CH192802A - Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Fäden aus schmelzbarem siliziumhaltigem Material. - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Fäden aus schmelzbarem siliziumhaltigem Material.Info
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Description
Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Fäden aus schmelzbarem siliziumhaltigein Naterial. Gegenstand der, Erfindung sind ein Ver fahren und eine Vorrichtung zur Herstellung von Fäden aus sehmelzbarein siliziumhalti- gem Material, z. B. Glas, bei welchem aus Düsen ausfliessende Stränge aus dein ge- sehmolzenen Material zu Fäden ausgezogen und gekühlt werden.
Die Erfindung bestellt da.rin, dass die Fäden während ihrer Herstel- lun <B>g</B> der Einwirkung von periodisch sich ändernden Kräften ausgesetzt werden. Es wurde festgestellt, dass, die Fäden dadurch eine grössere Zähigkeit erhalten.
Die Zeichnung zeigt zwei beispielsweise Ausführungsformen von Vorrichtungen zur Ausübung,des Verfahrens. Anhand derselben wird auch -das Verfahren selbst beispiels weise erläutert.
Fig. <B>1</B> ist ein senkrechter Schnitt durch eine derartige Vorrichtung; Fig. 2 ist ein Schnitt nach Linie II-II der Fig. <B>1;</B> Fig. <B>3</B> ist ein der Fig. <B>1</B> ähnlicher Schnitt einer andern Ausfüllrungsform, und Fig. 4 ein Schnitt nach Linie IV-IV der Fig. <B>3.</B>
Zur Vorrichtung gehört ein Behälter<B>W</B> für einen Vorrat angeschmolzenem Glas<B>11.</B> Dieser Behälter kann ein Ansatz eines Schmelzofens sein, aus dem geschmolzenes Glas fortlaufend zugeführt wird. In dem Boden des Behälters ist ein Auslass gebildet. Auf dessen Mündung sitzt eine Büchse<B>13</B> aus feuerfestem Material. Diese Büchse trägt ein Futter 14 aus Platin, einer Platin legierung oder einem andern geeigneten me- tallisolien Werkstoff. Im Boden des Futters 14 befinden sieh kleine Düsen<B>15,</B> durch welche das geschmolzene Glas in Form von Strängen<B>1,6</B> austritt.
Das Futter wird elektrisch geheizt, um die Ränder der Düsen<B>1,5</B> auf hoher Tempe ratur zu halten, wodurch ein beständiges Fliessen erreicht und verhütet wird, dass das geschmolzene, Glas vorzeitig abkühlt und er starrt und damit die Dure'hflussöffnungen verstopft. Das; Futter 14 weist Klemmen auf, welche mit Sammelschienen<B>17</B> verbun- ,den und damit an eine Stromquelle angoe- schlossen sind, und zwar zweckmässig an die Sekundärwicklung eines Transformators, der einen Hochfrequenzwechselstrom von niedri gem Potential liefert.
Unter den Düsen befindet sich eine Blas- vorrichtung <B>18,</B> welche aus, zwei Druckkam mern besteht, die im Abstand voneinander auf entgegengesetzten Seiten der Reihe von Strängen<B>16</B> liegen. Durch Düsen<B>19</B> der ge nannten Kammern werden Ströme von Dampf oder Gas in nach unten konvergie renden Richtungen gegen die Glasstränge<B>16</B> gerichtet. Die Stränge viskosen Glases wer- .den auf diese Weise von dem Dampfblas- strom erfasst und schnell zu dünnen Fäden ausgezogen, die sogleich abkühlen und er starren.
Die so ausgezogenen Fäden werden nach unten durch einen Kanal 20 abgeführt.
Es sind nun Mittel vorgesehen, um die Glasstränge oder -fAden, während sie sieh noel-i im viskosen Zustand in der Kühlzone befinden, periodisch sieh ändernden elektri schen Kräften auszusetzen. Diese Mittel um fassen nach Fig. <B>1,</B> 2 einen elektrischen Generator 21, :der durch Leitungen 22 mit Elektroden 23 verbunden ist. Die Elektro- ,den bestehen aus Metallplatten, die auf ent gegengesetzten Seiten der Reihe von Glas strängen parallel zu Jiesen angeordnet sind.
Der Generator 21 erzeugt eine elektro motorische Kraft, die anden Elektroden<B>23</B> zur Wirkung kommt. Auf diese Weise wird zwischen den Platten 28 ein periodisch mit hoher Frequenz sich änderndes elektrisches Feld erzeugt. Dabei sind die Kraftlinien 24 senkrecht zu,den Strängen<B>16</B> gerichtet und durchqueren diese.
Diese Kraftlinien bewir- hen eine beständige Bewegung der Glasmole- küle, während das Glas sich abkühlt und aus seinem viskosen Zustand in den festen Zustand übergeht, c1. h. während das Glas #dureli,den Bereichder Kühltemperatur gellt. Hierdurch wird die Zähigkeit und .die Zug- festio,keit der Glasjäden erhöht, sie werden <B>C</B> weniger brüchig-, erhalten eine höhere Bieg samkeit und werden in ihrer Qualität we sentlich verbessert.
Bei der Ausführung nach Fig. <B>3,</B> 4 wer den die Fäden dem Einfluss eines periodisch sich ändernden magnetischen Feldes unter worfen. Es ist hier ein Elektromagnet vor gesehen, der aus,dem Eisenkern 25 und einer Spule<B>2,6</B> besteht. Die Erregung der Spule erfolgt durch einen Wechselstromgenerator <B>2.7.</B> Die Schenkel des Magnetes erstrecken sich auf gegenüberliegenden Seiten der Reihe von Glassträngen<B>16.</B> Die magnetischen Kraftlinien 28 kreuzen diese Stränge im iechten Winkel.
Diese magnetischen Kraftli#nien, welche schnell ihre Richtung wechseln, bewirken eine Erhöhung der Zähigkeit und eine Ver besserung der Qualität,der Fäden in der mit Bezug auf Fig. <B>1,</B> 2' bereits angegebenen Weise. Die Frequenz in den Feldwechseln kann eine übliche Frequenz oder eine viel höhere Frequenz sein. Gleichmässigkeit in ,der Feldstärke und Zahl der Wechsel pro Minute sind zur Erlangung ein-er zufrieden- stellenden Wirkung nicht wesentlich, ob schon die Wirksamkeit des Verfahrens in ge wissem Grade von der Frequenz und Feld stärke- abhängig ist.
Der Stromkreis für den Wechselstrom, .der durchdas Futter 14 ge'h.t, kann so angle- ordnet und die Stromstärke und Frequenz können so bemessen werden, dass das er zeugte Wechselfeld elektrischer oder elektro magnetischer Kraftlinien die ausfliessenden Glasstänge beeinflusst und ebenfalls zur Er- höhung,der Zähigkeit und Verbesserungder Qualität,der Fäden beiträgt.
Claims (1)
- PATENTANSPRüCHE: I. Verfahren zur Herstellung von Fäden aus schmelzbarem siliziumhaltigem Ma terial, bei welchem aus Düsen ausflie- Bende Stränge aus dem geschmolzenen Material zu Fäden ausgezogen und ge kühlt werden, dadurch gekennzeichnet, dass die Fäden während ihrer Herstel- lung der Einwirkung von periodisch sich ändernden Kräften ausgesetzt wer- ,den. 11.Vorrichtung zur Ausübung des Verfalt- rens nach Patentansprueli I, dadurch ge kennzeichnet, dass an einem Behälter für ,die geschmolzene Masse eine Reihe von Düsen für den Austritt von zu Fäden zu ziehenden Strängen vorgeselien und längs der Bahn der sich bildenden Fä den Mittel angeordnet s#ind, welche auf ,die Fäden wirkende periodisch sich än dernde Kräfte erzeugen können.UNTERANSPRüCHE: <B>1.</B> Verfahren nach Patentansprueh <B>1,</B> da durch gekennzeichnet, dass die Einwir kung der Kräfte auf die Fäden während des Külllens derselben erfolgt. 2. Verfahren nach Patentansprueli I und Enteranspruch <B>1,</B> dadurch gekennzeich net, dass die Kräfte durch ein elektri sches Wechselfeld erzeugt werden.<B>3.</B> Verfahren nach Patentansprueli I und Unteranspruch<B>1,</B> dadurch gekennzeich net, dass die Kräfte durch ein elektro magnetisches Wechselfeld erzeugt wer- ,den. 4. Verfahren nach Patentanspruch I und Unteranspruch<B>1,</B> dadurch gekennzeich net, dass die Kühlung der Fäden durch die Wirkung eines die Fäden einhüllen den gasförmigen Mittels bewirkt wird.<B>5.</B> Vorrichtung nach Patentansprucli II, da durch gekennzeichnet, dass auf gegen überliegenden Seiten der Bewegungsbahn der Fäden Elektroden vorgesehen sind, die an einen Wechselstromgen-erator an geschlossen sind.<B>6.</B> Vorrichtung nach Patentanspruch II, da- .durch gekennzeichnet, dass ein Elektro magnet mit seinen Polen auf gegen- überliegenden Seiten der Bewegungsbalin .der Fäden liegt und seine Spule an eine Wechselstromquelle angeschlossen ist.<B>7.</B> Vorrichtung nach Patentanspruch II, da- ,durch gekennzeichnet, dass unterhalb der Düsen für die ausfliessenden Stränge Blasverrichtungen vorgesehen sind, die gegen die Stränge gerichtete Düsen zum Durclitritt von zum Ausziehen der Stränge zu Fäden bestimmten Gasströ men besitzen.
Applications Claiming Priority (1)
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| CH192802D CH192802A (de) | 1935-08-08 | 1936-08-07 | Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Fäden aus schmelzbarem siliziumhaltigem Material. |
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