CH272007A - Knetbare Aluminiumlegierung. - Google Patents

Knetbare Aluminiumlegierung.

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CH272007A
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22CALLOYS
    • C22C21/00Alloys based on aluminium
    • C22C21/06Alloys based on aluminium with magnesium as the next major constituent
    • C22C21/08Alloys based on aluminium with magnesium as the next major constituent with silicon

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Description


  Knetbare Aluminiumlegierung.    Die vorliegende Erfindung betrifft eine  knetbare     Aluminiumlegierung,    die allen An  forderungen hinsichtlich Giess- und     Knet-          barkeit    genügt und sich ausserdem auch ohne  vorherige Wärmebehandlung besonders gut  elektrolytisch oxydieren lässt.  



  Aluminiumlegierungen für dekorative,  kunstgewerbliche und architektonische Ver  wendungszwecke haben im allgemeinen der  Forderung zu genügen, dass sie sich einer  seits gut mechanisch bearbeiten lassen, wie  schleifen und polieren, und anderseits glanz  beständig sind und daher bei der elektroly  tischen Oxydation durchaus klare und     flek-          kenlose        Oxydsehichten    ergeben. Derartige  Schichten können zwar auf     Reinaluminium     erzeugt werden, weil die     Oxydschieht    mit stei  gendem Reinheitsgrad des Aluminiums be  kanntlieb fleckenloser und neinweisser wird.  



  Für dekorative, kunstgewerbliche und       architektonische    Zwecke werden jedoch häu  fig     Aluminiumlegierungen,    wie z. B. solche  auf     Al-Mg-    und     AI-Mg-Si-Grundlage    ver  wendet.

   Diese haben zwar vor     Reina.lumi-          nium    den Vorteil der höheren mechanischen  Festigkeit und Härte, sowie     besserer        Bear-          beitbarkeit,    ergeben jedoch bei der elektro  lytischen Oxydation keine durchaus klaren  und fleckenlosen     Oxydschichten.    Um solche  auf diesen Legierungen trotzdem erzeugen zu  können,     müssen    die Teile nach der Formge  bung bekanntlich einer     Wärmebehandlung,     unterworfen werden, weil die Herstellung  eines homogenen Zustandes der     Legierung       hierfür Voraussetzung ist..

   Aber auch durch  eine solche wird ein homogener Zustand und  damit auch eine glasklare     Oxydschicht    nicht  mehr erreicht, wenn bei den genannten Le  gierungen die Menge der Legierungsbe  standteile bestimmte Werte überschreiten.  Mangan verursacht bereits in geringen Men  gen eine starke Beeinträchtigung der Klar  heit der     Oxydschicht.     



  Kupferhaltige Aluminiumlegierungen kom  men für die eingangs genannten Zwecke nicht  in Frage, weil das Kupfer eine     Graublauver-          färbungder        Oxydschieht    hervorruft, die die  Oberfläche der oxydierten     Gegenstände    un  ansehnlich erscheinen lässt. Selbst nach einer  Wärmebehandlung solcher Legierungen tre  ten noch Verfärbungen der     Oxydschicht    auf.  



       Umfangreiche    Untersuchungen haben nun  zu dem überraschenden Ergebnis geführt,  dass eine Aluminiumlegierung mit 1,2 bis       1,9        %        Cu,        0,5        bis        1,5        %        Mg,        1,55        bis        2,95        %          Si,        0,2        bis        1,

  5        %        Mn        und        bis        zii        0,9        %        Fe,        die          übrigens        auch        noch        bis        1,5        %        Zn        enthalten     kann, trotz ihrer Vielzahl und ihres hohen  Gehaltes an Legierungsbestandteilen bei ihrer       elektrolytischen    Oxydation.

       besonders    klare,  fleckenlose, transparente und rein weisse       Oxydschichten    ergibt. Die erfindungsgemässe  Legierung vereinigt also die Vorteile höherer  mechanischer Festigkeit und Härte, sowie der  guten     Verarbeitbarkeit    als auch diejenigen  der     Erziehung    einer     farb-    und fleckenlosen       Oxydschiclit.    Aus diesem Grunde ist sie dem  zur Erzielung klarer und fleckenloser Oxyd-      schichten     besonders    brauchbaren     Reinalumi-          nitim    überlegen.

   Während nämlich ihre Fe  stigkeit und     Härte    auf ihre Kupfer- und       Magnesiumgehalte    zurückzuführen sind,     be-          wirkt    ihr     Siliziumgehalt    die gute     Giessbar-          keit,    die ein Kupfer- und     Magnesiumgehalt     für sich allein jedoch nicht gewährleistet.  Während Kupfer-, Silizium und Mangan  gehalte allein eine Grauverfärbung der Oxyd  schichten hervorrufen, die bei Anwesenheit,  von Magnesium noch verstärkt wird, sind die  auf .die erfindungsgemässe Legierung aufge  brachten     Oxydschichten    durchwegs klar und  fleckenlos.  



  Die eingangs erwähnten Vorteile weisen  also jene     Aluminiumlegierungen.    auf, die alle  angeführten     Legierungsbestandteile    in den  angegebenen Grenzen     gemeinsam    enthalten.  Diese Tatsache lässt sich dadurch erklären,  dass bei Anwesenheit von Kupfer das in der  Legierung anwesende Magnesium die Lös  lichkeit des Siliziums und Mangans nicht  herabsetzt, so dass die erfindungsgemässen       Legierungen    trotz der Vielzahl und der ver  hältnismässig hohen Menge an Legierungs  bildner auch ohne Wärmebehandlung in  einem besonders homogenen Zustand vor  liegen.  



  Die sich von den erfindungsgemässen,  nur durch einen niedrigeren     Siliziumgehalt     unterscheidenden bekannten Legierungen, die  teils normale, teils übernormale Eisengehalte,       selbst        bis        3,5%        aufweisen,        zeichnen        sich     durch eine überaus lange     Inkubationszeit    aus,  so     .dass    solche Legierungen ihre Härtesteige  rung oft erst nach mehr als 70 Stunden  erfahren.

   Es war aber nicht bekannt, dass  sich durch eine Erhöhung des     Siliziumge-          haltes    in solchen Legierungen, weder mit  noch ohne Wärmebehandlung, bei der elektro  lytischen Oxydation auf diesen klare und  fleckenlose     Oxydschichten    ergeben.

   Das  gleiche gilt für     Aluminiumlegierungen    mit       Kupfergehalten        unter        1,5        %,        Mangan        von          0,3        bis        1,0        %,        Magnesium        von        0,5        bis        4,0        %,     den     übliehen    Eisengehalten und höchstens       0,

  5        %        Si.        Diese        bekannten        Legierungen     zeichnen sieh durch eine Widerstandsfähig-         keit    gegenüber der gleichzeitigen Einwir  kung von Quecksilber     und    oxydierenden     Be     dingengen,     wie    z. B. feuchter Luft oder Salz.       lösungen,    aus.

   Jene bekannten, sich von der  erfindungsgemässen durch einen höherer       Siliziumgehalt    unterscheidenden     Legierunger     zeichnen sich zwar insbesondere bei erhöhter  Temperatur durch eine erhöhte Festigkeit  nicht aber dadurch aus, dass .sie     bei,der        elek          trolytischen    Oxydation klare und fleckenlos(       Oxydsehichten    ergeben. Die Kupfer-     unc          Magnesiumgehalte    jener Legierungen sind  offenbar nicht mehr in der Lage, die Ver  minderung der Löslichkeit .des Siliziums hint  anzuhalten.

   Die die Voraussetzungen für  eine einwandfreie     Oxydsehicht    bildende     Ho.          mogenität    der Legierung kann bei derart  hohen     Siliziumgehalten    nicht mehr     erreiehi     werden.  



  Wie der     Anmelder    ferner festgestellt hat,       beeinflussen    sogar Eisengehalte bis 0,9 0/c       und        Zinkgehalte        bis        1,5        %        das        Aussehen        der          Oxydschichten    nicht.

       Solehe    Legierungen  können daher aus     Umschmelzlegierungen    her  gestellt werden und erfordern vermöge des       Wegfalls    jeder     Wärmebehandlung    keine der  hierzu üblichen     Betriebseinrichttungen.     



  Was ihre Verwendbarkeit betrifft, so  eignen sich die     erfindungsgemässen    Legie  rungen sowohl als Guss- wie auch als Knet  legierung zur     Herstellung    von Bau- und Mö  belbeschlägen,     Fensterrahmen,    Zierleisten       und    Zierwaren, für     Gegenstände    also, die  neben architektonischen auch insbesondere  dekorativen und     kunstgewerblichen    Zwecken  zu .dienen haben.  



  Nachstehend werden     beispielsweise    eine  Legierung,     wie    sie der Herstellung von Mö  belbeschlägen :dienen kann und eine Legie  rung, wie sie als     Fensterrahmenprofil        Ver-          wendeng    finden kann,     angegeben     
EMI0002.0099     
  
    1. <SEP> Legierung: <SEP> 2. <SEP> Legierung:
<tb>  1,50 <SEP> % <SEP> Cu <SEP> 1,90 <SEP> 0/<B>0</B> <SEP> Cu
<tb>  0,50 <SEP> % <SEP> Mg <SEP> 0,60 <SEP> 0/0 <SEP> Mg
<tb>  2,45 <SEP> % <SEP> Si <SEP> 1,55 <SEP> 0/<B>0</B> <SEP> Si
<tb>  0,45 <SEP> % <SEP> Mn <SEP> 0,45 <SEP> % <SEP> Mn
<tb>  0,40 <SEP> % <SEP> Fe <SEP> 0;35 <SEP> % <SEP> Fe
<tb>  Rest <SEP> A1 <SEP> Rest <SEP> Al

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Knetbare Aluminiumlegierung mit 1,2 bis 1,9 % Kupfer, 0,5 bis 1,5 % Magnesium, 1,55 bis 2,95 % Silizium, 0,2 bis 1,5 % Mangan und bis zu 0,9 % Eisen.
    UNTERANSPRUCH: Knetbare Aluminiumlegierung nach Pa tentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass sie noch Zink in Mengen bis zu 1.,5 % enthält.
CH272007D 1948-10-02 1949-09-28 Knetbare Aluminiumlegierung. CH272007A (de)

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AT272007X 1948-10-02

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ID=3670545

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CH272007D CH272007A (de) 1948-10-02 1949-09-28 Knetbare Aluminiumlegierung.

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