CH247646A - Verfahren und Anlage zum Erzeugen und Übertragen von Wärme mittels flüssigen Wärmeträgers. - Google Patents
Verfahren und Anlage zum Erzeugen und Übertragen von Wärme mittels flüssigen Wärmeträgers.Info
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Description
Verfahren und Anlage zum Erzeugen und Übertragen von Wärme mittels flüssigen Wärmeträgers. Es ist bekannt, dass bei den bis heute aus geführten Zentralheizungs- und Etagen heizungsanlagen auf die Leitungsführung und Verlegung der Heizkörper grösste Sorg falt verwendet werden muss",damit die -erin- gen, den Umlauf des Wassers bewirkenden Kräfte möglichst verlustlos auf die ganze Rohranlage zur Auswirkung kommen. In manchen Fällen ist es ja unerlässlich, die ge ringe Bewegungsenergie im Kreislauf, ins besondere bei ausgedehnteren Installationen, durch Einsetzen einer Zirkulationspumpe zu erhöhen.
Gegenstand vorliegender Erfindung ist ein Verfahren zum Erzeugen und Übertragen von Wärme an einen Wärmeaustauscher mit tels flüssigen, in Kreislauf die Wärmequelle und den Wärmea.ustauscher durchströmenden Wärmeträgers, bei welchem man den Wärme träger in einem als Steigleitung ausgebildeten Zweig einer kommunizierenden Röhre er -wärmt und damit eine Niveaudifferenz in den beiden Zweigen der kommunizierenden Röhre erzeugt und diese zum Durchführen des Wärmeträgers durch den an die beiden Zweige angeschlossenen Wärmeaustauscher benützt.
Zum Durchführen dieses Verfahrens wird erfindungsgemäss eine Anlage verwendet, bei welcher der durch eine Wärmequelle erhitzte, flüssige Wärmeträger über eine Vorlauflei tung zu mindestens einem Wärmeaustauseher t-nd von diesem über eine Rücklaufleitung zur Wärmequelle zurückgeführt wird, wo bei die an die Wärmequelle angeschlossenen Teile der Vorlauf- und der Rücklaufleitung in über der Wärmequelle liegende Gefässe ausmünden, an denen die zu und von dem Wärmeaustauscher führenden Leitungen an geschlossen sind.
Ein Gefälle zwischen Vor- und Rücklauf kommt in dem Augenblick sofort zustande, da die Heizquelle auf den flüssigen Wärme träger (Wasser, 'Ö1 usw.) einwirkt; dieses Gefälle ist von der Rohranlage zwischen Wärmequelle und Wärmeaustauscher (Ra diator, Heizschlange usw.) unabhängig. Die ses Gefälle kann je nach Grösse der Wärme zufuhr so gross gehalten werden, dass bei der Installation der Leitungen verhältnis mässig kleine Querschnitte genügen. Zudem wird die Rohranlage wesentlich einfacher, weil bei Vor- und Rücklauf keine Rücksicht auf Steigung, Gefälle und sogenannte Säcke in den Leitungen genommen werden muss.
Bei Etagenheizungen spielt die Höhe der Heizkörper und des Raumes, sowie die Aus dehnung desselben praktisch keine Rolle mehr, da die Zirkulation sehr intensiv ist und die Rohre nicht an die Decke verlegt werden müssen. Wenn die beiden mit Vor- und Rücklauf verbundenen Gefässe selbst ent lüftet sind, fällt ein besonderes Expansions gefäss in darüberliegenden Räumen (in die sem Falle) weg, da sich die Expansion des Wärmeträgers, unabhängig von der jeweili- gen Niveaudifferenz, auf diese Gefässe aus wirken kann.
Das Verfahren lässt sich aber ohne -weiteres auch mit gegen Atmosphäre verschlossenen, unter sich jedoch nach oben kommunizierenden Gefässen an Vor- und Rücklauf anwenden,\ wenn dafür gesorgt ist, dass der Wärmeträger und die Luft sich nach einem besonderen, irgendwo am Lei tungssystem angeschlossenen Expansions- gefäss ausdehnen können.
In. der-beiliegenden Zeichnung sind zur beispielsweisen Erläuterung des Verfahrens Ausführungsbeispiele der ebenfalls Gegen stand der Erfindung bildenden Anlage zur Durchführung des Verfahrens gezeigt.
Es zeigt: Fig. 1 ein Schema einer Anlage mit ent lüftetem Vor- und Rücklauf, Fig. 2 einen Vertikalschnitt durch einen Etagenheizofen mit entlüftetem Vor- und Rücklauf, Fig. 3 schematisch die Anwendung des Verfahrens für die Beheizung von mehr als einer Etage (Vor- und Rücklauf entlüftet),
Fig. 4 ein Schema einer Anlage mit un- entlüftetem Vor- und Rücklauf und separa tem Expansionsgefäss für Wärmeträger und Luft.
In der schematischen Darstellung der An lage nach Fig. 1 ist 1 die Wärmequelle, 2 ein Dureblaufheizgefäss, das einen flüssigen Wärmeträger S, z. B. Wasser, 0<B>1</B> usw., enthält. Der Wärmeträger 3 eleigt durch ein Steigrohr 4, das in ein nach der A-tmo@sphäme zu offenes, bei 14a entlüftetes Vorlaufgefäss 5 ragt und läuft dort über.
Vom Gefäss 5 zweigt eine Vorlaufleitung 6 zu einem als Wärmeaus- tauscher dienenden Heizkörper 7 ab, von wel chem eine Rücklaufleitung 8 nach einem Rücklaufgefäss 9 führt, das bei 14b entlüftet ist. Aus diesem Gefäss 9 strömt der Wärme träger 3 durch eine Ansaugleitung 10 in das Heizgefäss 2, das heisst der Wärmeträger vv-ird beim Beheizen des Heizgefässes 2 nachgeso gen.
Das Heizgefäss 2 und das Steigrohr 4 einerseits und das Rücklaufgefäss 9 und die Nachsaugleitung 10 anderseits bilden die beiden Zweige einer kommunizierenden Röhre. Vorlaufgefäss 5 und Rücklaufgefäss 9 kommunizieren über den Wärmeaustauscher 7 ebenfalls miteinander.
Die Wirkungsweise ist folgende: Vor Inbetriebsetzung ist das ganze Heiz system durch Einfüllen eines flüssigen. Me diums in das Rücklaufgefäss 9 so lange zu füllen, bis alle Teile damit gefüllt sind. Bei entsprechender Anordnung von Vor- und Rücklaufgefäss tritt dieser Moment dadurch in Erseheinung, dass die Niveaus im Steigur rohr 4, Vorlaufgefäss 5 und Rücklaufgefäss- 9 @bleioh hoch sind.
Beim Zuführen von Wärme mittels fester, flüssiger oder gasförmiger Brennstoffe oder elektrischer Energie zum Heizgefäss 2 beginnt sich die Flüssigkeit 3 infolge Ausdehnung über das Steigrohr 4 in das Vorlaufgefäss 5 im Sinne des Pfeils, 1.3 zu ergiessen. Der Flüssigkeitsspiegel im Gefäss 5 steigt, gleich zeitig beginnt aber der Flüssigkeitsspiegel im Rücklaufgefäss 9 zu sinken, da das Heizge- fäss 2 durch das Rohr 10 in der Richtung des Pfeils 12 aus dem Rücklaufgefäss 9 Flüs sigkeit nachsangt.
Die Differenz der beiden Flüssigkeitsspiegel im Vorlaufgefäss 5 und im Rücklaufgefäss 9 ergeben ein Gefälle. Infolge des Gewichtsunterschiedes der Wassersäulen im Vorlauf und im Rücklauf und weil im Vorlaufgefäss 5 das höhere Niveau ist, fliesst die Flüssigkeit in der Richtung der Pfeile 11 und 14 über die Vorlaufleitung 6, den Wärmeaustauscher 7 und über die Rück- laufleitiung 8 nach dem Rücklaufgefäss 9 zurück, das heisst zum tieferliegenden Niveau.
Bei diesem Kreislauf durch die Wärmeaus- tauscher 7, z. B. Radiatoren, gibt die Flüs sigkeit Wärme an den zu heizenden Raum ab.
Wenn während des Anheizens die Flüssig keit noeh kalt in das Rüeklaufgefäss 9 zu rückfliesst, was der Fall ist, bis alle in den Leitungen 6, 8 und in den Radiatoren 7 be findliche Flüssigkeit einmal das Heizgefäss 2 durchlaufen hat, so wird dem Heizgefäss 2 eine grössere Wärmemenge zuzuführen.
sein, oder aber es fliesst bei gleich grosser Wärme zufuhr weniger Flüssigkeit durch das Steig- rohr 4 hinauf, als wenn schon warme Flüs sigkeit vom Rücklaufgefäss 9 in das Heiz- gefäss 2 nachgesogen wird. Dadurch bleibt auch das Gefälle zwischen Vorlaufgefäss 5 und Rücklaufgefäss 9 vorerst klein.
Ein besonderes Expansionsgefäss, wie dies bei den heute bekannten Ausführungen von Zentral- und Etagenheizungen unentbehr lich ist, fällt bei der hier beschriebenen Hei zungsanlage natürlich weg, da dieses durch die entlüfteten Vor- und Rücklaufgefässe 5 bezw. 9 ersetzt ist.
Die Elemente der Anlage lassen sich beim praktischen Aufbau einer erfindungsgemässen Heizanlage in den verschiedensten Varia tionen zusammenbauen, wobei die Formge bung der gesamten Anlage als auch der Ein zelteile wiederum mannigfaltig sein kann.
Die Regelung des Umlaufes des Wärme trägers kann auf verschiedene Art erfolgen. Zum Beispiel können die Flüssigkeitsspiegel- differenzen im Vorlaufgefäss 5 und im Rück laufgefäss 9 dazu verwendet werden, um die Wärmezufuhr zum Heizgefäss durch Regeln der Verbrennung des Heizmittels zu verän dern.
Beispielsweise kann die Regelung bei Verbrennung fester Brennstoffe in der Weise erfolgen, dass ein im Vorlaufgefäss 5 ange ordneter Schwimmer über ein Gestänge mit der Luftklappe unterhalb des Rostes verbun den ist, derart, dass bei tiefem Flüssigkeits spiegel in dem Gefäss 5, also bei kleinem wirk samen Gefälle, die Luftklappe geöffnet und die Wärmezufuhr durch Steigerung der Ver brennung erhöht wird. Bei grösserem Niveau unterschied, wenn z.
B. durch die Wärme- austauseher nur , wenig Wärme abgegeben worden ist und wenn daher die Flüssigkeit 3 aus dem Radiator 7 noch in warmem Zu stande in das Rücklaufgefäss 9 eintritt, also noch warm in das Heizgefäss 2 zurückkommt, dann wird der steigende Schwimmer im Vor laufgefäss 5 die Luftklappe zum Feuerraum schliessen.. Diese Niveauübertragung kann aber beispielsweise auch zur direkten, men genmässigen Regelung eines flüssigen oder gasförmigen Brennstoffes dienen, oder für die Steuerung elektrischer Energie. Es kann z.
B. das Druckgefälle zwischen Vor- und Rücklaufgefäss auf ein druckempfindliches Schaltelement einwirken, das seinerseits die Zufuhr von z. B. elektrischer Energie ent sprechend regelt. Es ist auch möglich, die Änderung der Temperatur der Flüssigkeit im Rücklaufgefäss 9 zur Steuerung der jeweils benötigten Wärmemenge durch an und für sich bekannte Mittel zu benützen.
Da es bei einem grossen Gefälle nur einer geringen Wärmezufuhr bedarf, um den Kreis lauf durch die beiden kommunizierenden Ge fässe 5, 9 aufrecht zu erhalten, können bei einem Heizofen oder Heizkessel beispiels weise zwei verschiedene Wärmequellen vor gesehen sein; es kann z.
B. das Aufheizen mit festen Brennstoffen erfolgen, während für die Aufrechterhaltung des Kreislaufes elek- trische Energie Verwendung findet, wobei Mittel zum Regeln der Luftzufuhr durch Verstellen einer Luftklappe und zum auto- matischen Einschalten der elektrischen Un- terhaltheizung in dem Augenblick vorgesehen sind,
in welchem die maximale Umlaufge schwindigkeit der Flüssigkeit durch die Wärmeaustauscher erreicht und somit nur noch eine kleine Wärmemenge zur Aufrecht erhaltung des Kreislaufes nötig ist.
Es ist auch möglich, den Kessel so auszu bilden, dass er mit elektrischer Energie be heizt werden kann, wobei dann zweckmässig der Flüssigkeitsraum vom Heizelement um geben ist.
In Fig. 2 ist beispielsweise der Zusam menbau der oben beschriebenen Elemente zu einer einheitlichen Anlage für Etagenheizung dargestellt. Die Anlage besitzt einen Feuer raum 1, der vom Heizgefäss 2 umgeben ist. Das Wasser 3 steigt durch Steigrohr 4 in das Vorlaufgefäss 5, das bei 29a mit der Atmo sphäre verbunden ist. Vom Boden des Vor laufgefässes 5 geht ein Vorlaufrohr 6 nach einem nicht dargestellten Radiator. Durch ein Rücklaufrohr 8 gelangt das zurückfliessende, abgekühlte Wasser in das Rücklaufgefäss 9, von wo es durch die Leitung 10 nach dem Heizgefäss 2 fliesst.
Wie ersichtlich, ist das Vorlaufgefäss 5 im obern Teil des Rücklauf- gefässes 9 angeordnet, derart, dass der das Gefäss 5 umgebende Flüssigkeitsmantel des Gefässes 9 die gleichgrosse Oberfläche wie die Flüssigkeit des Vorlaufgefässes 5 hat. Ein Steigen des Niveaus in letzterem hat ein in Höhe entsprechendes Sinken des Niveaus im Rücklaufgefäss zur Folge.
An letzterem kann ein in der Zeichnung nicht dargestellter Flüs- sigkeitsstandanzeiger vorgesehen .sein, der das auf den Wärmeaustauscher wirkende Flüssigkeitsgefälle anzeigt. Vorlaufgefäss 5 und Steigrohr 4 sind gegen das Rücklaufge- fäss 9 durch eine Wärmeisolierung 15 isoliert. Zwischen dem Rücklaufgefäss 9 und dem Wassermantel 2 ist eine Luftisolation 18 vor gesehen. Um die seitliche Luftisolation 18 ist eine Wärmeisolationsschicht 17 vorgesehen.
19 stellt den Aschenraum, 20 den Feuerrost, 21 den Rauchabzug, der durch Kanäle 22 mit dem Feuerraum verbunden ist, dar. Das Vorlaufgefäss 5 ist mit einem Kondenswasser- abtropfdeckel 23 ausgerüstet, während der ganze Ofen mit einem Abachlussdeckel 24 versehen ist. 25 stellen Feuerungstüren dar, während 26 den Deckel für die Aschenent nahme, in diesem beispielsweisen Fall zu gleich aber auch die Luftklappe darstellt. Letztere kann natürlich auch als selbständige Armatur ausgebildet sein. In der Luftklappe können regelbare öffnungen vorgesehen sein.
Die Einrichtung zum Regeln der Wärme zufuhr zum Wärmeträger besitzt einen Schwimmer 27 im Vorlaufgefäss 5. Die Be wegung des .Schwimmers 27 wird über ein Gestänge 28 auf die Luftregulierungsklappe 26 übertragen, wodurch bei niederem Niveau im Verlaufgefäss 5 die Luftklappe 26 sich öffnet und bei steigendem Niveau sieh schliesst. Sollte aus irgendeinem Grunde, z. B.
wegen Verstopfens von Leitungen., Drosselns aller Radiatoren, der Wasserspiegel im Vor laufgefäss 5 zu weit steigen, so kann durch einen Überlauf 29 der Überschuss @vieder in das Rücklaufgefäss 9 zurückfliessen. Gleich zeitig wird durch den Schwimmer 27 die Luftklappe 26 vollständig geschlossen und ein Überhitzen verhindert. Bei andern als festen Brennstoffen wird die Wärmezufuhr durch an sich bekannte Mittel abgestellt oder auf ein unschädliches Mass herabgemindert.
Die erhitzte Flüssigkeit, die vom Steig rohr 4 in das Vorlaufgefäss 5 ausfliesst, ist schon zu Beginn der Funktion ca. 90 C warm und bleibt immer gleich; lediglich die Durehflussmenge und damit die rurGhfluss- geschwindigkeit wird damit verändert. Wer den durch Ventile am Vor- oder Rücklauf ganze Zweige oder einzelne Radiatoren ab gestellt, dann tritt die Einrichtung zum Regeln der Wärmezufuhr in Wirkung. Bei einer Anlage nach Fig. 2 kann z.
B. bei einer Gesamthöhe von einem Meter ein Gefälle von mindestens 200 mm erzeugt werden.
Man kann auch im Feuerraum über dem in Fig. 2 dargestellten Rost einen weiteren auf- oder abklappbaren oder drehbaren Rost vorsehen, um für den reinen Zirkulations- unterhalt bei bereits aufgeheizter Flüssigkeit die Wärme insbesondere auf den obern Teil des Flüssigkeitsmantels des Heizgefässes ein wirken zu lassen. Der Rost kann auch ver stellbar ausgebildet sein, um ihn zwecks Un terhalt eines kleineren Feuers einstellen zu können.
Im Vorlaufgefäss kann ein den Norma.l- flüssigkeitastand im kalten Zustande regu lierbarer Schwimmer vorgesehen sein, derart, dass beim Sinken des Schwimmers unter das normale Niveau durch eine direkt mit der Wasserleitung verbundene in das Rücklauf gefäss mündende Düse der Normalwasserstand in den miteinander kommunizierenden Vor und Rücklaufgefässen wieder hergestellt wird.
Das Flüssigkeitsansaugrohr zwischen Rücklaufgefäss und Heizgefäss kann auch innerhalb des Aussenmantels des Kessels an geordnet sein.
Bei kleineren Ausführungen kann es zweckmässig sein, das Flüssigkeitsheizgefäss, das Steigrohr, das Vor- und Rücklaufgefäss sowie die Wärmeabgabeaggregate zu einer transportablen Einheit auszubilden.
Um die Temperatur des erhitzten Was sers verstellen zu können, kann das vom Heiz- gefäss in das Vorlaufgefäss mündende Steig- roter in der Höhe verstellbar ausgeführt wer den.
Wenn die Vor- und Rücklaufgefässe als Expansionsgefässe ausgebildet sind, kann es zweckmässig sein, die Luft unter eine ausser halb oder innerhalb dieser Gefässe angeord nete von Flüssigkeit umgebene feste oder bewegliche Glocke entweichen zu lassen.
Das Verfahren lässt sich auch für die Be- heizung von mehr als einer Etage anwenden, wie in Fig. 3 dargestellt. In diesem Falle sind der Heizkessel mit dem Wassermantel einerseits und Vor- und Rücklaufgefäss an derseits getrennt angeordnet, wobei sie unter sich durch ein isoliertes Steigrohr und ein nicht isoliertes Nachsaugrohr miteinander verbunden sind. Vom Wassermantel des Ofens fi geht ein Steigrohr 31 zum Vorlauf gefäss 32, von dem eine Vorlaufleitung 33 das heisse Wasser zu den Heizkörpern führt.
Das Wasser geht durch die Rücklaufleitung 34 in das Rücklaufgefäss 35 und durch die Nachsaugleitung 36 zurück. Ein Thermostat 37 dient zur Regelung der Zufuhr von Ver brennungsluft. 38, 39, 40 und 41 sind Radia toren. Der Ofen .f1 muss dabei mindestens auf der Höhe der untern Radiatoren, beispiels weise auch im Keller, das Vor- und Nach laufaggregat B etwas oberhalb der obersten zu beschickenden Radiatoren angeordnet wer den.
Wie eingangs erwähnt, ist das erfindungs gemässe Verfahren auch dann anwendbar, wenn wie Fig. 4 schematisch darstellt, die Vor- und Rücklaufgefässe 5, 9 gegen Atmo sphäre verschlossen und nur unter sich mit einem Druckausgleich versehen sind. In die sem Falle lässt man die Ausdehnung des Wärmeträgers samt der Luft in Vor- und Rücklaufgefässen auf ein besonderes (strich- punktiert gezeichnetes) Expansionsgefäss 45 wirken, das beispielsweise irgendwo an das Leitungssystem angeschlossen wird und die Wasserausdehnung voll aufzunehmen im Stande ist. Ein zusätzliches Expansionsge fäss ist aber nicht unbedingt nötig.
Es hat sieh nämlich gezeigt, dass auch bei steigendem Dampfdruck ein Ausstoss des erhitzten Was- sers aus der Steigrohrmündung erfolgt, vor ausgesetzt, dass ein Ausgleich zwischen Vor- und Rücklaufgefäss möglich ist.
Eine andere Lösung wäre aber, die Ge fässe wiederum so gross zu bemessen, d@ass die Expansion wies Wärmeträgers ganz von diesen aufgenommen werden kann, wobei gleich zeitig Mittel vorgesehen sind, die Luft beider Gefässe gemeinsam unter eine feste oder be- wegliehe Glocke 46 entweichen zu lassen.
Im ersteren Fäll wird der Spiegel der die Glocke umgebenden Flüssigkeit je nach der entwiche- nen Luftmenge steigen oder fallen, bei Ver- wendung einer beweglichen Glocke wird sich der Stand der umgebenden Flüssigkeit und die unter die Glocke entwichene Luft stets: die Waage halten.
Bei Abkühlung des Wärmeträgers in ganzen Heizsyslem wird die Luft aus der Glocke wieder zurückge sogen, bezw. durch :den Druck der diese um gebenden Flüssigkeit bezw. der beweglichen Glocke in das Vor- und Rücklaufgefäss zu rückgetrieben.
Das, Gefälle zwischen den beiden Niveau differenzen im Vor- und Rücklaufgefäss wird sich aber gleich verhalten wie bei entlüfteten Vor- und Rürklaufgefässen.
Wenn de,r mittels höher gelegenem Expan sionsgefäss erreichte Druck eine bestimmte Höhe erreicht, so ist es möglich, mit den Wärmeaustausehern annähernd auf gleiche Höhe .des Expansionsgefässes zu gehen. Der Ofen kann dann wiederum tiefer liegen als der oberste Wärmeaustauscher, wobei letz terer bis annähernd zur Höhe des Expansions gefässes angeordnet werden kann.
Die Anord nung einer besonderen Expansionseinrichtung hat den Vorteil, dass der in den Vor- und Rücklaufgefässen verdampfende Wärmeträger sofort kondensiert und flüssig in ,die genann ten Gefässe zurückläuft.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE: I. Verfahren zum Erzeugen unid Über tragen von Wärme an einen Wärmeanzs- taus-cheT mittels flüssigen, im Kreislauf die Wärmequelle und .den Wärmeaustauscher durchströmenden Wärmeträgers, dadurch ge- kennzeichnet,dass man den Wärmeträger in einem als Steigleitung ausgebildeten Zweig einer kommunizierenden Röhre erwärmt und damit eine Niveandifferenz in :den beiden Zweigen der kommunizierenden Röhre er zeugt und diese zum Durchführen des Wärmeträgers durch; den an die beiden Zweige angeschlossenen Wärmeaustaus.cher benützt.IL. Anlage zum Durchführen des Ver fahrens nach Patentanspruch I, bei welcher der durch eine Wärmequelle erhitzte flüssige Wärmeträger über eine Vo-rlaufleitung zu mindestens einem Wärmeaustauscher und von diesem über eine Rücklaufleitungl zur Wärmequelle zurückgeführt wird, dadurch gekennzeichnet, dass die an die Wärmequelle angeschlossenen Teile der Vorlauf- und der Rücklaufleitung in über der Wärmequelle liegende Gefässe ausmünden,an denen .die zu und von dem Wärmeaustauscher führenden Leitungen angeschlossen sind. UNTERANSPRüCHE 1. Anlage nach Patentanspruch II. da durch gekennzeichnet, dass das Vor- und das Rücklaufgefäss ineinander angeoxdnet sind.2. Anlage nach Patentanspruch II und Unteranspruch 1, dadurch ..gekennzeichnet, dass das Varlaufgefäss im obern Teil :des Rücklaufgefässes -angeordnet ist, derart, dass der das Vorlaufgefäss umgebende Flüssig keitsmantel des Rücklaufgefässes die gleich grosse Oberfläche wie die Flüssigkeit des Vor laufgefässes- hat, .derart, dass ein Steigen -des Niveaus in letzterem ein in Höhe entspre chendes Sinken des Niveaus im Rücklauf- gpfäss zur Folge hat. 3.Anlage - nach Patentanspruch II und Unteransprüchen 1 und 2, daidurch gekenn- zeichnet, dass ein am Rücklauf gefäss ange- braachrber Flüssigkeits:standzeiger das auf den Wämmeaus@tauscher wirkende Flüssigkeitsge- fälle anzeigt.4. Anlage nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass ein Flüssigkeits- erhitzer in Räumlichkeiten unterhalb der zu beheizenden aufgestellt ist. 5. Anlage nach Patentanspruch 1I, da durch gekennzeichnet, dass das Vor- und das Rücklaufgefäss in Räumlichkeiten oberhalb der zu beheizenden angeordnet sind.6. Anlage nach Patentanspmuch II, da durch gekennzeichnet, dass ,ein Flüssigkeits- heizgefäss, das Vorlauf- und das Rücklfauf- gefäss, -ein Heizraum und das Steigrohr zu einem einheitlichen Ofen zusammengefügt sind. 7. Anla :g,e nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass ein Feuerraum vom Flüssigkeitsheizgefäss mantelförmig um geben ist. B.Anlage mach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass ein Flissigkeits- heizgefäss zur Beheizung mit elektrischer Energie eingerichtet ist. 9. Anlagie nach Patentanspruch II und Unteranspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Flüssigkeitsraum vom Heizelement umgeben ist. 10.Anlage nach Patentanspruch II, Da durch gekennzeichnet, dass ein Heizgefäss so ausgebildet ist, dass .es wahlweise mit ver schiedenen Wärmequellen beheizt werden kann. 11.Anlage nach Patenta.Espruch II, da durch gekennzeichnet, dass Mittel vorgesehen sind, die eine elektrische Zusatzheizung für ein Heizgefäss dann einschalten, wenn bei Erreichen der maximalen Umlaufgieschwin- digkeit der Flüssigkeit durch die Wärmeaus- tauscheT nur noch eine kleinere Wärmequelle zur Aufmechterhaltung des Kreislaufes nötig ist.12. Anlage nach Patentanspruch 1I, da durch gekennzeichnet, dass Mittel vorgesehen sind, die in Abhängigkeit vom wechselnden Niveau in wenigstens einem der Gefässe -die dem Heizgefäss zugeführte Energie regelln. 13.Anlage nach Patentanspruch II, d:a- durch gekennzeichnet, dass das Vorlaufgefäss mit einem Überlauf nach dem Rücklaufgefäss versehen ist. 14. Anlage nach Patentanspruch II und Unteranspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Regulierung der dem Heizgefäss zu- geführten Wärme mittels. Schwimmers erfolgt, der die Luftzufuhr zur Verbrennungsstelle reguliert. 15.Anlage nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dess die Regulierung der Verbrennungswärme mittels eines Thermostaten auf Grund der im Rücklauf gefäss vorhandenen Temperatur erfolgt. 16.Anlage nach Patentanspruch II, da dürch gekennzeichnet, dass die Regulierung der Heizenergie für das Heizgefäss durch Übertragung des Druckgefälles im Vor- und Rücklaufgefäss auf ein druckempfindliches elektrisches Schaltelement erfolgt. 17.Anlage nach Patentanspruch 1I und U nteranspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass im Feuerraum ein zweiter Rost voTge- sehen ist, um für den reinen Zirkulations- unterhalt bei aufgeheizter Flüssigkeit die Wärme auf den oberen Teil des Flüssigkeits mantels einwirken zu lassen. 18.Anlage nach Patentanspruch II und Unteranspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass: Mittel vorgesehen sind, um den unter dem Feuerraum vorgesehenen Rost zum Zwecke des Unterhalts eines kleineren Feuers zu verstellen. 1.9.Anlage nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass ein Schwimmer im Vorlaufgefäss den No:rmalf!lüssigkeits- stan:d im kalten Zustande reguliert, derart, dass bei sinkendem Schwimmer unter das Normalniveau durch eine direkt mit der Wasserleitung verbundene,in das Rücklauf gefäss mündende Düse der Normalwasserstand in den miteinander kommunizierenden Vor- und Rücklaufg(efässen wieder hergestellt wird. g0. Anlage nach Patentanspruch II und Unteranspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass ein Flüssigkeitsansaugrohr zwischen Rücklaufgefäss und F'lüssigkeitsheizgefäss innerhalb des Aussenmantels des Ofens ver läuft.21. Aulage nach Patentanspruch II und Unteranspruch 6, dadurch gekennzeiehnet, dass das Vorlaufgefäss gegen das Rücklauf- giefäss, ferner das Flüssigkeitsheizgefäss gegen aussen und gegen das Rücklaufgefäss gegen Wärmeübertragung isoliert ist. 2'2.Anlage naelh Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass ein Flüssigkeits gefäss das Steigrohr, :das Vor- und dass Rück- laufgefäss sowie Wärmeabgabeaggregate zu einer transportablen Einheit zusammengebaut sind.23. Anlage nach Patentanspruch II, -da durch gekennzeichnet, dass das. in das Vor laufgefäss mündende Steigrohr in der Höhe verstell'ba!r ausgeführt ist. 24.Anlage nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass das Vor- und das Rücklaufgefäss nach oben gegen Atmosphäre verschlossen sind und- die Expansion des Wärmeträgers und der Luft über den Weg des ganzen Heizsystems nach einem irgend wo an diesem angeschlossenen Expansions gefäss erfolgt. 25. Anlage nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass die Luft der als Expansionsgefässe ausgebildeten Vor- und Rücklaufgefäss:e unter eine von Flüssigkeit umgebene Glocke entweichen kann.
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