CH272007A - Knetbare Aluminiumlegierung. - Google Patents
Knetbare Aluminiumlegierung.Info
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Description
Knetbare Aluminiumlegierung. Die vorliegende Erfindung betrifft eine knetbare Aluminiumlegierung, die allen An forderungen hinsichtlich Giess- und Knet- barkeit genügt und sich ausserdem auch ohne vorherige Wärmebehandlung besonders gut elektrolytisch oxydieren lässt.
Aluminiumlegierungen für dekorative, kunstgewerbliche und architektonische Ver wendungszwecke haben im allgemeinen der Forderung zu genügen, dass sie sich einer seits gut mechanisch bearbeiten lassen, wie schleifen und polieren, und anderseits glanz beständig sind und daher bei der elektroly tischen Oxydation durchaus klare und flek- kenlose Oxydsehichten ergeben. Derartige Schichten können zwar auf Reinaluminium erzeugt werden, weil die Oxydschieht mit stei gendem Reinheitsgrad des Aluminiums be kanntlieb fleckenloser und neinweisser wird.
Für dekorative, kunstgewerbliche und architektonische Zwecke werden jedoch häu fig Aluminiumlegierungen, wie z. B. solche auf Al-Mg- und AI-Mg-Si-Grundlage ver wendet.
Diese haben zwar vor Reina.lumi- nium den Vorteil der höheren mechanischen Festigkeit und Härte, sowie besserer Bear- beitbarkeit, ergeben jedoch bei der elektro lytischen Oxydation keine durchaus klaren und fleckenlosen Oxydschichten. Um solche auf diesen Legierungen trotzdem erzeugen zu können, müssen die Teile nach der Formge bung bekanntlich einer Wärmebehandlung, unterworfen werden, weil die Herstellung eines homogenen Zustandes der Legierung hierfür Voraussetzung ist..
Aber auch durch eine solche wird ein homogener Zustand und damit auch eine glasklare Oxydschicht nicht mehr erreicht, wenn bei den genannten Le gierungen die Menge der Legierungsbe standteile bestimmte Werte überschreiten. Mangan verursacht bereits in geringen Men gen eine starke Beeinträchtigung der Klar heit der Oxydschicht.
Kupferhaltige Aluminiumlegierungen kom men für die eingangs genannten Zwecke nicht in Frage, weil das Kupfer eine Graublauver- färbungder Oxydschieht hervorruft, die die Oberfläche der oxydierten Gegenstände un ansehnlich erscheinen lässt. Selbst nach einer Wärmebehandlung solcher Legierungen tre ten noch Verfärbungen der Oxydschicht auf.
Umfangreiche Untersuchungen haben nun zu dem überraschenden Ergebnis geführt, dass eine Aluminiumlegierung mit 1,2 bis 1,9 % Cu, 0,5 bis 1,5 % Mg, 1,55 bis 2,95 % Si, 0,2 bis 1,
5 % Mn und bis zii 0,9 % Fe, die übrigens auch noch bis 1,5 % Zn enthalten kann, trotz ihrer Vielzahl und ihres hohen Gehaltes an Legierungsbestandteilen bei ihrer elektrolytischen Oxydation.
besonders klare, fleckenlose, transparente und rein weisse Oxydschichten ergibt. Die erfindungsgemässe Legierung vereinigt also die Vorteile höherer mechanischer Festigkeit und Härte, sowie der guten Verarbeitbarkeit als auch diejenigen der Erziehung einer farb- und fleckenlosen Oxydschiclit. Aus diesem Grunde ist sie dem zur Erzielung klarer und fleckenloser Oxyd- schichten besonders brauchbaren Reinalumi- nitim überlegen.
Während nämlich ihre Fe stigkeit und Härte auf ihre Kupfer- und Magnesiumgehalte zurückzuführen sind, be- wirkt ihr Siliziumgehalt die gute Giessbar- keit, die ein Kupfer- und Magnesiumgehalt für sich allein jedoch nicht gewährleistet. Während Kupfer-, Silizium und Mangan gehalte allein eine Grauverfärbung der Oxyd schichten hervorrufen, die bei Anwesenheit, von Magnesium noch verstärkt wird, sind die auf .die erfindungsgemässe Legierung aufge brachten Oxydschichten durchwegs klar und fleckenlos.
Die eingangs erwähnten Vorteile weisen also jene Aluminiumlegierungen. auf, die alle angeführten Legierungsbestandteile in den angegebenen Grenzen gemeinsam enthalten. Diese Tatsache lässt sich dadurch erklären, dass bei Anwesenheit von Kupfer das in der Legierung anwesende Magnesium die Lös lichkeit des Siliziums und Mangans nicht herabsetzt, so dass die erfindungsgemässen Legierungen trotz der Vielzahl und der ver hältnismässig hohen Menge an Legierungs bildner auch ohne Wärmebehandlung in einem besonders homogenen Zustand vor liegen.
Die sich von den erfindungsgemässen, nur durch einen niedrigeren Siliziumgehalt unterscheidenden bekannten Legierungen, die teils normale, teils übernormale Eisengehalte, selbst bis 3,5% aufweisen, zeichnen sich durch eine überaus lange Inkubationszeit aus, so .dass solche Legierungen ihre Härtesteige rung oft erst nach mehr als 70 Stunden erfahren.
Es war aber nicht bekannt, dass sich durch eine Erhöhung des Siliziumge- haltes in solchen Legierungen, weder mit noch ohne Wärmebehandlung, bei der elektro lytischen Oxydation auf diesen klare und fleckenlose Oxydschichten ergeben.
Das gleiche gilt für Aluminiumlegierungen mit Kupfergehalten unter 1,5 %, Mangan von 0,3 bis 1,0 %, Magnesium von 0,5 bis 4,0 %, den übliehen Eisengehalten und höchstens 0,
5 % Si. Diese bekannten Legierungen zeichnen sieh durch eine Widerstandsfähig- keit gegenüber der gleichzeitigen Einwir kung von Quecksilber und oxydierenden Be dingengen, wie z. B. feuchter Luft oder Salz. lösungen, aus.
Jene bekannten, sich von der erfindungsgemässen durch einen höherer Siliziumgehalt unterscheidenden Legierunger zeichnen sich zwar insbesondere bei erhöhter Temperatur durch eine erhöhte Festigkeit nicht aber dadurch aus, dass .sie bei,der elek trolytischen Oxydation klare und fleckenlos( Oxydsehichten ergeben. Die Kupfer- unc Magnesiumgehalte jener Legierungen sind offenbar nicht mehr in der Lage, die Ver minderung der Löslichkeit .des Siliziums hint anzuhalten.
Die die Voraussetzungen für eine einwandfreie Oxydsehicht bildende Ho. mogenität der Legierung kann bei derart hohen Siliziumgehalten nicht mehr erreiehi werden.
Wie der Anmelder ferner festgestellt hat, beeinflussen sogar Eisengehalte bis 0,9 0/c und Zinkgehalte bis 1,5 % das Aussehen der Oxydschichten nicht.
Solehe Legierungen können daher aus Umschmelzlegierungen her gestellt werden und erfordern vermöge des Wegfalls jeder Wärmebehandlung keine der hierzu üblichen Betriebseinrichttungen.
Was ihre Verwendbarkeit betrifft, so eignen sich die erfindungsgemässen Legie rungen sowohl als Guss- wie auch als Knet legierung zur Herstellung von Bau- und Mö belbeschlägen, Fensterrahmen, Zierleisten und Zierwaren, für Gegenstände also, die neben architektonischen auch insbesondere dekorativen und kunstgewerblichen Zwecken zu .dienen haben.
Nachstehend werden beispielsweise eine Legierung, wie sie der Herstellung von Mö belbeschlägen :dienen kann und eine Legie rung, wie sie als Fensterrahmenprofil Ver- wendeng finden kann, angegeben
EMI0002.0099
1. <SEP> Legierung: <SEP> 2. <SEP> Legierung:
<tb> 1,50 <SEP> % <SEP> Cu <SEP> 1,90 <SEP> 0/<B>0</B> <SEP> Cu
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<tb> Rest <SEP> A1 <SEP> Rest <SEP> Al
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Knetbare Aluminiumlegierung mit 1,2 bis 1,9 % Kupfer, 0,5 bis 1,5 % Magnesium, 1,55 bis 2,95 % Silizium, 0,2 bis 1,5 % Mangan und bis zu 0,9 % Eisen.UNTERANSPRUCH: Knetbare Aluminiumlegierung nach Pa tentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass sie noch Zink in Mengen bis zu 1.,5 % enthält.
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| AT272007X | 1948-10-02 |
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH272007D CH272007A (de) | 1948-10-02 | 1949-09-28 | Knetbare Aluminiumlegierung. |
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1949
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