CH403441A - Hydraulische Kopiereinrichtung für eine Werkzeugmaschine - Google Patents
Hydraulische Kopiereinrichtung für eine WerkzeugmaschineInfo
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Description
Hydraulische Kopiereinrichtung für eine Werkzeugmaschine Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine hydraulische Kopiereinrichtung für eine Werkzeug maschine mit einem Längsschlitten, auf dem ein erster hydraulischer Kolbenmotor befestigt ist, wel cher Motor zur Beseitigung des sogenannten Ge schwindigkeitsfehlers ein erstes, ihm zugeordnetes Steuerschieberorgan und einen zweiten hydraulischen Kolbenmotor bewegt, dem ein zweites Steuerschieber- organ zugeordnet ist, welches vom zweiten hydrau lischen Kolbenmotor zusammen mit dem Werkzeug verstellt wird,
wobei beide Schieber der beiden Steuerschieberorgane unter sich verbunden sind.
Solche Kopiereinrichtungen sind speziell bei Drehbänken bekannt. Sie sind aber in ihrem Aufbau kompliziert und weisen Nachteile auf, wie z. B. hin und her gesteuerte Einsatzbüchsen bei den Steuer schieberorganen oder bewegliche Schläuche, die zwi schen dem ersten Steuerschieberorgan und dem er sten hydraulischen Kolbenmotor zur Überbrückung der gegenseitigen Relativbewegungen angeordnet sind.
Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, die Konstruktion der bekannten Einrichtungen zu ver einfachen und die genannten Nachteile zu vermeiden.
Die Lösung besteht gemäss der Erfindung darin, dass die beiden Kolben der beiden hydraulischen Kolbenmotoren koaxial in einem mit dem Gehäuse des ersten Steuerschieberorgans fest verbundenen, durch eine Zwischenwand unterteilten, gemeinsamen Zylinder arbeiten, wobei das zweite Steuerschieber organ, dessen Gehäuse fest mit dem Kolben des zweiten hydraulischen Kolbenmotors verbunden ist, hydraulisch mit beiden Zylinderräumen vor und hin ter dem Kolben des zweiten hydraulischen Kolben motors mittels einer Kolbenstange in Verbindung steht, die axiale und radiale Bohrungen aufweist.
Durch die genannte Lösung ergibt sich der Vor teil, dass nicht nur der gemeinsame Zylinder der beiden Kolbenmotoren als solcher einfacher zu be arbeiten ist als die beiden bisherigen Zylinder der bekannten Einrichtungen, sondern auch, dass die genaue Bearbeitung der nunmehr voneinander ge trennten Gehäuse der beiden Steuerschieberorgane mit weniger Schwierigkeiten durchführbar ist.
In der beiliegenden Zeichnung ist ein Ausfüh rungsbeispiel der erfindungsgemässen Kopiereinrich tung dargestellt; es zeigt: Fig. 1 im Axialschnitt ein praktisches Ausfüh rungsbeispiel einer Kopiereinrichtung, Fig. 2 die Kopiereinrichtung nach Fig. 2 in Anwendung an einer Kopierdrehbank zum Unrund- kopieren.
Bei dem in Fig. 1 gezeigten Beispiel (das dem Schema nach Fig. <I>la,</I> 1b entspricht), ist der nicht gezeichnete, die Schablone bzw. das Meisterstück abtastende Fühler direkt mit einem Steuerschieber 1 verbunden, der über eine Feder 2 kraftschlüssig mit einem Steuerschieber 3 verbunden ist. Beide Steuer schieber 1, 3 besitzen je vier Steuerkanten<I>a, b, c</I> und d. Die Druckzuführung befindet sich bei 4 bzw. 5, während die durch die Schieberaussparungen ge schaffenen Räume 6, 7, 8 und 9 mit dem Auslass verbunden sind.
Ein Ringraum 10 der Steuerschieber büchse ist mit dem Zylinderraum 11 eines Kraft- kolbens 12 verbunden, während ein Ringraum 13 der Steuerschieberbüchse mit dem Zylinderraum 14 in Verbindung steht. Analoge Ringräume 15 und 16 des zweiten Steuerschiebers 3 sind über Bohrungen 17 bzw. 18 in der Kolbenstange 19a des Kolbens 19 mit den zugeordneten Zylinderräumen 20 bzw. 21 verbunden.
Der Kolben 12 ist auf dem Planschlitten einer nicht gezeichneten Drehbank befestigt zu den- ken, während die Kolbenstange 19a mit einem den Stahl tragenden Schlitten 22 über eine Zustellvor richtung verbunden ist. Ausserdem ist das Gehäuse 23 des Kolbenschiebers 3 fest mit der Kolbenstange 19a verbunden.
Durch eine Spindel 24, mittels welcher der den Stahl tragende Schlitten 22 gegenüber der Kolben stange 19a verschoben werden kann, ist die Mög lichkeit einer Spanzustellung gegeben. Nach der Ver stellung wird die Kolbenstange 19a mit dem Gehäuse 22 wieder verklemmt.
Die beiden koaxial angeordneten Kraftkolben 12 und 19 gleiten in einem gemeinsamen, durch eine Zwischenwand 25 unterteilten Zylinder 26. Wie fer ner aus der Zeichnung ersichtlich, sind zwischen Steuerschieber und zugeordnetem Kraftkolben keine flexiblen Leitungen vorhanden; eine durch solche Leitungen aus Stabilitätsgründen meist verursachte Verminderung der maximal erreichbaren Empfind lichkeit wird dadurch vermieden. Ein weiterer Vorteil für die Stabilität der Arbeitsweise der beschriebenen Kopiereinrichtung liegt darin, dass für den zweiten Steuerschieber nur ein sehr kurzer Arbeitshub vor gesehen sein muss.
Wird beiden Steuerschiebern 1 und 3 entgegen der Wirkung der Feder 2 eine plötzliche Auslenkung erteilt, so bewegt sich zufolge der Steuerwirkung der geöffneten Steuerkante c der Zylinder 26 in gleicher Richtung, während der Kolben 19 relativ zum Zylinder 26 ebenfalls nach rechts bewegt wird, und zwar so lange, bis alle Steuerkanten der Steuer schieber 1 und 3 wieder geschlossen sind.
Werden die Steuerschieber 1 und 3 mit einer konstanten Absolutgeschwindigkeit nach rechts bewegt, so er gibt sich eine solche Öffnung der Steuerkanten c und a des Steuerschiebers 1, dass sich eine Ge schwindigkeit des Zylinders 26 ergibt, die gleich der Geschwindigkeit der Steuerschieber ist. Wäre dies nicht der Fall, so müsste sich die Steueröffnung ver grössern oder verkleinern; d. h. aber, dass die Relativ geschwindigkeit des Kolbens 19 gegenüber dem Zy linder 26 Null werden muss und damit auch die Öffnung der Steuerkanten des Steuerschiebers 3 Null wird.
Da der Steuerschieber 3 über den Steuer schieber 1 und den Fühler sozusagen direkt mit der Schablone bzw. dem Meisterstück verbunden ist, während das Steuerschiebergehäuse direkt mit dem Stahlhalter verbunden ist, so bedeutet die Öffnung Null der Steuerkanten des Steuerschiebers 3, dass kein Kopierfehler vorhanden ist. Eine Kopiereinrichtung nach Fig. 1 in Anwen dung an einer Kopierdrehbank zum Unrunddrehen ist in Fig. 2 dargestellt. Auf einem Planschlitten 30 der Drehbank ist die Kopiereinrichtung unter einem Winkel von 90 zur Werkstückachse (es könnte auch ein anderer Winkel gewählt sein) befestigt.
Ein mit dem Steuerschieber 1 fest verbundener Fühler 31 wird durch die die Steuerschieber 1, 3 belastende Feder 2 an das parallel zum Werkstück 32 ange ordnete Meisterstück 33 gedrückt. Die Welle des Meisterstücks 33 dreht synchron mit der das Werk stück antreibenden Spindel 34. Werden die Spindel 34 und die Welle des Meisterstücks 33 angetrieben und gleichzeitig dem Längsschlitten 35 über eine Zugspindel 36 eine Vorschubbewegung erteilt, so wird sowohl die Unrundform als auch die Längs kontur des Meisterstückes am Werkstück nachge formt.
Bei Anordnung der Kopiereinrichtung unter einem Winkel von 45 zur Werkstückachse ergibt sich die Möglichkeit des normalen Längskopierens. Man erhält auch den Vorteil, die Kontur wechsel weise mit Plan- und Längsleitvorschub nachformen zu können, ohne dass sich dadurch zusätzliche Fehler an der Werkstückkontur ergeben, wie das sonst bei einstufigen Kopiereinrichtungen zu erwarten ist.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Hydraulische Kopiereinrichtung für eine Werk zeugmaschine mit einem Längsschlitten, auf dem ein erster hydraulischer Kolbenmotor befestigt ist, wel cher Motor zur Beseitigung des sogenannten Ge schwindigkeitsfehlers ein erstes, ihm zugeordnetes Steuerschieberorgan und einen zweiten hydraulischen Kolbenmotor bewegt, dem ein zweites Steuerschieber organ zugeordnet ist, welches vom zweiten hydrau lischen Kolbenmotor zusammen mit dem Werkzeug verstellt wird, wobei beide Schieber der beiden Steuerschieberorgane unter sich verbunden sind, da durch gekennzeichnet,dass die beiden Kolben der beiden hydraulischen Kolbenmotoren koaxial in einem mit dem Gehäuse des ersten Steuerschieber- organs fest verbundenen, durch eine Zwischenwand unterteilten, gemeinsamen Zylinder arbeiten, wobei das zweite Steuerschieberorgan, dessen Gehäuse fest mit dem Kolben des zweiten hydraulischen Kolben motors verbunden ist, hydraulisch mit beiden Zy linderräumen vor und hinter dem Kolben des zweiten hydraulischen Kolbenmotors mittels einer Kolben stange in Verbindung steht, die axiale und radiale Bohrungen aufweist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| CH459160A CH403441A (de) | 1960-04-22 | 1960-04-22 | Hydraulische Kopiereinrichtung für eine Werkzeugmaschine |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| CH459160A CH403441A (de) | 1960-04-22 | 1960-04-22 | Hydraulische Kopiereinrichtung für eine Werkzeugmaschine |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
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| CH403441A true CH403441A (de) | 1965-11-30 |
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ID=4278940
Family Applications (1)
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| CH459160A CH403441A (de) | 1960-04-22 | 1960-04-22 | Hydraulische Kopiereinrichtung für eine Werkzeugmaschine |
Country Status (1)
| Country | Link |
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| CH (1) | CH403441A (de) |
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1960
- 1960-04-22 CH CH459160A patent/CH403441A/de unknown
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