CH401709A - Hydropneumatisch arbeitendes Federungsaggregat für die einzelnen an Schwenkachsen gelagerten Laufräder schwerer Fahrzeuge, insbesondere Panzerfahrzeuge - Google Patents
Hydropneumatisch arbeitendes Federungsaggregat für die einzelnen an Schwenkachsen gelagerten Laufräder schwerer Fahrzeuge, insbesondere PanzerfahrzeugeInfo
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Description
Hydropneumatisch arbeitendes Federungsaggregat für die einzelnen an Schwenkachsen gelagerten Laufräder schwerer Fahrzeuge, insbesondere Panzerfahrzeuge Die Erfindung bezieht sich auf hydropneumatisch arbeitende Federungsaggregate für die einzelnen an Schwenkachsen gelagerten Laufräder schwerer Fahr zeuge, insbesondere Panzerfahrzeuge. Solche Fede rungseinrichtungen dienen dem Zweck, beim Durch fahren und Überfahren von Unebenheiten des Ge ländes auftretende starke Stosswirkungen dämpfend abzufangen und vom Fahrzeug selbst nach Möglich keit, und so gut es geht, abzuhalten.
Stossdämpfungseinrichtungen, die den gleichen oder ähnlichen Zwecken zu dienen haben, sind im Verkehr bereits in den verschiedensten Ausbildungs formen bekannt. Durchweg arbeiten solche Fede- rungseinrichtungen so, dass auftretende Stösse von pufferartig wirkenden Vorrichtungen aufgenommen werde=n. Solche Puffervorrichtungen können in den einfachsten Ausführungen so gestaltet sein, dass auf tretende Stosswirkungen durch Federpakete aufge fangen werden.
In neuerer Zeit verwendet man als Pufferelement mit Vorliebe ein kompressibles Medium in Form eines Luft- oder Gaspolsters, welches in einen Zylin der eingebracht ist und einem in diesem Zylinder Cyeführten Kolben entgegenwirkt, der mittels einer bei diesem Kolben angelenkten Kolbenstange auf die Laufradschwingachse einwirkt.
Bei anderen bekannten Federungsaggregaten hat man als Puffermittel auch bereits schon nichtkom- pressibleMedien angewendet, die gleicherweise einem Kolben entgegenwirken und über eine bei diesem Kolben angelenkte Kolbenstange mit der Laufrad- schwingachse in Verbindung stehen. Neuerdings kennt man auch Federungsaggregate, bei denen als Puffermittel die zwischen dem Zusam menwirken eines kompressiblen mit einem nichtkom- pressiblen Medium auftretenden Kräfte ausgewertet werden.
Die Erfindung bezieht sich auf Federungsaggregate der letztgenannten Art, also auf solche Aggregate, bei denen gleichzeitig kompressible und nichtkompres- sible Medien als Puffermittel Anwendung finden.
Hinsichtlich der Verwendung von hydropneuma tischen Federungsaggregaten schlechthin und Fede rungsaggregaten der letztgenannten Art im besonderen bestehen in der praktischen Anwendung vornehmlich hinsichtlich der Unterbringung am geländegängigen Fahrzeug bestimmte Vorschriften, bzw. es sind Vor aussetzungen einzuhalten, deren Erfüllung vielfach auf erhebliche Schwierigkeiten stösst.
Erfahrungsgemäss steht nämlich für die Unter bringung solcher Federungsaggregate im Fahrzeugin nern kein verwendbarer Raum zur Verfügung und aussen am Fahrzeug selbst ist der Raum für die Unterbringung ebenfalls äusserst beschränkt. Das hat zur Folge, dass solche Federungsaggregate seitlich aussen am Fahrzeug untergebracht werden und dabei ist wiederum erwünscht, bzw. es ist vielfach Vor schrift, dass solche Federungsaggregate nicht zu sehr über, die seitlichen Begrenzungslinien des Fahrzeuges hinausragen.
Die Erfüllung solcher Bedingungen war aber bei den bekannten Ausbildungsformen solcher Einrich tungen immer mit Schwierigkeiten verbunden, weil die Abmessungen des einzelnen Federungsaggregates zu voluminös gestaltet werden mussten, da jeweils stets nur ein Druckzylinder Anwendung findet und dieser Druckzylinder bei jeder Laufradschwingachse aus naheliegenden Gründen sehr stark und auch gross dimensioniert sein musste und deshalb in der seit liches Anbringung am Fahrzeug stark auftrug.
Es ist Aufgabe der Erfindung, ein hydropneuma tisches Federungsaggregat anzugeben, welches die ge nannten Nachteile nicht aufweist.
Das erfindungsgemässe hydropneumatisch ar beitende Federungsaggregat für die einzelnen an Schwenkachsen gelagerten Laufräder schwerer Fahr zeuge, insbesondere Panzerfahrzeuge, bei denen für jede Schwenkachse ein in einem Druckzylinder oder Druckzylindern geführter, mit der Schwenkachse über eine Kolbenstange in Verbindung stehender Kolben unter der unmittelbaren und gleichzeitigen Beauf- schlagung eines nichtkompressiblen Mediums und eines kompressiblen Mediums steht und dabei beide Medien durch ein zwischengeschaltetes ausdehnbares Organ getrennt sind, ist dadurch gekennzeichnet, dass eine Mehrzahl von Zylindern, die als Druckspeicher wirken,
in seitlich unabhängiger Anordnung einem gemeinsamen Druckzylinder, in welchem der auf die Schwenkachse über eine Kolbenstange einwirkende Kolben seine Führung hat, derart zugeordnet sind, dass der Druckzylinder und die Druckspeicher eine zusammenhängende Einheit bilden. Es ist durch diese Ausbildung möglich, zwei Druckspeicher hintereinan der unter Zwischenschaltung des eigentlichen Druck zylinders anzubringen. Dadurch wird eine sehr flache Bauweise erzielt, die bei ihrer Unterbringung an den Seitenwänden des Fahrzeuges in der Breitenausdeh- nung des Fahrzeuges sehr wenig ausladet.
In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand beispielsweise veranschaulicht, und zwar ist Figur 1 ein Längsschnitt durch das Federungs aggregat und Figur 2 zeigt einen Grundriss.
Zu den beiden Seiten des Druckzylinders 8" sind im vorliegenden Fall zwei Druckspeicherkammern 8, 8' hintereinander angeordnet, und zwar so, dass der eigentliche Druckzylinder 8" zwischen diesen Druck speicherkammern 8, 8' untergebracht ist, wobei die Druckspeicherkammern 8, 8' und der Druckzylinder 8" ein zusammengehöriges Ganzes bilden. Die Druck speicherkammern 8, 8' bzw. deren mit Gas zu füllen den Räume sind durch Leitungen 9 miteinander ver bunden. Die Druckspeicherkammern 8, 8' erhalten eine komprimierte Luftfüllung.
Besondere Druckspei- cherblasen 7 trennen das aus der komprimierten Luft bestehende Luftpolster von dem zur Kraft und Be wegungsübertragung dienenden Ölvolumen, welches über die Überströmkanäle 4 im Zylinderkopf und über das Ringventil 3 auf den Kolben 5 einwirkt. Die beiden einander gegenüberstehenden Druckspei cher 8, 8' und der Zwischenzylinder 8" sind im Kopfteil durch kräftige Schraubendeckel 1 und 1' verschlossen. Eine in dem Schraubendeckel 1' vor gesehene Schraube 2 dient zur Entlüftung beim erst- maligen Füllen der Druckspeicher 8, 8' mit Öl.
Leicht metallscheiben 14 schützen die Druckspeicherblasen 7 vor dem Hineinpressen in die überströmkanäle. Der Zylinderkolben 5 ist mit Dichtmanschetten 6 aus gestattet und steht über ein Kugelgelenk 12 mit der nach allen Seiten schwenkbaren Kolbenstange 11 mit der Laufradschwenkachse in Verbindung. Die Fläche des so gebildeten Kugelgelenkes bis zur Dichtung 13 wird dabei ständig von Drucköl beaufschlagt und auf diese Weise geschmiert. Das untere Zylinderende taucht vorteilhaft in ein geschlossenes Schutzgehäuse 10 ein, welches den Hebelarm der Radschwinge, die Anlenkung an die Federung und das Zylinderinnere gegen äussere Einflüsse abschirmt.
Der Schutzmantel 16 ist von dem Federelement getrennt.
In die zylindrische Bohrung jeden Druckspeicher, 8, 8' ist eine Begrenzungsplatte 17 eingesetzt, die mit einer oder mehr Durchbohrungen solcher Grösse ver sehen sind, dass beim Durchtritt des kompressiblen Mediums auf dieses eine Drosselwirkung ausgeübt werden kann.
Nach dem vorstehend beschriebenen Ausführungs beispiel erfolgt die Abtrennung des kompressiblen Mediums (Gas) gegenüber dem nichtkompressiblen Medium (z. B. öl) durch ein zwischengeschaltetes elastisches Organ in Form einer Gummihaube.
In einer vorteilhaften Ausführungsform kann zu gleicher Zweckverfolgung aber eine Trennung beider Medien auch in der Weise bewirkt werden, dass das kompressible Medium in einen aus einem elastischen Werkstoff bestehenden Behälter eingefüllt ist, der geschlossen wird. Je ein solcher mit dem kompres- siblenMedium gefüllter Behälter, der die Form einer kugelförmigen oder eiförmigen Blase aus nachgiebi gem Material haben kann, wird in die beiden als Druckspeicher dienenden Zylinder eingesetzt, die zu beiden Seiten des gemeinsamen Druckzylinders vor gesehen sind.
Diese beiden, das kompressible Medium aufnehmenden Blasen werden dann durch ein zuzu führendes nichtkompressibles Medium beaufschlagt, das auf dem Weg über überströmkanäle zugeführt wird, die vom gemeinsamen Druckzylinder aus sich erstrecken.
1:i einer anderen Ausführungsform kann jedem der beiden Druckspeicher das nichtkompressible Me dium über ein strömungsabhängiges Ventil vom Druckzylinder aus zugeführt werden. Diese beiden strömungsabhängigen Ventile sind dabei so ausge bildet, dass bei ihnen eine drosselnde Führung des durchfliessenden nichtkompressiblen Mediums erziel bar ist.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Hydropneumatisch arbeitendes Federungsaggregat für die einzelnen an Schwenkachsen gelagerten Lauf räder schwerer Fahrzeuge, insbesondere Panzerfahr zeuge, bei denen für jede Schwenkachse ein in einem Druckzylinder oder Druckzylindern geführter, mit der Schwenkachse über eine Kolbenstange in Verbindung stehender Kolben unter der unmittelbaren und gleich- zeitigen Beaufschlagung eines nichtkompressiblen Me diums und eines kompressiblen Mediums steht und dabei beide Medien durch ein zwischengeschaltetes ausdehnbares Organ getrennt sind, dadurch gekenn zeichnet, dass eine Mehrzahl von Zylindern (8, 8'), die als Druckspeicher wirken, in seitlich unabhängiger Anordnung einem gemeinsamen Druckzylinder (8"),in welchem der auf die Schwenkachse über eine Kol benstange (11) einwirkende Kolben (5) seine Führung hat, derart zugeordnet sind, dass der Druckzylinder (8") und die Druckspeicher (8, 8') eine zusammen hängende Einheit bilden. UNTERANSPRUCH 1 Federungsaggregat nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Druckspeicher (8, 8') im Innern die durch ein elastisches Zwischenglied (7) getrennten kompressiblen und nichtkompressiblen Me dien aufnehmen und mit dem gemeinsamen Druck zylinder (8"), in der Längsachse des Fahrzeuges ge sehen, in einer Fluchtlinie hintereinander angeordnet sind, wobei sich der Druckzylinder (8") zwischen den Druckspeichern (8, 8') befindet.UNTERANSPRUCH 2 Federungsaggregat nach dem Patentanspruch und dem Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Zu- und Ableitung (4) des nichtkompressiblen Mediums am oberen Ende des Druckzylinders erfolgt und die Zu- und Überleitung bei den Druckspeichern (8, 8') zentrisch erfolgt. UNTERANSPRUCH 3 Federungsaggregat nach Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass als oberer Abschluss des zwi schen den beidseitigen Druckspeichern (8, 8') unter gebrachten Druckzylinders (8") ein mit konischem Auflagerand versehener, unter Federdruck auf einer entsprechenden konzentrischen Schulter (3') aufsitzen der Ventilteller (3) mit radialen Bohrungen (3") kleinen Durchmessers für eine zu drosselnde Führung des nichtkompressiblen Mediums dient.UNTERANSPRUCH 4 Federungsaggregat nach dem Patentanspruch und den Unteransprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeich net, dass die Entlüftung (2) des Druckzylinders, in welchem der die Verbindung zur Schwenkachse dienende Kolben (5) bewegt wird, in einem oberen Verschlussdeckel (1) vorgesehen ist und in an sich bekannter Weise erfolgt. UNTERANSPRUCH 5 Federungsaggregat nach dem Patentanspruch und dem Unteranspruch 1, gekennzeichnet durch eine in jeden einzelnen Druckspeicher (8, 8') einschiebbare, unten offene Büchse (4'), die in ihrer einzunehmenden Stellung in der Bohrung des Druckspeichers arretier bar ist und am unteren Büchsenrand (4") den Wulst rand einer aufstülpbaren Haube (7) aus elastischem Material aufnimmt.UNTERANSPRUCH 6 Ausbildung nach dem Unteranspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Aussenfläche der einschieb baren unten offenen Büchse (4') und die ent sprechende Bohrung des Druckspeichers (8, 8'), der die Büchse aufnimmt, solche Abmessungen besitzt, dass sich der Wulstrand der aufzustülpenden Haube (7) beim Einschieben in die zylindrische Bohrung des Druckspeichers (8 oder 8') festklemmt.UNTERANSPRUCH 7 Federungsaggregat nach dem Patentanspruch und den Unteransprüchen 1 und 6, dadurch gekennzeich net, dass als oberer Abschluss der Druckspeicher (8, 8') ein einschraubbarer Deckel (1') vorgesehen ist, dessen Abmessung, in der Länge gesehen, derart ist, dass die eingeschobene, den Rand der elastischen Haube (7) aufnehmende und die Zuführung für das nichtkompressible Medium enthaltene von oben her einschiebbare Büchse (4') in ihrer eingenommenen Stellung gegen axiale Verschiebung, gegebenenfalls auch abgedichtet, gesichert ist.UNTERANSPRUCH 8 Federungsaggregat nach Unteranspruch 5, 6 und 7, dadurch gekennzeichnet, dass die in der Druck speicherbohrung eingebrachte, aus elastischem Mate rial bestehende Haube (7), die an der den Abschluss jeden Druckspeichers bildenden Büchse an deren un teren Rand festgeklemmt ist, am Boden eine einknöpf- bare, mit ihrer Fläche nach innen weisende Scheibe (14) besitzt, die einen solchen Durchmesser hat, dass sie die Zuführungsöffnung für das nichtkompressible Medium beim Durchdrücken der Haube in Richtung dieser Einmündungsöffnung abschliesst.UNTERANSPRUCH 9 Federungsaggregat nach Unteranspruch 8, da durch gekennzeichnet, dass in die zylindrische Boh rung jeden Druckspeichers (8, 8') eine Begrenzungs platte (17) eingesetzt ist, die mit Durchbohrungen (1T) solcher Grösse versehen ist, dass beim Durch tritt des kompressiblen Mediums auf dieses eine Drosselwirkung ausgeübt werden kann.UNTERANSPRUCH 10 Federungsaggregat nach dem Patentanspruch und den Unteransprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeich net, dass das kompressible Medium in Behältern aus einem elastischen Werkstoff untergebracht ist und je ein solcher Behälter in die Druckspeicher (8, 8') eingesetzt wird, wobei das diese Behälter zu- beauf- schlagende nichtkompressible Druckmedium durch den Druckspeichern zugeordnete strömungsabhängige Einzelventile mit Drosselwirkung zugeführt wird.
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