CH247486A - Verfahren zur Herstellung einer Zylinder-Laufbüchse für Kolbenmaschinen. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung einer Zylinder-Laufbüchse für Kolbenmaschinen.Info
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Description
Verfahren zur Herstellung einer Zylinder-Laufbüchse für Kolbenmaschinen. Besonders beim Betrieb von hochgeladenen Verbrennungsmotoren zeigen sich starke Ab nützungen der Zylinderlaufbüchsen, und zwar insbesondere in dem dem Brennraum benach barten Teil der Büchsenlauffläche, wo sie zu weilen ein Ausmass erreichen, das eine ernste Gefährdung der hochgeladenen Verbrennungs- kraftmaschine darstellt.
Diesem Übelstand versucht man durch das Verchromen der Lauffläche der Zylinder büchse zu begegnen. Es hat sich aber in der Praxis gezeigt, dass das Hartverchromen eine überaus schwierige Prozedur ist und man nur zu oft feststellen muss, dass die Chromschicht abblättert. Dies ist schon deshalb nicht ver wunderlich, weil der Ausdehnungskoeffizient der Chromschicht und des Laufbüchsenmate- rials nicht derselbe ist.
Abgesehen hievon, hat die Art und Weise, in welcher die Aufbrin gung der Chromschicht erfolgt, einen Einfluss auf deren Eignung als Laufflächenschutz. Es sind daher auch eine ganze Menge Verfahren bekannt geworden, die in ihrer Vielfalt be weisen, dass auf diesem Gebiet noch eine fühl bare Lücke besteht.
Ein weiteres Mittel zur Herabsetzung der Lauffläehenabnützung ist die Verwendung von Nitrierstahl als Büchsenbaustoff. Die fertig bearbeitete Büchse wird durch einen Glühprozess mit Stickstoff in Berührung ge bracht, wodurch eine sehr harte Oberfläche erzielt wird, welche nur noch poliert werden kann, zumal die harte Schicht sehr dünn ist. Solche Büchsen werden in der Regel im Flug- motorenbau verwendet, wo die Herstellungs kosten eine untergeordnete Rolle spielen. Im Grossmotorenbau kommt eine solche Lösung aber mit Rücksicht auf die Kosten kaum in Frage.
Die vorliegende Erfindung befasst sich mit einer Lösung, welche besonders für den Bau von grösseren Motoren Vorteile bietet, indem sie die Herstellung von Zylinderlaufbüchsen aus grauem Gusseisen betrifft, z. B. aus jenem, das unter der Bezeichnung Spezial-Zylinder- guss bekannt geworden ist und das hervor ragende Laufeigenschaften aufweist. Nach der Erfindung wird beim Giessen dieser Büchsen an der als Lauffläche dienenden Innenpartie durch Abschrecken eine harte Zone erzeugt. Das graue Gusseisen wird dabei an dieser Stelle zu weissem Gusseisen, dessen Härte etwa dreimal grösser ist als diejenige des grauen Gusseisens.
Vorteilhaft wird nur die in der Nähe des Brennraumes befindliche Partie, die besonders grossen Abnützungen unterworfen ist, gehärtet.
In der Zeichnung sind Ausführungsbei spiele von nach dem erfindungsgemässen Ver fahren gegossenen Zylinderlaufbüchsen dar- ,gestellt, und zwar zeigen Fig.l. und 2 Laufbüchsenoberteile, Fig. 3 eine einteilige Laufbüchse für eine Gegenkolbenmaschine, Fig. 4 eine dreiteilige Laufbüchse eben falls für eine Gegenkolbenmaschine.
Im folgenden wird auch das Verfahren selbst beispielsweise erläutert. An dem Zylinder-Laufbüchsenoberteil nach Fig. 1 erstreckt sich die harte Zone 1 nur über einen Teil der ganzen Lauffläche 7. Die weiche Zone ist mit 2 bezeichnet. Das Mass 3 gibt die ungefähre Ausdehnung der gekreuzt schraffierten, harten Zone in der Zylinder- acbsrichtimg an.
Fig. 2 zeigt, dass es trotz der harten Zone 1 möglich ist, gebohrte, die Zylinderachse kreuzende Kanäle 4 bis unmittelbar unter die Lauffläche, zur wirksamen Kühlung derselben, vorzusehen. Die Kante 5 soll etwa die oberste Lage des ersten Kolbenringes im Totpunkt des nicht gezeichneten Arbeitskolbens an deuten.
Fig. 3 zeigt eine Ausführung für eine ein- teilige Zylinderlaufbüchse eines Zylinders mit gegenläufigen Kolben; die harte Zone er streckt sich dabei über eine Länge 6; die übri gen Bezugszeichen haben die gleiche Bedeu tung wie in. Fig. 1 und 2.
Fig. 4 zeigt eine Ausführung mit dreiteili ger Laufbüchse ebenfalls für eine Gegenkol- benmaschine. Der mittlere Teil 8 der Zylin derbüchse ist zwischen die beiden nach dem erfindungsgemässen Verfahren hergestellten äussern Laufbüchsenteile 9 eingebaut. Die harte Zone 1 an jedem der Büchsenteile hat die Länge 3.
Durch besondere Formgebung der Kokil len ist es möglich, den Verlauf des Härtevor ganges beliebig zu beeinflussen. Wird bei spielsweise die Kokille mit gegen den Brenn- raum hin zunehmender Dicke ausgeführt, so wird auch die Oberfläche der Büchse gegen den Brennraum hin härter.
Es ist so möglich, eine kontinuierliche Steigerung der Laufflä- chenhärte im angegebenen Sinne zu erreichen und damit auch die für den Betrieb hoch geladener Motoren umumgängliche Verbin dung von. guten Laufeigenschaften im untern Teil der Lauffläche mit grossem Widerstand gegen Abnützung im Teil gegen den Brenn- raum hin zu erzielen,
wo der Kolben während der Periode hoher Drücke nur geringe Ge schwindigkeit aufweist und die Wirksamkeit des Schmiermittels beeinträchtigt ist. Der Härtevorgang kann aber auch auf andere Art beeinflusst werden.
Die Bearbeitung der Zylinderlauffläche kann im weichen Teil 2 durch Drehen und im harten Teil 1 z. B. durch Schleifen er folgen. Das Hohnen , das der Fertigbearbei tung dient, kann für die ganze Büchse gleich zeitig erfolgen. Da die Tiefe der harten Schicht nach erfolgter Bearbeitung der Lauf fläche zweckmässig nur gering ist und an der tiefsten Stelle nur wenige oder sogar Bruch teile von Millimetern beträgt, kann die äussere Kontur der Laufbüchse, wo nötig, durch Drehen nachgearbeitet werden. Die Tiefe der harten Schicht kann an verschiedenen Stellen der Büchse verschieden sein. Mit Vorteil wird dafür gesorgt, z.
B. durch entsprechendes Formen der Kokille, dass die Büchse in der abgeschreckten Zone 1 nur eine kleine Bear beitungszugabe erhält, um unnötige Schleif arbeit zu ersparen.
Während die Härte der Oberfläche der Graugussbüchse an den ungehärteten Stellen etwa 200 Härtegrade nach Vickers beträgt, weist die harte Partie aus weissem Gusseisen etwa 550 bis 650 Härtegrade auf. Demgegen über weist eine hartverchromte Lauffläche etwa 1100 und eine nitrierte Oberfläche<B>1000</B> bis 1200 Härtegrade nach Vickers auf.
Claims (1)
- PATENTANSPRCCHE I. Verfahren zur Herstellung einer Zylin- derlaufbüehse für Kolbenmaschinen aus grauem Gusseisen, dadurch gekennzeichnet, dass durch Abschrecken der. als Lauffläche (7) dienenden Innenseite der Büchse beim Giessen eine harte Zone (1) erzeugt wird. II. Nach dem Verfahren gemäss Patent anspruch I hergestellte Zylinderlaufbüchse, dadurch gekennzeichnet, dass die harte Zone (1) sich nur über einen in der Nähe des Brennraumes befindlichen Teil der Lauf fläche (7) erstreckt, während der restliche Teil der Lauffläche weich ist. UNTERANSPRÜCHE: 1.Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass die harte Zone durch Einlegen von Kokillen erzeugt wird. 2. Verfahren nach Patentanspruch I und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Kokillen derart geformt sind, dass die Büchse im Bereich der abgeschreckten Zone nur die für das Schleifen nötige Be arbeitungszugabe erhält.3. Zylinderlaufbüchse nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die harte Zone (1) an ihrer tiefsten Stelle höchstens wenige Millimeter beträgt. 4. Zylinderlaufbüchse nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die Tiefe der harten Zone (1) in verschiedenen Ab ständen vom Zylinderende verschieden ist.
Applications Claiming Priority (1)
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| CH247486D CH247486A (de) | 1945-07-17 | 1945-07-17 | Verfahren zur Herstellung einer Zylinder-Laufbüchse für Kolbenmaschinen. |
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- 1945-07-17 CH CH247486D patent/CH247486A/de unknown
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