CH337033A - Turbinenschaufel - Google Patents
TurbinenschaufelInfo
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Classifications
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F01—MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
- F01D—NON-POSITIVE DISPLACEMENT MACHINES OR ENGINES, e.g. STEAM TURBINES
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Description
Turbinenschaufel Die Erfindung bezieht sich auf eine Turbinen schaufel, die hohen Temperaturen ausgesetzt ist und befasst sich mit der Effusions - oder Schwitzküh- lung solcher Schaufeln. Bei letzteren handelt es sich besonders, aber nicht notwendigerweise ausschliess lich um solche von Gasturbinen.
Zum einschlägigen Stand der Technik gehört eine Turbinenschaufel, bei der ein gerillter Schaufelkern mit einer durchlässigen Haut versehen ist, wobei Kühl luft durch die Rillen des Kernes und dann zwecks Kühlung durch die Haut hindurchströmt. Bei einer derartigen Schaufel sind nur jene Teile der Haut wirk sam, die über den Rillen des Kernes liegen.
Gegenstand der Erfindung ist nun eine Turbinen schaufel, die gekennzeichnet ist durch einen sich in Längsrichtung der Schaufel erstreckenden Kern, eine fluidumdurchlässige, den Kern in Abstand umgebende Haut und eine fluidumdurchlässige, den Zwischen raum zwischen dem Kern und der Haut ausfüllende Zwischenlage, deren Durchlässigkeit im Vergleich zu derjenigen der Haut höher ist.
Beiliegende Zeichnung stellt ein Ausführungsbei spiel des Erfindungsgegenstandes dar.
Fig. 1 zeigt einen Querschnitt längs der Linie 1-I der Fig. 2; Fig.2 zeigt einen Längsschnitt nach der Linie II-II der Fig. 1, und Fig. 3 zeigt schematisch die an einem Turbinen rotor befestigte Schaufel.
Die gezeigte Schaufel hat einen sich in Längsrich tung erstreckenden Kern 1 und eine diesen Kern in Abstand umgebende Haut 2. Zwischen Kern und Haut befindet sich ohne Unterbrechung auf dem gan zen Umfang ein Raum, der von einer Zwischenlage 3 eingenommen wird. Der Kern 1 und ein Schaufelfuss 4 sind aus einem Stück. An seinem vom Fuss entfern- ten Ende hat der Kern eine Verdickung la, die zur Abstützung der darauf aufliegenden Zwischenlage 3 und Haut 2 dient.
Kern, Zwischenlage und Haut bestehen aus Sinter materialien, sind also nach Verfahren der Pulver metallurgie aufgebaut und schlussendlich gesintert, wo bei in einem oder mehreren Zwischenstadien der Her stellung eine Zwischensinterung stattgefunden haben kann. Der Baustoff des Kernes ist praktisch un durchlässig. Hingegen sind die Haut und die Zwi schenlage fluidumdurchlässig. Im Vergleich zuein ander hat die Zwischenlage eine hohe Durchlässig keit und ein grobkörniges Gefüge, die Haut aber eine geringe Durchlässigkeit und ein viel feinkörnigeres Gefüge.
Die Zwischenlage hat beispielsweise eine Porosität von 30% und eine Korngrösse von etwa 0,25 mm, während die Haut eine Porosität von höch stens 5 % und eine Korngrösse von etwa 0,075 mm auf weist.
Wie Fig.3 zeigt, hat der Schaufelfuss 4 Vor sprünge 4a, mit denen er in Nuten von zwei Rotor scheiben 5 verankert ist. Er hat ausserdem Kanäle 4b (Fig. 2), die den Raum zwischen den Scheiben 5 mit dem Raum verbinden, der mit der Zwischenlage an gefüllt ist. Die Weite dieser Kanäle ist so gewählt, dass der Gesamtdurchflussquerschnitt sämtlicher dieser Kanäle ungefähr gleich gross ist wie der Durchfluss- querschnitt des mit der Zwischenlage angefüllten Raumes.
Im Betrieb wird ein Kühlfluidum, z. B. Luft, die von einem von der Turbine angetriebenen Verdich ter abgezapft wird, dem zwischen den Rotorscheiben 5 gelegenen Raum zugeführt. Von diesem Raum ge langt das Kühlfluidum durch die Kanäle 4b hindurch zu dem Schaufelinnenraum, der von der Zwischen lage 5 eingenommen wird. Beim Durchströmen die- ser Zwischenlage erleidet das Kühlfluidum einen Druckabfall, der wegen der verhältnismässig hohen Durchlässigkeit der Zwischenlage recht gering ist. In der Haut erleidet hingegen das Kühlfluidum einen be trächtlich grösseren Druckabfall, weil die Durchlässig keit der Haut verhältnismässig gering ist. Das Kühl fluidum tritt deshalb aus der ganzen Oberfläche der Haut aus, und zwar in jedem Punkt in einer zur Oberfläche senkrechten Richtung.
Die Kühlluft nimmt schon beim Durchströmen der Zwischenlage, aber noch viel mehr beim Durchströmen der Haut, Wärme auf; ausserdem vermindert sie bei ihrem Austritt aus der Haut den Übergang von Wärme von den heissen Betriebsgasen auf die Schaufeloberfläche. Anders als bei der eingangs erwähnten bekannten Schaufel wird die Effusion der Kühlluft an keiner Stelle behin dert. Die aus der Haut überall austretende Luft hat ausserdem noch den sehr nützlichen Effekt, dass sie einer Ablagerung von feinen, eventuell korrosiven Aschepartikeln auf der Schaufeloberfläche entgegen wirkt.
Es ist dafür Sorge getragen, dass die pro Ober flächeneinheit aus der Haut austretende Kühlfluidum- menge auf dem Umfang der Schaufel so verschieden ist, dass sie an den am meisten beanspruchten Stellen und an den Stellen, an denen infolge der dort herrschen den Umströmungsbedingungen der intensivste über gang von Wärme von den heissen Betriebsgasen auf die Schaufel stattfinden würde, am grössten ist. Auch ist an den Stellen, wo der grösste äussere Druck herrscht, der Widerstand der Haut gegen Durchströ- mung durch Kühlluft am geringsten. An all den vor erwähnten Stellen ist die Haut am dünnsten.
In der Praxis kann die erforderliche Veränderung der ört lichen Durchflussmenge nicht allein durch Änderung der Hautdicke erreicht werden, sondern auch durch Änderung der Haut auf dem Schaufelumfang, wobei an den oben erwähnten Stellen diese am grössten ist. Ausserdem stimmen natürlich die Stellen grösster Beanspruchung in den meisten Fällen nicht mit den Stellen grössten Wärmeanfalles und auch nicht mit den Stellen grössten Aussendruckes überein; in diesen Fällen muss man sich zu einer Kompromisslösung ent scheiden. Es sei hier auf den Verlauf der Hautdicke bei der dargestellten Schaufel (Fig. 1) hingewiesen.
Die Zwischenlage 3 wird in den meisten Fällen auf dem ganzen Umfang die gleiche Dicke haben. Es kann aber vorkommen, dass ihre Dicke in der Nähe der Schaufelhinterkante vermindert werden muss, damit dort eine genügend kleine Gesamtdicke er reicht werden kann.
Ist die Schaufel für eine Turbine bestimmt, bei der das Auftreten von Korrosionserscheinungen un wahrscheinlich ist, beispielsweise weil die Turbine mit Brenngasen von destilliertem Brennstoff betrieben wird, können sämtliche Teile der Schaufel aus me tallischem Werkstoff hergestellt sein, z. B. aus einer Kobalt-Chrom-, einer Nickel-Chrom- oder einer Nickel-Kobalt-Chrom-Legierung. Wird hingegen die Turbine mit Brenngasen von Rückstandsöl betrieben, und sind daher Korrosionseinwirkungen zu befürch ten, so kann für die Haut ein keramischer oder ein keramisch-metallischer Werkstoff verwendet werden.
Somit kann beispielsweise der Kern aus einem nur metallischen Werkstoff, die Zwischenlage aus einem metallisch-keramischen Werkstoff und die Haut aus einem keramischen oder einem metallisch-kerami- schen Werkstoff hergestellt sein; die Wahl der Werk stoffe wird dabei so getroffen, dass eine Abstufung so wohl der thermischen Leitfähigkeit als auch der Aus dehnung und der Festigkeit vorliegt, damit Wärme spannungen so weit wie nur möglich vermieden wer den.
Im Betrieb ist der Kern vom Strom heisser Be triebsgase abgeschirmt; seine Temperatur steigt somit bedeutend weniger an als diejenige der Haut, und seine Festigkeit behält daher auch bei sehr hohen Betriebstemperaturen der die Schaufel umströmenden Gase einen erheblich höheren Wert als bei Wegfall der Kühlung. Beim Sintern bindet sich die Zwischen lage mit der Haut und mit dem Kern; die im Betrieb auf die Haut einwirkenden Zentrifugalkräfte werden deshalb teilweise durch die Zwischenlage auf den Kern übertragen.
Unter vielen möglichen Varianten seien folgende erwähnt: der Schaufelkern kann ausgehend von einem geschmiedeten Rohling hergestellt sein; er braucht nicht mit dem Schaufelfuss aus einem Stück zu be stehen. Es kann sich übrigens ebensogut um Stator- wie um Rotorschaufeln handeln.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Turbinenschaufel, gekennzeichnet durch einen sich in Längsrichtung der Schaufel erstreckenden Kern, eine fluidumdurchlässige, den Kern in Ab stand umgebende Haut und eine fluidumdurch- lässige, den Zwischenraum zwischen dem Kern und der Haut ausfüllende Zwischenlage, deren Durch lässigkeit im Vergleich zu derjenigen der Haut höher ist. UNTERANSPRÜCHE 1. Turbinenschaufel nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Haut und die Zwischenlage aus Sinterwerkstoff bestehen. 2. Turbinenschaufel nach Unteranspruch 1, da durch gekennzeichnet, dass die Korngrösse der Zwi schenlage diejenige der Haut erheblich übersteigt. 3.Turbinenschaufel nach Unteranspruch 1, da durch gekennzeichnet, dass auch der Kern aus Sinter werkstoff besteht. 4. Turbinenschaufel nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der Kern, die Zwischen lage und die Haut aus einem metallischen Werkstoff bestehen. 5. Turbinenschaufel nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der Kern aus einem me tallischen Werkstoff, die Zwischenlage aus einem metallisch-keramischen Werkstoff und die Haut aus einem metallisch-keramischen oder einem kerami schen Werkstoff besteht. 6.Turbinenschaufel nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Dicke der Haut auf dem Umfang der Schaufel variiert, und zwar an jenen Teilen des Umfanges am geringsten ist, an denen im Betrieb die grösste Beanspruchung, der grösste Wärme anfall und/oder der grösste Aussendruck zu erwarten ist. 7. Turbinenschaufel nach Unteranspruch 6, da durch gekennzeichnet, dass die Dicke der Haut an der Schaufelvorderkante, auf der konkaven Seite der Schaufel und an dem der Schaufelhinterkante benach barten Teil der konvexen Schaufelseite geringer ist als am mittleren Teil der konvexen Schaufelseite. B.Turbinenschaufel nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Fluidumdurchlässig- keit der Haut auf dem Umfang der Schaufel variiert, und zwar an jenen Teilen des Umfanges am grössten ist, an denen im Betrieb die grösste Beanspruchung, der grösste Wärmeanfall und/oder der grösste Aussen druck zu erwarten ist. 9.Turbinenschaufel nach Unteranspruch 8, da durch gekennzeichnet, dass die Fluidumdurchlässig- keit an der Schaufelvorderkante, auf der konkaven Seite der Schaufel und an dem der Schaufelhinter- kante benachbarten Teil der konvexen Schaufelseite grösser ist als am mittleren Teil der konvexen Schau felseite. 10. Turbinenschaufel nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der Kern an der Schaufel spitze eine Verdickung hat, auf welcher sich die Zwischenlage und die Haut abstützen. 11.Turbinenschaufel nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der Schaufelfuss Kanäle besitzt, die der Zuführung von Kühlfluidum zur Zwi schenlage zwischen Kern und Haut dienen.
Applications Claiming Priority (1)
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