CH403282A - Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen von Hohlkörpern aus thermoplastischem Kunststoff - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen von Hohlkörpern aus thermoplastischem KunststoffInfo
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Description
Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen von HohLkörpern aus thermoplastischem Kunststoff Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstellen von Hohlkörpern, vorzugsweise Flaschen oder dgl. aus thermoplastischem Kunststoff. Bei der Herstellung von Flaschen, die aus Schlauchrohlingen hergestellt werden, wird bei einer Ausführungsart der Schlauchdurchmesser kleiner gewählt, als es dem Aussendurchmesser des zu formenden Flaschenhalses entspricht, wobei letzterer durch nachfolgendes Aufblasen auf den erforderlichen Halsdurchmesser gebracht wird. Dieses Verfahren hat den Vorteil, dass der Schlauch seinen vollen Querschnitt behält und infolgedessen eine höhere Festigkeit des Flaschenhalses erzielt wird. Als Nachteil gilt, dass die Hals öffnung nicht kalibriert ist und nachträglich ab-und ausgebohrt werden muss. Bei einem zweiten Verfahren, bei dem der Durchmesser des ausgespritzten Schlauches grösser gewählt wird als der Halsdurchmesser der Flasche und während des Schliessens der Form ein Teil des Schlauchmaterials längs des Flaschenhalses durch die Form zusammengequetscht bzw. abgequetscht wird, besteht der Nachteil, dass durch das Abquetschen die axiale Schweissnaht die Festigkeit vermindert. Als Vorteil gilt jedoch, dass man vor oder während oder nach dem Schliessen der Form einen Dorn in den Schlauch einführen kann und die Halsöffnung dadurch kalibriert und das nachträgliche Aus- und Abbohren erspart wird. Es ist nun aber bei gewissen Formen von Hohlkörpern, insbesondere Flaschen, aber auch beispielsweise bei Leitungsarmaturen, wie T-Stücken usw., notwendig, dass der Hals der Flasche, bzw. die Ausgangsenden der Armaturen, besonders fest sind. Um bei solchen Fällen eine Verstärkung des Halsquerschnitts zu erreichen, ist auch bereits vorgeschlagen worden, den Hals nach dem Schliessen der Form in axialer Richtung zu stauchen. Wenn der Schlauchdurchmesser so gross gewählt wird, dass beim Schliessen der Form ein Teil des Schlauches am Flaschenhals zusammengequetscht wird, dann tritt jedoch längs des Flaschenhalses trotz des Stauchens in axialer Richtung am Innendurchmesser an den Schlauchfalten eine mehr oder weniger starke Kerbe auf, die für das Dichthalten eines in den Flaschenhals einzusetzenden Stopfens nachteilig ist, man ist deswegen gezwungen, den Stopfen etwas stärker auszuführen und mit starker Pressung in den Flaschenhals einzusetzen, wodurch wiederum leicht der Hals an der Schweisstelle platzen kann, die eine verminderte Festigkeit aufweist. Die Erfindung will nun diesen Nachteil beseitigen. Zu diesem Zweck wird nach dem oder während des Schliessens der mehrteiligen Form ausserhalb des fertigen Blaskörpers liegendes gequetschtes Material nach innen gepresst. Die Zeichnung zeigt als Beispiel mehrere Ausführungsformen der Erfindung zum Herstellen von Flaschen unter Verwendung einer zweiteiligen Form. Fig. 1 ist ein senkrechter Schnitt durch die geschlossene Form in Richtung der Linie 1-1 von Fig. 2, vor dem Eindrücken des gequetschten Teiles des Flaschenhalses, Fig. 2 ein Schnitt durch Fig. 1 in Richtung der Linie 2-2 von Fig. 1, Fig. 3 die geschlossene Form gemäss Fig. 1 nach Einschieben des gequetschten Schlauchteils zur Verstärkung des Flaschenhalses in einem Schnitt in Richtung der Linie 3-3 von Fig. 4, Fig. 4 ein Schnitt durch Fig. 3 in Richtung der Linie 4-4, Fig. 5 die gleiche Darstellung wie Fig. 2, jedoch bei einer abgeänderten Lage der Schieber zum Einschieben des gequetschten Teiles, Fig. 6 die gleiche Darstellung wie Fig. 5 bei eingeschobenen Schiebern, Fig. 7 eine Ausführungsform, bei der die Schieber in einer oben und unten begrenzten Nut der Formhälfte geführt sind, Fig. 8 ein weiteres Ausführungsbeispiel, bei dem der Schieber in einer nach unten begrenzten Nut liegt, Fig. 9 ein Schnitt durch Fig. 7 in Richtung der Linie 9-9, Fig. 10 ein Schnitt durch Fig. 8 in Richtung der Linie 10-10. Wenn ein Schlauch, z. B. zu einer Flasche, verarbeitet wird, dann kann der aus der Schlauchdüse senkrecht nach unten austretende Schlauch entweder unmittelbar in die Form eingeführt oder nach Abnahme von der Schlauchdüse in die Form eingebracht und über einen in den Schlauch eintretenden Blasdorn geschoben werden. Man kann aber auch den Blasdorn so anordnen, dass er aus der Schlauchdüse herausragt, oder den Schlauch von der Düse abschneiden und nach unten oder nach der Seite hin in die Form hereinbringen und vor, während oder nach dem Schliessen der Form den Blasdorn von oben oder unten in den Schlauch einführen. Bei der Ausführung nach Fig. 1 bis 6 besteht die Form aus zwei Formteilen 11, die in bekannter Weise gegeneinander und auseinander bewegbar sind. Das ausgespritzte Schlauchstück 12 liegt zwischen den beiden Formteilen und der Blasdorn 15 ist von oben her in den Schlauch eingeführt worden. In der Blasform sind zwei Schieber 14 bewegbar gelagert. Wenn nach Einfügen des Schlauches die beiden Formteile geschlossen sind, nimmt der abgeschnittene in der Form befindliche Schlauchteil die in Fig. 1 und 2 gezeigte Form an, d. h. der mittlere Teil des Schlauches hat seine ursprüngliche Form behalten, der untere Teil 12a ist abgequetscht, während der obere Teil 13 in der aus Fig. 2 ersichtlichen Weise seitlich zwischen den beiden Formteilen zusammengequetscht ist, so dass sich nach zwei Seiten hin abgequetschte Lappen 1 3a bilden. Die Schieber 14 stehen in der in Fig. 1 und 2 gezeigten zurückgezogenen Lage. Es ist ersichtlich, dass der in den beiden Formhälften je zur Hälfte gebildete Führungsschlitz für die Schieber 14 bei zurückgezogenen Schiebern nur teilweise ausgefüllt ist. Nach dem Schliessen oder kurz vor Beendigung der Schliessbewegung, werden nun die beiden Schieber 14 in radialer Richtung gegen den Blasdorn 15 hin bewegt, die Vorschubrichtung kann aber auch schräg zu dem Blasdorn gerichtet sein. Dadurch wird das in der Schiebernut befindliche Material 13 in den Flaschenhals hineingepresst. Gleichzeitig oder auch vorher kann der mittlere Teil des Schlauches selbst durch die durch den Blasdorn eingeführte Luft ausgedehnt werden. Nach dem Aufblasen des mittleren Schlauchteiles und dem Gegeneinanderschieben der beiden Schieber 14 bis an einen die genaue Formgebung des Flaschenhalses bestimmenden Anschlag, hat das Werkstück die in Fig. 3 gezeigte Form. Die Bewegung des Schiebers 14 kann in beliebiger Weise durchgeführt werden. Vorzugsweise wird man für diesen Zweck einen durch Druckluft betätigten Kolben verwenden, wobei als Druckluft die Blasluft dienen kann. Der Rückzug der Schieber erfolgt dann durch Federn oder durch mechanische Betätigung, die durch die spätere Öffnungsbewegung der Form ausgelöst wird. Natürlich kann man, falls der Blasdorn hydraulisch oder pneumatisch zurückgezogen wird, auch die Schieber von dem gleichen Steuerteil aus betätigen. Die fertiggeblasene Flasche gemäss Fig. 3 wird dann nach öffnen der Form von dem Blasdorn durch einen Abstreifring 16 heruntergeschoben, und es werden dann in an sich bekannter Weise die verbleibenden Abfallstücke 1 2a bzw. 1 3a entfernt. Das Stück 1 3a ist ein Teil des gequetschten Teiles 13, das von den Schiebern 14 bei ihrer Schliessbewegung abgequetscht ist. Während bei der Ausführung nach Fig. 1-4 die Schieber 14 je zur Hälfte in den beiden Formteilen gelagert sind, ist gemäss Fig. 1 und 6 je einer der Schieber in einer der beiden Formhälften gelagert. Im übrigen ist die Arbeitsweise genau die gleiche wie vorher beschrieben. Bei der Ausführung gemäss Fig. 7 liegen die Schieber in nach oben und unten begrenzten Nuten, so dass das gesamte abgequetschte Material am Hals zusammengeschoben wird. Die Schieber 14 können dabei, wie in Fig. 9 gezeigt, z. B. mittels eines Schwalbenschwanzes 17 in der einen Formhälfte geführt werden. Bei der Ausführung nach Fig. 8 und 10 ist eine Führung 18 für die Schieber 14 vorgesehen, auch liegen hier die Schieber 14 vollständig innerhalb der einen Formhälfte. Natürlich zeigen die dargestellten Ausführungen der Führungen nur Beispiele, man kann in allen Fällen sowohl die Form der Schieber als auch ihre Bewegung beliebig wählen. Vorzugsweise wird eine Ausführung gewählt, bei der der schlauchförmige Rohling an der Halsseite offen ist, damit der Blasdorn schon vor dem Schliessen der Form in den Schlauchrohling eingeführt und der Hals beim Schliessen der Form kalibriert werden kann. Die Erfindung kann aber auch für solche Herstellungsverfahren verwendet werden, bei denen der Schlauch an der Halsseite geschlossen und der dann angespitzte Blasdorn erst nach dem Schliessen der Form in diese eingeführt wird. Natürlich können dann die Schieber 14 erst betätigt werden, wenn der Blasdorn seine Endstellung erreicht hat. Bei dem Herstellen von Flaschen werden vorzugsweise Schlauchrohlinge verwendet, man kann aber die Erfindung auch zum Herstellen von anderen Hohlkörpern, z. B. Fittings oder sonstigen Armaturen oder dgl. aus aufeinandergelegten und miteinander zu verschweissenden Platten, Bändern oder dgl. verwen den, bei denen die Ausgangsteile der betreffenden Formstücke entsprechend den Flaschenhälsen behandelt werden. Es sei noch bemerkt, dass in Fig. 8 der Schieber 14 der Deutlichkeit wegen schraffiert gezeichnet ist, obwohl er, da er eine Ansicht auf die geöffnete Form darstellt, in Ansicht gezeichnet werden müsste.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH 1 Verfahren zum Herstellen von Hohlkörpern aus thermoplastischem Kunststoff, bei dem ein aus einer Schlauchdüse austretender blasen- oder schlauchförmiger oder aus Bändern gebildeter Rohling unmittel- bar oder mittelbar in eine mehrteilige Form gebracht und durch einen in das eine Ende des Rohlings hereinragenden Blasdorn aufgeblasen wird, wobei der Blasdorn gleichzeitig zum Kalibrieren der Öffnung des betreffenden Endes des Hohlkörpers dient, dadurch gekennzeichnet, dass während des Schliessens oder nach dem Schliessen der Form das ausserhalb des fertigen Hohlkörpers liegende gequetschte Material nach innen gepresst wird.UNTERANSPRUCH Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass das ausserhalb des fertigen Hohlkörpers liegende gequetschte Material während des Schliessens der Form nach innen gepresst wird.PATENTANSPRUCH II Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach dem Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass in den Blasformen Schieber (14) vorgesehen sind, die in der zurückgezogenen unwirksamen Lage einen Raum für die Aufnahme von gequetschtem Material freigeben und bei ihrem Vorschieben dieses Material radial oder schräg zu den Achsen der Öffnungen des Hohlkörpers in den um den Blasdorn gebildeten Raum zum vollen Ausfüllen des letzteren pressen, bis sie sich in ihrer Endlage gegen einen Anschlag legen.UNTERANSPRÜCHE 1. Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Schieber (14) vollständig in je einem Formteil liegt.2. Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Schieber (14) je zur Hälfte in zwei Formteilen liegt.3. Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die Schieber in einer nach oben und unten begrenzten Nut geführt sind.4. Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die Schieber in einer nur nach unten begrenzten Nut geführt sind.5. Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens der Vorschub der Schieber (14) pneumatisch unter Verwendung der Blasluft erfolgt.
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