CH409583A - Einrichtung für eine Korrektion der Änderung des Werkzeughalbmessers oder für eine Einstellung der Äquidistante der Bahn des Werkzeugmittelpunktes bei numerisch gesteuerten Werkzeugmaschinen mit allgemeinem Zyklus - Google Patents
Einrichtung für eine Korrektion der Änderung des Werkzeughalbmessers oder für eine Einstellung der Äquidistante der Bahn des Werkzeugmittelpunktes bei numerisch gesteuerten Werkzeugmaschinen mit allgemeinem ZyklusInfo
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Description
Einrichtung für eine Korrektion der Änderung des Werkzeughalbmessers oder für eine Einstellung der Äquidistante der Bahn des Werkzeugmittelpunktes bei numerisch gesteuerten Werkzeugmaschinen mit allgemeinem Zyklus Beim Bearbeiten an numerisch gesteuerten Werk zeugmaschinen, namentlich beim Fräsen von ge krümmten Oberflächen ist es erforderlich, das Arbeitsprogramm auf einem Lochband oder einem Magnetband so zu erfassen, dass es die Bahn der Mitte des Werkzeuges angibt.
Diese Bahn ist bei einer Bewegung in einer ebenen Fläche die Äquidi- stante der bearbeiteten Oberfläche, die von ihr um den Halbmesser r des Werkzeuges entfernt ist. Der aktive Halbmesser des Werkzeuges ist jedoch nicht konstant, sondern ändert sich namentlich durch Ab nützung und Schleifen des Werkzeuges, aber auch zum Beispiel durch exzentrisches Einspannen, durch Unterschneiden und durch Abdrücken.
Dadurch entsteht der unerwünschte Zustand, dass die Abmessungen und Form des Werkstückes sich von den vorausgesetzten Abmessungen und Formen unterscheidet und falls der Unterschied das tolerierte Abmass überschreitet, ist es nötig, ein neues Bewe gungsprogramm der Bahn des Werkzeuges auszu arbeiten und zu verwirklichen, die mit der ursprüng lichen äquidistant und um die erforderliche Korrek- tion des Werkzeughalbmessers Ar entfernt ist.
Das Ausarbeiten eines neuen Programms ist ziemlich umständlich, und es wurden schon Geräte vorgeschlagen, die eine selbsttätige Korrektion er lauben, d. h. sie ermöglichen ein Bearbeiten mit einem Werkzeug von anderem Halbmesser, als mit welchem bei der Aufstellung des Programms ge rechnet wurde.
Diese Einrichtungen beruhen auf dem elektro nischen Prinzip und sind sehr kompliziert, da sie Schaltungskreise besitzen müssen, die verschiedene mathematische Operationen ausführen. Die erfindungsgemässe Einrichtung löst diese Aufgabe auf verhältnismässig einfache Weise da durch, dass zur Ermittlung der Richtung der Werk zeugbewegung eine Kugel vorm. Besehen ist, die durch Rollen in zwei um 90 versetzten Punkten mit den Geschwindigkeitskomponenten in zwei Richtungen proportionalen Geschwindigkeiten bewegt wird,
so wie eine Schlepprolle zur Feststellung der Richtung der Vektorsumme beider Geschwindigkeiten, welche die Kugel in einem gegenüber den beiden Berüh rungspunkten der Antriebsrollen um 90 versetzten Punkt berührt und an einem Arm einer einen Kurbel zapfen tragenden Welle angeordnet ist, der einen Kreuzsupport betätigt, der zwei durchsichtige Gitter besitzt mit gegenseitig senkrechter Richtung der Risse, welche der Zerlegung der Zapfenbewegung in zwei gegeneinander senkrechten Richtungen dienen, und dass Lichtquellen und Lichtzellen vorgesehen sind,
in welchen Impulse mit einer Zahl proportional der Verstellung des Zapfens in Richtung der betreffenden Achse entstehen, welche Impulse für die zusätzliche Bewegung des Tisches der Werkzeugmaschine aus genützt werden.
Die grundlegendsten Operationen können somit mechanisch ausgeführt werden. Die Einrichtung kann bevorzugt für die Korrektion bei einer Änderung des Werkzeughalbmessers, die aus den oben erwähnten Gründen erforderlich ist, verwendet werden, sie kann aber auch eine Aquidistante der Bahn des Mittel punktes des Werkzeuges festlegen, falls die Ober fläche des Gegenstandes direkt programmiert ist. Auf diese Weise können wesentliche Ersparnisse an Zeit bei der Ausarbeitung des Programms an Werk zeugmaschinen erzielt werden. In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemässen Einrichtung dargestellt.
Es zei gen: Fig. 1 einen Umriss eines bearbeiteten Gegen standes, wobei eine Äquidistante der Bahn der Werk zeugmitte und die korrigierte Äquidistante für einen geänderten Werkzeughalbmesser dargestellt ist, Fig. 2 einen schematischen Aufriss der Einrich tung in ihrer grundlegenden Ausführung, Fig. 2a einen Grundriss des Antriebes der Ein richtung gemäss Fig. 2, Fig. 2b einen Grundriss der Einrichtung gemäss Fig. 2 nach Abnahme des Antriebes,
Fig. 2c das Zerlegen des Geschwindigkeitsvektors des Scheitelpunktes 11 der Kugel 4 und Fig. 3 das Zerlegen der Änderung des Halb messers<I>Ar</I> in die Komponenten 4x, 4y.
In Fig. 1 ist durch eine volle Linie 1 der Umriss des gefrästen Gegenstandes dargestellt, mit Nummer 2 ist die Äquidistante der Bahn des Werkzeugmittel punktes bezeichnet (strichliert), mit Nummer 3 die Bahn des Werkzeugmittelpunktes bei dessen um<I>Ar</I> verringertem Halbmesser.
In Fig. 2 bis 2b ist die Anordnung schematisch in einer grundlegenden Ausführung gezeichnet; eine Kugel 4 liegt auf einer Rolle 5 auf und stützt sich, bzw. wird angetrieben durch Rollen 6, 7, 8, 9, die am Kugelumfang um 90 gegenseitig versetzt sind. Die Rolle 6 dreht sich gleichsinnig mit der Bewegung des Tisches der Fräsmaschine in Richtung x in einem gewissen Verhältnis, zum Beispiel in einem derartigen, wobei die Umfangsgeschwindigkeit der Rolle zehnmal höher ist als die Geschwindigkeit des Maschinentisches in Richtung x. Ähnlich besitzt die Rolle 8 eine gleichsinnige Bewegung, die in gleichem Verhältnis erhöht ist, wie die Maschinentischbewe- gung in Richtung y.
Die Verbindung der Rollen 6 und 8 mit den Mechanismen der Maschine ist auf eine bekannte Weise ausgeführt, zum Beispiel mittels einer bieg samen Welle oder mittels einer sogenannten elektri schen Welle, oder sie werden durch eigene Servo- antriebe angetrieben, die durch dieselben elektrischen Signale gesteuert werden, welche die Bewegung des Maschinentisches steuern. Die Rollen 7 und 9 sind Andrückrollen und werden durch Federn angedrückt. Auf diese Weise macht jeder Kugelpunkt gleichzeitig zwei Rotationsbewegungen um zwei gegeneinander senkrechte Achsen. Die resultierende Bewegung ist immer eine Rotation um eine in der waagrechten Ebene liegende Achse.
Im höchsten Punkt 10 der Kugel und im niedrigsten Punkt 11 ist deshalb die Oberflächengeschwindigkeit der Kugel den Geschwin digkeiten V. und V9 des Maschinentisches propor tional; beide diese Geschwindigkeitskomponenten wer den als Vektoren addiert und die Oberflächengeschwin- digkeit in den Punkten 10 und 11 hat gegenüber den Achsen X', Y' die Richtung der resultierenden Geschwindigkeit des Werkzeuges gegenüber den Achsen<I>X, Y</I> des Werkstückes.
Die Geschwindig- keitsrichtung im Punkt 11 wird durch eine Schlepp rolle 5 festgestellt, die in einer Gabel 12 auf der Welle 13 befestigt ist, welche mittels der Gabel 12 immer in Richtung der resultierenden Geschwindig keit des Punktes 11 verdreht wird.
Am unteren Ende der Welle 13 ist eine Kurbel 14 befestigt, mit einem Kurbelzapfen 15 mit ein stellbarer Exzentrizität, zum Beispiel mittels einer mikrometrischen Schraube. Der Kurbelzapfen 15 be wegt den Längstisch 16 des Kreuzsupportes; der untere Tisch dieses Supportes ist mit 17 bezeichnet. Im Längstisch 16 sind zwei mit durchsichtigen (zum Beispiel gläsernen) Platten verdeckte Fenster, die mit Gittern versehen sind, und zwar bei der Platte 18 in Richtung<I>Y</I> und bei der Platte 19 in Richtung<I>X</I> (siehe Fig. 2b).
Falls wir oberhalb der Platten Licht quellen 20, 20' anordnen und unterhalb zwei un bewegliche Lichtzellen 21, 21', die durch Gitter 22, 22' gleicher Weite und Richtung wie in den Fenstern oberhalb der Lichtzellen verdeckt sind, wird der durch die Lichtzellen führende Strom davon abhängig sein, ob sich die Linien beider Gitter verdecken und Licht durchlassen oder ob die Linien eines Gitters die Lücken des zweiten Gitters verdecken und so den Lichtdurchgang verhüten.
Während der Bewegung des Längstisches 16 geben die Lichtzellen einen pulsierenden Strom, wo bei die Zahl der Impulse durch die Grösse des Weges des Tisches in der betreffenden Richtung <I>X', Y'</I> gegeben ist, dividiert durch die Gitterweite. Falls wir vor jedes Gitter wenigstens zwei Licht zellen anordnen, deren Gitter 22 gegeneinander um einen Teil der Gitterweite versetzt sind, entstehen in den Lichtzellen pulsierende Ströme mit Phasenver schiebung, was beim weiteren Steuern in an sich be kannter Weise zur Feststellung der Richtung der Bewegung ausgenützt werden kann.
Falls sich der Zapfen 15 schräg gegenüber den Achsen<I>X'</I> und<I>Y'</I> verschiebt, entspricht die Impulszahl der Lichtzelle 21 unter dem Gitter 18 der Bewegungskomponente in Richtung x' und bei der Lichtzelle 21' unter dem Gitter 19 der Bewegung in Richtung Y'.
In Fig. 3 ist dargestellt, dass falls wir die Bahn 2 um den Wert Ar korrigieren wollen, wie in jedem Punkt der vorbeanschlagten Lage des Mittelpunktes des Werkzeuges eine Korrektion 4x und 4y beifügen müssen, die die Projektionen von dr in Richtung der Achsen<I>X</I> und<I>Y</I> vorstellen.
Falls von Hand die Exzentrizität der Zapfens 15 um den Wert<I>n Ar</I> eingestellt wird (n ist ein Koeffizient der Vergrösse- rung, das ist das Verhältnis zwischen der Grösse der Exzentrizität des Zapfens 15 und des korrigierten Wertes<I>Ar</I> und ist gleich dem Verhältnis der Gitter entfernungen am Tisch 16 und der Gitterentfernungen des Abmesssystems der Maschine), dann werden bei jedem Verdrehen der Gabel 12, das ist bei jeder Änderung der Bewegungsrichtung des Werkzeuges, die Lichtzellen eine Impulszahl geben,
die dem nöti gen zusätzlichen Verstellen des Werkzeugmittelpunk tes derart entspricht damit dieser die korrigierte Äquidistante beschreibt. Es ist deshalb nötig, dass die in den Lichtzellen entstehenden Impulse ein zu sätzliches Verstellen des Tisches der Fräsmaschine verursachen. Das wird auf bekannte Art zum Bei spiel derart erzielt, dass die Korrektionsimpulse zu den Hauptstieuerimpulsen einer nummerngesteuerten Maschine beigefügt werden. So korrigiert die Ma schine selbsttätige Fehler bis zum weiteren Ein stellen auf einen neuen Werkzeugdurchmesser.
Die beschriebene Anordnung spricht auf Rich tungsänderungen des Werkzeuges mit einer gewissen Verspätung an, so dass das Werkzeug nicht genau die gewünschte Bahn verfolgt. Wie Berechnungen und Versuche bestätigt haben, können diese Ab weichungen in den meisten Fällen vernachlässigt werden und sie haben die Eigenschaft, dass sie sich nicht addieren.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Einrichtung für eine Korrektion der Änderung des Werkzeughalbmessers oder für eine Einstellung der Äquidistante der Bahn des Werkzeugmittelpunk tes bei numerisch gesteuerten Werkzeugmaschinen mit allgemeinem Zyklus, dadurch gekennzeichnet, dass zur Ermittlung der Richtung der Werkzeug bewegung eine Kugel (4) vorgesehen ist, die durch Rollen (6, 8) in zwei um 90 versetzten Punkten mit den Geschwindigkeitskomponenten in zwei Richtun gen<I>(X,</I> Y) proportionalen Geschwindigkeiten be wegt wird, sowie eine Schlepprolle (5) zur Fest stellung der Richtung der Vektorsumme beider Ge schwindigkeiten,welche die Kugel in einem gegen über den beiden Berührungspunkten der Antriebs rollen (6, 8) um 90 versetzten Punkt (11) berührt und an einem Arm einer einen Kurbelzapfen (15) tragenden Welle (13) angeordnet ist, der einen Kreuz support betätigt, der zwei durchsichtige Gitter (18, 19) besitzt mit gegenseitig senkrechter Richtung der Risse, welche der Zerlegung der Zapfenbewegung in zwei gegeneinander senkrechten Richtungen dienen, und dass Lichtquellen und Lichtzellen vorgesehen sind, in welchen Impulse mit einer Zahl proportional der Verstellung des Zapfens (15) in Richtung der betreffenden Achse entstehen, welche Impulse für die zusätzliche Bewegung des Tisches der Werkzeug maschine ausgenützt werden.
Applications Claiming Priority (1)
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1962
- 1962-05-11 GB GB1830162A patent/GB948231A/en not_active Expired
- 1962-06-25 CH CH763362A patent/CH409583A/de unknown
Also Published As
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