CH307784A - Schaltungsanordnung zur Erzeugung von Spannungskurven, die sich besonders zum flackerfreien Betrieb von Glühlampen aus Netzen niedriger Frequenz eignen. - Google Patents
Schaltungsanordnung zur Erzeugung von Spannungskurven, die sich besonders zum flackerfreien Betrieb von Glühlampen aus Netzen niedriger Frequenz eignen.Info
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Description
Schaltungsanordnung zur Erzeugung von Spannungskurven, die sich besonders zum flackerfreien Betrieb von Glühlampen aus Netzen niedriger Frequenz eignen. Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist eine Sehaltungsanordnung zur Erzeugung von Spannungskurven, die insbesondere zum flackerfreien Betrieb von Glühlampen aus Netzen niedriger Frequenz, z. B. bei Bahn anlagen aus Netzen von 162/3 Hz dienen, in welcher unter Verwendung einer eisengesät- tigt en Drosselspule im Zusammenwirken mit einer ungesättigten Drosselspule, welche beide in Reihenschaltung am niederfrequenten Netz liegen, eine aus einer überlagerung der Grund frequenz und der dreifachen Frequenz beste hende Spannungskurve erzeugt wird, deren über-an- von positiven zu negativen Werten durch den Nullpunkt hindurch und umge kehrt sehr steil erfolgt. Es wird also neben der flrunclfrequenz, die flackerndes Licht er geben würde, zusätzlich auch die dreifache Frequenz, die dank der Verwendung der<B>ge-</B> sättigten Drosselspule entsteht, zur Speisung der Glühlampen herangezogen. Eine solche Schaltung gibt bei konstanter Netzspannung und gleichbleibender Kurven form der Netzspannung und bei konstanter Belastung einen zufriedenstellenden Betrieb. :anders ist es jedoch, wenn alle drei Betriebs grössen veränderlich sind, insbesondere wenn sieh die relative Lage .der Grundwellen und Oberwellen verschiebt, weil z. B. das Netz selbst Oberwellen erzeugt. Es kommt dann unter Umständen eine zusammengesetzte Spannungskurve zustande, welche eine ausge- sproehene Spannungsspitze und einen sehr allmählichen Nulldurchgang aufweist. Ein solcher Spannungsverlauf muss selbstverständ lich ein kräftiges Flimmern erzeugen. Die Erfindung bezweckt, diesem Übelstand zu begegnen. Die erfindungsgemässe Schaltungsanord nung ist dadurch gekennzeichnet, dass zum Abgleich von Verschiebungen der relativen Phasenlage von Grundwelle und Oberwelle in den Glühlampenkreis zusätzlich eine Reaktanz eingeschaltet ist, deren Einfluss auf die zu sammengesetzte Spannungskurve regelbar ist. Die Reaktanz kann beispielsweise aus einer Drosselspule oder aus einem Kondensator regelbarer Grösse bestehen, oder die Regel möglichkeit kann dadurch gegeben sein, dass die Drossel oder der Kondensator über einen veränderbaren Anschluss an Anzapfungen einer Drossel, eines Transformators oder eines Wandlers mit dem Verbraucherstromkreis verbunden ist. Durch die Regelmöglichkeit lässt sich in jedem Falle der jeweilige Zustand leicht abgleichen, so dass ein flackerfreier Betrieb ermöglicht ist. Nachstehend werden Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes an Hand der Zeichnung näher erläutert. Die Fig. 1 und 2 zeigen zwei bekannte Schaltungen zur Erzeugung einer zusammen gesetzten Spannkurve. Bei der Schaltung nach Fig. 1 wird an den Klemmen A und B die niederfrequente Spannung von beispiels weise 162/3 Hz zugeführt. An dieser Span- nung liegt der Transformator T, und parallel, zu ihm liegen die beiden Drosselspulen L, und L2 in Reihe, von denen L1 die eisenge sättigte Drossel darstellt. Die Lichtquelle G ist einerseits mit der Verbindungsstelle V der beiden Drosselspulen und anderseits über die Sekundä.rwieklung W2 mit der Stelle 1Z des Transformators verbunden. Die Lage der Stelle JZ wird .dabei so gewählt, dass ohne Vorhandensein der Wicklung W2 zwischen den Stellen<B>31</B> und V in bezug auf die Grund frequenz die Spannung Null herrscht. Zwi schen den Stellen IM und V ist dann im wesentlichen nur eine Spannung dreifaeher Frequenz vorhanden, also 50 Hz bei einer Grundfrequenz von 162/3 Ilz. Bei Gleichheit der Drosseln L1 und L2 liegt 1Z im Span- nr.ngsmittelpunkt des Transformators. Durch Hinzuschalten der Wicklung W2 wird zu der schon vorhandenen dreifachen Grundfrequenz gleichzeitig die Grundfrequenz von l62/3 Hz selbst induziert, so dass nunmehr am Verbrau cher G eine Spannung liegt, die aus der über- lagerlurg von 162/3 und 50 Hz besteht. Unter der Voraussetzung, dass die Span nung der Grundfrequenz sinusförmigen Ver lauf hat und dass durch den aus den beiden Drosseln L, und<I>L2</I> gebildeten Zweig ein sinusförmiger 1Magnetisierungsstrom fliesst und die. Grundwelle und die dreifache Ober welle in der richtigen Phasenlage zueinander liegen, hat die Spannung am Verbraucher die in der Fig. 3 dargestellte Kurvenform. Die richtige gegenseitige Phasenlage der Grund welle und der Oberwelle stellt sieh dann ein, wenn die Lage der Anzapfstelle 11 in der vor stehend erwähnten Art gewählt ist. Die gleiche Kurvenform lässt sich mit. der Schaltung nach Fig. 2 erzielen, bei welcher der Transformator T der Fig. 1 nicht mehr benötigt wird. An den Klemmen < 1_ und B liegt wiederum die niederfrequente Netzspannung, und die gewünschte durch ü'berlagerung der Grund frequenz und der dreifachen Frequenz ent stehende Spannungskurve wird direkt der ungesättigten Drossel<I>L2</I> entnommen. Unter den gleichen Voraussetzungen wie bei der Schaltung nach Pig. 1 entsteht an der Dros sel L2 die Spannungskurve nach Fig. 3 als Ergebnis der in der gesättigten Drossel L1 erzeugten dreifachen Oberwelle. Die Span nung mit dem Verlauf nach Fig. 3 ist für den Betrieb einer gewöhnlichen Glühlampe geeignet. Durch Verlagerung der dreifachen Ober welle kann es nun vorkommen, dass eine sehe- matiseh in der Fi-. 1 dargestellte Spannungs kurve entsteht. Um nunmehr Grundwelle und Oberwelle wieder in das richtige Phasenver hältnis zu bringen, sind verschiedene Schal <U>tungen</U> möglich, von denen einige als Aus führungsbeispiele des Erfindungsgegenstan des in den Fig. 5 bis 8 dargestellt. sind. In der Schaltung gemäss Fig. 5, die auf der Schaltung nach Fig. <B>'</B>beruht, ist. in die eine Zuleitung zum Verbraucher ein Strom wandler St eingeschaltet, der eine Kapazität C speist. Indem der Stromwandler mit An zapfungen versehen wird, lassen sich hie Ver hältnisse durch Veränderung der Anzapfun- gen abgleichen. Beim Ausführungsbeispiel nach Fig. 6 ist der Kondensator C über einen Stromwandler St in Sparsehaltung abgegriffen, während zugleich die Spannring an der ungesättigten Drossel<I>L2</I> über Anzapfungen @ll, .12, .@13 abgenommen werden kann, um Schwankun gen der Spannungshöhe 'des Netzes abzuglei chen. In gewissen Fällen empfiehlt es sieh, die Einstellung der Stromwandleranzapfung mit der Einstellung der Drosselanzapfung zu koppeln. Das aus dem Stromwandler und dem Kon densator bestehende Aggregat kann selbstver- ständlieh auch bei der Schaltung nach Fig. 1 angewendet werden. Statt eine kapa.zitive Belastung in Reihe mit der Glühlampe einzuschalten, kann auch eine Drosselspule L3 wie in Fig. 7 parallel dazu geschaltet werden. Dann kann der Stromwandler in Fortfall kommen. Diese zweite Drosselspule L3 ist entweder anzapf- bar oder hinsichtlich der Sättigung veränder bar, so, dass eine relative Verlagerung der Phase von Grund- und Oberwelle eingestellt werden kann, um eine Kurve nach Fig. 3 zu erhalten. Eine besonders einfache stetige Re gelung ergibt, sich durch Luftspaltänderung. Eine weitere Möglichkeit der Einstellung ist nach Fig. 8 dadurch gegeben, dass statt der Drosselspule L3 ein Kondensator<B>C</B> an- riesehlossen ist, der entweder selbst veränder lich ist oder an eine veränderliche Anzapfung der Drosselspule L2 geführt wird. Auch die (Hühlampenbelastung G soll an verschiedene Anzapfpunkte der Drosselspule angeschlossen werden können. Die jeweilige Kombination der Wirkbelastung durch G und der Blind belastung durch C' ergibt gleichfalls die Mög lichkeit, die Spannungskurve nach Fig. 3 bei allen Netzverhältnissen, einzuregeln. Selbstverständlich kann auch in der Schal tung nach Fig. 1 statt eines Kondensators eine Drosselspule als Reaktanz zur Verwen dung gelangen. Der flackerfreie Betrieb der angeschlosse nen Glühlampen kann durch Photoelemente, überwacht werden, die gleichzeitig auch eine automatische Einregelung bewirken können. Die verschiedenen Regelabgriffe werden zweckmässig gekoppelt, wodurch der Einrege lungsvorgang vereinfacht wird. Die beschriebenen Schaltungen weisen nweckmässigerweise Mittel auf, um Änderun- gen von Netz- und Belastungsgrössen abzu gleichen, das heisst, um die Schaltung wieder -in solche veränderte Grössen anzupassen. In vielen Fällen empfiehlt es sich, diese Mittel mit den Mitteln zu koppeln, welche zur Rege lung des Einflusses der Reaktanz auf die dem Lampenstromkreis zugeführte Spannungskur venform dienen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Schaltungsanordnung zur Erzeugung von Spannungskurven, die insbesondere zum flackerfreien Betrieb von Glühlampen aus Netzen niedriger Frequenz, z. B. bei Bahn anlagen aus Netzen von 162/3 Hz dienen, in welcher unter Verwendung einer eisengesät tigten Drosselspule im Zusammenwirken mit einer ungesättigten Drosselspule, welche beide in Reihenschaltung am niederfrequenten Netz liegen, eine aus einer Überlagerung der Grundfrequenz und der dreifachen Frequenz bestehende Spannungskurve entsteht, welche steile Nulldurchgänge aufweist, dadurch ge kennzeichnet,dass zum Abgleich von. Versehie- bungen der relativen Phasenlage von Grund welle und Oberwelle in den Glühlampenkreis zusätzlich eine Reaktanz eingeschaltet ist, deren Einfluss auf die genannte Spannungs kurve regelbar ist. UNTERANSPRÜCHE: 1. Schaltungsanordnung nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass die un gesättigte Drosselspule (L2) zur Entnahme des Glühlampenstromes dient. 2.Schaltungsanordnung nach Patentan spruch, bei der parallel zur Reihenschaltung der Drosselspulen ein Transformator am nie derfrequenten Netz angeschlossen ist, wobei ferner der Transformator eine von der Grund frequenz induzierte Sekundärwicklung (W2) aufweist, die einerseits mit dem einen Pol des Glühlampenkreises und anderseits mit einer Stelle (M) der Primärwicklung verbunden ist, die bei .der Grundfrequenz mit der Ver bindungsstelle (V) der beiden Drosselspulen (L, und L2) spannungsgleich ist, und wobei der andere Pol des Glühlampenkreises mit der genannten Verbindungsstelle (V) verbunden ist, dadurch gekennzeichnet,dass die genannte Reaktanz aus einer kapazitiven Belastung be steht. 3. Schaltungsanordnung nach Patentan spruch, bei der parallel zur Reihenschaltung der Drosselspulen ein Transformator am nie derfrequenten Netz angeschlossen ist, wobei ferner der Transformator eine von der Grund frequenz induzierte Sekundärwicklung (W2) aufweist, die einerseits mit dem einen Pol des Glühlampenkreises und anderseits mit einer Stelle (11T) der Primärwicklung verbunden ist, die bei der Grundfrequenz mit der Ver bindungsstelle (V) der beiden Drosselspulen (L, und L2)spannungsgleich ist, und wobei der andere Pol des Glühlampenkreises mit der genannten Verbindungsstelle (V) verbun den ist, dadurch gekennzeichnet, dass die ge- nannte Reaktanz aus einer induktiven Bela stung besteht. 4. Se-lialtungsanordnung nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Re aktanz aus einer kapazitiven Belastung be steht, die in Reihe mit der Glühlampenbela- stung liegt.5. Schaltungsanordnung nach Unteran spruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die kapazitive Belastung über einen Stromwand ler an den Glühlampenkreis angeschlossen ist, und dass mindestens eine der Stromwandler wicklungen mit Anzapfungen versehen ist. 6. Schaltungsanordnung nach den Unter ansprüchen 1 und 4. 7. Schaltungsanordnung nach Unteran spruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die kapazitive Belastung in Reihe mit der Glüh lampenbelastung liegt. B. Schaltungsanordnung nach Unteran spruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die kapazitive Belastung über einen Stromwand ler an den Glühlampenkreis angeschlossen ist.9. Schaltungsanordnung nach Unteran spruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Stromwandler in Sparschaltung geschaltet ist. 10. Schaltungsanordnung nach Unteran spruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass par- allel zur Glühlampenbelastung eine veränder liche Drosselspule (L3) geschaltet ist. 11. Schaltungsanordnung nach Unteran spruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass par allel zur Glühlampenbelastung ein Kondensa tor (<B>C</B>) geschaltet ist. 12. Schaltungsanordnung nach Unteran spruch<B>11,</B> dadurch gekennzeichnet., dass der Kondensator (<B>C</B>) regelbar ist.13. Schaltungsanordnung nach Unteran spruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Kondensator (<B>C</B>) an jede von mehreren An zapfungen der ungesättigten Drossel (L2) ansehliessba.r ist. 14. Schaltungsanordnung nach Unteran spruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Glühlampenbelastung an jede von mehreren Anzapfungen der ungesättigten Drossel (L2) anschliessbar ist. 15.Schaltungsanordnung nach Patentan spruch, gekennzeichnet durch Mittel zum Ab gleich von Änderungen von Netz- und Bela stungsgrössen, und ferner dadurch gekenn zeichnet, dass diese Mittel mit den Mitteln ge koppelt sind, durch welche der Einfluss der genannten R.eaktanz auf die genannte Span nungskurve regelbar ist.
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