CH366293A - Verfahren zur witterungsabhängigen Beeinflussung der Oberflächentemperatur derEisschicht auf der Fahrbahnplatte einer Kunsteisbahn und Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens - Google Patents

Verfahren zur witterungsabhängigen Beeinflussung der Oberflächentemperatur derEisschicht auf der Fahrbahnplatte einer Kunsteisbahn und Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens

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CH366293A
CH366293A CH6644458A CH6644458A CH366293A CH 366293 A CH366293 A CH 366293A CH 6644458 A CH6644458 A CH 6644458A CH 6644458 A CH6644458 A CH 6644458A CH 366293 A CH366293 A CH 366293A
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F25REFRIGERATION OR COOLING; COMBINED HEATING AND REFRIGERATION SYSTEMS; HEAT PUMP SYSTEMS; MANUFACTURE OR STORAGE OF ICE; LIQUEFACTION SOLIDIFICATION OF GASES
    • F25CPRODUCING, WORKING OR HANDLING ICE
    • F25C3/00Processes or apparatus specially adapted for producing ice or snow for winter sports or similar recreational purposes, e.g. for sporting installations; Producing artificial snow
    • F25C3/02Processes or apparatus specially adapted for producing ice or snow for winter sports or similar recreational purposes, e.g. for sporting installations; Producing artificial snow for ice rinks

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Description


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 Verfahren zur witterungsabhängigen Beeinflussung der Oberflächentemperatur der Eisschicht auf der Fahrbahnplatte einer Kunsteisbahn und Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens Das Patent betrifft ein Verfahren zur witterungsabhängigen Beeinflussung der Oberflächentemperatur der Eisschicht auf der Fahrbahnplatte einer Kunsteisbahn sowie eine Vorrichtung zur    Durchführung   des Verfahrens. Das Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, dass die Temperatur des die    Kühlrohre   der Fahrbahnplatte durchströmenden    Kühlmittels   nach Massgabe mindestens einer thermischen Grösse beeinflusst wird, welche an einem die thermischen Verhältnisse von Fahrbahnplatte und Eisschicht nachbildenden Modellkörper gemessen wird. 



  Die erfindungsgemässe Vorrichtung zur Durchführung des    Verfahrens   ist    gekennzeichnet   durch einen die thermischen Verhältnisse von Fahrbahnplatte und darauf befindlicher Eisschicht nachbildenden Modellkörper, der eine der freien Atmosphäre und freier Einstrahlung ausgesetzte, zur Oberfläche der Eisbahn annähernd parallele Oberseite aufweist, sowie durch Mittel zum Messen mindestens einer thermischen Grösse am Modellkörper, welche Mittel auf ein die Temperatur des den Kühlrohren der Fahrbahnplatte zuströmenden    Kühlmittels   beeinflussendes Organ einwirken. 



  Das Verfahren nach der Erfindung wird nachstehend anhand der Zeichnung in mehreren Ausführungsbeispielen näher erläutert. Es zeigen:    Fig.   1 in schematischer Darstellung eine Kunsteisbahnanlage, bei welcher die Temperatur des die Kühlrohre der Anlage durchströmenden    Kühlmittels   nach Massgabe der auf einen Modellkörper einfallenden Wärmemenge beeinflusst wird,    Fig.   2 einen Schnitt durch die Fahrbahnplatte mit darauf ruhender Eisschicht,    Fig.3   eine graphische Darstellung der    Tempe-      raturverhältnisse   in der Fahrbahnplatte und in der Eisschicht,    Fig.   4 eine Ausführungsform eines auf der Fahrbahnplatte aufgebauten Modellkörpers im Schnitt,

      Fig.5   eine graphische Darstellung der Temperaturverhältnisse im    Modellkörper   nach    Fig.4   und    Fig.   6 eine weitere Ausführungsform des Modellkörpers. 



  Die    Kunsteisbahnanlage      (Fig.   1) besitzt eine Fahrbahnplatte 1, in welcher Kühlrohre 2 eingebettet sind. Den Kühlrohren 2 wird mit Hilfe der Pumpe 3 aus dem    Sammelbehälter   4 ein Kühlmittel - in vorliegendem Falle flüssiges Ammoniak - durch die Leitung 5 zugeführt, das in den Kühlrohren 2 unter Wärmeentzug aus der Fahrbahnplatte 1 verdampft und hernach durch die Leitung 6 in den Dampfraum des Sammelbehälters 4 zurückströmt. Der Kompressor K saugt durch die Leitung 7    gasförmige      Kühlmittel   aus dem Dampfraum des    Sammelbehäl-      ters   4, worauf das Kühlmittel in verdichtetem Zustand durch die Leitung 8 in den Kondensator 9 gelangt.

   Hier wird das    Kühlmittel   durch Wärmeaustausch    verflüssigt   und strömt durch die Leitung 10 in den Sammelbehälter 4 zurück. In der Leitung 10 befindet sich ein    Kondensatorableiter   11. Der Kompressor K wird durch den Elektromotor M angetrieben; die Antriebsdrehzahl und damit die Leistung des Kompressors kann    durchBürstenverstellung   variiert werden. 



  Der Betrieb der geschilderten Anlage erfolgt so, dass zunächst durch die Veränderung der    Kompres-      sorleistung   der Druck im    NH3   Sammelbehälter 4 und    damit   auch die    Verdampfungstemperatur   des Kühlmittels in den Kühlrohren 2 konstant gehalten wird. Zu diesem Zweck ist ein den Druckfühler 12, die Signalleitung 13, den Regler R, die    Signalleitung   14 und den    Servomotor   15 aufweisenden    Regelkreis   vorhanden; der Servomotor 15 ist    mit   der Vor- 

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    richtung   zur Bürstenverstellung am Motor M gekuppelt.

   Diese arbeitet so, dass bei einer Verstellung des Servomotors 15 im Sinne einer Drehzahlverminderung nach Erreichen der kleinsten Betriebsdrehzahl der Motor abgeschaltet wird. Die Wirkungsweise der geschilderten Anordnung ist derart, dass bei zunehmender    Verdampfungstemperatur   des Kühlmittels der Kompressor K mit einer höheren Drehzahl angetrieben wird und umgekehrt. Der Sollwert der    Verdampfungstemperatur   kann hierbei durch Drehen des Handrades an dem mit dem Regler R verbundenen Gerät 16    beliebig   eingestellt werden. 



  Da die    Verdampfungstemperatur   des    Kühlmittels   bei verschiedenen klimatischen Verhältnissen verschieden gewählt werden muss, um eine konstante    Oberflächentemperatur   des Eises und damit auch eine konstante Eisqualität zu erhalten, wird der    Sollwert   der    Verdampfungstemperatur   durch ein Klimagerät KG    bestimmt   und dem Regler R mit    Hilfe   der Signalleitung 17 übertragen. Diese Sollwertveränderungen überlagern sich dem Einstellwert des Gerätes 16 und bewirken eine konstante Oberflächentemperatur des Eises.

   Vorteilhaft kann das Klimagerät KG die    Sollwertverstellung   nicht nur nach den die Eistemperatur    beeinflussenden   Grössen verstellen,    sondern   auch noch nach Massgabe deren    Änderungsgeschwindigkeit.   Bei einer raschen Änderung der Aussentemperatur, z. B. bei Föhneinbruch, wird dann eine viel stärkere    Kälteleistung   zugeschaltet, als der momentanen Aussentemperatur entspricht. Damit kann der    Trägheit   der Fahrbahnplatte 1 entgegengewirkt werden. 



  Zum Verständnis der Wirkungsweise des    Klima-      gerätes   KG sollen anhand der    Fig.   2 und 3 die Temperaturverhältnisse in der Eisschicht und in der Fahrbahnplatte betrachtet werden.    Fig.2   zeigt schematisch im Schnitt die aus Beton bestehende Fahrbahnplatte 1 mit den in ihr eingebetteten Kühlrohren 2 und der auf ihr ruhenden Eisschicht 21.

   Die Differenz zwischen der Oberflächentemperatur    tE   des Eises und der    Verdampfungstemperatur      tv   des Kühlmittels in den Rohren 2 ist im wesentlichen von der pro    m2   und Stunde einfallenden, durch die Pfeile 22 angedeuteten Wärmemenge    qE,   von der Dicke    d.   der Eisschicht, der Dicke    dB   der Betonschicht zwischen den Mittelachsen der Rohre 2 und der Oberseite der Platte 1 und von der Wärmeleitzahl 4 des Eises und der Wärmeleitzahl    ?r   des Betons    abhängig.   Es gilt die folgende Beziehung:

   
 EMI2.31 
 Hieraus lassen sich für die    Verdampfungstempe-      ratur      tv   und für die Temperatur    tE   an der Oberfläche der Eisschicht folgende Beziehungen ableiten: 
 EMI2.36 
 
 EMI2.37 
 Wie    aus   diesen Gleichungen hervorgeht, hat die einfallende Wärmemenge    qr   den hauptsächlichen Einfluss auf die Differenz zwischen der Oberflächentemperatur des Eises und der    Verdampfungstempe-      ratur   des Kühlmittels.

   Gelingt es,    qE   direkt zu messen, so muss einfach die    Verdampfungstemperatur   entsprechend der    Gleichung   (2) proportional zu    qI;   gesteuert werden, um unabhängig der Witterung eine konstante Temperatur an der Eisoberfläche zu erhalten. Der    Proportionalitätsfaktor   zwischen    Ver-      dampfungstemperatur      tv-   und einfallender Wärmemenge    qr   ist allerdings noch von der unter Umständen variablen Eisdicke    dr   abhängig.

   Deren Einfluss ist aber nur gering und kann beispielsweise durch das den    Cbertragungsfaktor   des Klimagerätes beeinflussende, mit Hilfe des Handrades einstellbare Gerät 23    (Fig.   1) berücksichtigt werden. 



  Die Kurve a in    Fig.   3 veranschaulicht den Temperaturverlauf in der Fahrbahnplatte 1 und der Eisschicht. Die Temperatur    tp   ist die Temperatur an der Oberseite der Fahrbahnplatte. 



  Erfindungsgemäss wird zur Messung der einfallenden Wärmemenge ein die thermischen Verhältnisse von Eisschicht und Fahrbahnplatte nachbildender Modellkörper verwendet. Dieser besitzt einen beispielsweise    quaderförmigen   Körper 25    (Fig.4),   der direkt auf die Platte 1 aufgebracht wird und der im vorliegenden Falle zusammen mit dem durch strichpunktierte Linien 26 angedeuteten Teil der Platte den eigentlichen Modellkörper bildet. Die Oberseite des Modellkörpers ist annähernd parallel der Oberfläche der Eisschicht 21. Die Dicke    duz   am Körper 25 ist grösser als die Dicke der Eisschicht 21 und soll verhindern, dass der Modellkörper mit Wasser überspült wird.

   Auf Grund der für den Wärmedurchgang durch feste Körper geltenden Beziehungen kann leicht eingesehen werden, dass wenn das Verhältnis der Dicke    d.#t   am Körper 25 zur mittleren Dicke    d*,   der Eisschicht 21 gleich dem    Verhältnis   der Wärmeleitzahlen des Körpers 25 und der Eisschicht 21 ist - sich auf der Oberseite 27 des Modellkörpers jeweils die gleiche Temperatur wie an der Eisoberfläche einstellt, wenn beide Oberflächen den gleichen klimatischen Verhältnissen ausgesetzt sind. Da, wie vorerwähnt, die Oberseite 27 des Modellkörpers die Eisschicht überragt, muss nach dem Vorhergesagten das zur Herstellung des Körpers 25 verwendete Material eine grössere Wärmeleitfähigkeit als die Eisschicht besitzen. 



  Die Kurve b in    Fig.   5 veranschaulicht die Temperaturverhältnisse im Modellkörper. Das Kurvenstück zwischen der Temperatur    tv   und der Temperatur    tp   entspricht demjenigen in    Fig.3;   das anschliessende Kurvenstück bis zur Temperatur    tE   weist in    Fig.   5 die grössere Neigung als in    Fig.   3 auf, da die Wärmeleitzahl    @u   des Körpers 25 grösser ist als 

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 diejenige der Eisschicht 21; ferner ist sie grösser als diejenige von Beton. 



  Weil der Modellkörper und die Eisschicht auf der Fahrbahnplatte den gleichen Witterungsgrössen wie Aussentemperatur, Wind, Sonnenbestrahlung, Luftfeuchtigkeit ausgesetzt sind und weil der Modellkörper die gleiche Temperatur an    seiner   zur Eisfläche parallelen Oberseite wie die Eisschicht besitzt, so fällt auf den Modellkörper auch die gleiche Wärmemenge ein wie auf die Eisschicht. Diese Wärmemenge kann nun aber in einfacher Weise durch die Messung der    Temperaturdifferenz      dtm   von zwei in verschiedener Tiefe im    Modellkörper   liegenden    Temperaturmessstellen   ermittelt werden. Hierzu können beispielsweise    Thermoelemente   28 und 29 vorhanden sein, deren Abstand in Richtung des einfallenden Wärmestromes    di,   beträgt.

   Für die einfallende Wärmemenge    qE      gilt:   
 EMI3.10 
 Es empfiehlt sich, diese beiden    Messstellen   28 und 29 möglichst nahe an die Oberseite des Modellkörpers zu legen; Änderungen des Wärmestromes können dann praktisch verzögerungsfrei ermittelt werden. 



  Um eine konstante Temperatur an der Eisoberfläche zu erhalten, muss in der Anordnung nach    Fig.   1 das Klimagerät KG lediglich den    Sollwert   der    Verdampfungstemperatur      tv   des Kühlmittels proportional zur gemessenen Temperaturdifferenz d    tn   und allenfalls - wie bereits erwähnt - auch proportional zur Änderungsgeschwindigkeit von d    t32   einstellen. Zu diesem Zweck sind die    Temperaturfühler   28 und 29 des in    Fig.   1    ebenfalls   schematisch eingezeichneten Modellkörpers mit einem Organ 30 verbunden, in welchem die Differenz d    tm   gebildet wird.

   Ein dieser Differenz proportionales Signal wird durch die Signalleitung 31 zum Klimagerät KG gesandt und bewirkt auf geschilderte Weise eine Ver- änderung des eingestellten Sollwertes der    Ver-      dampfungstemperatur      tv   im Sinne einer Konstanthaltung der Oberflächentemperatur der Eisschicht 21 bzw. des Modellkörpers. Die hierzu notwendige Änderung der    Kompressorleistung   wird dann automatisch mit Hilfe des Regelkreises 12, 13, R, 14 und 15 herbeigeführt. 



  Die geschilderte Verwendung eines die thermischen Verhältnisse von Eisschicht und Fahrbahnplatte nachbildenden Modellkörpers ermöglicht, sämtliche klimatischen Einflüsse auf die Messung einer einzigen Temperaturdifferenz zurückzuführen. Es werden nun nicht mehr die einzelnen Grössen wie Wind Sonnenstrahlung, Aussentemperatur, Luftfeuchtigkeit einzeln ermittelt, sondern es wird ihre gesamte Auswirkung auf den Wärmestrom in der Fahrbahnplatte direkt gemessen. 



  Bei der geschilderten Regelungsart wird die    Ver-      dampfungstemperatur   so verändert, dass die Eis-    temperatur   etwa konstant bleibt. Es handelt sich also um eine Steuerung und nicht um eine eigentliche Regelung. In einer weiteren Ausführungsform der Erfindung kann    zusätzlich   die Oberflächentemperatur am Modellkörper gemessen werden und ein weiterer Regler zum Ausgleich    allfälliger   Ungenauigkeiten der    geschilderten   Steuerung vorgesehen sein, der zusätzlich so auf die    Verdampfungstempe-      ratur   einwirkt, dass die gemessene Oberflächentemperatur und damit auch die Eistemperatur    immer   konstant bleibt.

   Eine solche Anordnung ist in    Fig.   1 schematisch angedeutet, und zwar misst dort der Fühler 28 direkt die Oberflächentemperatur. Ein dem gemessenen Wert entsprechendes Signal wird über die Leitung 32 dem Regler    R1   gesandt, dessen Ausgang über die Signalleitung 32 mit der Signalleitung 17 verbunden ist. Die Regler    R1   und R sind vorzugsweise PI-Regler. 



  Es sei erwähnt, dass die Differentialwirkung des Klimagerätes KG nicht    unbedingt   notwendig ist. Durch die geschilderte Regelung der    Verdampfungs-      temperaturen   wird bei einer    Sollwertverstellung   bereits eine starke    übersteuerung   der Kompressorleistung erreicht. Weil sich die    Verdampfungstempe-      ratur   nur verhältnismässig träge verändern kann, ist es möglich, den Regler R mit einem sehr kleinen    Proportionalband   auszustatten. Dies bedeutet, dass schon bei einer kleinen Abweichung vom Sollwert die ganze    Kompressorleistung   ein- oder abgeschaltet wird. Bei einer Verstellung des Sollwertes selbst durch das Klimagerät ergeben sich entsprechende Verhältnisse.

   Bei einem raschen Temperaturanstieg nimmt auch die einfallende Wärmemenge    qE   rasch zu und der Sollwert wird so stark verstellt, dass die volle    Kompressorleistung   eingeschaltet wird. Damit dürfte in vielen Fällen    ein   differentialer Einfluss im Klimagerät überflüssig sein. 



  Anderseits wäre es auch möglich, die Messung der einfallenden Wärmemenge überhaupt wegzulassen und direkt von der Oberflächentemperatur im    Modellkörper   aus die    Kompressorleistung   zu steuern. Eine solche Regelungsart ist besonders einfach, doch arbeitet sie verhältnismässig träge, weil    nm   Regelkreis die gesamte Trägheit der Fahrbahnplatte eingeschlossen ist. 



  Eine weitere Ausführungsform besteht darin, dass in Funktion von der    einfallenden   Wärmemenge nicht die    Verdampfungstemperatur,      sondern   direkt die Kälteleistung des oder der Kompressoren eingestellt wird. Diese    Regelungsart   besitzt den Vorteil, dass sie einen    wirtschaftlichen   Betrieb der Kunsteisbahnanlage gewährleistet, indem die erzeugte totale Kälteleistung genau der einfallenden Wärmemenge angepasst wird.

   Allerdings wird hierbei die Eistemperatur nicht mehr berücksichtigt, so dass diese bei raschen    Aussentemperaturschwankungen   unter Umständen nicht    unwesentlich      variieren   kann, weil der Wärmeträgheit des ganzen    Fahrbahnplattensystems   nicht entgegengewirkt wird. 

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 Es ist nicht erforderlich, dass die Fahrbahnplatte einen Bestandteil des    Modellkörpers   bildet. So ist es ohne weiteres möglich, den Modellkörper ausserhalb der Fahrbahnplatte - z. B. auf dem Dach des Betriebsgebäudes - aufzustellen.

   Bei einer solchen    Ausführungsform      (Fig.   6) ist der Modellunterteil durch    Kühlrohre   41 gekühlt, welche von einem Kühlmittel etwa gleicher Temperatur wie diejenige des durch die Kühlrohre der Fahrbahnplatte strömenden Kühlmittels durchströmt wird.

   Insbesondere können die Kühlrohre durch das gleiche    Kühlmittel   wie dasjenige für die    Fahnbahnplatte   durchströmt sein, indem eine    Teilmenge   aus dem Kühlmittelkreislauf abgezweigt    wird.   Zur Nachbildung der thermischen Verhältnisse ist es ferner nötig, dass der Abstand    d'31   zwischen den Achsen der Kühlrohre des Modellkörpers und dessen Oberseite 42 einen solchen    Wert   besitzt, dass sich dieser Abstand zum Abstand zwischen den Achsen der Kühlrohre der Fahrbahnplatte und der    Eisoberfläche   etwa verhält wie die    resultierende   Wärmeleitzahl des Modellkörpers zur resultierenden Wärmeleitzahl von Fahrbahnplatte und Eisschicht.

   Hierbei ist    die   resultierende Wärmeleitzahl eines mehrschichtigen Modellkörpers wie folgt    definiert:   
 EMI4.15 
 wobei    s   d die    Summe   der Dicke der einzelnen Schichten und -v    d))?   die Summe der Quotienten aus Dicke und Wärmeleitzahl jeder Schicht bedeutet. Ist die obengenannte    Voraussetzung   erfüllt, so weist der    Modellkörper   die gleiche    Oberflächentemperatur   wie die Eisschicht auf. 



  Bei der Wahl des Materials für den Modellkörper ist darauf zu achten, dass dessen Wärmeleitzahl eine solche Dicke des Modellkörpers ergibt, dass sich die    Messorgane   zur Messung der betreffenden thermischen Grösse leicht unterbringen lassen. Der Modellkörper kann auch aus Schichten verschiedenen Materials hergestellt sein, wobei jeweils die resultierende Wärmeleitzahl massgebend für die gesamte Dicke ist. Insbesondere kann der Modellkörper auch aus Eis bestehen. 



  Es empfiehlt sich, die Seitenflächen des Modellkörpers gegen Wärmeeinfall zu isolieren. Eine solche Isolation ist in    Fig.   6 mit 43 bezeichnet. 



  Da die Oberseite des Modellkörpers die gleiche Temperatur wie die    Oberfläche   der Eisschicht aufweist - z. B.    minus   1  C - so lässt sich nicht verhindern, dass eine    Reifbildung   entsteht. Ein Reifbelag einer gewissen Dicke kann ohne weiteres als Bestandteil des    Modellkörpers   in Betracht gezogen werden; eine die vorbestimmte Dicke überschreitende    Reifdicke   muss jedoch entfernt werden. Dies kann auf irgendeine Weise mit geeigneten,    vorteilhaft   selbsttätig arbeitenden mechanischen    Mitteln   erfolgen. 



  Die Erfindung ist nicht auf die geschilderten Ausführungsbeispiele beschränkt. Die beschriebenen    Regelungsarten   lassen sich noch dadurch ausbauen, dass die Temperatur des die Kühlrohre der Fahrbahnplatte durchströmenden Kühlmittels zusätzlich nach Massgabe einer direkt gemessenen klimatischen Zustandsgrösse    beeinflusst   wird, z. B. nach Massgabe der    Aussenlufttemperatur.   Ferner ist es    unter   Umständen vorteilhaft, der Beeinflussung der Temperatur des Kühlmittels eine    Programmsteuerung   zu überlagern, die beispielsweise auf den mittleren Verlauf der Tagestemperatur ausgerichtet ist.

   Ferner kann die Erfindung auch bei Eisbahnen angewendet werden, die nicht mit direkter Verdampfung eines    Kühlmittels   in den Kühlrohren, sondern mit Solekühlung arbeiten. Schliesslich sei festgehalten, dass nicht unbedingt die Temperatur des    Kühlmittels   zur Kühlung der Fahrbahnplatte direkt beeinflusst werden muss, sondern dass irgendeine andere, mit ihr jedoch in gesetzmässigem Zusammenhang stehende Betriebsgrösse durch die am Modellkörper gemessene Grösse beeinflusst werden kann.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE I. Verfahren zur witterungsabhängigen Beeinflussung der Oberflächentemperatur der Eisschicht auf der Fahrbahnplatte einer Kunsteisbahn, dadurch gekennzeichnet, dass die Temperatur des die Kühlrohre der Fahrbahnplatte durchströmenden Kühlmittels nach Massgabe mindestens einer thermischen Grösse beeinflusst wird, welche an einem die thermischen Verhältnisse von Fahrbahnplatte und Eisschicht nachbildenden Modellkörper gemessen wird.
    II. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Patentanspruch I, gekennzeichnet durch einen die thermischen Verhältnisse von Fahrbahnplatte und darauf befindlicher Eisschicht nachbildenden Modellkörper, der eine der freien Atmosphäre und freier Einstrahlung ausgesetzte, zur Oberfläche der Eisbahn annähernd parallele Oberseite aufweist, sowie durch Mittel zum Messen mindestens einer thermischen Grösse am Modellkörper, welche Mittel auf ein die Temperatur des den Kühlrohren der Fahrbahnplatte zuströmenden Kühlmittels beeinflussendes Organ einwirken. UNTERANSPRÜCHE 1.
    Verfahren nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Modellkörper in seinem Unterteil durch ein Kühlmittel gleicher Temperatur wie diejenige des durch die Kühlrohre der Fahrbahnplatte strömenden Kühlmittels gekühlt wird und dass die Dicke des Modellkörpers - gemessen zwischen seiner Oberseite und der Kühlstelle im Unterteil - derart in Abhängigkeit der Wärmeleitzahlen von Modellkörper, Fahrbahnplatte und Eisschicht gewählt wird, dass die Oberseite des Modellkörpers annähernd die gleiche Oberflächentemperatur wie die Eisschicht aufweist. 2.
    Verfahren nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die auf den Modellkörper einfallende Wärmemenge gemessen wird und dass die Temperatur des die Kühlrohre der Fahrbahnplatte <Desc/Clms Page number 5> durchströmenden Kühlmittels proportional der einfallenden Wärmemenge verändert wird. 3. Verfahren nach Unteranspruch 2 bei einer Kunsteisbahn mit einer Regelvorrichtung zur Kon- stanthaltung der Temperatur des die Kühlrohre der Fahrbahnplatte durchströmenden Kühlmittels, dadurch gekennzeichnet, dass der Sollwert der Temperatur des Kühlmittels proportional der einfallenden Wärmemenge verändert wird. 4.
    Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die Kühlmitteltemperatur zusätzlich nach Massgabe der zeitlichen Änderungsgeschwindigkeit einer am Modellkörper gemessenen thermischen Grösse verändert wird. 5. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die Kompressorleistung der Kälteanlage der Kunsteisbahn nach Massgabe der am Modellkörper gemessenen thermischen Grösse beeinflusst wird. 6. Verfahren nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als thermische Grösse zur Beeinflussung der Kühlmitteltemperatur die Oberflächentemperatur an der Oberseite des Modellkörpers benützt wird. 7.
    Verfahren nach Unteranspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Kompressorleistung der Kälteanlage der Kunsteisbahn in Abhängigkeit der gemessenen Oberflächentemperatur beeinflusst wird. B. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die Temperatur des die Kühlrohre der Fahrbahnplatte durchströmenden Kühlmittels zusätzlich nach Massgabe wenigstens einer direkt gemessenen klimatischen Zustandsgrösse beeinflusst wird. 9. Verfahren nach Unteranspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Temperatur des die Kühlrohre der Fahrbahnplatte durchströmenden Kühlmittels zusätzlich nach Massgabe der Aussenluft- temperatur beeinflusst wird. 10.
    Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass der Beeinflussung der Temperatur des die Kühlrohre der Fahrbahnplatte durchströmenden Kühlmittels eine Programmsteuerung überlagert wird. 11. Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass der Modellkörper in seinem Unterteil durch Kühlrohre gekühlt wird, welche von einem Kühlmittel annähernd gleicher Temperatur wie diejenige des durch die Kühlrohre der Fahrbahnplatte strömenden Kühlmittels durchströmt wird und dass der Abstand zwischen den Achsen der Kühlrohre des Modellkörpers und dessen Oberseite einen solchen Wert besitzt,
    dass sich dieser Abstand zum Abstand zwischen den Achsen der Kühlrohre der Fahrbahnplatte und der Eisoberfläche annähernd verhält wie die resultierende Wärmeleitzahl des Modellkörpers zur resultierenden Wärmeleitzahl von Fahrbahnplatte und Eisschicht. 12. Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass der Modellkörper auf der Oberfläche der Fahrbahnplatte aufgebaut ist, derart, dass der unter dem Modellkörper liegende Teil der Fahrbahnplatte einen Bestandteil des Modellkörpers bildet. 13.
    Vorrichtung nach Unteranspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Modellkörper eine grössere Wärmeleitfähigkeit als die Eisschicht aufweist, so dass die Oberseite des Modellkörpers die Eisfläche überragt. 14. Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass der Modellkörper sich ausserhalb der Kunsteisbahnplatte befindet. 15. Vorrichtung nach Unteranspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Kühlrohre im Modellunterteil durch eine Teilmenge des den Kühlrohren der Fahrbahnplatte zugeführten Kühlmittels durchströmt sind.
CH6644458A 1958-11-21 1958-11-21 Verfahren zur witterungsabhängigen Beeinflussung der Oberflächentemperatur derEisschicht auf der Fahrbahnplatte einer Kunsteisbahn und Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens CH366293A (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
CN107192188A (zh) * 2017-06-07 2017-09-22 魏伦 一种冰场冰层温度的控制方法、设备和系统

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