CH280910A - Verfahren zum Verleimen von Gegenständen, z. B. von Platten. - Google Patents

Verfahren zum Verleimen von Gegenständen, z. B. von Platten.

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CH280910A
CH280910A CH280910DA CH280910A CH 280910 A CH280910 A CH 280910A CH 280910D A CH280910D A CH 280910DA CH 280910 A CH280910 A CH 280910A
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Unitrad Anstalt Fuer In Handel
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Unitrad Anstalt Fuer Ind Und H
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B27WORKING OR PRESERVING WOOD OR SIMILAR MATERIAL; NAILING OR STAPLING MACHINES IN GENERAL
    • B27GACCESSORY MACHINES OR APPARATUS FOR WORKING WOOD OR SIMILAR MATERIALS; TOOLS FOR WORKING WOOD OR SIMILAR MATERIALS; SAFETY DEVICES FOR WOOD WORKING MACHINES OR TOOLS
    • B27G11/00Applying adhesives or glue to surfaces of wood to be joined

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  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Wood Science & Technology (AREA)
  • Forests & Forestry (AREA)
  • Chemical And Physical Treatments For Wood And The Like (AREA)
  • Veneer Processing And Manufacture Of Plywood (AREA)

Description


  <B>Verfahren zum Verleimen von Gegenständen, z. B. von Platten.</B>    Abgesehen von der Verwendung von Binde  mittelfilmen kommen beispielsweise beim Fur  nieren von Tischler-, Sperrholz- oder andern  Platten die zum Verbinden des Furniers mit  der jeweiligen Platte notwendigen Kleber  stets in flüssigem bzw. feuchtem Zustand zur  Verarbeitung. In beiden Fällen darf der  Feuchtigkeitsgrad der auf die Platten aufzu  bringenden Furniere ein bestimmtes, verhält  nismässig geringes Mass nicht übersteigen, da  andernfalls die überschüssige, in den heute  üblichen     Furnierpressen    verdampfende Flüs  sigkeit eine Blasenbildung zur Folge hat und  somit einen einwandfreien     Furnierprozess    ge  fährdet.

   Ausserdem besteht bei der feuchten       Verleimung    von Furnieren die Gefahr, dass  Leimstellen durchschlagen und die Oberflä  chen der Deckfurniere sich verfärben. Man ist  mithin gezwungen, die Furniere möglichst  trocken, das heisst mit einem Feuchtigkeits  gehalt bis höchstens     121/o    zu verarbeiten, und  nimmt dabei die Gefahr des den trockenen  Furnieren eigenen leichten Einreissens in  Kauf; besonders bei dünnen Schälfurnieren  lässt sieh ein Einreissen     fasst    nie vermeiden.  Auch bedarf man bei den heutigen Furnier  verfahren beachtlicher Hitze (bis 135  C) und  hoher     Drueke,    wenn ein einwandfreies Resul  tat erzielt werden soll, indem sowohl Wärme  als auch Druck für das Aufweichen des Kle  bers unerlässlich sind.  



  Bei dem Verfahren gemäss der Erfindung  gelingt es nun, die genannten Nachteile zu  vermeiden. Das erfindungsgemässe Verfahren  zum Verleimen von Gegenständen, z. B. von    Platten, unter Verwendung von löslichen  Bindemitteln ist dadurch gekennzeichnet, dass  das Bindemittel auf den einen     Gegenstand     aufgebracht und dann die Bindemittelschicht  getrocknet wird, worauf der andere Gegen  stand, unter mindestens oberflächlicher Auf  weichung der Bindemittelschicht mit Hilfe  eines das Bindemittel lösenden Lösungsmit  tels, mit mässigem Druck und ohne Wärme  zufuhr aufgeklebt wird. Das erfindungsge  mässe Verfahren hat eine Reihe beachtlicher  Vorzüge. Abgesehen davon, dass die Furniere  unmittelbar nach erfolgtem Schälen bzw.

   Mes  sern verarbeitungsfertig sind, genügt ein blo  sses Anrollen der Furniere vermittels Walzen  bei Zimmertemperatur, um eine einwandfreie       Verleimung    zu erzielen. Dabei ist es von Be  deutung, dass die Anlagen zum Trocknen der  Furniere, die kostspieligen     Etagenpressen    so  wie die hohen Wärmegrade in Fortfall kom  men. Das Anrollen der Furniere vermittels       @'4,        alzen    hat dabei den Vorzug, dass sich jeg  liche Blasenbildung verhindern lässt, wie sie  beim üblichen Pressen in geheizten     Etagepres-          sen    durch Verdampfen der Flüssigkeit nicht  zu vermeiden ist.

   Auch ist von Bedeutung,  dass in der Regel nur geringe Mengen Lö  sungsmittel zum Aufweichen der Bindemittel  schicht erforderlich sind, die überdies mei  stens sehr rasch in den Binder eindringen, so  dass ein Durchschlagen selbst bei dünnsten  Furnieren vermieden werden kann.  



  Bei Verwendung gewisser Bindemittel,  z. B. von Leim, kann es ferner zweckmässig  sein, das Lösungsmittel     anzusäuern    und ihm      Gerbstoffe zuzusetzen, so dass nach erfolgtem  Trocknen eine wasserfeste     Verleimung    erzielt  wird. Es können zum Beispiel Bindemittel  tierischen     Ursprungs    oder auch     synthetische     Bindemittel verwendet werden. Die Bindemit  tel können flüssig oder in Filmform aufge  bracht werden. In letzterem Falle wird der       Bindemittelfilm    zweckmässig mittels geheizter  Walzen unter Druck an die zu furnierende  Platte angerollt, um auch in diesem Falle die  beim Flächenpressen nicht zu vermeidende  Blasenbildung zu verhindern.

   In jedem Falle  hat man dafür zu sorgen, dass das Bindemit  tel nach erfolgtem Auftragen trocknet, bevor  die eigentliche     Verleimung    vorgenommen wird.  



  Bei der Herstellung einer Tischlerplatte  wird zweckmässig wie folgt vorgegangen: Die  Mittellage wird mit flüssigem Leim bestrichen  und die aufgebrachte Leimschicht getrocknet.  Danach wird die getrocknete Leimschicht  durch Walzen, vermittels Spritzpistolen oder       sonstwie    mit einem angesäuerten, Gerbstoffe  enthaltenden, die trockene Leimschicht auf  weichenden Lösungsmittel angefeuchtet. Auf  die so vorbehandelte Mittellage wird das Fur  nier vermittels leicht angestellter Walzen an  gerollt. Die Stärke der Leimschicht und die  Menge der zum     Aufweichen    dienenden Flüs  sigkeit hat sich dabei nach der Stärke des auf  zuklebenden Furniers bzw. der Platte zu rich  ten.  



  Von Bedeutung ist, dass das erfindungs  gemässe Verfahren das Furnieren irgendwel  cher Gegenstände oder Platten auch an Ort  und Stelle gestattet, da das Anrollen der Fur  niere mit. nur     geringem    Druck von Hand er  folgen kann, nachdem die getrocknete Leim  schicht aufgeweicht ist. Dieses Aufweichen  kann beispielsweise mit Wasser mit. einem Ge  halt an Formalin und     3o/oiger        Karbolsäure    er  folgen.  



  Das Lösungsmittel kann auch zum Beispiel  im Furnier enthalten sein, welches dann ohne  vorheriges Befeuchten der trockenen Leim  schicht angerollt werden kann. .  



  Was den Druck beim Anrollen bzw. beim  Flächenpressen anbelangt, so ist. dieser, wie    bereits eingangs erwähnt, im Verhältnis zu den  bisher notwendigen Drucken gering.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zum Verleimen von Gegenstän den, z. B. von Platten, unter Verwendung von löslichen Bindemitteln, dadurch gekennzeich net, da.ss das Bindemittel auf den einen Gegen stand aufgebracht und dann die Bindemittel schicht getrocknet wird, worauf der andere Gegenstand, unter mindestens oberflächlicher Aufweichung der Bindemittelschicht, mit Hilfe eines das Bindemittel lösenden Lösungs mittels, mit mässigem Druck und ohne Wärme zufuhr aufgeklebt wird. <B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 1.
    Verfahren nach Patentanspruch zur Herstellung von furnierten Gegenständen, da durch gekennzeichnet, dass der zu furnierende Gegenstand mit einem Bindemittel versehen und dieses dann getrocknet wird, worauf die Oberfläche der getrockneten Bindemittel schicht durch Befeuchtung mit dem Lösungs mittel aufgeweicht und das Furnier vermittels Walzen angerollt wird. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man zum Aufwei chen der getrockneten Bindemittelschicht. ein angesäuertes, das betreffende Bindemittel ger bende Stoffe enthaltendes Lösungsmittel ver wendet. 3. Verfahren nach Patentanspruch und Unteransprueli l., dadurch gekennzeichnet, dass das Aufrollen des Furniers bei Zimmer- temperatur erfolgt.
    Verfahren nach Patentanspruch zur Herstellung von furnierten Gegenständen, da durch gekennzeichnet, dass ein das Lösungs- mittel enthaltendes Furnier auf den zu furnie.. renden, mit der getrockneten Bindemittel-. scliicht versehenen Gegenstand aufgerollt wird, so dass beim Aufrollen gleichzeitig auch die Bindemittelschicht aufgeweicht wird.
CH280910D 1949-11-04 1949-11-04 Verfahren zum Verleimen von Gegenständen, z. B. von Platten. CH280910A (de)

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