CH213933A - Piezo-elektrischer Indikator. - Google Patents

Piezo-elektrischer Indikator.

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CH213933A
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CH
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English (en)
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Versuchsanstalt Fuer Deutsche
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Versuchsanstalt Fuer Luftfahrt
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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01LMEASURING FORCE, STRESS, TORQUE, WORK, MECHANICAL POWER, MECHANICAL EFFICIENCY, OR FLUID PRESSURE
    • G01L23/00Devices or apparatus for measuring or indicating or recording rapid changes, such as oscillations, in the pressure of steam, gas, or liquid; Indicators for determining work or energy of steam, internal-combustion, or other fluid-pressure engines from the condition of the working fluid
    • G01L23/08Devices or apparatus for measuring or indicating or recording rapid changes, such as oscillations, in the pressure of steam, gas, or liquid; Indicators for determining work or energy of steam, internal-combustion, or other fluid-pressure engines from the condition of the working fluid operated electrically
    • G01L23/10Devices or apparatus for measuring or indicating or recording rapid changes, such as oscillations, in the pressure of steam, gas, or liquid; Indicators for determining work or energy of steam, internal-combustion, or other fluid-pressure engines from the condition of the working fluid operated electrically by pressure-sensitive members of the piezoelectric type

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Measuring Fluid Pressure (AREA)

Description


  



  Piezo-elektrischer Indikator.



   Der Bau von Druckindikatoren für Verbrennungsmotoren ist nicht einfach, weil an derartige Messgeräte ausserordentlich hohe Anforderungen gestellt werden. Neben Unzerst¯rbarkeit selbst bei h¯chsten Dr cken und   Drukschwingungen sowie    hohen   Tem-    peraturen wird eine immerhin gro¯e Me¯genauigkeit verlangt und insbesondere ein trÏgheitsloses Arbeiten des Indikators. Da die   Quajzkristalle, die meistens für piezo-    elektrische Indikatoren benutzt werden, wenigstens auf der einen Seibe   hochisoliert    sein m ssen, jϯt sich eine Einspannung unter grösserem Druck ("Vorspannung") in ein   Stahlgehämse    nicht vermeiden.

   Durch   die-    ses um den Quarz gebaute GehÏuse entsteht nun leicht eine   Temperatura : bhängigkeit    und   StossempfindHchkeit. Von    der Einspannung wird weiterhin verlangt, da¯ sie eine ver  hältnismässig weiche Federung besitzt, weil    sonst   nu.    nur ein kleiner Teil der zu messenden Kraft au den Quarz übertragen wird, während der Rest des Me¯druckes durch die Einspan nung aufgenommen wird. Dass mit Rucksicht auf geringe Sto¯empfindlichkeit, das hei¯t
TrÏgheitslosigkeit, alle Massen m¯glichst ge ring sein sollen, ist selbstverständlich.



   Ferner darf sich die Vorspannung wÏh rend der Eichung und der Messung mit dem    In, dikator    nicht verändern, da sich sonst    gleichzeitig die Eichkonstante ändert.   



   Auf der   Zeisshmuing sind    in Fig.   1    und 2 zur besseren Erläuterung des   Erfindungs-       gegensta. ndes    zwei bekannte Vorschläge   dar-    gestellt.



   Fig. 3,   4    und 5 zeigen eine beispielsweise
Ausf hrungsform des Indikators nach der
Erfindung.



   Fig.   1    zeigt einen Indikator in üblicher   @ Herstellungsweise   ; a ist das   hulsenajtige    Ge    häuse    mit dicken Wandungen, in das die
Quarze   b,    b eingesetzt sind. Die Quarze sind entgegengesetzt gepolt. Die eine Ladung, zum   Beispiel die posijtive, wird ummittelbar    an das Gehäuse abgeleitet, die andere negative wird von einer isolierten Elektrode c abgenommen und durch einen ebenfalls isolierten Leiter d zum Anschluss geführt. Den Abschlu¯ gegen den   Verbrennungsraum bil-    det eine Membran e, welche gleiehzeitig durch ihre Federkraft die Vorspannung erzeugt,   @obald das Druckst ck f eingeschraubt    ist.

   Dieser Indikator (Fig. 1) bringt insofern grosse Naohteile mit sich, als die Membran unmittelbar den Verbrennungsgasen ausge  eetzt    ist und   infolgedessen einerseits entspre-    chend ihrer Temperatur die Vorspannung sich ändert und anderseits auch noch auf das   Quarzsystem      b,    b, c hohe Temperaturen übertragen werden.



   Man ist deshalb   dazuübergegangen,die    Federung durch eine sehr dünne Hülse zu erzeugen, welche mit nur   geringem Zwischen-    raum die Quarze umgibt. In manchen   Fäl-    len hat es   @ch    als günstig erwiesen, diese Hülsen   rohrfederartig    auszubilden (Fig. 2). wodurch die Steifigkeit auch bei nicht zu kleiner Wandstärke so vermindert werden kann, wie es nach den obigen Ausführungen   erwünscht iet.   



   Eine solche Hülse kann aber nicht ohne weiteres den   Motorgasen    ausgesetzt werden, weil sie bei ihrer d nnen WandstÏrke schnell durchkorrodiert wäre. Ausserdem würden die   Quarze mnd    ihre   Einspamnung    eine zu hohe Temperatur annehmen und Temperaturdeh   nungen auftreten, welche die Vorspannung än-    dern. Esist deshalbeine Konstruktion versucht worden, bei der die Rohrfeder vorn sitzt und durch die den Quarzen gegebene Vorspannung auf Druck beansprucht wird, sowie am innern Ende fest mit dem   Indikatorgehäusc    verbunden ist, so dass das Gewinde des äussern GehÏuses in   den Vorspannungskreis    mit eingeschlossen ist und beim Einschrauben entsprechende Änderungen der Vorspannung und damit der Empfindlichkeit des Indikators bewirkt.

   Hierdurch werden genaue Messungen unmöglich gemacht. Dieser   Versueh    hat weiterhin zu der Erkenntnis geführt, dass der die Vorspannung erzeugende KraftechIusskreis möglichst weit von dem Verbrennungsraum entfernt und demit vor den wech  selnden    Temperaturen geschützt sein muss, welche zusätzlich noch periodische Wärmedehnungen und damit sohwer auffindbare periodische dynamische Temperaturfehler erzeugen können. Aus diesen Gründen wurde solchen H lsen in allen  brigen FÏllen eine schwache   Met'bran    vorgebaut, die die Ver  brennung@gase    und ihre zerstörende oder mindestens   Temperaturfehler    verursachende Wir  kung    abhalten sollen.

   Dadurch wird jedoch der Aufbau des ganzen Indikators unnötig kompliziert, ferner ist die Verbindung von Membran und H lse nicht einfach, weil diese beiden   TeileständigunterKraftschlussstehen    müssen. Der grösste Nachteil dieser Kon  struktion    ist jedoch, dass sie zwangsläufig zu einem Kompromiss führt. Entweder nimmt man die Membran   d nn, so da¯ @ie nach    kurzer   Betriebazedt    zerstört ist, oder man nimmt sie dick, verliert dann aber einen grossen Teil der Empfindlichkeit des Indikators, weil die   var    die Hülse gespannte Membran schon den grössten Teil des Druckes p abfängt.



   Ein weiterer Nachteil dieser Anordnung besteht darin, dass irgendwelche Dehnungen    (durch TemperatuT oder Spannung) des Ge-      häuses über    die Membran auf die Vorspannung einwirken und diese ändern können.



   Der piezo-elektrische Indikator nach der Erfindung (Erfinder : Dr.   Ing.    Fritz Lichenberger, Berlin-Friedrichshagen, L¯cknitzstrasse   13a    und Ing.   Heimz    Wende, Berlin Adlershof, Friedlanderstra¯e 145), dessen Kristalle von einer   zylindriaohen    H lse eingeschlossen sind, deren elastischer Mantel über einen starrem Boden die Kristalle unter   Vorspannung hÏlt, zeichnet @ich dadurch    aus, dass die Hülse nur an ihrem   Ïu¯e@    Ende in dem   Indikatorgehäuse    befestigt und an ihrem innern Ende mit dem   starren Boden gegen-     ber dem IndikatorgehÏuse freibeweglich ist,

   wobei ein an diesem innern Ende   zwisehen    Hülse und GehÏuse bestehender Spalt zwecks Abschirmung des   Hülsenmamtels    gegen die   Feuergaae höchstens    0, 1 mm betrÏgt. Eine solche Ausführung ist beispielsweise in Fig. 3 dargestellt. Der mittlere Teil a'der Hülse besteht hier am äussern Ende zusammen mit einer Grundplatte aus einem St ck. Am innern Ende der Hülse ist ein starrer Boden g eingesetzt. Über diesen Boden hina. us bildet die   HülseeinenHohlkolben    a", der mit ihr aus einem St ck besteht. Zwischen dem    starren Boden g und einem Druckstück f sind    die Kristalle   b    unter Zwischenschaltung der Elektrode c eingesetzt.

   Durch Einschrauben des Druckstückes f wird unter Ausnutzung der Elastizität des Hülsenmantels die Vorspannung erzeugt. Es entsteht also hierbei ein Kraftschlu¯kreis  ber die Teile f, b, c,   b,    g, ss, f dessen Wirkung nach au¯en gleich Null ist. Dieses Aggregat wird, wie aus   Fig. 4 ersichtlitch, im    ein Gehäuse h einge  sehra. ubt, und zwar nur    mit dem äussern Ende, wozu die Grundplatte der H lse mit Gewinde versehen ist. Am innern Ende der Hülse ist   diese. gegenüber dem Gehäuse       .freibeweglifoh.DerschonerwähnteKolben      s"hat    bei dem dargestellten Beispiel einen geringeren Durchmesser als die H lse selbst.



  Um nun den Zutritt der Feuergase zu der Hülse ss m¯glichst zu verhindern, ist zwischen dem Kolben a" und dem IndikatorgehÏuse h ein ganz schmaler Spalt belassen.



  Um diesen Spalt zu verwirklichen, ist in das Indikatorgehäuse ein Ring i eingesetzt, der zusammen mit dem Kolben a"den sehmalen   Spa. lt bildet. Dieser schmale Luftspalt    zwischen a" und i kann sehr klein gemacht werden ; er soll nicht. grosser als 0, 1 mm sein.



   Bei   dieser Ausführung ist die Vorspan-    nungsh lse ss nur an einer Stelle, nÏmlich am äussern Ende, mit dem IndikatorgehÏuse verbunden. Es entstehen daher keinerlei R ckwirkungen auf die Vorspannung der Hülse, wenn etwa das Gehäuse h eine   zusätz-      liche    Dehnung oder Spannung erfÏhrt. Am innern, den   Feuergasen zugekehrten Ende    ist die H lse freibeweglich. Zusätzlich wichtig ist noch, da¯ die Kristalle nicht ganz vorn innerhalb der Hülse liegen, vielmehr weiter rückwärts durch die   Druckplatts g abgefan-    gen sind.

   Der überstehende Teil der Hülse wirkt als Kolben a", der einerseits die Verbrennungsgase abhÏlt, anderseits aber den Druck   hunderprozenttg überträgt, da, er trotz      geringer Masse    ganz steif sein kann. Aus diesem Grunde und auch zum Zweck der   Trätgheitslosigkeit empfiehlt    es sich, die    Wandungen. des Kolbens a"möglichst dünn    zu halten. Eine Mittelbohrung in der Druckplatte g verhindert schliesslich das Entstehen von ¯berdruck bei Temperaturerh¯hung.



   Das   Indikatorgehäuse tr. agt an seinem    innern Ende zweckmässig   Zündkerzengewinde,    so   daB es    in die   Indikator- o, der eine Zünd-    kerzenbohnung des Motors eigeschraubt werden kann.



   Für die Kühlung des mittleren Teils a' der   Hülae durch das luft-oder wasserge-    kühlte Gehäuse h ist es wichtig, da¯ diese beiden sich möglichst eng berühren. Aber auch aus einem andern Grunde muss der Zwi  schenraum    zwischen a' und h m¯glichst gering gemacht werden : Bei dem schnellen Wechsel von hohen zu niedrigen Drücken im Verbrennungsraum kann eine Pumpwirkung derart eintreten, da¯ die Verbrennungsgase    durch den Spalt zwischen a'und i bei Ver-    dichtung und Entspannung schnell hineinund herausgedrückt werden. Dadurch kann eine zusätzliche Temperaturerhöhung im   Inmem des Indikators    entstehen.

   Die erw schte Verringerung des Zwischenraumes wird nun dadurch erreicht, da¯ (Fig. 5) in die Vertiefungen der OberflÏche des   gewell-    ten H lsenmantels ein Werkstoff k eingebracht wird, der einen erheblich kleineren    Elastizitätsmodul als diese Rohrfederhülse      besitzt. Da,'die Hülse    im allgemeinen aus Stahl hergestellt wird und auch für die Aus  füllung ein Metall k    zu bevorzugen ist, genügt im allgemeinen Aluminium f r diesen Zweck. Die   Elastizität der Hülae wird durch    diesen Zusatz kaum geändert   und der schäd-    liche Zwischenraum vermieden.



   Zur Vermeidung der   Temperaturab-      hämgigkeit    des   Indika.tonswerdeninnerhalb    der   Vorspamnungssäule verschiedene    Werk   stoffe (Meta, lle) in ihrer Länge so verteilt,    da¯ die   wirksame Temperaturdehnung    der ganzen VorspannungssÏule dieselbe bleibt wie die der diese SÏule umschlie¯enden H lse. 



  Hierbei   handeltessichbesonders    um den Ausgleich der   Temperaturdehnungen    der   Stahlhülse    und der beinahe   temperaturunab-      hängigenQuarzknstaIIe,    deren Mangel an Ausdehnung zum Beispiel durch Einfügen eines St ckes l aus Aluminium ausgeglichen wird, also aus einem Metall, welches einen grösseren Ausde   gskoefffizienten    als der für die Hülse verwendete Stahl besitzt.

   Ist zum Beispiel der   Ausdehnungskoeffizient,für    Stahl as, der von Quarz an (beinahe zu ver  nachlässigen)    und derjenige von Aluminium m aA, und ist weiterhin die wirksame Länge der   Q.uarzkristalleLq,soergibtsichdieaus    Aluminium   einzufügende    Länge LA aus der Beziehung :    L, = LQ-    aA-as Ein genauer Ausgleich nach dieser Formel dürfte allerdings im allgemeinen schwer sein, da die Temperaturverteilung über den Indi  kator sehr ungleichmässig ist.    Da nun eine grössere Vorspannung einen kleineren Fehler in der   Eichkonstante des Indikators ergibt    als eine zu kleine Vorspannung, wird man besser etwas meh, r Aluminium einsetzen (LA grösser als es der obigen Formel entspricht) ;

   dann wird der Fehler des Quarzindikators   au, eh    bei ungleichmässiger Temperaturverteilung verhältnismässig klein bleiben.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH : Piezo-elektrischer Indikator, dessen Kristalle von einer zylindrischen Hülse eingeschlossen sind, deren elastischer Mantel über einen starren Boden die Kristalle unter Vorspannung hält, dadurch gekennzeichnet, dass die Hülse nur an ihrem äussern Ende in dem Indikator, gehäuse befestigt und an ihrem in, nern Ende mit dem starren Boden gegen- ither dem Indikatorgehäuse freibeweglich ist, wobei ein an diesem innem Ende zwischen Hülse und Gehäuse bestehender Spalt zwecks Absohimnmg des Hülsenmantels gegen die Feuergase höchstens 0, 1 mm beträgt.
    UNTERANSPRUCHE : 1. Indikator nach Patentajwpruch, dadurch gekennzeichnet, da¯ Bdie Hülse am imiern Ende über den starren Boden (g) hinaus einen mit ihrauseinemStück bestehenden Hohlkol'ben (a") bildet, der im Durchmesser kleiner als der mittlere Teil (a') der Hülse ist, und da¯ der Spalt von diesem Hohlkolben (a") und einem im Gehäuse eingesetzten Ring (i) gebildet wird.
    2. Indikator nach Patentanspruch und Unteranspruchl,dadurchgekennzeichnet, dass der Hülsenmantel im mittleren Teil a' gewellt ist, und die Vertiefungen in dessen OberflÏche durch einen Werkstoff (k) mit kleinerem Elastizitätsmodul als dem de Werkstoffes der Hülse ausgefüllt werden.
    3. Indikator nach Patentanspruch und IJnteran, sprüohen 1 und 2, dadurch gekenn zeichnet,dassdieHülse aus Stahl und die Kristalle aus Quarz bestehen, und dass eine solche Lange aus einem Werkstoff, der einen andern Temperaturkoeffizienten als diese Materialien besitzt, indieVorspajinumgssäule eingef gt wird, da¯ dadurch die Temperatura, bhängigkeit der Vorspann.ungvermindert wird.
CH213933D 1939-04-01 1940-03-26 Piezo-elektrischer Indikator. CH213933A (de)

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