CH201614A - Verfahren und Vorrichtung zur Beschickung von Karbidöfen. - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zur Beschickung von Karbidöfen.Info
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Description
Verfahren und Vorrichtung zur Beschickung von Karbidöfen. Es ist bekannt, den Karbidöfen die Aus gangsstoffe sowohl im Gemisch, als auch ge trennt zuzuführen. Bei diesen Beschickungs arten kommt es vielfach vor, dass das bei der Reaktion freiwerdende CO-Gas sich unter einer in der Lichtbogenzone angesetzten zu sammengesinterten Materialdecke ansammelt, hierbei ziemliche Drucke annimmt und plötzlich das darüber gelagerte Material aus dem Ofen schleudert.
Hierbei werden die Bedienungsmannschaften in Gefahr gebracht und des öfteren Konstruktionsteile und so gar ganze Ofenmauerungen zerstört.
Da das gebräuchliche Ofenbeschickungs- materiä1 durchweg viel Staub und feinkörnige Bestandteile enthält, so wird dem entweichen den Gas in der Aufwärtsbewegung in der Materialschicht ein grosser Widerstand ent gegengesetzt.
Infolgedessen war es bisher auch nicht möglich, in befriedigender Weise den bei der sogenannten Trockenvergasung anfallenden und gegebenenfalls in stückige Form gebrachten Kalkabfall wieder für die Karbiderzeugung zu verwerten, da die künst lich erhaltenen Formlinge aus staubförmigem Kalk und Koks infolge ihrer geringen Fe stigkeit durch Abrieb oder unter dem Druck des Beschickungsgutes teilweise wieder in Staub zerfielen. Gerade dieser feinpulverige Abfallkalk ist aber wegen seiner grossen Ober fläche besonders reaktionsfähig und leicht Umzusetzen.
Das gleiche gilt auch für Koks staub, der vielfach als billiger Abfall zur Verfügung steht und ebenfalls bisher nicht für die Karbidherstellung verwendet werden konnte.
Es wurde nun gefunden, dass man die Gasausbrüche sicher vermeiden und in weit gehendem Masse feinpulverige Ausgangsstoffe verwenden kann, wenn man die Beschik- kungSfläche des Ofens in verschiedene Zonen unterteilt und diese Zonen teils mit gasdurch lässigem, teils mit gasundurchlässigem Ma terial beschickt.
Die verschiedene Durch- lässigkeit lässt sich durch geeignete Korn grösse des Materials erreichen, beispielsweise derart, dass die gasdurchlässigen Schichten aus stückigem Gut und die gasundurchläs sigen aus feinpulverigem oder gemischt pul- verig-stücliigem Gut bestehen.
Damit das in getrennte Beschickungssäulenteile aufgege bene Reaktionsgemisch sich beim Absinken nicht wieder soweit vermischt, dass der Gas durchgang durch Eindringen von Staub in die Zwischenräume der gasdurchlässigen Säu lenteile behindert wird, werden die einzelnen Säulenteile beim Verfahren gemäss der Er findung durch senkrechte Trennwände aus einander gehalten, die bis etwa in die Reak tionszone hinabreichen. Diese Trennwände können gekühlt sein.
Durch die Unterteilung der Beschickungs säule wird der weitere Vorteil erzielt, dass die Reaktionsgase an ganz bestimmten Stel len der Ofenoberfläche austreten, wo sie durch eine an diesen Stellen des Ofens an geordnete, mit Abzugsvorrichtung und Be schickungsöffnung versehene Ofenbedeckung in an sich bekannter Weise aufgefangen und abgeleitet werden können.
Die Erfindung kann beispielsweise wie in der Zeichnung dargestellt durchgeführt wer den.
Die Beschickungsfläche des in den Fig. 1 bis 3 dargestellten Karbidofens ist in Zonen <I>A</I> und<I>B</I> eingeteilt. Zone B erhält nur fein körniges oder staubförmiges Material oder solche Gemische davon mit grobkörnigen Tei len, die bei der Lagerung gasundurchlässig sind. Das entstandene CO-Gas hat keine Mög lichkeit, seinen Weg von der Lichtbogenzone <I>H</I> durch die Materialsäule<I>B</I> zu nehmen, da durch die Dichte dieser Materialdecke der Widerstand zu gross ist.
Hingegen hat die Zone A grobstiickiges, staubfreies Material. Hier findet das Gas einen verhältnismässig geringen Widerstand und kann, wie in Fig. 2 angedeutet, durch Abzugsrohre abströmen, wobei man die Be schickungsöffnung für das grobkörnige Ma terial zweckmässig in den Abzugsrobren an ordnet. Es besteht weiter die Möglichkeit, bei F eine Absaugung an diese Rohre anzuset zen und dadurch die Gasgeschwindigkeit noch zu beschleunigen. G sind Material beschickungsstutzen.
C sind die Trennwände, welche die Säu lenteile in der Abwärtsbewegung bis zur Lichtbogenzone auseinanderhalten und die Zonen A und<I>B</I> voneinander trennen. <I>D</I> sind die Elektroden.
Claims (1)
- PATENTANSPRtrCHE: 1. Verfahren zur Beschickung von Karbid öfen durch Unterteilung der Beschik- kungssäule in gasdurchlässige und gas undurchlässige Teilsäulen, dadurch ge kennzeichnet, dass die Säulenteile aus Gemischen von Kalk und Kohle bestehen und durch senkrechte, bis etwa in die Re aktionszone hinabreichende Trennwände auseinander gehalten werden.II. Vorrichtung zur Durchführung des Ver fahrens nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die mit dem für die Reaktionsgase durchlässigen Gut zu be schickenden Teile des Ofens abgedeckt und mit mindestens einer Ableitung für Reaktionsgase und mindestens einer Be- schiekungsöffnung versehen sind. <B>UNTERANSPRUCH:</B> Vorrichtung nach Patentanspruch 1I, da durch gekennzeichnet, dass in der Gas ableitung eine Aufgabevorriehtung für das gasdurchlässige Gut vorhanden ist.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE201614X | 1937-03-27 |
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| Publication Number | Publication Date |
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| CH201614A true CH201614A (de) | 1938-12-15 |
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ID=5767102
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH201614D CH201614A (de) | 1937-03-27 | 1938-03-21 | Verfahren und Vorrichtung zur Beschickung von Karbidöfen. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH201614A (de) |
-
1938
- 1938-03-21 CH CH201614D patent/CH201614A/de unknown
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