CH213530A - Kupplungsbetätigungsvorrichtung an Heckmotorfahrzeugen. - Google Patents
Kupplungsbetätigungsvorrichtung an Heckmotorfahrzeugen.Info
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- B60—VEHICLES IN GENERAL
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- B60K23/02—Arrangement or mounting of control devices for vehicle transmissions, or parts thereof, not otherwise provided for for main transmission clutches
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Description
Kupplungsbetätigungsvorrichtung an Heckmotorfahrzeugen. Bei Fahrzeugen mit im Heck quer zur Fahrtrichtung angeordnetem Verbrennungs motor ist es bekannt, die ausrückbare Kupp lung am Schwungrad des Motors vorzusehen und das Wechselgetriebe vor der Treibachse im Fahrzeugrahmen zu befestigen, wobei die Übertragung der Leistung vom Antriebs motor über die Kupplung und über ein Win kelgetriebe (mit Kegelrädern oder Schrau benrädern etc.) sowie über eine im Fahr gestellrahmen gelagerte Längswelle auf das Wechselgetriebe erfolgt. Bei einer solchen Triebwerksanordnung treten bei Stillstand des Fahrzeuges und im Leerlauf sich drehen dem Motor (ein Zustand; wie er z.
B. bei Omnibusbetrieb sehr häufig auftritt) da durch ernstliche Nachteile auf, dass die Trieb werksteile, die zwischen Motor und Wechsel getriebe liegen, sich mitdrehen müssen, weil ja bekanntlich vom Fahrer nach dem Aus rücken der Zahnräder im Wechselgetriebe die Fahrkupplung wieder eingerückt wird. So sind vom Motor im Leerlauf das Winkel getriebe; die von diesem zum Wechselge- triebe führende verhältnismässig lange Trieb welle, wie auch die Durchtriebwelle und die Vorgelegewelle im Wechselgetriebe anzu treiben. Einerseits ist dies mit einem Lei stungsaufwand verbunden, anderseits haben sich auch Schwierigkeiten wegen Geräusch bildung in diesen. Triebwerksteilen einge stellt.
Dieser Triebwerkslärm rührt daher, dass der Verbrennungsmotor im Leerlauf, insbesondere wenn es sich um einen Diesel motor handelt, sich ziemlich ungleichförmig dreht. Da nun die erwähnten Triebwerks teile ziemliche Masse besitzen; treten an den Zahneingriffsstellen bei der Ungleichförmig keit des Antriebes Flankenwechsel auf, die mit Geräusch verbunden sind.
Weil ausser dem die Triebwelle zwischen Winkeltrieb un.d Wechselgetriebe ziemlich lang und elastisch ist und die Zahnräder, die am Ende dieser Triebwelle sitzen, doch ziemliche Masse aufweisen, können durch die Ungleich förmigkeit des im -Leerlauf drehenden Mo tors im Längstrieb kritische Schwingungen angeregt werden, die sich in störendem Ge- räusch und in Vibrationen äussern, ja sogar zu starker Abnützung der Zahnräder und der Kardangelenke des Längstriebes führen kön nen.
Die oben geschilderten Nachteile können bei der vorausgesetzten Triebwerksanord nung dadurch vermieden werden, dass die Fahrkupplung bei Stillstand des Fahrzeuges ausgerückt wird. Dies würde aber ein zu sätzliches, durch den Fahrer zu bedienendes Betätigungsorgan bedingen, an dessen recht zeitige Handhabung der Fahrer immer zu denken hätte.
Gemäss der Erfindung wird das Betäti gungsorgan der Kupplung unabhängig von der Fussbetätigung für dieselbe mit den Fahrzeugtüren derart betätigt, dass beim Öffnen dieser Türen das Ausrücken und beim Schliessen der Türen das Einrücken der Kupplung erfolgt. Ohne dass vom Fahrer also eine zusätzliche Manipulation verlangt wird, wird auf diese Weise beim Anhalten des Fahrzeuges zusammen mit dem eventuell vom Fahrer erwirkten Öffnen der Fahrzeug tÜrenselbsttätig der Längstrieb vom Motor abgetrennt, so dass bei stillstehendem Fahr zeug der lästige Triebwerkslärm und dessen nachteilige Folgen vermieden werden. Auch die Antriebsleistung für diese Triebwerks teile fällt bei stillstehendem Fahrzeug dahin.
Mit der erfindungsgemässen Kupplungs betätigungsvorrichtung wird noch der wei tere Vorteil erzielt,, dass das Fahrzeug erst wieder anfahren kann, wenn die Fahrzeug türen geschlossen sind, was zu weitgehender Unfallverhütung beiträgt.
In der Zeichnung ist schematisch als Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegen standes eine pneumatische Kupplungsbetäti gungsvorrichtung an einem Fahrzeug gezeigt.
Im Heck des Fahrzeugrahmens 1 ist der Motor 2 untergebracht. Die Leistung des Motors wird über eine ausrückbare Kupp lung 3, ein Winkelgetriebe 4, eine Längs welle 5, das Wechselgetriebe 6 und die Kardanwelle 7 auf die Hinterachse 8 über tragen. Vorn im Fahrzeug befindet sieh- ein Luftbehälter 9, welcher über eine Luftlei- tung 10 mit einem Steuerorgan 11 verbunden ist.
Das Steuerorgan 11 weist einen Betäti gungshebel 12 auf, der vom Führersitz aus leicht bedienbar ist. 18, 13' sind die Flügel der am Fahrzeug vorgesehenen Einsteigtüre. Natürlich können mehrere solcher Türen am Fahrzeug vorhanden sein. 14, 14' sind die zur Betätigung der Türflügel 13, 13' vor gesehenen Druckzylinder, in welchen die Kolben 15, 15' laufen; welche mit Stossstan gen 16, 16' auf die an den Türangeln vor gesehenen Hebel 17, 17' wirken. Auf der einen Seite stehen die Kolben 15, 15' unter der Einwirkung von Federn 18, 18'; auf der andern Seite kann auf die Kolben Druckluft gegeben werden. Zu diesem Zwecke stehen die Druckzylinder 14, 14' durch die Lei tung 19 mit dem Steuerorgan 11 in Verbin dung.
Die Kupplung 3 kann vermittels des Betätigungshebels 20 ein- und ausgerückt werden. In einem Druckzylinder 21 läuft ein Kolben 22, der mit einer Stange 23 mit dem Betätigungshebel 20 in Verbindung steht. In der Bewegungsrichtung zum Ein rücken der Kupplung wirkt auf den Kolben 22 eine Feder 24in der Bewegungsrichtung zum Ausrücken kann Druckluft auf den Kol ben 22 gegeben werden. Zu diesem Zwecke steht der Druckzylinder 21 über eine Lei tung 25 mit der Druckluftleitung 19, welche zu den Druckzylindern an den Türflügeln führt, in Verbindung.
In der Zeichnung ist die zweiflüglige Fahrzeugtüre geschlossen dargestellt, die Kupplung 3 ist eingerückt und das Fahr zeug befindet sich in Fahrt. Kommt dasselbe nun zum Stillstand, so wird durch Verstellen des Betätigungshebels<B>12</B> am Steuerorgan 11 die Leitung 19 mit Druckluft beschickt. Diese Druckluft überwindet die Kraft der Federn 18, 18' in den Druckzylindern 14, 14', und die Kolben 15, 15' mit den Stoss stangen 16, 16' bewegen sich in Pfeilrich tung. Sie wirken dabei auf die an den Tür angeln vorgesehenen Hebel 17, 17' und öffnen die Türflügel 13, 13'.
Gleichzeitig wie die Kolben 15, 15' erhält auch der Kol ben 22 im Druckzylinder 21, der über die Leitung 25 mit der Leitung 19 in Verbin dung steht, Druckluft. Der Kolben 22 be wegt sieh in Pfeilrichtung und rückt die Kupplung 3 vermittels der Stange 28 und des Betätigungshebels 20 aus, und zwar un abhängig von - der Betätigung durch das Kupplungspedal.
Dadurch kommen auch das Winkelgetriebe 4, .die Längswelle 5 sowie die Durchtriebswelle und die Vorgelegewelle im Wechselgetriebe 6 zum Stillstand. Kurz vor dem Anfahren verstellt der Fahrer den Hebel 12 am Steuerorgan 11 und die Leitun gen 19 und 25 werden entlüftet. In den Zylindern 14, 14' werden die Kolben 15, 15' durch die Federn 18, 18' entgegengesetzt der Pfeilrichtung bewegt und schliessen die zwei flüglige Türe über die Stossstangen 16, 16' und die Hebel 17, 17'.
Durch Entlüftung der Leitung 25 wird auch in dem Zylinder 21 der Kolben 22 durch die Feder 24 entgegen gesetzt der Pfeilrichtung bewegt und die Kupplung 3 wird über die Stange 23 und den Betätigungshebel 20 eingerückt.
Bei Fahrzeugen, bei welchen die Türen statt wie beschrieben durch pneumatische, durch andere Hilfsmittel, zum Beispiel hydraulische oder elektrische Hilfsmittel oder eine Kombination von Hilfsmitteln be tätigt werden, können ebenfalls diese Hilfs mittel gleichzeitig zum Aus- und Einrücken der Kupplung verwendet sein.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Kupplungsbetätigungsvorrichtung an Heck motorfahrzeugen, bei denen die ausrückbare Kupplung am Schwungrad des Motors ange baut und das Wechselgetriebe vor der Treib- achse im Fahrzeugrahmen befestigt ist, wobei die Leistung des Antriebsmotors über die Kupplung, über ein Winkelgetriebe und über eine im Fahrgestellrahmen gelagerte Längswelle auf -das Wechselgetriebe über- tragen wird, dadurch gekennzeichnet, dass das Betätigungsorgan der Kupplung unab hängig von der Fussbetätigung mit den Fahr zeugtüren derart betätigt wird,dass beim Öffnen dieser Türen das Ausrücken der Kupplung und beim Schliessen der Türen das Einrücken der Kupplung erfolgt. UNTERANSPRUCH: Kupplungsbetätigungsvorrichtung nach Patentanspruch, bei Fahrzeugen, bei welchen die Betätigung der Türen durch besondere Hilfsmittel erfolgt, dadurch gekennzeichnet, dass diese Hilfsmittel gleichzeitig zum Aus- und Einrücken der Kupplung verwendet Sind.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH213530T | 1940-02-02 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH213530A true CH213530A (de) | 1941-02-15 |
Family
ID=4448288
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH213530D CH213530A (de) | 1940-02-02 | 1940-02-02 | Kupplungsbetätigungsvorrichtung an Heckmotorfahrzeugen. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH213530A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1104359B (de) * | 1956-10-31 | 1961-04-06 | Helmut R Arzdorf | Anordnung zur Beeinflussung von Bewegungsvorgaengen bei Kraftfahrzeugen |
-
1940
- 1940-02-02 CH CH213530D patent/CH213530A/de unknown
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1104359B (de) * | 1956-10-31 | 1961-04-06 | Helmut R Arzdorf | Anordnung zur Beeinflussung von Bewegungsvorgaengen bei Kraftfahrzeugen |
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