CH210366A - Schaltung zum Beseitigen des Einflusses von äussern Störungen bei der Untersuchung von Leistungssystemen. - Google Patents

Schaltung zum Beseitigen des Einflusses von äussern Störungen bei der Untersuchung von Leistungssystemen.

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CH210366A
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Fides Gesellschaft Beschraenk
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Fides Gmbh
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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01RMEASURING ELECTRIC VARIABLES; MEASURING MAGNETIC VARIABLES
    • G01R1/00Details of instruments or arrangements of the types included in groups G01R5/00 - G01R13/00 and G01R31/00
    • G01R1/30Structural combination of electric measuring instruments with basic electronic circuits, e.g. with amplifier

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  • Physics & Mathematics (AREA)
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  • Measurement Of Resistance Or Impedance (AREA)

Description


  



  Schaltung zum Beseitigen des   Eintlusses    von äussern Störungen bei der Untersuchung von Leistungssystemen.



   Bei der Untersuchung von Leitungssystemen wird in vielen Fällen die Anwendung genauerer Messverfahren dadurch unmöglich gemacht oder beeinträchtigt, dass in der zu untersuchenden Anlage   Storstrome    auftreten, die sich in schwankenden   Ausschlägen    des Messgerätes oder in einer   Fälsehung    des Messergebnisses äussern. Solche Störungen entstehen vorzugsweise in der Nähe elektrischer Bahnen und in andern von starken Erdstromen durchsetzten Gebieten und machen vielfach   Schwachstrommessungen    mit Gleichstrom unmöglich.

   Sie entstehen auch an   Fernmeldekabeln    und stören bei deren Nachprüfung insofern, als man aus Betriebsrücksichten das Auftreten von Fehlern an Fernmeldekabeln schon im Anfangszustand feststellen mochte, wozu besonders genaue Messungen erforderlich sind.



   Es ist bekannt, die äussern   Storeinfliisse    dadurch zu beseitigen, dass ein Messwerk mit zwei oder mehr Wicklungen versehen wird, die an verschiedene Teile der zu untersuchenden Einrichtung oder Anlage derart angeschlossen sind, dass sich die   Storwirkungen    auf das Messwerk aufheben. Hierzu ist erforderlich, dass die Störungen annähernd gleichartig sind oder wenigstens   Störströme    von gleichartiger   KurvenforDa    auf das Messwerk zur Einwirkung gelangen. Eine gewisse Angleichung auf das Messwerk in entgegengesetzter Richtung einwirkenden Störungen kann durch einstellbare Schaltelemente (Widerstände, Induktivitäten, Kapazitäten) erfolgen.



   Für   Kabelmessungen    wurde die bekannte Schaltung   gemaB    Fig.   1    bereits in der Weise ausgebildet, dass die eine der an verschiedene   Kabeladern    angeschlossenen   Messwioklungen    über die   Messstromquelle,    die andere in entgegengesetzter Schaltung über einen regelbaren Widerstand an Erde gelegt ist. 



   Wie sich bei der Betrachtung   gernäss    Fig.   1    ohne weiteres ergibt, liegt zwischen den beiden Wicklungen   (Rähmchenhätften)      1    und 2 die volle   Messbatteriespannung      U,    die in den meisten Fällen zwischen 100 und   200    Volt beträgt. Ohne besondere   Vorsichtsmassregeln    wird also auch bei offenen   Klemcnen,    d. h. bei nicht angeschlossenen Adern a und   b,    schon der   Isolationsstrom,    der von einer   Rühm-    chenhalfte, z. B. 1, zur andern, z. B. 2, fliesst, gemessen.

   Zur Beseitigung dieses Fehlers der unter Umständen das Messresultat merklich verfälscht, kann man als Abhilfe je einen Schirm an beiden SystemhÏlften anbringen. Diese beiden voneinander isolierten Schirme bewirken aber erst dann eine sichere Unterdrückung von   Kriechstromen, wenn    sie die   Wicklungell    vollständig umgeben. Durch diese Schirmhüllen wird aber das Gewicht des   Messwerkes    vermehrt und damit die Emp  findlichkeit    herabgesetzt.



   Als weitere Fehlerquellen   komrunen    noch bei der bekannten Anordnung kapazitive Krafteinwirkungen hinzu, die Ablenkungen des hochempfindlichen Galvanometers bewirken.



   Ein bedeutsamer technischer Fortschritt auf dem Gebiet der Messung der Isolationswerte an gestörten Kabeln wird wie von der Anmelderi n erkannt wurde, dadurch erzielt dass die Batterie nicht zwischen den beiden   Eähmchenhätften    1 und 2, wie in Fig.   1    dargestellt, liegt, sondern der einen RÏhmehenhÏlfte   vorgesclialtet    wird.   Ernndungsgemäss    wird dementsprechend ein Messwerk mit min  destens    zwei Wicklungen derart an die zu prüfenden Leitungen angeschlossen, dass zwischen den beiden Wicklungen keine wesentlichen Potentialunterschiede auftreten und   die Messspannung zwischen    der einen Wicklung des Messwerkes und der einen zu   priifenden    Leitung angeordnet ist.



   Fig. 2 zeigt   beispielweise eine unmittel-    bare Verbindung der beiden   Rähmchenhälften,    wobei die Mittelanzapfung bei der Messung mittels des Schalters Sch geerdet werden kann. In der Fig. 2 bedeutet   a    und   b    widerum die beiden gest¯rten Adern, w1e und w2e deren   Isolationswiderstände    gegen Erde,   Z den    Isolationswiderstand der beiden Adern gegeneinander.   U    versinnbildlicht die Batterie, ru einen veränderlichen   Ausgieichswiderstand,    der dem innern Widerstand der Batterie nachgebildet ist.

   Es ergibt sich aus der Fig. 2 ohne weiteres,   dalS      durch diese Schaitanordnung die    Gefahr einer Fälschung des Messergebnisses durch   Kriechstrome    ausgeschaltet ist, da die Spannungsdifferenzzwischen den beiden RÏhmchenhÏlften beseitigt ist.



   Um eine   Verfälsehung    des Messergebnisses durch zu niedrige   Isolationswerte    zwischen den beiden   Rähmohenhätften    zu verhindern, war bei bekannten Schaltungen eine gegenseitige Abschirmung der beiden Rähmchen  lialften mit ihrem Zubehör erforderlicb,    da sich sonst den zu messenden   Isolationswider-    ständen die ungefähr in derselben Gr¯¯enan  ordung    liegenden ungenügenden Isolationswerte zwischen den RÏhmchenhÏlften parallel legen.

   Eine solche doppelte Schirmung der beiden   Systemhälften,    die technisch schwierig auszuführen ist, erweist sich bei der vorliegenden   Verbesserung    als unn¯tig, da in diesem Fall   Isolationsfehler zwischen    den beiden RÏhm  ohenbätften    parallel zum   Galvanometer    liegen und daher in die Messung nicht mehr eingehen. Es ist daher eine Abschirmung in der bekannten einfaclien Weise möglich, die in Fig.   2    durch den gestrichelten Zwischenleiter angedeutet ist und bei der die   Ableitungs-    str¯me der Batterie gegen Erde, die sich als Fehlablenkung des AnzeigegerÏtes auswirken würden, f r die Messung wirkungslos werden.



  Es werden namlich die   Kriechströme    von dem erwahnten isolierten Zwischenleiter aufgenommen und  ber den Punkt S kurzgeschlossen.



   Da die beiden Rähmehenhälften 1 und 2 am   in1    wesentlichen gleichen Potential liegen, ergibt sich als besonderer Vorzug dieser An  ordnung, dass elektrostatische Kraftwirkungen    nicht auftreten können, während sich diese   Kraftwirkungen    bei den bekannten Schaltungen insbesondere dann, wenn mit hoberen Batteriespannungen und   empfindlicheren Mess-    geräten gearbeitet wird, den Drehmomenten des   Messwerkes    überlagern. 



   Zur Bestimmung der Isolationswiderstände   70jet    w2e und   2C12 kann    beispielsweise so   vor-    gegangen werden, dass in der Schaltung nach    ruz Fig. 2 die Summe von 1 @ +1/2, in der    w12 w1e Schaltung nach Fig. 3 die Summe 1+1/2 w12 w2e und in der Schaltung nach Fig. 4 die Summe   
1 +1/@@@ bestimmt wird. w12 1 w1e+w2e   
In der Schaltung gemäss Fig. 2 liegt die Ader a an der Batterie und die Ader b an der Rähmchenhälfte 2. Der Schalter Sch ist geschlossen, so dass die Mittelanzapfung mit der Erde verbunden ist.



   Es ergibt sich ein   Aussehlag   
EMI3.1     

In der Schaltung gemäss Fig. 3 werden die Adern a und   b    vertauscht. Sinngemäss ergibt sich ein Ausschlag
EMI3.2     

In der Schaltung gemäB Fig. 4 wird der Schalter   Sch    der Anordnung gemäss Fig. 2 geöffnet, so   da,    sich ein   Ausseblag   
EMI3.3     
 ergibt.



   Die Bestimmung der Konstanten C wird hierbei f r die ganze Messreihe auf dem iiblichen Weg, beispielsweise nach Fig. 5, durchgeführt. In dieser Figur bedeutet    @r = @rg+r@+ru,      das hei¯t @r ist    die Summe aller Widerstände, die in den beiden seitlichen Zweigen und im untern Zweig der Messanordnung auftreten. Der Widerstand des   obern Zweiges    wird also so ergänzt, dass die Summe aller Widerstände in der gesamten Messanordnung gleich ist dem   Konstantenbestimmungswider-      Stand. Bconst- Der Widerstand    im obern Zweig der Messanordnung hat daher den Widerstandswert   Rconst- @r.

   Die Konstante C    errechnet sich aus dem Konstantenbestim  mungsausschlag    a4 zu C = a4.Reconst
Die Fig. 2 bis 5 bedeuten nur   grundsätz-    liche   Übersichten.    Die bei solchen Messanord  nungen    üblichen MeB-, KurzschluB-und    Dampfungstasten, Empfindlichkeitsregler und    Umschalter sind nicht eingezeichnet.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH : Schaltung zum Beseitigen des Einfusses von äussern Störungen bei der Untersuchung von Leitungssystemen mit mehreren, den gleichen Störungen ausgesetzten Betriebsleitern, insbesondere für Isolations-und tapa- zitätsmessungen, dadurch gekennzeichnet, dass ein Messwerk mit mindestens zwei Wicklungen derart an die zu prüfenden Leitungen angeschlossen ist, dass zwischen den beiden Wicklungen keine wesentlichen Potentialunterschiede auftreten und dass die MeBspannung zwischen der einen Wicklung des Messwerkes und der einen zu prüfenden Leitung angeordnet ist.
    UNTERANSPRUCHE : 1. Schaltung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass ein Messgerät ver wendet wird, das eine zwischen den ein zelnen Wicklungsteilen gelegene Anzapfung besitzt, die geerdet werden kann.
    2. Schaltung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichuet, da° die Batterie isoliert von Erde aufgestellt ist und dass die Ab leitungsströme der Batterie gegen Erde f r die Messung durch eine Abschirmung wirkungslos gemacht sind.
CH210366D 1938-03-04 1939-03-01 Schaltung zum Beseitigen des Einflusses von äussern Störungen bei der Untersuchung von Leistungssystemen. CH210366A (de)

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