CH172012A - Verfahren zur Herstellung von Glasgespinst und Schmelzofen zur Ausübung dieses Verfahrens. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Glasgespinst und Schmelzofen zur Ausübung dieses Verfahrens.

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CH172012A
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C03GLASS; MINERAL OR SLAG WOOL
    • C03BMANUFACTURE, SHAPING, OR SUPPLEMENTARY PROCESSES
    • C03B37/00Manufacture or treatment of flakes, fibres, or filaments from softened glass, minerals, or slags

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Description


  Verfahren zur Herstellung von Glasgespinst und Schmelzofen zur Ausübung  dieses Verfahrens.    Um Glasgespinst, also feine Fäden aus  Glas herzustellen, ist es bekannt, das Glas  zu schmelzen und dann aus dem Schmelz  gefäss durch Öffnungen, die entweder im  Boden oder seitlich des Schmelzgefässes an  geordnet sind, heraustreten zu lassen. Das  heraustretende flüssige,     teigförmige    Glas wird  dann mit geeigneten Vorrichtungen erfasst  und mit grosser Geschwindigkeit zu dünnen  Fäden ausgezogen.  



  Soll ein derartiger     Ziehprozess    kontinuier  lich vor sich gehen und die gezogenen Fäden  möglichst selten abreissen, so muss der Glas  fluss bei den     Ausflussöffnungen,    wo er zu  dünnen Fäden ausgezogen wird, möglichst  eine gleichmässige Zähflüssigkeit, Temperatur  und     Beschaffenheit        haben.-Ferner    muss man  dafür sorgen, dass das herausgezogene, also  zu Glasgespinst verarbeitete Glas, ständig  erneuert wird.  



  Diese Erneuerung geschieht bei den be  kannten Verfahren, indem das kalte Rohglas    unmittelbar in den Spinnraum eingeführt  wird, in welchem sich die geschmolzene Glas  masse befindet. Dadurch wird dessen Tem  peratur erniedrigt und dessen Zähigkeit ver  ändert, so     dass    das Spinnen gestört, wenn  nicht unterbrochen wird.  



  Auch sind anderseits Verfahren bekannt,  bei denen das Glas in den Spinnraum erst  eingeführt wird, nachdem es in einem andern  Behälter durch eine andere Heizquelle ge  schmolzen und gut durchgerührt (geläutert)  wurde. Ein solches Verfahren ist einerseits  kostspielig, da zwei Heizquellen, und zwar  eine zum Schmelzen, die andere dagegen  zum Spinnen notwendig ist; anderseits ist  die Temperatur der separat geschmolzenen  Glasmasse nie diejenige, die im Spinnraum  beim Spinnen benötigt wird. Bringt man  nun diese geschmolzene Glasmasse, die eine  andere Temperatur hat als diejenige, die  sich im Spinnraum befindet, in den Spinn  raum, so ergeben sich die oben beschriebenen  Störungen, die sich beim Einführen des kalten      Glases einstellen, wenn auch in geringerem  Masse.  



  Die erwähnten Verfahren ermöglichen  kein einwandfreies, kontinuierliches Arbeiten,  da das aufgeworfene Glas beim Mischen  stets die Temperatur und so die Zähflüssig  keit des Glasbades im Spinnraum ändert.  Der     Glasfluss    ist, wenn er aus den. Spinn  öffnungen heraustritt, noch nicht genügend  homogenisiert. Die Fäden reissen nach jeder       Auffüllung    des Spinnraumes so lange ab, bis  eine Homogenisierung des Glasflusses und  die Einstellung einer bestimmten Zähflüssig  keit erfolgt ist.  



  Bei dem Verfahren gemäss der Erfindung  sind die beschriebenen Übelstände dadurch  behoben, dass das Erschmelzen des Rohglases  und das Erwärmen auf Spinntemperatur durch  dieselbe     Heizflamme,    aber in verschiedenen  Teilen des Ofens vorgenommen wird, so dass  das flüssige Glas gezwungen wird, einen be  stimmten Läuterungsweg     zurückzulegen,    ehe  es aus den     Spinnöffnungen    heraustreten kann.  Dieser Weg kann kürzer oder länger ge  wählt werden, je nach der Zeit, die der be  treffende     Glasfluss    zur Läuterung bedarf.  



  Er ist zum Beispiel lang beim Gebrauch  von gemischten Glasscherben, die sich erst  nach einem verhältnismässig langen Läute  rungsweg zu einer einheitlichen -Glasmasse  mischen. Dieser Läuterungsweg kann vor  oder nach dem Spinnraum (in der Flammen  richtung gesehen) angeordnet werden.  



  Die Erfindung bezieht sich ferner auf  einen Schmelzofen zur Ausübung des Ver  fahrens.  



  Beiliegende Zeichnung stellt beispiels  weise verschiedene Schmelzöfen gemäss vor  liegender Erfindung schematisch dar.  



       Fig.    1 ist ein Längsschnitt einer ersten  Ausführung;       Fig.    2 ist ein ähnlicher Schnitt einer  zweiten Ausführung, bei der der Einwurf  der Glasbrocken vor den Spinnraum statt  findet;       Fig.    3 ist ein     Längsschnitt    und       Fig.    4 ein Querschnitt nach Linie     IV-IV     von     Fig.    3 eines dritten Ausführungsbei-         spiels    eines Schmelzofens mit längsgeführter  Flamme       Fig.        "5    ist ein Querschnitt einer Ausfüh  rung eines Schmelzofens mit quergeführter  Flamme;

         Fig.    6 zeigt einen Längsschnitt eines       Glasspinnofens,    bei dem das geschmolzene  Glas der Flamme     entgegenfliesst;          Fig.7        stellteineAusführungeinesSchinelz-          ofens    mit vertikaler     Beheizung    dar.  



  In diesen verschiedenen Ausführungsbei  spielen bezeichnet A den Spinnraum, in dem  sich das geläuterte, geschmolzene Glas be  findet, welches durch die Öffnungen D, die  auch seitlich angeordnet werden können, her  austritt und in bekannter Weise zu Glas  fäden ausgezogen wird.  



  In der Ausführung gemäss     Fig.    1 ist ein       Vorraum    B vorhanden, welcher durch eine  Brücke F, die die Flamme hemmt und ein  engt, vorn Spinnraum A getrennt ist. Durch  die Öffnung C wird der Raum B mit Glas  brocken gespeist. F stellt den Brenner dar.  



  Das geschmolzene Glas fliesst der Flam  menrichtung entgegen über die Brücke     E    in  den Spinnraum A. Daselbst ist also nur  gleichmässig geläutertes und gleichmässig  zähes Glas.  



  Die Brücke F zwischen dem Vorraum B  und dem Spinnraum A kann, wie in     Fig.    2  angedeutet, weggelassen werden, wenn der  Läuterungsweg so verlängert wird, dass die  Schmelze dank ihrer anfänglichen Zähflüssig  keit genügend Zeit findet, sich zu läutern,  bevor sie den Spinnraum erreicht. C' ist die  Abzugsöffnung für die Rauchgase.  



  Auch in den     Fig.    3 und 4 ist A der  Spinnraum und B der davon durch eine  Wand getrennte Vorraum, welcher durch die  Öffnung C mit     Glasbrocken    gespeist wird.  Das geschmolzene Glas fliesst durch die<B>Öff-</B>  nungen H in den Spinnraum. D sind die       Spinnöffnungen.    Das geschmolzene Glas fliesst  sowohl entgegen, als auch quer zur Flammen  richtung von<I>B</I> nach<I>A</I> hinein, aber in allen  Fällen legt es einen bestimmten Läuterungs  weg zurück, bevor es aus B nach A her  überfliessen kann.      Anstatt in der Längsrichtung, kann der  Brenner F auch seitlich, wie in     Fig.    5 dar  gestellt, angebracht werden.

   In diesem Falle  befindet sich der Vorraum B mit der Ein  führungsöffnung C auf der entgegengesetzten  Seite der Flamme, welch letztere den Spinn  raum durchstreift, bevor sie durch den Vor  raum     B    und die Öffnung C ins Freie tritt.  



  Bei dem in     Fig.6    gezeichneten Glas  spirinofen fliesst der ganze Glasstrom in um  gekehrter Richtung wie die Flamme.  



  Diese Anordnung ist besonders vorteil  haft bei Verwendung verschiedenartiger ge  mischter Glasbrocken. Hier ist der Läute  rungsweg besonders lang, so dass sich die  verschiedenen     Gläsersorten    äusserst innig  mischen können.  



       Fig.    7 zeigt schliesslich einen Ofen mit  vertikaler     Beheizung.    A ist auch hier der  Spinnraum, B die Vorräume, durch welche  die Flamme des Brenners F ins Freie zieht.  D sind die     Spinnöffnungen.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: I. Verfahren zur Herstellung von Glasge spinst vermittelst eines kontinuierlich arbeitenden Ofens, dadurch gekennzeich net, dass das Eischmelzen des Rohglases und das Eiwärmen auf Spinntemperatur durch dieselbe Heizflamme, aber in ver schiedenen Teilen des Ofens vorgenom men wird, so dass das flüssige Glas ge= zwungen wird, einen bestimmten Läute rungsweg zurückzulegen, ehe es aus den Spinnöffnungen heraustreten kann.
    II. Schmelzofen zur Ausübung des Verfahrens gemäss Patentanspruch I, dadurch gekeriii- zeichnet, dass derselbe einen Spinnraum für das geläuterte, geschmolzene Glas be sitzt, der mit Spinnöffnungen versehen ist, einen Vorraum zum Einführen der ungeschmolzenen kalten Glasbrocken und eine Heizeinrichtung, die so angeordnet ist, dass die Flamme nacheinander beide Räume bestreicht. UNTERANSPRÜCHE: 1. Schmelzofen gemäss Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Räume durch eine Brücke voneinander getrennt sind. 2.
    Schmelzofen gemäss Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Räume durch eine Trennwand mit Öff nungen für den Durchgang der Flamme aus dem Spinnraum in den Vorraum und zum Ausfliessen des in den Vorraum ge schmolzenen Glases voneinander getrennt sind. 3. Schmelzofen gemäss Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass der sich hinter dem Spinnraum befindende Vor raum von der Flamme erst nach Behei- zung des Spinnraumes bestrichen wird. 4.
    Schmelzofen gemäss Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass der Läute- rungs- und Füllraum seitlich angeordnet ist und von der Flamme nach Beheizung des Spinnraumes in der Längsrichtung bestrichen wird. 5. Schmelzofen gemäss Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass der Auffüll- raum seitlich vom Spinnraum angeordnet ist und von der quergeführten Flamme nach Beheizung des Spinnraumes bestri chen wird. 6.
    Schmelzofen gemäss Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass der Vorraum sich oberhalb des Spinnraumes befindet und dass die Flamme den letzteren in der entgegengesetzten Richtung des Glas flusses beheizt, bevor sie nach Mehrung den Vorraum bestreicht. 7. Schmelzofen gemäss Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die Läute rungsräume seitlich vom Spinnraum an geordnet sind und von der vertikalen Flamme nach der Beheizung des Spinn raumes bestrichen werden.
CH172012D 1936-10-22 1933-11-16 Verfahren zur Herstellung von Glasgespinst und Schmelzofen zur Ausübung dieses Verfahrens. CH172012A (de)

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