CH243290A - Zur Herstellung von Anstrichen, für Bauzwecke und dergleichen verwendbare Masse. - Google Patents

Zur Herstellung von Anstrichen, für Bauzwecke und dergleichen verwendbare Masse.

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CH243290A
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Jacobus Van Den Brin Wilhelmus
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Den Brink Wilhelmus Jacobus Va
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    • C04CEMENTS; CONCRETE; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES
    • C04BLIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
    • C04B28/00Compositions of mortars, concrete or artificial stone, containing inorganic binders or the reaction product of an inorganic and an organic binder, e.g. polycarboxylate cements
    • C04B28/02Compositions of mortars, concrete or artificial stone, containing inorganic binders or the reaction product of an inorganic and an organic binder, e.g. polycarboxylate cements containing hydraulic cements other than calcium sulfates
    • C04B28/10Lime cements or magnesium oxide cements
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
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Description


  Zur Herstellung von Anstrichen, für Bauzwecke und dergleichen verwendbare Masse.    Die Erfindung bezieht sich auf     eine    zur  Herstellung von Anstrichen, für Bauzwecke       und    dergleichen verwendbare     kaseinhaltige     Masse, die zweckmässig die Form einer wässe  rigen Suspension besitzt.  



  Es ist schon     bekannt,        Produkte    dieser Art  aus Zement und Kalk mit verschiedenen Zu  sätzen, z. B. Kasein, herzustellen; dieses Ge  misch, das weiter mit einem Pigment ver  setzt werden kann, wird mit Wasser an  gerührt.  



  Die     Kasein,    Zement, Kalk und Wasser  enthaltende Masse gemäss der Erfindung ist  nun dadurch gekennzeichnet, dass sie ausser  : dem Natriumsulfat enthält. Daneben kann  sie gegebenenfalls auch ein Pigment enthal  ten. Je nach dem Gehalt an Wasser kann  diese Masse z. B. als Mörtel oder als     An-          strichmasse    dienen. Als     Anstrich    haftet sie  gut auf     Materialien    verschiedener Art und  bildet nach dem Trocknen     eine    glasharte,  gleichmässige Schutzschicht.  



  Das zur     Herstellung    der Masse gemäss  der Erfindung zu verwendende     Kasein    soll    zweckmässig sehr fein sein, da sonst     die    Ge  fahr besteht, dass beim Anrühren mit Was  ser die gröberen     Kaseinteilchen    ungelöst blei  ben. Der Kalk     kann.    gelöscht oder ungelöscht       sein    und     sollte    auch     sehr    fein sein.  



  Es wurde     gefunden,    dass das Natrium  sulfat einen wesentlichen     Einflu3    auf die  Eigenschaften der     Masse    hat und als     Här-          tungsmittel    wirkt.  



  Die Wirkung     kann    durch Zusatz von       Natriumorthophenylplzenolat    noch verbessert ;  werden, während in einigen Fällen auch der  Zusatz von Formaldehyd oder andern Alde  hyden eine günstige Wirkung hat.  



  Es ist zu empfehlen, ein     Konservierungs-          mittel    zuzusetzen, da das Produkt infolge des ,       Kaseingehaltes    durch     Mikroorganismen    an  gegriffen werden kann. Ein geeignetes Kon  servierungsmittel ist z. B. Petroleum.  



  Aus dem     brit.    Patent Nr. 150551 ist ein  Verfahren zur Herstellung von     Anstrichmas-,     sen bekannt geworden, gemäss welchem Gips  oder mehrere Substanzen einer Mischung von      Kasein, Zement und Kalk zugesetzt werden.  Dies ergibt jedoch nicht den gleichen Effekt       wie    das Natriumsulfat, obschon man auf den  ersten Blick glauben könnte, dass- sich das  selbe mit dem Kalk zu Gips umsetzen  würde. Wenn man im Produkt gemäss der  Erfindung das Natriumsulfat durch die äqui  valente Menge Gips ersetzt, so wird das       gewünschte        Resultat    nicht erreicht, gleich  gültig, ob man den Kalkanteil um einen  entsprechenden Betrag reduziert oder nicht.

    Man     kann    feststellen, dass die Natriumsulfat  enthaltende Mischung bedeutend rascher  trocknet und nach dem Trocknen gegen Was  ser bedeutend beständiger ist.  



  Das erfindungsgemässe Produkt     kann    z. B.  dadurch erhalten werden, dass man ein Ge  misch aus Kasein, Kalk, Natriumsulfat und  gegebenenfalls einem     Konservierungsmittel     herstellt und dieses Gemisch mit Zement in  dem gewünschten Verhältnis mischt, wonach  ein Pigment zugegeben     werden    kann. Man       kann    die Bestandteile aber auch in einer an  dern Reihenfolge mischen, z. B. das Pigment  gleich am Anfang zusetzen.

   Wenn man 2 Ge  wichtsteile dieser trockenen Mischung mit 1  Gewichtsteil Wasser anrührt, so bekommt  man eine Paste, die ungefähr die Konsistenz  eines knetbaren     Glaserkittes    hat und die sich  beim Stehen     gegebenenfalls    unter weiterem  Zusatz von Wasser bis zur Dicke einer nor  malen     Standölanstriehmasse    verflüssigt.  



  Die löslichen Bestandteile des Produktes  können auch     im        Anmachwasser    gelöst mit  den     übrigen    Bestandteilen vermischt werden.  



  Mit genügend Wasser angerührt, kann die  Masse als Anstrich ohne irgendwelche Vor  behandlung unmittelbar auf die verschieden  sten     Materialien,    z. B. auf Stein, selbst wenn  dieser porös ist, Holz, Glas, Beton, Metall,  Karton,     Asbest,    Eternit, Gips, Pflaster und  Asphalt, aufgebracht     werden.    Die Masse haf  tet sehr gut auf allen diesen Materialien,  bindet schnell ab und gibt nach einer sehr  kurzen Trockenzeit eine gleichmässige glas  harte Schicht, die keine Farbe abgibt, was  serdicht abschliesst, gegen chemische und    mechanische Beanspruchung resistent und  wetterbeständig ist.

   Die Schicht ist verhält  nismässig elastisch und kann deshalb ohne  Schwierigkeit auf eine Unterlage aufgebracht  werden, in der     Schrumpfungs-    und Ausdeh  nungsvorgänge auftreten, während sie auch  grosse     Schwankungen    in Temperatur und  Feuchtigkeit vertragen kann. Die Schicht  wird durch Wasser und Chemikalien, z. B.  Salzsäure, nicht oder nur wenig angegriffen  und vermindert die Brennbarkeit     bezw.    er  höht die Feuerfestigkeit der damit über  zogenen Materialien.  



  Die Masse gemäss der Erfindung kann für  den Anstrich von Aussen- und     Innenwänden     und Holzwerk, für die     Stuckatierung    von  Decken, als Dachbedeckung und für das     Was-          serdichtma.chen    von feuchten und schwitzen  den Wänden verwendet werden. Infolge ihrer  grossen Beständigkeit. kann die Masse auch  als rostschützender Überzug für Metallkon  struktionen und für die Auskleidung von Be  hältern zum Schutz des     Metalles    gegen die  darin enthaltene Flüssigkeit verwendet  werden.  



  Die Masse kann weiter als plastische  Wandbekleidung in Hallen oder     Durchgän-'     gen oder an Stelle von Tapeten benutzt wer  den. In diesem Falle kann der trockenen  Mischung Seife, z. B. in Form von Seifen  pulver, zugesetzt werden, um das Fliessen  der mit Wasser     angeteigten    Masse zu ver  hindern, damit diese in der Form, in der sie  aufgebracht worden     ist,    an der Wand haftet.  



  Mit nur wenig     Wasser        angeteigt    eignet  sich die Masse weiter sehr gut als Mörtel  für die     Herstellung    von Verbindungen oder       Verklebungen.    Für glatte Oberflächen kann  man etwas weniger Wasser, z. B. 3/4 Ge  wichtsteil Wasser auf 2 Gewichtsteile der  trockenen Mischung, verwenden.  



  Wenn die Masse eine besondere Farbe be  sitzen soll, so kann man, wie schon gesagt,     ein     Pigment beimischen. In andern Fällen kann  man aber auf das Pigment verzichten, näm  lich wenn die Farbe keine Rolle spielt, z. B.  bei der Verwendung der Masse als Mörtel,      zum     Wasserdichtmachen    oder dergleichen,  oder wenn der Zement selbst schon die ge  wünschte Farbe hat.  



  Es kann vorkommen, dass nach kürzerer  oder längerer Zeit eine     unerwünschte    Ände  rung der Oberfläche     stattfindet,    die durch  das sogenannte Ausblühen des Zementes ver  ursacht     wird.    Diese     unerwünschte    Erschei  nung kann dadurch vermieden werden, dass  man ausserdem     Kieselgur,        Trass    oder gemah  lene     Hochofenschlacken        zusetzt.     



  Bei Verwendung der Masse zur Herstel  lung von Anstrichen genügt     meistens    eine       einmalige    Behandlung, um     einen    guten dich  ten     Überzug    zu erzielen, vorausgesetzt, dass  der     Untergrund    genügend hart und sauber  ist. Bei feuchten Oberflächen kann es Vor  teile haben, diese zunächst mit der trockenen       Mischung        einzureiben,    bevor die     angeteigte     Masse in üblicher Weise aufgebracht     wird.     



  Will man mehr als eine Schicht aufbrin  gen, so lässt man     zweckmässigerweise        3--4       Stunden trocknen, bevor die nächste Schicht  aufgebracht wird.  



  Die     getrocknete    Schicht verbindet sich ;  auch gut mit     Oberflächenanstrichen    aus Öl  farbe oder Lack, so dass die     Masse    als Zwi  schenschicht für Anstriche auf Materialien,  die nicht geeignet sind, unmittelbar mit Öl  farben gestrichen zu werden, benutzt werden  kann.

   In diesem Falle     können    verschiedene  Arbeitsgänge ausgelassen werden, da die An  strichmasse als     Grundiermasse    verwendet und  nach dem     Trocknen        unmittelbar        mit    Stand  ölfarbe oder Lack angestrichen werden     kann.     Ausserdem ergibt sich dabei der Vorteil, dass  durch alkalisch reagierende Unterlagen, wie  z. B. Asbest, der Anstrich nicht verseift wird.  



  Schliesslich kann die beschriebene Masse  als     Verbindungsschicht        beim.    Überziehen von  sehr glatten Flächen, wie z. B. Glas, und sehr  dichtem Beton verwendet werden.  



  Die     Erfindung    sei an Hand folgenden  Beispiels erläutert:  Man stellt eine Mischung her aus:  
EMI0003.0033     
  
    6 <SEP> Gewichtsteilen <SEP> feingepulvertem <SEP> Kasein,
<tb>  2 <SEP> feingepulvertem, <SEP> ungelöschtem <SEP> Kalk,
<tb>  1 <SEP> Gewichtsteil <SEP> feingepulvertem, <SEP> wasserfreiem <SEP> Natriumsulfat,
<tb>  1/4 <SEP> <B>25</B> <SEP> Petroleum.       Diese Mischung wird nun mit 45 Ge  wichtsteilen Zement oder ein     Vol.-Teil    der  selben mit 5     Vol.-Teilen    Zement innig ge  mischt. Nach Zusatz einer geringen Menge       Natriumorthophenylphenolat,    z.

   B. von der  Grössenordnung von 0,1%, wird die Masse  mit der     gewünschten    Menge Pigment, mei  stens 5-10%, berechnet auf den Zement, ge  mischt.  



  2 Gewichtsteile der trockenen Mischung  werden mit 1 Gewichtsteil Wasser zu einer  plastischen Masse     angeteigt,    die keine Klum  pen enthält und eine gleichmässige Beschaf  fenheit haben soll. Zur     Verwendung    als An  strichmasse     wird    die Masse wenigstens     eine     Viertelstunde sich selbst überlassen und dann  unter     Rühren    so viel Wasser zugegeben, dass  man eine viskose Masse von der     Konsistenz     einer normalen, streichbaren Standölanstrich-    masse erzielt, die mittels Bürste aufgetragen  werden     kann.    Für feinere Arbeiten     kann    die  Masse gegebenenfalls noch gesiebt werden.

    Verwendet man dieselbe als     Spritzfarbe,    so  kann sie etwas stärker     verdünnt    werden, und  zwar zweckmässig so weit, dass die Masse       gerade    noch genügend     viskos    ist.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Zur Herstellung von Anstrichen, für Bau zwecke und dergleichenverwendbare, Zement, Kalk und Kasein enthaltende Masse, dadurch gekennzeichnet, dass sie ausserdem Natrium sulfat enthält. UNTERANSPRÜCHE: 1. Masse nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass sie ausserdem ein Pig ment enthält. 2.
    Masse gemäss Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass ,sie aus einer Mischung von etwa 6 Gewichtsteilen Kasein, 2 Ge wichtsteilen ungelöschtem Kalk, 1 Gewichts- ; teil wasserfreiem Natriumsulfat, 1/4 Ge- wichtsteil Petroleum und 45 Gewichtsteilen Zement besteht. 3. Masse nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass sie so viel Wasser ent hält, dass sie als flüssige Anstrichmasse ver wendet werden kann.
CH243290D 1943-10-25 1943-10-25 Zur Herstellung von Anstrichen, für Bauzwecke und dergleichen verwendbare Masse. CH243290A (de)

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