultierende Steuerstrom nicht in die Auffangöffnung 28 eintreten kann, wird er in den freien Raure 27 abgeleitet. Für den Strom M,
der in der Leitung 29 von Element II fliesst, gelten die folgenden Booleschen Beziehungen: <I>M =</I> XYU <I>v</I> XYÜ <I>v</I> XYU <I>(3)</I> und M=XYÜvXPvXY <I>(4)
</I> In Element 1I werden durch den Zufluss 30 eine dritte Variable Z und durch den Zufluss 31 ein zweiter Hilfsstrom V zugeführt. Bei geeigneter Kon- stellation tritt der resultierende Strahl N durch die Auffangöffnung 32<B>in</B> den Kanal 33 ein. Macht man den gleichen Ansatz wie oben für M, so gilt:
N=MVZvMZVvÜVZ7 oder <I>N =</I> MZ <I>v</I> MVZ <I>(5)</I> durch Einsetzen der Gleichungen (3) und (4) in (5) erhält man: <I>N =</I> (XYU <I>v</I> XYÜ <I>v</I> XYU)Z <I>v</I> (XYÜ <I>v</I> XYU <I>v</I> XYU <I>v</I> XYU <I>v</I> XYU)VZ was sich vereinfachen lässt zu:
<I>N =</I> XYZ <I>v</I> XY(ZU <I>v</I> ZUV) <I>v</I> VZ(Xy <I>v</I> XY) <I>(6)</I> Wie bereits erwähnt, lassen sich durch Zu- und Abschalten der Hilfsströme U und V verschiedene Verknüpfungscharakteristika einstellen; bei dem ge wählten Beispiel ergeben sich vier verschiedene Möglichkeiten: <I>1.
Fall:</I> <I>U = V = 0</I> Ni <I>=</I> XYZ Diese Gleichung bedeutet ein UND-Glied mit drei Eingängen und wird praktisch dargestellt durch zwei in Reihe geschaltete Elemente mit je zwei Ein gängen. Es ist ohne weiteres möglich, durch Reihen schaltung weiterer Elemente, UND-Glieder für eine höhere Anzahl von Variablen zu bauen.
<I>2. Fall.</I> - U = 0 : V = 1 N2 <I>=</I> XYZ <I>v</I> Z(XY <I>v</I> XY <I>v</I> XY) N2 <I>= X Y Z v Z X</I> YY Diese Gleichung hat für sich wieder zwei Lösun gen und repräsentiert eine durch Zu- oder Abschal ten von Z umsteuerbare Binäreinheit mit zwei Ein- gängen, und zwar ergibt sich mit Z = l:
N2 <I>= X Y,</I> ein UND-Glied für<I>X</I> und<I>Y,</I> und mit Z .= 0, N2 <I>= X Y,</I> also ein NAND-Glied. <I>3. Fall:</I> <I>U = 1 : V</I> .= <I>0</I> Ni=Z(XYvXY) Diese Gleichung stellt eine ÄQUIVALENZ Funktion dar (falls Z = 1).
<I>4. Fall:</I> <I>U = V = 1</I> N4 <I>= Z (X Y v X</I> Y) <I>v Z (X Y v X Y)</I> Hierbei handelt es sich um die Summenstelle eines vollständigen binären Addierwerkes, das heisst, ein Wert für N4 wird nur erhalten, wenn eine unge rade Anzahl von Eingangsgrössen vorhanden ist. Das.
Glied ist umsteuerbar und invertiert, denn mit Z = 0 ist<I>N4</I> die EXKLUSIV-ODER-Funktion von<I>X</I> und Y: N4 <I>=</I> XY <I>v X Y,</I> und mit Z = 1 die ÄQUIVALENZ-Funktion:
N4 <I>=</I> XY <I>v</I> XY Als drittes Element der in Fig. 5 dargestellten Binäreinheit ist ein Strahlverstärker vorgesehen, der die Aufgabe hat, die in den Leitungen und Düsen auftretenden Verluste auszugleichen und die Aus gangsgrösse vom Vorhandensein bzw. Fehlen der Hilfsströme unabhängig zu machen.
Kanal 33 ist an seinem in Strömungsrichtung gelegenen, Ende mit einer Düse 34 versehen, die einen aus einer Zuflussöffnung 35 zufliessenden und durch eine Düse 36 austretenden freien Strahl O steuert. Strahl O ist so eingestellt, dass er sich bei Fehlen des Steuerstroms N an die Wand 37 anlehnt und in den freien Raum 38 expandiert. Durch den Steuerstrom N wird der freie Strahl O veranlasst, sich von Wand 37 zu lösen und in die Auffang öffnung 39 einzutreten.
Eine innvertierte Ausgangsgrösse wird erhalten, wenn die Auffangöffnung 39 am obern Ende der Wand 37 angeordnet wirrt. Dann tritt nämlich der Strahl O in .die Auffangöffnung 39 ein, wenn der Steuerstrom N nicht vorhanden ist.
Es hat sich in der Praxis als zweckmässig erwie sen, zu Stabilisierungs- und Anpassungszwecken einen gewissen Teil des durch den Zufluss 35 einströ menden Mediums dem Steuerstrom in Kanal 33 zu zufügen. Zu diesem Zweck ist eine Anzapfung 40 vorgesehen, deren in den Kanal 33 einmündender Ausgang 41 durch einen verstellbaren Kegel 42 mehr oder weniger verschlossen werden kann.
Nachdem an dem einfachen Beispiel der Fig. 5 die Funktion einer umschaltbaren Binäreinheit im einzelnen erläutert worden ist, sollen im folgenden einige weitere Ausführungsformen der Erfindung besprochen werden, ohne jedoch auf Detailfragen einzugehen.
Wie bereits angedeutet, lässt sich eine Vielzahl von logischen Binäreinheiten mit den glei chen Grundelementen aufbauen, wobei jeweils nur die Verbindungen zwischen den einzelnen Elementen in geeigneter Weise zu wählen sind. Dadurch kann die Anzahl der verschiedenen, z. B. für eine grössere Rechenanlage benötigten Ein zelteile stark reduziert werden. Gleichzeitig damit sinken natürlich auch die Werkzeug- und Prüfmittel kosten.
In Fig. 6 ist die in Fig. 4 gezeigte Anordnung, um ein Element (entsprechend dem Element II in Fig. 5) erweitert, dargestellt. Für die Ausgangsgrösse 1 v K ergibt sich: IvK=Z(XYvXYvXYÜ)vZ(XYvXYU) <I>(7)</I> Im Laufe der Rechnung ist V vollständig heraus gefallen, das heisst, die Ausgangsgrösse ist von V un- abhängig. Bei der praktischen Ausführung einer solchen Binäreinheit empfiehlt es sich jedoch, V zu Verstärkungszwecken beizubehalten.
Im übrigen zeigt Gleichung (7) eine umsteuer bare Binäreinheit. Mit U = 1 und für Z = 1 <I>1 v K =</I> XY <I>v</I> XY ist es ein EXKLUSIVODER Glied und für Z = 0 <I>I v K =</I> XY <I>v</I> X7 ein ÄQUIVALENZ-Glied. Mit U = 0 ergeben sich ein UND-Glied für Z = 0 <I>I v K =</I> XY beziehungsweise ein NICHT-UND-Glied für Z = 1 IvK=XY Eine interessante
Funktion ergibt sich, wenn man U = Z macht: <I>I v K =</I> Z(XY <I>v</I> XE) v ZXY Es handelt sich hierbei um eine Binäreinheit, die mit Hilfe von Z von der EXKLUSIV-ODER-Funk- tion auf die UND-Funktion umgeschaltet werden kann.
Natürlich kann man auch bewusst auf die Mög lichkeit des Umsteuerns verzichten und sich auf ein bestimmtes Verknüpfungscharakteristikum bei einer Binäreinheit festlegen.
Fig. 7 zeigt ein aus zwei, durch ODER-Glieder gekoppelten Greenwoodschen Halbaddierwerken auf gebautes binäres Volladdierwerk. Element I ist ein Drei-Eingang-Element, wobei jedoch V = 0 sein soll. Mit 43 ist eine Senke bezeichnet, in, die der Strahl P eingeleitet wird.
<I>P = X Y</I> ist die UND-Funktion des Elementes I. In ODER Glied 44 (Element II) gilt die EXKLU- SIV-ODER-Funktion <I>Q =</I> XY <I>v</I> XY Element III ist wiederum ein Drei-Eingang- Element (mit V = 0).
Seine Senke 45 liefert die UND-Funktion <I>R =</I> QZ <I>=</I> Z(XY <I>v</I> XY) Leitet man Senken 43 und 45 in einem (nicht gezeigten) ODER-Glied zusammen, ergibt sich der übertrag des Voll'addierwerkes zu:
<I>P v R =</I> XY <I>v</I> Z(XY <I>v</I> XY) Die an den seitlichen Ausgängen von Element III auftretenden Ströme<I>S</I> und<I>T</I> werden in einem ODER Glied 46 zusammengeführt und liefern mit <I>S V T = Z (X<B>Y</B> v X Y) V Z (X Y V<B>X</B></I> Y) die Summenstelle des Volladdierwerkes.
In der Praxis hat sich jedoch ergeben, dass an den ODER-Gliedern 44 und 46 beträchtliche Ver luste auftreten, die die zuverlässige Arbeitsfähigkeit der Anordnung in Frage stellen können. In Fig. 8 ist eine verbesserte Ausführungsform des Volladdier- werkes nach Fig. 7 dargestellt, die genau die gleichen logischen Verknüpfungen herzustellen gestattet wie jene.
Zwei Drei-Eingang-Elemente ersetzen das ODER- Glied 44 und das zweite Halbaddierwerk. Man könnte auch sagen, dass mit 47 bezeichnete Element sei ein verstärkendes, ODER-Glied. Element 48 lie fert, ohne eines weiteren ODER-Gliedes zu bedür fen, die Summenstelle des Addierwerkes.
Element 48 kann auch ohne Verstärkung be trieben werden (V = 0), nur ist dann zu beachten, dass die Ausgangsgrösse invertiert ist. Das ist jedoch weiter kein Nachteil, da eine Kompensation im nächsten Element ohne weiteres möglich ist.
Ein Beispiel für drei gekoppelte Elemente ist in Fig. 9 gezeigt. Die Eingangsgrössen X und Y wer den gleichzeitig zwei gleichen Elementen zugeführt.
Diese Elemente werden ausserdem mit den Hilfs strömen<I>U</I> und<I>V</I> gespeist. Die zentralen Ausgangs grössen<I>A</I> und<I>B</I> werden den seitlichen Eingängen 49 und 50 eines weiteren Drei-Eingang-Elementes zugeführt. Ein Hilfsstrom W wird dem zentralen Eingang dieses Elementes zugeführt.
Mit diesen Vor- aussetzungen ergeben sich die folgenden Gleichungen für die Ausgangsgrössen: <I>A =</I> XY <I>v</I> UXY <I>B =</I> XY <I>v V</I> XY <I>C = AB v</I> WÄB XY <I>v</I> UVXY <I>v</I> W(XY <I>v</I> XY <I>v</I> <I>Ü V X Y) (8)</I> Gleichung (8) lässt erkennen, dass sich durch Zu- oder Abschalten der Hilfsströme <I>U,
V</I> und<I>W</I> wiederum vier verschiedene logische Verknüpfungen herstellen lassen.
<I>1. Fall:</I> <I>U = V = W</I> = 0 und auch U = W = 0; V = 1, oder <I>V = W = 0; U = 1</I> <I>C = X Y,</I> ein UND-Glied. <I>2. Fall:</I> <I>U = V = 0; W = 1</I> <I>C =</I> XY <I>v</I> W(XY <I>v</I> XY <I>v</I> XY) <I>=</I> XY <I>v</I> W(X <I>v Y)</I> Hier liegt entweder ein UND-Glied vor, oder man erhält einen. konstanten Ausgangsstrom, je nachdem ob W gleich Null oder Eins ist.
<I>3. Fall:</I> <I>U = W =</I> 1; V = 0 oder <I>V = W = 1; U = 0</I> <I>C =</I> XY <I>v</I> W(XY <I>v</I> XY) Bei dieser Verknüpfung handelt es sich um den übertrag des binären Volladdierwerkes, Die Aus gangsgrösse C ist nur vorhanden, wenn wenigstens zwei Eingangsgrössen eingespeist werden.
<I>4. Fall:</I> <I>U = V = 1</I> C=XYvXYvW(XYvXY) Diese Gleichung lässt sich auch in der übersicht- licheren Form C<I>= P v W P</I> schreiben. Man erkennt sofort, dass ein ÄQUIVALENZ-Glied vorliegt, falls <I>W =</I> 0 ist. Mit<I>W =</I> 1 erhält man einen konstanten Strom.
Untersucht man nun noch die in einem (nicht dargestellten) ODER-Glied zusammengeführten seit lichen Ausgänge E und D, so ergibt sich die Glei chung <I>D v E = AB v AB</I> = <B>x</B> (U P v Ü V) Diese Gleichung repräsentiert eine durch X und Y inhibierte EXKLUSIV-ODER-Verknüpfung für U und V, das heisst, ein Ausgangsstrom ist nur vor handen, falls<I>X</I> und<I>Y</I> gleichzeitig fehlen und<I>U</I> ungleich V ist.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH I Mit strömenden Medien arbeitende Binäreinheit zur Ausführung von logischen Verknüpfungen zwi- sehen Eingangsvariablen, dadurch gekennzeichnet, dass sie aus mehreren Grundelementen, die logische Operationen ausführen können, zusammengeschaltet ist und mindestens zwei Eingänge für die zu ver knüpfenden Eingangsvariablen (X, Y) und min destens einen Eingang für einen Hilfsstrom (z. B. <I>U, V)</I> aufweist. UNTERANSPRÜCHE 1. Binäreinheit nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass zum Ausgleich der in den Düsen und Leitungen auftretenden Verluste Strahl verstärker verwendet sind.z. Binäreinheit nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Strahlverstärker einen vom Zufluss des Strahlmediums ausgehenden, einstellbaren und in den Steuerstrom einmündenden Stabilisie- rungsstrom aufweisen. 3.Binäreinheit nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zwei Elemente mit je zwei seit lichen Eingängen und einem zentralen Eingang der art in Reihe geschaltet sind (Fig. 5), dass der Aus gang (28) des ersten, Elementes (1) mit einem seit-. liehen Eingang (29) des nachgeschalteten.Elementes (II) verbunden ist, das Ganze derart, dass, wenn die seitlichen Eingänge (24, 25) des ersten Elementes mit einer ersten (X) bzw. einer zweiten (Y) Ein gangsvariablen und sein, zentraler Eingang (26) mit einem ersten Hilfsstrom (U) gespeist werden, und der zweite) seitliche Eingang (30) des nachgeschal teten Elementes (1I) mit einer dritten Eingangs- variablen (Z) und sein zentraler Eingang (31) mit einem zweiten Hilfsstrom (V) verbunden wird,sich am zentralen Ausgang (32) des nachgeschalteten Elementes (II) durch Zu- und Abschalten der Hilfs- ströme (U, V) sechs verschiedene logische Verknüp fungen in bezug auf die Eingangsvariablen <I>(X, Y, Z)</I> herstellen lassen. 4.Binäreinheit nach Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass sich bei Vorhandensein des dem ersten Drei-Eingang-Element (1) zugeführten Hilfs- stromes (U), bei gleichzeitigem Fehlen des zweiten Hilfsstromes (V), eine UND-Verknüpfung, und beim Fehlen des genannten Hilfsstromes (U) eine ÄQUI- VALENZ-Verknüpfung herstellen lässt. 5.Binäreinheit nach Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass sie bei Vorhandensein des zwei ten Hilfsstromes. (V) vier verschiedene logische Ver knüpfungen ausführt, und zwar, falls der erste Hilfs strom (U) gleich Null ist, eine durch die dritte Ein gangsvariable (Z) umsteuerbare UND- bzw.NAND- Verknüpfung, und falls der erste Hilfsstrom gleich Eins ist, eine durch die dritte Eingangsvariable (Z) umsteuerbare EXKLUSIVODER- bzw. ÄQUIVA- LENZ-Verknüpfung für die ersten beiden Eingangs variablen (X, Y).6. Binäreinheit nach Patentanspruch 1, gekenn- zeichnet durch eine Reihenschaltung (Fig. 6), be stehend aus einem ersten Drei-Eingang-Element mit zwei seitlichen Eingängen (X, Y) und einem zentra- Ien Eingang (U) sowie einem zentralen Ausgang, an den einer (M) der beiden seitlichen Eingänge (M, Z)eines zweiten Drei-Eingang-Elementes ange schlossen ist, das ausserdem noch einen zentralen Eingang (V) sowie zwei seitliche Ausgänge (l, K) aufweist, die in einem ODER-Glied (1 v K) vereinigt sind, das Ganze derart, dass, wenn die seitlichen Eingänge des ersten Elementes mit einer erstere (X) und einer zweiten (Y) Eingangsvariablen und sein zentraler Eingang mit einem ersten Hilfsstrom (U) gespeist werden, und der andere der seitlichen Ein gänge des zweiten Elementes mit einer dritten Ein gangsvariablen (Z) gespeist wird,durch Zu- und Abschalten des ersten Hilfsstromes (U) am Ausgang des ODER-Gliedes (I v K) in Abhängigkeit vom Momentanwert der dritten. Eingangsvariablen (Z) je- weils zwei verschiedene logische Verknüpfungen in bezug auf die ersten beiden Eingangsvariablen (X und Y) herstellbar sind.7. Binäreinheit nach Unteranspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass bei Vorhandensein der dritten Eingangsvariablen (Z) durch den ersten Hilfsstrom (U) eine EXKLUSIVODER- und eine NAND-Ver- knüpfung herstellbar sind. B. Binäreinheit nach Unteranspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass bei Fehlen der dritten Eingangs variablen (Z) durch den ersten Hilfsstrom (U) eine UND- und eine ÄQUIVALENZ-Verknüpfung her stellbar sind.9. Binäreinheit nach Patentanspruch 1, gekenn zeichnet durch drei Drei-Eingang-Elemente, die so in Reihe geschaltet sind (Fig. 8), dass die seitlichen Ausgänge des ersten Elementes an die seitlichen Ein gänge des zweiten Elementes (47) und der zentrale Ausgang des zweiten Elementes (47) an einen seit lichen Eingang des dritten Elementes (48) ange schlossen sind, wobei, wenn die seitlichen Eingänge des ersten Elementes mit einer ersten (X) und einer zweiten (Y)Eingangsvariablen und der zweite seit liche Eingang des dritten Elementes (48) mit einer dritten Eingangsvariablen (Z) verbunden sind, und wenn ferner die zentralen Eingänge mit je einem Hilfsstrom <I>(U, W</I> bzw.V) verbunden sind, das Ganze derart arbeitet, dass bei Fehlen des ersten Hilfsstromes (U) und Vorhandensein des zweiten (W) und dritten (V) Hilfsstromes die logische Ver- knüpfung die eines binären Volladdierwerkes ist, in dem der zentrale Ausgang des ersten Elementes (P) und der dem Eingang der dritten Eingangsvariablen (Z) diametral gegenüberliegende seitliche Ausgang (R) des dritten Elementes (48) in einem ODER- Glied zusammenfasst,den ÜBERTRAG und der zentrale Ausgang des dritten Elementes (S v<B>73</B> die SUMME des Addierwerkes bilden. 10. Binäreinheit nach Patentanspruch I, wobei zwei Drei-Eingang-Elemente parallel mit den seit lichen Eingängen (49, 50) eines dritten Drei-Eingang- Elementes in Reihe geschaltet sind (Fig. 9), wobei, wenn die beiden Eingangsvariablen<I>(X,</I> Y) gleich zeitig den seitlichen Eingängen. der beiden parallel geschalteten Drei-Eingang-Elemente zugeführt wer den, und wenn deren Zentraleingänge mit einem ersten (U) bzw.einem zweiten (V) Hilfsstrom und der zentrale Eingang des dritten Elementes von einem dritten Hilfsstrom (W) gespeist wird, das Ganze derart arbeitet, dass sich durch Zu- und Ab schalten der Hilfsströme die logischen Verknüpfun gen, UND, ÄQUIVALENZ sowie üBERTRAG eines Volladdierwerkes darstellen lassen. PATENTANSPRUCH Il Verfahren zum Betrieb einer logischen Binär einheit nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeich net, dass die Art der von der Binäreinheit auszu führenden logischen Verknüpfung der Eingangs variablen durch Zu- und Abschalten mindestens eines Hilfsstromes eingestellt wird.UNTERANSPRÜCHE 11. Verfahren nach Patentanspruch I1, dadurch gekennzeichnet, dass als strömende Medien Flüssig keiten verwendet werden. 12. Verfahren nach Patentanspruch 1I, dadurch gekennzeichnet, dass als strömende Medien Gase verwendet werden. 13. Verfahren nach Patentanspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Einspeisung der Hilfsströme jeweils an einem zentralen Eingang der Grund einheiten vorgenommen wird.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH1008962A CH415136A (de) | 1962-08-24 | 1962-08-24 | Logische Binäreinheit und Verfahren zu ihrem Betrieb |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH1008962A CH415136A (de) | 1962-08-24 | 1962-08-24 | Logische Binäreinheit und Verfahren zu ihrem Betrieb |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH415136A true CH415136A (de) | 1966-06-15 |
Family
ID=4359204
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH1008962A CH415136A (de) | 1962-08-24 | 1962-08-24 | Logische Binäreinheit und Verfahren zu ihrem Betrieb |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH415136A (de) |
-
1962
- 1962-08-24 CH CH1008962A patent/CH415136A/de unknown
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