CH403045A - Einrichtung zur Stossentregung einer elektrischen Maschine - Google Patents
Einrichtung zur Stossentregung einer elektrischen MaschineInfo
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- H02—GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
- H02P—CONTROL OR REGULATION OF ELECTRIC MOTORS, ELECTRIC GENERATORS OR DYNAMO-ELECTRIC CONVERTERS; CONTROLLING TRANSFORMERS, REACTORS OR CHOKE COILS
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- H02P9/10—Control effected upon generator excitation circuit to reduce harmful effects of overloads or transients, e.g. sudden application of load, sudden removal of load, sudden change of load
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Description
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Einrichtung zur Stossentregung einer elektrischen Maschine Die vorliegende Erfindung betrifft eine Einrichtung zur Stossentregung einer elektrischen Maschine, deren Feldwicklung an eine Erregermaschine angeschlossen ist.
Bei Generatoren, die stossartige Laständerungen aufzunehmen haben, wird in bekannter Weise eine Stosserregung bzw. Stossentregung vorgesehen. An Hand der Fig. 1 und 2 seien die Verhältnisse bei einer plötzlichen Lastabsenkung beschrieben. In Fig. 1 ist auf der Abszisse die Zeit t und auf der Ordinate sind Spannungen U und Ströme J aufgetragen; Fig. 2 gibt ein Zeigerdiagramm wieder. Wenn zum Zeitpunkt t = 0 der Strom momentan vom Betrage J1 auf J2 fällt, tritt ein Spannungssprung d U auf, der durch keinen Regler verhindert werden kann. Dies lässt sich aus Fig. 2 ableiten.
Die innere Maschinen-EMK Ei, welche sich aus der Spannung U1 und der Komponente J1 - xd' zusammensetzt (xd' = transiente Maschinenreaktanz), bleibt nämlich bei raschen Stromänderungen praktisch konstant, da sich der mit der Polradwicklung verkettete Fluss nur sehr langsam zu ändern vermag.
Man erhält daher U2 aus El und J2 - x2'. Falls kein Regler eingreift, ist der weitere Spannungsverlauf etwa durch die Kurve a (Fig. 1) gegeben, während die Funktion b mit Hilfe eines Reglers erreicht werden kann. Um die Spannung möglichst rasch wieder auf den Sollwert zu bringen, ist es zweckmässig, die Erregermaschine kurzzeitig negativ zu erregen. Der Bereich dieser Stossentregung darf aber nicht zu gross gewählt werden, da sonst die Stabilität der Spannungsregelung gefährdet wird.
Es ist bereits vorgeschlagen worden, die Erregermaschine mit einer zweiten Feldwicklung zu versehen und diese in Abhängigkeit von der Reglerbewegung bzw. der Generatorspannung in negativem Sinne zu speisen. Von Nachteil ist hierbei die Tatsache, dass die zweite Feldwicklung in ihrer Wirkung durch die erste beeinträchtigt wird, was insbesondere dann zu- trifft, wenn der Regler letztere an die Spannung Null legt, d. h. praktisch kurzschliesst. Ferner ist es bekannt, das Feld der Erregermaschine mittels eines Schalters im Entregungsfall umzupolen. Hierzu wird jedoch stets eine separate Hilfsstromquelle erforderlich. Dies bedeutet einen hohen Aufwand an zusätzlichen Geräten und Maschinen.
Die vorgenannten Mängel lassen sich vermeiden, wenn erfindungsgemäss beim Überschreiten eines vorbestimmten Wertes der Lastabsenkung in den Feldkreis der Erregermaschine sowohl eine der Hauptmaschinen-Spannung proportionale Gegenspannung als auch ein Zusatzwiderstand eingeschaltet werden.
Der Vorteil der Erfindung ist darin zu sehen, dass die Stossentregung ausserordentlich rasch vor sich geht. Ferner erfordert die Einrichtung nur wenige, bewährte Schaltelemente.
In Fig.3, die ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes schematisch wiedergibt, ist mit 1 eine Synchronmaschine (Hauptmaschine), mit 2 deren Erregerwicklung und mit 3 der Anker einer Erregermaschine bezeichnet. Die Feldwicklung 4 dieses Erregers liegt an einem zum Regler 5 gehörenden Potentiometer 6, welches wiederum über einen Gleichrichter 7 sowie einen von Hand einstellbaren Widerstand 8 an die Klemmen der Erregermaschine angeschlossen ist. Zum Regler 5 gehört ferner ein Endkontakt 9, der dazu dient, ein Stosserregungs- schütz 10 zu betätigen.
Sobald letzteres anspricht, wird ein Gegenerregungs-Gleichrichter 11 an eine Sekundärwicklung des Transformators 12 gelegt, welcher primärseitig mit zwei der Phasen R, S, T, der Synchronmaschine 1 in Verbindung steht. Eine weitere Transformatorsekundärwicklung speist einen Hilfsgleichrichter 13. Schliesslich sind in der Schaltung noch zwei Widerstände 14 und 15 vorgesehen.
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Die erfindungsgemässe Einrichtung nach Fig.3 wirkt folgendermassen:
Falls die Verringerung der Last und die hierdurch bedingte Erhöhung der Generatorspannung einen vorbestimmten Betrag nicht überschreiten, reduziert der Regler 5 auf nicht näher gezeigte Weise die abgegriffene Spannung am Poten- tiometer 6, so dass der über die Feldwicklung 4 fliessende Strom sinkt. Hierdurch fällt auch die Spannung der Erregermaschine 3 und damit der Erregerstrom sowie die Spannung der Synchronmaschine 1. Bei grösseren Abschaltungen läuft hingegen der Regler innerhalb weniger Zehntelssekunden in seine Endstellung und betätigt den Kontakt 9, wodurch das Stosserregungsschütz 10 eingeschaltet wird.
Der Gegenerregungs-Gleichrichter 11 liegt somit an einer Sekundärwicklung des Transformators 12 und im Kreis der Feldwicklung 4. Damit die Gleichrichteranordnung 11 im Umschaltmoment nicht durch einen Spannungsstoss der Wicklung 4 beschädigt werden kann, ist der Widerstand 15 vorgesehen. Der in Reihe zur Feldwicklung 4 geschaltete Wirkwiderstand 14 dient demgegenüber dazu, die Zeitkonstante des Ent- regungskreises beträchtlich zu verkleinern. Da dar- über hinaus der Gleichrichter 11 an der erhöhten Generatorspannung liegt, werden das magnetische Feld und die Spannung der Erregermaschine 3 sehr schnell umgepolt, so dass ein rascher Abbau des Feldes der Synchronmaschine erfolgt.
Ehe deren Spannung den Sollwert wieder erreicht, entfernt sich der Regler 5 infolge der Rückführung aus seiner Endstel- lung und unterbricht die negative Stosserregung. Nunmehr liegt an der Feldwicklung 4 wieder eine positive Spannung, weil der Sperrgleichrichter 7 und der Hilfsgleichrichter 13 eine Umpolung der Spannung am Potentiometer 6 mit Sicherheit vermeiden.
Die Erfindung wurde im Zusammenhang mit einem Synchrongenerator erläutert. Der Erfindungsgedanke lässt sich jedoch auch sinngemäss bei anderen elektrischen Maschinen, beispielsweise bei Gleichstrommaschinen mit eigener Erregermaschine, gleich vorteilhaft anwenden.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Einrichtung zur Stossentregung einer elektrischen Maschine, deren Feldwicklung an eine Erregermaschine angeschlossen ist, dadurch gekennzeichnet, dass beim überschreiten eines vorbestimmten Wertes der Lastabsenkung in den Feldkreis der Erregermaschine (3) sowohl eine der Hauptmaschinenspannung proportionale Gegenspannung als auch ein Zusatzwiderstand (14) eingeschaltet werden. UNTERANSPRÜCHE 1.Einrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass an die Klemmen (R, S) einer Wechselstrommaschine (1) ein Transformator (12) angeschlossen ist, dessen erste Sekundärwicklung mit einem Gegenerregungs-Gleichrichter (11) in Verbindung steht, welcher mit Hilfe eines Stosserregungs- schützes (10) sowohl zur Feldwicklung (4) der Erregermaschine (3), als auch zu einem Reglerpotentio- meter (6) und einem Zusatzwiderstand (14) in Reihe schaltbar ist. 2. Einrichtung nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Stosserregungsschütz (10) durch einen Endkontakt (9) eines Reglers (5) betätig- bar ist. 3.Einrichtung nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Gleichstromklemmen des Gegenerregungs-Gleichrichters (11) durch einen Widerstand (15) überbrückt sind. 4. Einrichtung nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Klemmen der Erregermaschine (3) über einen Sperrgleichrichter (7), einen einstellbaren Widerstand (8) und ein Reglerpotentio- meter (6) miteinander in Verbindung stehen. 5.Einrichtung nach Unteransprüchen 1 und 4, dadurch gekennzeichnet, dass ein Hilfsgleichrichter (13), welcher an einer zweiten Sekundärwicklung des Transformators (12) liegt, mit der einen Klemme zwischen dem Sperrgleichrichter (7) sowie dem einstellbaren Widerstand (8) und mit der anderen Klemme an den Anker der Erregermaschine (3) angeschlossen ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH626062A CH403045A (de) | 1962-05-23 | 1962-05-23 | Einrichtung zur Stossentregung einer elektrischen Maschine |
Applications Claiming Priority (1)
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| CH626062A CH403045A (de) | 1962-05-23 | 1962-05-23 | Einrichtung zur Stossentregung einer elektrischen Maschine |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH403045A true CH403045A (de) | 1965-11-30 |
Family
ID=4306769
Family Applications (1)
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| CH626062A CH403045A (de) | 1962-05-23 | 1962-05-23 | Einrichtung zur Stossentregung einer elektrischen Maschine |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH403045A (de) |
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1962
- 1962-05-23 CH CH626062A patent/CH403045A/de unknown
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