CH201614A - Verfahren und Vorrichtung zur Beschickung von Karbidöfen. - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Beschickung von Karbidöfen.

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CH201614A
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CH
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permeable
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carbide
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Stickstoffduenger Aktieng Fuer
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Stickstoffduenger Ag
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01BNON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
    • C01B32/00Carbon; Compounds thereof
    • C01B32/90Carbides
    • C01B32/914Carbides of single elements
    • C01B32/942Calcium carbide

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  • Carbon And Carbon Compounds (AREA)

Description


  Verfahren und Vorrichtung zur Beschickung von     Karbidöfen.       Es ist     bekannt,    den     Karbidöfen    die Aus  gangsstoffe sowohl im Gemisch, als auch ge  trennt zuzuführen. Bei diesen Beschickungs  arten kommt es vielfach vor, dass das bei der  Reaktion freiwerdende     CO-Gas    sich unter  einer in der     Lichtbogenzone    angesetzten zu  sammengesinterten Materialdecke ansammelt,  hierbei ziemliche Drucke annimmt     und     plötzlich das darüber gelagerte Material  aus dem Ofen schleudert.

   Hierbei werden die  Bedienungsmannschaften in Gefahr gebracht       und    des öfteren Konstruktionsteile und so  gar ganze     Ofenmauerungen    zerstört.  



  Da das gebräuchliche     Ofenbeschickungs-          materiä1    durchweg viel Staub und feinkörnige  Bestandteile enthält, so wird dem entweichen  den Gas in der Aufwärtsbewegung in der  Materialschicht ein grosser Widerstand ent  gegengesetzt.

   Infolgedessen war es bisher  auch nicht     möglich,    in befriedigender Weise  den bei der sogenannten Trockenvergasung  anfallenden und gegebenenfalls     in        stückige       Form gebrachten Kalkabfall wieder für die       Karbiderzeugung    zu verwerten, da die künst  lich erhaltenen     Formlinge        aus    staubförmigem  Kalk und Koks infolge ihrer geringen Fe  stigkeit durch Abrieb oder unter dem Druck  des Beschickungsgutes teilweise wieder in  Staub zerfielen. Gerade dieser     feinpulverige     Abfallkalk ist aber wegen seiner grossen Ober  fläche besonders reaktionsfähig und leicht  Umzusetzen.

   Das gleiche     gilt    auch für Koks  staub, der     vielfach    als billiger Abfall zur       Verfügung    steht und ebenfalls bisher nicht  für die     Karbidherstellung    verwendet werden  konnte.  



  Es wurde     nun        gefunden,    dass man die  Gasausbrüche sicher vermeiden und     in    weit  gehendem Masse feinpulverige Ausgangsstoffe  verwenden     kann,    wenn man die     Beschik-          kungSfläche    des Ofens in verschiedene Zonen  unterteilt und diese Zonen     teils    mit gasdurch  lässigem, teils mit gasundurchlässigem Ma  terial beschickt.

   Die verschiedene Durch-           lässigkeit    lässt sich durch geeignete Korn  grösse des Materials erreichen, beispielsweise  derart, dass die gasdurchlässigen Schichten       aus        stückigem    Gut und die gasundurchläs  sigen aus feinpulverigem oder gemischt     pul-          verig-stücliigem    Gut bestehen.

   Damit das in  getrennte     Beschickungssäulenteile    aufgege  bene Reaktionsgemisch sich beim Absinken  nicht wieder soweit vermischt, dass der Gas  durchgang durch Eindringen von Staub in  die Zwischenräume der gasdurchlässigen Säu  lenteile behindert wird, werden die einzelnen  Säulenteile beim Verfahren gemäss der Er  findung durch senkrechte Trennwände aus  einander gehalten, die     bis    etwa in die Reak  tionszone hinabreichen. Diese     Trennwände     können gekühlt sein.  



  Durch die Unterteilung der Beschickungs  säule wird der weitere Vorteil erzielt, dass  die Reaktionsgase an ganz bestimmten Stel  len der Ofenoberfläche austreten, wo sie  durch eine an diesen Stellen des Ofens an  geordnete, mit Abzugsvorrichtung und Be  schickungsöffnung versehene Ofenbedeckung  in an sich bekannter Weise aufgefangen und  abgeleitet werden können.  



  Die Erfindung kann beispielsweise wie in  der Zeichnung dargestellt durchgeführt wer  den.  



  Die Beschickungsfläche des in den     Fig.    1  bis 3 dargestellten     Karbidofens    ist in Zonen  <I>A</I> und<I>B</I> eingeteilt. Zone B erhält nur fein  körniges oder staubförmiges Material oder  solche Gemische davon mit grobkörnigen Tei  len, die bei der Lagerung     gasundurchlässig     sind. Das entstandene CO-Gas hat keine Mög  lichkeit, seinen Weg von der     Lichtbogenzone     <I>H</I> durch die Materialsäule<I>B</I> zu nehmen, da  durch die Dichte dieser Materialdecke der  Widerstand zu gross ist.  



       Hingegen    hat die Zone A     grobstiickiges,     staubfreies Material. Hier findet das     Gas     einen verhältnismässig geringen Widerstand    und kann, wie in     Fig.    2 angedeutet, durch  Abzugsrohre abströmen, wobei man die Be  schickungsöffnung für das grobkörnige Ma  terial     zweckmässig    in den     Abzugsrobren    an  ordnet. Es besteht weiter die Möglichkeit, bei  F eine     Absaugung    an diese Rohre anzuset  zen und dadurch die Gasgeschwindigkeit  noch zu beschleunigen. G sind Material  beschickungsstutzen.  



  C sind die Trennwände, welche die Säu  lenteile in der Abwärtsbewegung bis zur       Lichtbogenzone    auseinanderhalten und die  Zonen A und<I>B</I> voneinander     trennen.   <I>D</I> sind  die Elektroden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRtrCHE: 1. Verfahren zur Beschickung von Karbid öfen durch Unterteilung der Beschik- kungssäule in gasdurchlässige und gas undurchlässige Teilsäulen, dadurch ge kennzeichnet, dass die Säulenteile aus Gemischen von Kalk und Kohle bestehen und durch senkrechte, bis etwa in die Re aktionszone hinabreichende Trennwände auseinander gehalten werden.
    II. Vorrichtung zur Durchführung des Ver fahrens nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die mit dem für die Reaktionsgase durchlässigen Gut zu be schickenden Teile des Ofens abgedeckt und mit mindestens einer Ableitung für Reaktionsgase und mindestens einer Be- schiekungsöffnung versehen sind. <B>UNTERANSPRUCH:</B> Vorrichtung nach Patentanspruch 1I, da durch gekennzeichnet, dass in der Gas ableitung eine Aufgabevorriehtung für das gasdurchlässige Gut vorhanden ist.
CH201614D 1937-03-27 1938-03-21 Verfahren und Vorrichtung zur Beschickung von Karbidöfen. CH201614A (de)

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