CH401232A - Einrichtung zur Feldschwächung von Fahrmotoren für elektrische Triebfahrzeuge - Google Patents
Einrichtung zur Feldschwächung von Fahrmotoren für elektrische TriebfahrzeugeInfo
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Description
Einrichtung zur Feldschwächung von Fahrmotoren für elektrische Triebfahrzeuge Die Erfindung bezieht sich auf eine Einrichtung zum stufenlosen Regeln der Feldschwächung von Fahrmotoren mit Reihenschlusswicklung für elektri sche Triebfahrzeuge während beliebiger Betriebszu stände.
Bei Fahrmotoren für Gleichstrom- oder Gleich richterfahrzeuge ist zur Erweiterung der Spannungs steuerung durch Veränderung der Motorklemmen- spannung auch die Feldsteuerung üblich, für die bis her entweder Teile der Feldwicklung stufenweise kurzgeschlossen oder der Feldwicklung Widerstände parallel geschaltet werden. Beide Arten der Feld steuerung haben den Nachteil, .dass eine kontinuier liche Änderung des Erregerflusses im Fahrmotor nicht möglich ist.
Erfindungsgemäss wird jeder Reihenschlusswick- lung ein taktweise zu schaltender Parallelpfad zuge ordnet. In vorteilhafter Weiterbildung dieser Erfin dung enthält der Parallelpfad mindestens ein steuer bares Widerstandselement, gegebenenfalls mit einem ohmschen Vorwiders.tand. In ebenfalls vorteilhafter Weise wird ein vorzugsweise kontaktloses Steuergerät als Taktgeber für Beeinflussung .des steuerbaren Wi derstandselementes vorgesdhen, wobei als steuerbare Widerstandselemente an sich bekannte Halbleiter stromtore verwendet sind,
denen zur Löschung des Stromes Löschkondensatoren und Hilfsstromhore parallel geschaltet werden. Ferner ist es vorteilhaft, der Reihenschlusswicklung jedes Fahrmotors .eine Diode in Sperrichtung parallelzuschalten, die wäh rend der Öffnungszeiten der steuerbaren Elemente als Nullanode den durch den Abbau des magneti schen Feldes in der Reihenschlusswicklung entste henden Ausgleichsstrom übernimmt.
Durch die Einrichtung nach der Erfindung ist es erstmals möglich, den von der Hauptfeldwicklung erzeugten Fluss stufenlos einzustellen. Hierbei ist der Aufwand an Steuerleistung für die Beeinflussung der Widerstandselemente sdhr klein, so dass die Feldschwächung praktisch verlustlos eingestellt wer den kann.
Nachstehend seien zwei Ausführungsbeispiele der Erfindung beschrieben.
In Fig. 1 ist ein Fahrmotor als Teil eines Fahr oder Bremskreises dargestellt, dessen Reihenschluss- wicklung Einrichtungen zur Feldschwächung parallel geschaltet sind. Der Fahrmotoranker 1 und seine Feldwicklung 2 liegen an einer Gleichspannung U, die einen Strom in Richtung des Pfeiles J erzeugt. Parallel zur Feldwicklung 2 des Fahrmotors 1 liegt die Reihenschaltung eines ohmschen Feldwiderstan des 3, eines steuerbaren Elementes 4 und einer Si cherung 5.
In einem weiteren Parallelpfad liegt eine Diode 6 in Sperrichtung. Ausserdem ist noch parallel zum steuerbaren Element 4 und der Sicherung 5 ein Löschkreis 7 parallel geschaltet, der in an sich be kannter Weise mit Löschkondensatoren und Hüfs- s.tromtoren ausgeführt ist.
Das steuerbare Element 4 ist im Falle der Fig. 1 ein an sich bekanntes Halbleiterstrom.tor, dessen In nenwiderstand durch das Anlegen der Steuerspan nung herabgesetzt wird. An Stelle des Halbleiter stromtores 4 und dem Löschkreis 7 kann aber bei spielsweise auch ein magnetfeldabhängiger Wider stand gesetzt werden, dem als Steuergrösse nicht eine Spannung, sondern ein Strom zugeführt ist. Auch ist es denkbar, an Stelle des Stromtores einen steuer baren Halbleiter, nach Art der bekannten Transisto- ren zu verwenden.
Es können als steuerbare Wider standselemente im Sinne dieser Anmeldung auch kristalline Festkörper verstanden werden., die in ,rei nem Zustand in .der Nähe des absoluten Nullpunktes der Temperatur isolieren, bei höheren Temperaturen jedoch entweder eine eindeutig nachweisbare elek tronische Leitfähigkeit besitzen, bzw. durch Störung eines idealen Gitteraufbaues eine Leitfähigkeit er halten oder welche zumindest durch äussere Ein wirkung eine Leitfähigkeit erzeugen können.
Das magnetisch und/oder elektronisch steuerbare Wider standselement soll im wesentlichen eine einkristal line Struktur besitzen und in einem Verhältnis der beiden Grenzwiderstände von mindestens 1 : 10 in Verbindung mit besonderen Mitteln zu verwenden sein, welche die Verlustenergie des Halbleiterkörpers in der übergangszeit vom grössten .auf kleinsten Strom (ausschalten) und/oder umgekehrt (einschal ten) verringern.
Zur Vorgabe des Schalttaktes, in ,dem das steuer bare Widerstandselement seinen inneren Widerstand zwischen einem Grösstwert und einem Kleinstwert verändern soll, ist ein vorzugsweise kontaktloses Steuergerät 8 vorgesehen, das bei Anlegen einer Steuergrösse die Impulsfrequenz bei konstanter Im pulslänge zu verändern gestattet oder bei veränder licher Impulslänge eine konstante Impulsfrequenz einhält.
Durch die Wirkung dieses Steuergerätes wird die Feldwicklung 2 periodisch durch .den Widerstand 5 kurzgeschlossen. Zur Verminderung der Spannungs beanspruchung der Feldwicklung und zum Ausgleich der durch den Abbau des magnetischen Feldes in der Reihenschlusswicklung entstehenden Ausgleichs stromes dient die Nullanode 6. Diese sdhliess.t die Feldwicklung bei Beginn der stromlosen Phase im Feldwiderstand 3 kurz.
Sofern als steuerbare Halbleiter solche mit Stromtorverhalten verwendet sind, muss, um bei Zündversagern ein völliges Kurzschliessen. der Wick lung zu vermeiden, in dem durch das Stromtor ge bildeten Parallelpfad der Widerstand 3 verwendet werden, dessen Grösse sich nach dem geringsten zu lässigen Erregergrad richtet. Bei anderen Arten steuerbarer Widerstandselemente kann der Wider stand 3 gegebenenfalls entfallen.
Beim Springen des Bügels im Feldsteuerbereich wird die Zündung der Stromtore in Abhängigkeit eines Nullspannungskriteriums unterbrochen. Damit muss der wiederkehrende Strom in seiner vollen Stärke über die Feldwicklung fliessen. Die Gefahr des Auftretens von Rundfeuer bei Bügelspringen ist damit beseitigt.
In Fig. 2 ist eine Einrichtung nach der Erfin dung dargestellt, die ohne Änderung der. Feldkreise zur Regelung einer elektrischen Kurzschlussbremse verwendet ist. In dieser Schaltung entsprechen die den Reihenschlusswicklungen der Fahrmotoren pa- rallel geschalteten Elemente der aus der Fig. 1 be kannten Ausführung, jedoch sind zusätzlich die bei den Fahrmotorkreise der Kurzschlussbremse mit den Indizes<I>a</I> und<I>b</I> bezeichnet.
Ausserdem liegt in Serie zu jedem der beiden Fährmotoranker <I>la bzw.</I> 1b ein Bremswiderstand 9a bzw. 9b. Die Feldwider stände 3 können ganz oder teilweise als Verbund widerstände benutzt werden, an denen die Erreger spannung für die Feldwicklungen abfällt. In den bei den Ankerkreisen, bestehend aus dem Fahrmotor- anke.r 1 und den Bremswiderständen 9, fliesst der volle Bremsstrom, während die Feldwiderstände 3 zusätzlich zum Bremsstrom auch für den Erreger strom bemessen sein müssen.
Durch periodisches Einschalten der steuerbaren Widerstandselemente wird in der bereits geschilderten Weise der Feld strom beeinflusst. Diese Bremsschaltung hat den Vorteil, dass die Bremskraft einer gewünschten Bremscharakteristik ohne Schwierigkeiten angepasst werden kann, ohne den Bremswiderstand während des Schaltvorganges zu verkleinern.
Ist, abweichend von der in Fig. 2 dargestellten Schaltung, eine Ver- bundwirkung zur Verringerung des Regelbereiches nicht erwünscht, so müssen die Feldwiderstände 3 zwischen den Punkten<I>a</I> bzw.<I>b</I> der Bremsschaltung und den Stromtoren 4a bzw. 4b gehegt werden.
In den Fig. 3 und 4 sind Abwandlungen der .in Fig. 2 dargestellten Bremsschaltung gezeigt. Zu der Schaltung nach Fig. 4 ist zu sagen, dass der Erreger strom hier nicht an einem Widerstand, sondern an dem Gleichrichter 10 abgegriffen ist. Als Gleichrich ter eignen sich für diesen Fall besonders die Fahr motoren-Gleichrichter von Wechselstrom@lokomotiven, da diese Gleichrichter einen ausgeprägten Schwell- wert besitzen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Einrichtung zum stufenlosen Regeln der Feld schwächung von Fahrmotoren mit Reihenschhuss- wicklung für elektrische Triebfahrzeuge während be- liebier Betriebszustände, dadurch gekennzeichnet, dass' jeder Reihensch@lusswicklung ein taktweise zu schaltender Parallelpfad zugeordnet ist.UNTERANSPRÜCHE 1. Einrichtung nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass jeder Reihenschlusswicklun.g eine Diode in Sperrichtung für die normale Erregerstrom richtung parallel geschaltet ist, die während der Öff nungszeiten der steuerbaren Widerstandselemente als Nullanode den durch den Abbau des magnetischen Feldes in der Reihenschlusswicklung entstehenden Ausgleichstrom fliessen lässt.2. Einrichtung nach Patentanspruch, dadurch ge- kennzeichnet, dass der Parallelpfad mindestens ein steuerbares Widerstandselement, gegebenenfalls mit einem ohms.chen Vorwiderstand, enthält. 3. Einrichtung nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, .dass das steuerbare Widerstands element in Steuerabhängigkeit von einem vorzugs weise kontaktlosen Steuergerät als Taktgeber ge bracht ist. 4.Einrichtung nach den Unteransprüchen. 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, dass als steuerbare Wi- derstandselemente Halbleiterstromtor$ dienen, de nen zur Löschung des Stromes Löschkondensatoren; und Hilfss@tromtore parallel geschaltet ,sind. 5.Einrichtung nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Wert des Vorwiderstandes im Hinblick auf die höchst zulässige Feldschwächung bestimmt ist.
Applications Claiming Priority (1)
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1963
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