Abfallbehälter
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Abfallbehälter mit von einem Wandträger abnehmbarem Becher. Bei bekannten Ausführungen dieser Art ist der Bedher üblicherweise mittels eines. seinen Umfang umfassenden Halters in dem an der Wand befestigten Träger abnehmbar eingehängt. Ein solcher Halter stört meist nicht nur das, Aussehen des Behälters, sondern ermöglicht es ohne weiteres, auch einem Unbefugten den Becher auszuhängen.
Um letzteres zu vermeiden, wurde schon vorgeschlagen, den Halter am Wandträger festzuschrauben ; abgesehen davon, dass dies meis. t in Ïsthetisch wenig befriedigender Weise geschieht, ist dadurch das Abnehmen des Bechers auch für das zur periodischen Leerung des Bechers bestimmte Personal erschwert.
Dies ist besonders dann ein Nachteil, wenn die Leerung täglich erfolgen soll, was z. B. bei Papierkör- ben und ähnlichen Abfallbehältern in öffentlich bzw. viel besuchten Räume der Fall ist. Die vorliegende Erfindung hat sich die Aufgabe gestellt, einen Abfall- behälter der genannten Art zu schaffen, dessen der lösbaren Becherfixierung am Träger dienende Mittel einerseits nicht störend in Erscheinung treten und gleichzeitig, trotz einifacher Betätigung von einem Unbefugten nicht ohne weiteres als solche erkannt und betätigt werden können.
Zu diesem Zweck ist der erfindungsgemässe Abfallbehälter dadurch gekennzeichnet, dass ein an einer Umfangsstelle des Bechers an der Becherwand angreifender Halter mittels eines in Halter und Träger versenkt liegenden Arretiergliedes lösbar am Träger fixiert ist, wobei das Arretierglied von einer Aussenseite des Trägers her in und ausser Wirkungs- lage gebracht werden kann.
Die versenkte Anordnung des Arretiergliedes in Halter und Träger er möglicht es, die äussere Form dieser Teile rein nach ästhetischen Gesichtspunkten zu wählen, wobei es ausserdem für einen Unbefugten nicht ohne weiteres ersichtich ist, wo und wie das Arretierglied zu be tätigen ist.
In der beiliegenden Zeichnung sind Ausfühmngs- beispiele des Erfindungsgegenstandes dargestellt. Es zeigen :
Fig. 1 im Vertikalsdhnitt einen Teil eines ersten Beispiels,
Fig. 2 einen Horizontalschnitt durch die Einzelheit nach Fig. 1,
Fig. 3 einen Vertikalschnitt durch eine Variante zu Fig. 1,
Fig. 4 einen Horizontalschnitt analog Fig. 2 durch die Variante nach Fig. 3,
Fig. 5 im Vertikalschnitt einen Teil eines zweiten Beispiels,
Fig. 6 eine Dransicht zu Fig. 5, teilweise geschnitten, und
Fig. 7 eine Ansicht des Trägers mit Halter von der Wandseite her gesehen.
Beim Beispiel nach den Fig. 1 und 2 ist 1 der zylindrische Becher des Abfallbehälters. Dieser Becher 1 kann z. B. als Papierkorb oder, mit entspre- chendem (nicht gezeichnetem Aufsatz) als Aschen- becher ausgebildet sein. An einer Umfangsstelle des Bechers 1 ist im Bereich des oberen Becherrandes eine Anschlusspla. tte 2 befestigt, z. B. festgeschweisst.
Am Umfangsrand einer Mittelöffnung dieser Platte 2 ist ein vom Becher 1 radial wegragender Haltebolzen 3 befestigt. Dieser Haltebolzen 3 besitzt eine durchgehende Radialbohrung 4 ; der eine Endteil dieser Bohrung ist unter Bildung einer Anschlagschulter 5 verengt, während der andere Endteil der Bohrung 4 Innengewinde besitzt. Die Bohrung 4 des Bolzens 3 liegt mit ihrer Achse in einer Vertikalebene durch die Becherachse. An der Zimmerwand ist ein blockför miger Träger 6 festgeschraubt. Dieser Träger 6 besitzt eine durchgehende Bohrung 7, in welche der an der Halteplatte 2 befestigte Bolzen 3 passt. Im Gewindeteil der Querbohrung 4 des Bolzens 3 sitzt eine Stellschraube 8, deren vertiefte Innenseite einer Schrauben. feder 9 als Abstützung dient.
Das andere Ende der Schraubenfeder 9 liegt gegen die ebenfalls vertiefte Innenseite eines Arretierbolzens 10 an, der im zylindrischen Teil der Bohrung 4 axial verschiebbar geführt ist und der mit einem verjüngten Bol zen : tück l0a durch die verengte Endöffnung der Bohrung 4 aus dem Bolzen 3 herausragt. Bei in die Bohrung 7 des Trägers 6 eingesetztem Bolzen 3 drückt die Feder 9 den Arretierbolzen 10 mit seinem Teil 10a in eine von unten durch den Träger 6 bis zur Bohrung 7 führende Querbohrung 11. Beim Hochdrücken des Bolzens 10 z. B. mittels eines in die Bohrung 11 einzuführenden Schraubenziehers gibt dieser Bolzen 10 den Bolzen 3 frei, so dass der letztere zusammen mit dem Becher 1 vom Träger 6 abgezogen werden kann.
Die Trägerdicke bzw. die Länge des Bolzens 3 gewährleistet einen zur Bedienung des Sperrbolzens 10 genügen ! den Wanldabstand des Bechers ; anderseits liegt der Sperrbolzen derart versenkt im Haltebolzen 3 und im Träger 6, dass er für den Benützer des Abfallbehälters pnaktisch unsichtbar ist. Um das Einführen des Bolzens 3 in die Bohrung 7 des Trägers zu erleichtern, kann am Bolzen 10 ein Nocken vorgesehen sein, der im Zu sammenwirken mit einer Nut in der Bolzenbohrung 4 ein Arretieren des Bolzes 10 in seiner, entgegen der Wirkung der Feder 9 hochgedrückten Lage ge stattet, wobei dieses Arretieren z. B. durch eine kleine Drehung des Bolzens bewerkstelligt werden könnte.
Eine Variante der in den Fig. 1 und 2 gezeigten Ausführungsform ist in den Fig. 3 und 4 dargestellt.
Bei dieser Variante bestehen Halteplatte 12 und : Bolzen 13 aus einem Stück und der Bolzen 13 besitzt die Form einer hochgesteillten Platte. Di. eser Plattenbolzen 13 besitzt einen, durchgehenden, horizontalen Querschlitz 14, der an seinem inneren Ende zu einer zylindrischen Querbohrung 15 erweitert ist. Der an der (nicht gezeichneten) Wand z. B. mittels Schrau- ben befestigte Träger 16 besitzt wiederu. m Blockform und ist mit einer durchgehemden, im Querschnitt dem Plattenbolzen 13 angepassten Öffnung 17 versehen. In beidseitiger Verlängerung der Querbohrung 15 des Plattenbolzens 13 ist im Träger 16 eine Querbohrung 18a, 18b vorgesehen.
Im engeren Bohrungsteil 18a ist ein Arretierbolzen 19 gelagert, der im Bereich der Querbohrung 15 des Plattenbol- zens 13 als in diese Querbohrung passender Arretiernocken 20 ausgebildet ist. Im weiteren Bohrungsteil 18h ist entsprechend ein verdickter Kopf 21 des Arretierbolzens 19 gelagert. Dieser zur Betätigung mit einem Steckschlüssel ausgebildete Bolzenkopf 21 liegt zwar im Träger 16 versenkt, ist jedoch von der einen Trägerseite her ohne weiteres zugänglich.
Zur axialen Fixierung des Bolzens 19, 20, 21 im Träger 16, ist ein im letzteren. angeordneter Stift 22 vorgesehen, der tangential, in eine Umfangsnut 23 des Bolzenkopfes 21 eingreift. Soll der Becher 1 von der Wand gelöst werden, so wird der Bolzen 19, 20, 21 mittels des genannten Steckschlüssels aus der in Fig. 3 gezeigten Lage um 900 gedreht, so dass die Mittelebene des Arretiernockens 20 des Bolzens in die Mittelebene des Schlitzes 14 des Plattenbolzens 13 zu liegen kommt. Da die Dicke des Nockens 21 etwas kleiner ist als die Höhe des Schlitzes 14, lässt sich in der Folge der Plattenbolzen 13 über den Arretiernocken 21 hinweg vom Träger 16 abziehen.
Beim Aufsetzen des Bechers 1 aufdenTräger wird umgekehrt vorgegangen.
Es versteht sich, dass auch andere Varianten der lösbaren Arretierung des am Becher befestigten Haltebolzens am an der Wand fixierten Träger mög- lich sind ; wesentlich ist nur, dass das in Halter und Träger versenkt liegende Arretierglied von aussen so zugänglich ist, dass es in seine unwirksame Lage gebracht werden kann, ohne anderseits jedem Aussenstehenden unmittelbar erkennbar zu sein.
Ein weiteres Ausführungsbeispiel eines an einer Wand abnehmbar montierten Abfallbehälters ist in den Fig. 5-7 dargestellt. Der zylindrische Behälter 1 besitzt einen eingebördelten Boden la, so dass ein über den Boden vorstehender un, terer Rand geschaffen ist. Dieser untere Becherrand passt in eine Nut 24 einer Tragkonsole 25, die am unteren Ende eines Tragprofils 26 befestigt ist. Das Tragprofil 26 besitzt C-förmigen Querschnitt und ist mit seiner Offenseite der Wand zugekehrt, an welcher es z. B. mittels Schrauben befestigt ist.
Der Hohlraum des Tragproìls 26 besitzt am oberen Profilteil eine Absetzung 27, auf welcher ein als Anschlag für den Becher dienendes Win : kelstück 28 sitzt. tJber dem oberen Flansch des Winkelstückes 28 ist eine Deckplatte 29 angeordnet,, deren vorderer nach unten abgewinkelter Rand 29a zusammen mit der Stirnseite des oberen Flanches des Winkelstückes 28 einen Haken bildet, mit welchem der Halter über den oberen Rand des Bechers 1 greift. Der Halter besitzt ferner eine mit dem Teil 29 ein Stück bildende Platte 30, die im Hohlraum des Tragprofils 26 geführt ist.
In der Stegwand des Profilträgers 26 ist ein in den Profilhohlraum ragender Bolzen 31 be festigt, an welchem das untere Ende einer in diesem Profilhohlraum angeordneten Schraubenfeder 32 ver ankert ist. Das obere Ende dieser Feder 32 ist an einem an der Hinterplatte 30 befestigten Bolzen 33 verarnkert. Uber dem Bolzen 33 ist in. der Platte 30 ein vertikaler Längsschlitz 34 vorgesehen, dessen oberes Ende zu einer kreisförmigen Öffnung 34a erweitert ist.
Bei mit dem oberen Becherrand im Eingriff befindlichem Halter liegt in dieser Kreisöffnung 34a der Halterplatte 30 ein dieser Öffnung angepasster Arretiernocken 35, der an einem in der Ste. g wand des Tragprofils 26 gelagerten Arretierbolzen 36 vorgesehen ist. Der (frai in einer Ausnehmung der Tragplatte 26 liegende Bolzenkopf 37 ist als Dreikant ausgebildet und gestattet es den Bolzen 36 bzw. den Arretiernocken 35 mittels eines entspre- chenden Werkzeugs zu drehen.
Die Dicke des Nokkens 35 ist etwas kleiner als die Breite des Schlitzes 34, so dass sich der Nocken bei Vertikalstellung (Fig. 7) in diesem Schlitz verschieben lässt. Zur Sicherung des Arretierbolzens 36 gegen Herausfallen ist auf der Offenseite des Tragprofils 26 eine in, Randaussparungendesletztereneingelassene Querlasche 38 vorgesehen, in welcher das entsprechende Ende des Arretierbolzens 36 gelagert ist.
Wie aus der Zeichnung ohne weiteres ersichtlich, lässt sich bei der in, den Fig. 5 und 7 gezeigten Stellung des Arretiernockens 35 der Halter 29, 30 unter Freigabe des oberen Becherrandes entgegen der Wirkun, derFeder 32 nach oben ziehen, bis der Nocken 35 am unteren Rand des Schlitzes 34 in der Halterplatte 30 anschlägt ; in dieser Lage des Halters kann der Becher 1 mit seinem unteren Rand aus der Nut 24 der Tragkonsole 25 herausgehoben werden. Beim Wiedereinsetzen des Bechers 1 wird umgekehrt vorgegangen, d.'h. nach dem Aufsetzen des Bechers auf die Konsole 25 wird der inzwischen hochgehaltene Halter 29, 30 mit dem oberen Becherrand in Eingriff gebracht. Die Feder 32 ist dabei bestrebt, den Halter in dieser Wirkunigslage zu halten.
Mit einem geeigneten Werkzeug wird dann der Bolzenkopf 37 um 900 gedreht, so dass der Arretiernocken 35 in der Kreisöffnung 34a der Halteplatte 30 quer zu liegen kommt. In dieser Lage des Nockens ist ein Hochheben des Halters und damit ein Abnehmen des Bechers unmöglich.
Aus dem Vorangehenden ist ersichtlich, dass auch beim letztbesshriebeaenBeispiel die Arretiermittel zwar von aussen zugänglich, aber doch so in Halter und Träger versteckt liegen, dass sie weder das Aussehen des Abfallbehälters beeinträchtigen, noch von einem Unbefugten ohne weiteres erkennbar sind.