Verfahren und Vorrichtung zur Erzeugung von stereoskopischen Durchleuchtungsbildern mittels Röntgenstrahlen. Es ist bekannt, zur Erzeugung von stereo skopischen Durchleuchtungsbildern, zwei nebeneinander angeordnete Röntgenröhren wechselweise aufleuchten zu lassen, so dass während einer Periode des: Wechselstromes jede Röhre pro Halbwelle.einmal aufleuchtet.
Der vor den Leuchtschirm gebrachte zu röntgenisierende Gegenstand wird somit das eine Mal von den, von der einen Röhre aus gesandten Strahlen und das andere Mal von den, von der andern Röhre ausgesandten Strahlen auf den ,Schirm geworfen. Vor den Augen des eich hinter dem Leuchtschirm be findenden Beobachters ist ein Apparat zur wechselweisen Unterbrechung der Sehstrahlen angeordnet, so da3 dem einen Auge nur das Durchleuchtungsbild der einen Röhre und dem andern Auge nur das Durchleuchtungs bild der andern Röhre sichtbar wird.
Da durch soll der Beobachter den stereoskopi- sehen Effekt wahrnehmen.
Diese Einrichtung hat den Nachteil, dass die in der Zeiteinheit erzeugten Durchleuch- tungsbilder von der Frequenz des Wechsel stromes abhängig sind; das heisst z. B. bei 50 Perioden werden von -den beiden Röhren sekundlich hundert Durchleuchtungsbilder auf den Schirm geworfen. Jedes Auge des Beobachters muss entsprechend fünfzigmal sekundlich abgedeckt werden.
Bei dieser hohen Zahl von sekundlichen Unterbrechun gen macht sich aber das Nachleuchten des Schirmes in. :schädlicher Weise bemerkbar, indem sich die örtlich verschobenen Bilder zeitlich überdecken. Dasstexeoskopische Bild erscheint verschwommen.
Diesem Übelstand soll gemäss vorliegen der Erfindung durch ein Verfahren abgehol fen werden, das erlaubt, die Zahl der .sekund lichen Durchleuchtungsbilder nur so hoch zu wählen, als zur Erzielung einer Bildkonti nuität erforderlich ist.
Das geschieht da durch, dass die von zwei nebeneinander an geordneten Röntgenbrennflecken ausgesand ten Röntgenstrahlen wechselweise durch einen Unterbrecherapparat abgedeckt wer- den, der mit einem in bekannter Weise vor den Augen des hinter dem Leuchtschirm be findlichen Beobachters angeordneten Appa rat zur Unterbrechung der Sehstrahlen syn chron und in Phase läuft.
Die Vorrichtung zur Ausübung dieses Verfahrens besteht ausi zwei nebeneinander angeordneten Röntgenbrennflecken, einem Leuchtschirm, einem vor, den Augen des Beob achters angeordneten Apparat zur Unter brechung der Sehstrahlen und einem vor den R.öntgenbrennflecken angeordneten Apparat zur Unterbrechung der Röntgenstrahlen, der mit dem ersten Unterbrecherapparat in Be wegungsverbindung steht.
Da die Unter brecherapparate von der Frequenz des die Röntgenstrahlen erzeugenden Wechelstromes unabhängig sind, kann die Anzahl der sekundlichen Durchleuchtungsbilder soweit heruntergedrosselt werden, bis das Nach leuchten des Schirmes keinen nachteiligen Einfluss mehr hat.
In der Zeichnung ist eine beispielsweise Ausführungsform der Vorrichtung zur Aus übung des Verfahrens schematisch darge stellt, und zwar zeigt: Fig. 1 einen Grundriss der Vorrichtung und Fig. 2 bis 5 Scheiben von Unterbrecher apparaten in vier verschiedenen Ausfüh rungsformen.
Mit<I>y,</I> und y2 sind zwei parallel geschal tete Röntgenröhren und mit 2 ein Leucht schirm bezeichnet. Der zu röntgenisierende Gegenstand ist mit K und zwei beliebige Punkte desselben mit<I>A</I> und<I>B</I> bezeichnet. Das raumfigürliche Durchleuchtungsbild des Gegenstandes ist in 'Strichpunktlinie darge stellt und die Punkte A und B sind im Durchleuchtungsbilde mit A" und Ba be zeichnet.
Von einem Motor 3 aus werden die auf der Vorgelegewelle 4 aufgebrachten Scheiben 5 und 6 angetrieben. Mittels eines Transmissionsorganes 7 werden die Schei ben 8 und 9 der Unterbrecherapparate ange trieben. Die Scheibe 8 ist vor den Röntgen röhren y, und y2 und die Scheibe 9 ist vor den Augen x, und xi! des Beobachters ange- ordnet. In der Fig. 1 sind Scheiben verwen det, deren Achsen zwischen den Röntgen röhren bezw. zwischen den Augendes Beob achters liegen.
Sie besitzen entweder je eine Öffnung a, und ein Verdunkelungsfeld a.2 wie in Fig. 2 dargestellt, oder sie weisen mehrere Öffnungen b,, cl, dl und mehrere Verdunkelungsfelder b2, c2, c# wie in Fig. 3 dargestellt auf. Die Zahl der Öffnungen, sowie die Zahl der diesen Öffnungen radial gegenüberliegenden Verdunkelungsfelder ist eine ungerade, damit immer einer Öffnung ein Verdunkelungsfeld gegenüberliegt.
In der Fig. 4 ist eine Seheibe dargestellt, die je eine Öffnung und ein Verdunkelungs feld aufweist, wobei die Achse der Scheibe einseitig neben den Brennflecken bezw. neben den Augen des Beobachters vorbeigeht. Wenn die Öffnung e, vor dem einen Brenn- fleck liegt, wird der andere Brennfleck durch das Verdunkelungsfeld f, abgedeckt.
Nach einer halben Umdrehung .der Scheibe haben ,sich die Verhältnisse insofern geändert, als dann die Öffnung e2 und das Verdunkelungs- feld f2 vor den Brennflecken liegen.
Es können auch zwei oder mehr Üffnun- gen und Verdunkelungsfelder bei einseitiger Scheibenanordnung vorgesehen werden. Fig. 5 zeigt beispielsweise eine .Scheibe mit je zwei ,Öffnungen und zwei Verdunkelungsfeldern.
Die Wirkungsweise der oben beschrie- henen Vorrichtung ist die folgende: Angenommen die Scheiben 8 und 9 be finden sich in einer Lage, in welcher die Strahlendes Brennfleckes, y, :durch ,die Öff nung a, der Scheibe 8 und die Sehstrahlen des Auges x, durch die Öffnung a, der Scheibe 9 hindurchtreten können.
Zwei be liebige Punkte A und.B. des zu röntgenisie- renden Gegenstandes werden nun von den Strahlen s, und s,2 getroffen und als @Schat- tenbilder <I>A,</I> und B, auf den Leuchtschirm 2 geworfen.
Inzwischen haben sich die :Schei ben 8 und '9 gedreht und den Brennfleck y,, sowie Auge x, verdunkelt. Dafür treten nun aus dem Brennfleck<I>y2</I> die ,Strahlen t, und t2 durch die Öffnung a, der Scheibe B.
Diese werfen die Punkte<I>A</I> und<I>B</I> ebenfalls als Schattenbilder auf den Leuchtschirm, und zwar auf den Stellen A, und BZ. Das Auge x.2 des Beobachters gewahrt nun durch die Öffnung a1 der Scheibe 9 die Schattenbilder A, und B, der Punkte A.
und .B,. Bei ge nügend grosser Geschwindigkeit der aufein ander folgenden Wechsel (15 bis 25 pro Sek.) können die von jeder Röhre einzeln be trachteten Bilder vom Beobachter nicht mehr auseinander gehalten werden, und es tritt der stereoskopische Effekt ein, wobei der zu untersuchende Gegenstand K als raum figürliches Abbild K, hinter dem Leucht- sehirm erscheint, indem die Bildpunkte Al und A, bezw. B, und B, sich zu den Punkten Ao und Ba im Raume vereinigen.
Wählt man beispielsweise .den Brenn- fleckabstand gleich dem normalen Augen abstand des Menschen und ordnet man den Leuchtschirm in der Mittelsenkrechten der Verbindungslinie zwischen den Röhren und dem Beobachter an, so erhält man von dem Körper K ein spiegelsymmetrisches Abbild K" in natürlicher Grösse. Bei der Wahl an derer Abstände ergeben sich die den stereo skopischen Gesetzen entsprechenden Ände rungen.
Statt der Unterbrecherapparate mit den Scheiben können auch andere bekannte Un- terbrecherapparate, z. B. laufende Bänder mit Schlitzen, Schlitzwalzen oder dergl. ver wendet werden.
Bei grossen Abständen zwischen dem Schirm und dem Beobachter können Linsen, nach Fernrohrart, vor den Augen des Beob achters angeordnet sein.
Statt in zwei Röhren, wie schematisch dargestellt, könnten die nebeneinander ange ordneten Brennflecke auch in einer einzigen Röhre untergebracht sein.
Um den stereoskopischen Effekt zu er höhen, könnte der Abstand zwischen den Brennflecken auch grösser als der normale Augenabstand des Menschen ,gewählt wer den. In diesem Falle müsste der Augen abstand des Beobachters mittels eines. be kannten Spiegel- oder P'rismensystemes ent sprechend vergrössert werden.
Method and device for generating stereoscopic fluoroscopic images by means of X-rays. In order to generate stereoscopic fluoroscopic images, it is known that two X-ray tubes arranged next to one another light up alternately so that each tube lights up once per half-wave during a period of the alternating current.
The object to be x-rayed, which is brought in front of the fluorescent screen, is thus thrown onto the screen once by the rays emitted by one tube and the other time by the rays emitted by the other tube. In front of the eyes of the observer, who is behind the fluorescent screen, an apparatus is arranged to alternately interrupt the visual rays so that only the fluoroscopic image of one tube is visible to one eye and only the fluoroscopic image of the other tube is visible to the other eye.
As a result, the observer should perceive the stereoscopic effect.
This device has the disadvantage that the fluoroscopic images generated in the unit of time are dependent on the frequency of the alternating current; that means z. B. at 50 periods, one hundred fluoroscopic images are thrown onto the screen every second by the two tubes. Each eye of the observer must be covered fifty times a second.
With this high number of secondary interruptions, however, the afterglow of the screen becomes noticeable in a harmful way, as the locally shifted images overlap in time. The stexoscopic image appears blurry.
According to the present invention, this drawback is to be remedied by a method which allows the number of .sekund union fluoroscopic images to be selected only as high as is necessary to achieve image continuity.
This is done by the fact that the X-rays sent out by two X-ray focal spots arranged next to one another are alternately covered by an interrupter device, which is arranged in a known manner in front of the eyes of the observer behind the fluorescent screen to interrupt the visual rays synchronously and runs in phase.
The device for carrying out this procedure consists of two X-ray focal points arranged next to one another, a fluorescent screen, an apparatus arranged in front of the observer's eyes to interrupt the visual rays and an apparatus arranged in front of the X-ray focal points to interrupt the X-rays, which is connected to the first interrupter apparatus is in motion connection.
Since the interrupter apparatuses are independent of the frequency of the alternating current that generates the X-rays, the number of secondary fluoroscopic images can be reduced until the afterglow of the screen no longer has a negative effect.
In the drawing, an exemplary embodiment of the device for practicing the method is shown schematically, namely: Fig. 1 is a plan view of the device and Fig. 2 to 5 disks of interrupter devices in four different Ausfüh approximate forms.
With <I> y, </I> and y2 two X-ray tubes connected in parallel and with 2 a fluorescent screen are designated. The object to be x-rayed is designated with K and any two points of the same with <I> A </I> and <I> B </I>. The spatial figurative fluoroscopic image of the object is shown in 'dash-dot line and points A and B are identified in the fluoroscopic image with A "and Ba be.
The disks 5 and 6 mounted on the countershaft 4 are driven by a motor 3. By means of a transmission element 7, the discs are ben 8 and 9 of the interrupter apparatus is exaggerated. The disk 8 is in front of the X-ray tubes y, and y2 and the disk 9 is in front of the eyes x, and xi! of the observer. In Fig. 1 discs are verwen det, the axes of which tubes between the X-ray and respectively. lie between the eyes of the observer.
They either have an opening a and a darkening field a.2 as shown in FIG. 2, or they have several openings b 1, cl, dl and several darkening fields b2, c2, c # as shown in FIG. The number of openings, as well as the number of darkening fields radially opposite these openings, is odd, so that there is always an opening opposite one darkening field.
In Fig. 4 a Seheibe is shown, each having an opening and a darkening field, the axis of the disk on one side, respectively next to the focal spots. passes next to the observer's eyes. If the opening e lies in front of the one focal point, the other focal point is covered by the darkening field f.
After half a revolution of the disk, the conditions have changed insofar as the opening e2 and the darkening field f2 then lie in front of the focal point.
Two or more openings and darkening fields can also be provided with a pane arrangement on one side. Fig. 5 shows, for example, a disc with two openings and two darkening fields.
The mode of operation of the device described above is as follows: Assume the disks 8 and 9 are in a position in which the rays of the focal point, y,: through, the opening a, of the disk 8 and the rays of the eye x , through the opening a, of the disc 9 can pass.
Any two points A and B. of the object to be x-rayed are now hit by the rays s 1 and s 2 and projected onto the fluorescent screen 2 as @ shadow images <I> A, </I> and B.
In the meantime, the discs 8 and 9 have turned and darkened the focal spot y ,, and eye x. For this, the rays t and t2 now emerge from the focal spot <I> y2 </I> through the opening a of the disk B.
These also cast the points <I> A </I> and <I> B </I> as shadow images on the luminescent screen, namely at points A and BZ. The observer's eye x.2 now sees the shadow images A, and B, of the points A through the opening a1 of the disc 9.
and .B ,. If the speed of the successive changes is sufficiently high (15 to 25 per second), the images viewed individually from each tube can no longer be kept apart by the observer, and the stereoscopic effect occurs, with the object to be examined K as spatial figurative image K, appears behind the luminescent screen, in which the pixels Al and A, respectively. B, and B, unite to the points Ao and Ba in space.
If, for example, one chooses the focal spot distance equal to the normal human eye distance and one arranges the fluorescent screen in the perpendicular perpendicular to the connecting line between the tubes and the observer, one obtains a mirror-symmetrical image K "of the body K in natural size the choice of other distances results in the changes corresponding to the stereoscopic laws.
Instead of the interrupter devices with the disks, other known interrupter devices, e.g. B. running belts with slots, slot rollers or the like. Ver used.
In the case of large distances between the screen and the observer, lenses, like a telescope, can be arranged in front of the observer's eyes.
Instead of two tubes, as shown schematically, the focal spots arranged next to one another could also be accommodated in a single tube.
In order to heighten the stereoscopic effect, the distance between the focal spots could also be greater than the normal eye relief of the person who was chosen. In this case, the distance between the eyes of the observer would have to be a. known mirror or prism system are enlarged accordingly.